Eltern sollten Kindern nicht nachgeben
von Newsredaktion
Experten warnen derzeit davor, Kinder zu oft nachzugeben und jeden Wunsch sofort zu erfüllen. Das hat zur Folge, dass Kinder kein Gespür für Geld entwickeln können und auch weniger Erfolg haben. Sie raten daher dazu, die Kinder ruhig einmal quängeln zu lassen.
Wenn Eltern zu oft nachgeben
Viele Eltern kennen das: wenn Kinder um etwas bitten, neigt man schnell dazu, ja zu sagen. Doch das könnte den Kindern den falschen Umgang mit Geld vermitteln und zudem die Karrierechancen schmälern. Denn Kinder merken rasch, wenn Quängeln und Nörgeln zum Erfolg führt. Experten wie Psychologen sprechen dabei von „Pester-Power“, aus dem Englischen für plagen oder zetern, sie sprechen von der Macht des geschickten Bettelns. Laut einer aktuellen Umfrage für das Online-Portal Shoop neigen 82 Prozent der Eltern dazu, beim Einkaufen den Wünschen der Kinder nachzugeben. Doch es lohnt sich für die Kinder, wenn die Eltern standhaft und hartnäckig bleiben.
Umgang mit Geld vermitteln
67,6 Prozent der Eltern werden weich, wenn Kinder um Süßigkeiten im Supermarkt bitten. Das gilt vor allem für spontane Wünsche an der Kasse. Bei Kleidung und Schuhen geben fast 40 Prozent der Eltern nach. 48 Prozent der Eltern werden jedoch nur ab und zu weich. Experten fürchten, dass das vor allem eine verzerrte Vorstellung der Kaufkraft bei den Kindern fördert. Generell sei jedoch das Einkaufen im Supermarkt ein perfektes Umfeld, um den Kindern den Wert von Geld, Arbeit und Waren zu vermitteln. Kinder können so Preise vergleichen und lernen, für einen Euro etwas mehr oder etwas weniger bekommen. Der Effekt wird jedoch zerstört, wenn Eltern immer nachgeben. So sollten Kinder einen Teil des Taschengelds mitnehmen und frei über einen kleinen Betrag verfügen können, unter beratenden Augen der Eltern. Auch das Deutsche Jugendinstitut rät dazu, Kindern in der Schule Taschengeld für individuelle Wünsche zu zahlen und auch mal unsinnige Ausgaben zu akzeptieren. Zu diesen individuellen Wünschen zählen etwa Zeitschriften, Bücher, DVDs, Spielzeug oder Süßes.
Psychologischer Effekt
Psychologisch gibt es ein weiteres Problem. Ein Experiment der Stanford University bot Kindern die Wahl: Sie konnten entweder einen Marshmallow gleich essen, oder 15 Minuten warten und dann noch einen Marshmallow bekommen. So lernen die Kinder mit Blick auf die spätere Karriere, dass sich Geduld und Ausdauer letztlich auszahlen. Wenn Kinder auf die Belohnung für ihre Leistung warten können macht sich das auch später im Beruf erfolgreich bemerkbar.
