Doktorspiele bei Kindern kein Grund zur Sorge

von Newsredaktion

Spiel

Viele Eltern kennen die Situation, sie erwischen die Kinder bei Doktorspielen. In der Regel ist das völlig harmlos, auch wenn viele Eltern zunächst erschrecken. Beobachten Eltern sexuelle Handlungen bei Kindern, ist zunächst einmal Ruhe angesagt. Es gilt auch die Intimsphäre der Kinder zu schützen.

Doktorspiele und Entwicklung der Kinder

Wenn Mütter oder Väter ihre Kinder beim Doktorspielen erwischen, raten Sexualforscher zur Gelassenheit. Denn diese Handlungen gehören im gewissen Rahmen zur normalen Entwicklung der Kinder. Die Kleinen berühren schon früh ihre Geschlechtsorgane und fangen bereits mit drei oder vier Jahren an, auch andere einzubeziehen.

Neugier der Kinder

Die Experten verweisen darauf, das Spiel wörtlich zu nehmen. Kinder äußern so nicht den Wunsch nach Geschlechtsverkehr, sondern ahmen Erwachsene nach und spielen Familie. Dazu gehören auch Themen wie Hochzeit, Kinder zeugen oder Geburt. Schon viele Kindergartenkinder wissen, wie Kinder entstehen und wie eine Geburt abläuft. Viele Eltern sind jedoch von der kindlichen Neugier überrascht. Kinder wissen jedoch nicht, dass Gegenstände wie Stifte in der Scheide oder im Po Verletzungen hervorrufen können. Jungen sind im Vergleich zu Mädchen etwas früher sexuell aktiv. Bei Kindern handelt es sich in der Regel um kindliche Neugier und Interesse. Hier gibt es Unterschiede zur Empfindung von Erwachsenen.

Experten raten daher auch Eltern von Kleinkindern, die Privatsphäre zu achten und an der Zimmertür anzuklopfen, bevor sie das Kinderzimmer betreten. Denn Kinder wollen beim Spielen nicht gestört werden. Wenn die Kinder unbefangen spielen, sollten Eltern das nicht aufbauschen. Das rät auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Normale Doktorspiele und Grenzen

Wichtig ist in dem Zusammenhang die Freiwilligkeit. Kinder verletzten sich normalerweise nicht gegenseitig, das Spiel ist gleichberechtigt. Der Altersunterschied sollte höchstens zwei Jahre betragen, ältere Kinder oder gar Jugendliche und Erwachsene sind tabu. Natürlich können Eltern Kinder auf das Spiel ansprechen und nach ihrem Empfinden fragen. Eltern können zum Beispiel darauf verweisen, dass beim Doktorspielen nur erlaubt ist, was beiden Spaß macht. Beide Kinder sollten sofort sagen, wenn es keine Lust mehr hat und aufhören möchte. Wenn das Kind offensichtlich  verletzt oder ausgenutzt wird, müssen Eltern eingreifen.

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