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Beeinflusst die Sexualität der Eltern das Identitätsgefühl der Kinder?

von Newsredaktion

Sexualität

Künftig dürfen auch gleichgeschlechtliche Paare Kinder adoptieren. Wie eine Studie aus den USA zeigt, spielt für das Identitätsgefühl der Kinder keine Rolle, ob die Eltern homosexuell oder heterosexuell sind. Für Kinder spielt es offenbar keine Rolle ob die Eltern aus Mama und Papa, Mama und Mama oder Papa und Papa bestehen. Wissenschaftler haben bei der Analyse von Vorlieben beim Spielen herausgefunden, dass die empfundene Geschlechtszugehörigkeit nicht davon beeinflusst wird, ob die Eltern homo- oder heterosexuell sind.

Kinder und ihre Vorlieben beim Spielzeug

Wissenschaftler der Universität von Kentucky haben in Studien zum Spielverhalten herausgefunden, dass von der sexuellen Orientierung der Eltern auch die Entwicklung der Kinder nicht beeinflusst wird. Dazu wurden über hundert Familien untersucht. Für die Studie prüften die Forscher, mit welchem Spielzeug die als Kleinkind adoptierten Kinder später im Vorschulalter gern spielten. Außerdem wurde ihr genderkonformes Verhalten weitere fünf Jahre später analysiert. Im Vorschulalter hatten die Kinder die Auswahl aus typischem Spielzeug für Jungen und Mädchen sowie neutralem Spielzeug. Die Eltern wurden zum Spielverhalten der Kinder befragt. Dabei ging es z.B. um ruhige oder raue Spielzeuge. Die Im weiteren Verlauf wurden die achtjährigen Kinder, die nun ebenfalls adoptierte Geschwister hatten, erneut zu den Spiel-Vorlieben befragt.

Entwicklung unabhängig von der Familienform

In der Auswertung zeigte sich, dass die Kinder sich unabhängig von der Familienform etwa gleich viele Kinder für gendertypisches und neutrales Spielzeug entschieden. Das Verhalten blieb über Jahre bestehen. Damit haben die sexuelle Orientierung der Eltern und die Form der Familie mit leiblichen oder adoptierten Kindern keinen Einfluss darauf. So war lediglich festzustellen, dass es eine leichte alterstypische Hinwendung zu geschlechtskonformen Verhalten bei den Kindern im Schulalter gab. Damit Adoptivkinder eine typische Genderentwicklung durchmachen, ist also demnach kein männliches und weibliches Rollenvorbild notwendig.

Gleichgeschlechtliche Eltern in Deutschland

Auch in Deutschland können gleichgeschlechtliche Paare mit der Ehe für alle auch Kinder adoptieren. Bisher war dies nur einem Elternteil erlaubt. Eine Studie der Universität Bamberg zeigte, dass sich Kinder der Regenbogenfamilien hinsichtlich der Beziehungsqualität zu den Eltern sowie der psychischen Anpassung praktisch nicht von den Kindern traditioneller Familien unterscheiden. Vielmehr konnten einige Vorteile festgestellt werden, da sie häufig ein höheres Selbstwertgefühl und mehr Autonomie in ihrer Beziehung zu den Eltern. Weitere Studien zeigen, dass gleichgeschlechtliche Paare über außergewöhnliche Elternkompetenzen verfügen. Die Kinder gleichgeschlechtlicher Paare entwickeln sich demnach ebenso wie die Kinder von heterosexuellen Eltern. Auch das Deutsche Jugendinstitut verweist darauf, dass für die gesunde Entwicklung der Kinder weniger die Familienform sondern vielmehr die Art, in der die Familie gelebt wird, wichtig ist.

Bisher gibt es noch keine konkreten, verlässlichen Zahlen darüber, wie viele Kinder in Adoptiv- oder Pflegefamilien mit homosexuellen Eltern leben.

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