Weitere Erziehungs-News

Deshalb haben Kinder Schwierigkeiten beim Überqueren der Straße

von Newsredaktion

Straße

Aktuelle Zahlen zeigen, dass jährlich über 5.000 Schulkinder bei Unfällen verletzt werden, etwa mit dem Bus. Auch geringe Geschwindigkeiten wie 20 oder 30 km/h können für die Kinder fatale Folgen haben und mögliche Kollisionen mit schweren Verletzungen oder tödlich enden. Auch wenn Kinder lernen, erst nach links, dann nach rechts und dann nochmals nach links zu schauen, haben die meisten Kinder mehr Schwierigkeiten beim Überqueren der Straße als Erwachsene.

Abstände und Geschwindigkeit einschätzen

Kinder und Jugendliche Teenageralter haben oft Schwierigkeiten, stark befahrene Straßen sicher zu überqueren. Wissenschaftler der Universität Iowa haben herausgefunden, dass sie Probleme haben, die Abendstände zwischen den fahrenden Autos und die Geschwindigkeit  richtig einzuschätzen. Um das das zu testen, haben die Wissenschaftler ein virtuelles 3-D-Expertiment durchgeführt. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen waren sechs, acht, zehn, zwölf und vierzehn Jahre alt. Durch die Animation sahen die Kinder die Autos im realitätsnahen Film auch sich zu kommen. Die Autos fuhren in einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Die Zeit zwischen Autos lag bei gerade zwei bis fünf Sekunden. Zur Kontrolle wurde der Test auch mit Erwachsenen durchgeführt.

Kinder gehen zu spät los

Das Ergebnis des Tests zeigt die Schwierigkeiten. Acht Prozent der Sechsjährigen wären unter realen Bedingungen angefahren worden. Mit dem Alter wurden die Kinder jedoch sicherer. Sechs Prozent der Achtjährigen wären verletzt worden, bei den Zehnjährigen noch fünf Prozent, bei den Zwölfjährigen waren es zwei Prozent. Erwachsene und Vierzehnjährige hatten keine Unfälle mehr. Das Hauptproblem ist, dass die Kinder die Lücke zwischen Fahrzeugen und damit die Geschwindigkeit richtig einschätzen müssen. Damit tun sich vor allem die Jüngeren schwer. Das zweite Problem ist, dass die Kinder zwar häufig die gleich großen Lücken wie die Erwachsenen wählten, dann aber zu spät losgehen und damit nicht ausreichend Zeit zum Überqueren der Straße haben.

Größere Lücken abwarten

Für die Eltern ist es wichtig, diese Einschränkungen der Kinder zu kennen, wenn diese den Straßenverkehr kennenlernen. Daher sollten Kinder eher lernen, größere Lücken im Verkehr  abzuwarten, als die Straße möglichst schnell zu überqueren.  In Deutschland die Zahl der Unfälle mit Kindern, die tödlich enden, stetig ab. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat für 2015 84 Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren registriert. In den 1950 Jahren waren es noch über 1.000 Kinder. 2015 wurden etwa 28.000 Kinder in Unfälle verwickelt und verletzt.

Weitere Erziehungs-News