Das erste Wort bei Kindern

von Newsredaktion

Sprache

Viele Eltern warten gespannt darauf, welches Wort wohl das erste sein wird, das den Kindern über die Lippen kommt. In vielen Fällen ist das Mama, was die Mütter natürlich glücklich macht. Dabei gibt es auch eine ganz rationale Erklärung für die Wortwahl der Kleinen.

Mama häufiges Wort

In der Regel fällt bei den Kindern irgendwann zwischen dem siebten und dem achtzehnten Monat das erste Wort. Viele Kinder sind etwa ein Jahr alt. Dann warten die Eltern ungeduldig auf den ersten Ton. Kinder ahmen ihre Umwelt und fangen an zu brabbeln. Daher ergeben sich häufig auch Worte, die ähnlich klingen wie Mama. Im internationalen Vergleich ist Mama tatsächlich das häufigste Wort, das Kinder zuerst aussprechen. Dafür gibt es auch einfache Gründe. Zum einen ist Mama international und in vielen Sprachen verwendet. Die Laute sind einfach zu formen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Sprachzentrum im Gehirn besonders stark auf Worte mit Wiederholungen reagiert.

Phasen der Sprachentwicklung

Nicht immer ist Mama das erste Wort, sondern Alternativen wie Nein, Schraub-Hub, Auto oder nam-nam für Essen. Kinder fangen zunächst mit Schreien und Weinen an. Darauf folgen zufällige Stimmübungen. Darunter fallen Laute wie Gurren, Jauchzen, Lallen, Quietschen und Brabbeln. Damit entwickeln Kinder die Muskulatur im Mund und trainieren Lippen, Zunge, Kiefer und Kiefer. Mit den ersten Zähnchen sind dann den Kindern noch weitere Töne möglich. Im Alter von etwa sechs Monaten beginnen die Kinder eine zweite Lallphase. Dabei ahmen die Kinder gezielt Wörter nach. So reagiert das Kind auch auf die Ansprache der Eltern, aber in ihrer eigenen, zunächst noch unverständlichen Sprache.

Erste einfache Sätze

Während manche Kinder nur bestimmte, einzelne Silben vortragen, halten andere Kinder regelrechte Monologe und Reden in ihrer eigenen Fantasiesprache. Mit zwei Jahren haben Kinder dann in der Regel einen Wortschatz von etwa 200 Wörtern. In dieser Phase lernen die Kinder etwa zehn neue Wörter täglich und bilden erste einfache Sätze mit zwei oder drei Worten. Die Kinder begreifen sich selbst als Person und äußern, ob Ihnen etwas gefällt oder vor allem nicht gefällt. Nein fällt daher als Wort sehr häufig bei den Zwei- und Dreijährigen. Die Kleinen sagen was sie denken und verfügen noch nicht über soziale Filter.

Lernen und Nachahmen

Kinder lernen vor allem durch Nachahmung. In dieser Lebensphase ist die Sprachentwicklung sehr wichtig und prägt das ganze weitere Leben. Wenn Eltern Kinder beim Sprechen fördern wollen, sollten sie sie beim Sprechen ansehen. Wichtig und hilfreich sind auch Hilfen wie Wiederholungen in Fingerspielen oder Reimen. Der Lerneffekt ist bei diesen Spielen kaum zu unterschätzen. Experten raten dazu, dass Eltern nicht in Kindersprache kommunizieren sollten, sondern vielmehr ganz normal sprechen sollten und Wiederholungen anbringen sollten. Vor allem sind auch langsames Sprechen und eine korrekte und deutliche Aussprache wichtig für die Sprachentwicklung der Kinder.

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