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Die „Generation Smartphone“ telefoniert weniger

von Newsredaktion

Telefonieren

In Deutschland telefonieren die Menschen weniger als vor einigen Jahren. Dabei fällt vor allem der Trend unter Jugendlichen auf. Sie nutzen das Smartphone nämlich inzwischen häufiger für das Schreiben von Nachrichten oder das Versenden von Sprachnachrichten und nicht mehr für das Telefonieren. Experten sehen das kritisch.

Trend: immer weniger telefonieren

Bei vielen Jugendlichen ist Telefonieren nicht mehr en vogue. Jugendliche bis 17 Jahre nutzen das Smartphone kaum Gespräch. Wissenschaftler der Universität Mannheim, Experten für Digitale Medien, rechnen vor, dass die Deutschen im Allgemeinen täglich nur noch etwa durchschnittlich acht Minuten telefonieren. Bei den Jugendlichen unter 17 Jahren kann kaum noch ein Wert erfasst werden. Die große Mehrheit bevorzugt die Kommunikation mittels Text- und Sprachnachrichten.

Direkter Austausch und Kommunikation

Das hat zur Folge, dass die Gefühle non-verbal durch so genannte Emojis ausgedrückt werden und kaum noch direkt über die Stimme. Für die Jugendlichen sind What‘s App und Co. eine alternative Form des Telefonierens. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass dadurch das Digitale das Analoge und Soziale immer mehr verdrängt. Branchenexperten gehen davon aus, dass etwa 54 Millionen Deutsche ein Smartphone mit Zugang zum Internet nutzen, darunter auch Jugendliche ab 14, 15 Jahren. Seit 2012 hat sich die Zahl der Nutzer damit verdoppelt, das Gerät gehört zum Alltag. Kritiker fürchten, dass das die Persönlichkeit der Jugendlichen negativ beeinflusst. Denn es erfolgt kaum mehr ein aktiver Austausch, sondern eine Kommunikation in eine Richtung. Das fördert Missverständnisse.

Sicherheit beachten und Risiken kennen

Zudem sind die Experten sicher, dass die Jugendlichen bewusst oder unbewusst zum Teil ihre Privatsphäre aufgeben. Die Jugendlichen geben gern Auskunft über Privates und machen sich dabei kaum Gedanken über die Sicherheit. Das sehen auch IT-Fachkräfte so, etwa auf der IT-Messe CeBIT. Wenn Jugendliche unbedarft Informationen weitergeben oder nicht auf Passwörter etc. achten, öffnet das Tür und Tor für Mobbing und andere kriminelle Handlungen. Jugendliche machen sich selten Gedanken darüber, ob die Fotos oder Daten zu persönlich sind und geben sie weiter, ohne zu wissen, ob das Bild auch noch in zwei oder drei Jahren so cool ist.

Für Eltern ist es ratsam, direkt mit den Kindern und Jugendlichen zu kommunizieren und über die möglichen Gefahren zu informieren und hinzuweisen, ohne zu belehren. Jugendliche müssen ein Bewusstsein für die Risiken entwickeln. Zum Teil fühlen sich die Jugendlichen aber auch nach der x-ten WhatsApp überfordert und sind bereit, das Smartphone auch mal einfach abzuschalten.

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