Hallo, ich bin neu hier und habe gleich eine Frage

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    • Hallo, ich bin neu hier und habe gleich eine Frage

      Hallo ich bin Stephanie und habe eine Tochter. Sie ist 18 Monate alt. :)
      Ich bin mit ihrem Vater nicht mehr zusammen habe aber einen neuen Partner.

      Momentan habe ich oft Probleme wenn es um die Erziehung geht,
      Schlafen ist schwierig weil mein Partner bei jedem Mucks gleich rein rennt. Und ich davon gar nicht halte...

      Was mich sehr stört ist das wenn die kleine zB. auf der Couchkante sitzt und er ihr klar machen will das das gefährlich ist, sie sozusagen runterwirft aber nur angedeutet um ihr zu zeigen was passieren kann. Ich möchte das nicht. Aus meiner Sicht ist das keine gute Methode. Was denkt ihr darüber?
      Ich bin dann in Schutzhaltung und schütze mein Kind, Heute kam es dann dazu das ich ihn auch mal angeschrien habe. Das war nicht gut, vorallem weil die Kleine dabei war, aber mir hat´s mal gereicht.

      Ich finde solche Methoden nicht gut und auch nicht so was wie Zynismus oder Kinder auslachen bzw. nicht ernst nehmen. Die Trotzphase ist auch für mich nicht leicht. Ich gebe mein Bestes und bleibe fast immer ruhig. Ausnahmen gibt es leider. Aber wenn er dann noch so was macht da könnte ich aus meiner haut fahren! ;( :cursing: :thumbdown:

      Vielleicht weis jemand einen Rat!??? Es wäre super!!!

      LG und einen schönen Abend! :D
    • Hey Puppi,

      erstmal: Die Trotzphase ist alles andere als leicht. Ich bin bei meiner Tochter auch mittendrin. :thumbdown: Normalerweise ist man die Ruhe selbst, geduldig, einfühlsam und liebevoll. Aber gerade wenn man ein Kind hat, dass in dieser Phase das Austesten von Grenzen besonders liebt,wird es anstrengend. Ich habe darüber übrigens mal einen Vortrag gehört, in dem es wirklich hieß, das Kinder da völlig unterschiedlich ticken. Die einen fühlen sich in ihren Grenzen wohl, die anderen brauchen den Konflikt. Beides ist in der Entwicklung völlig normal, wenn auch echt anstrengend. Also komm: Gemeinsam durchatmen, Kopf hoch und weiter machen. Jeden Tag aufs neue erstmal mit nem Kinder-Punktekonto das auf Null ist. Minuspunkte werden jeden Tag gelöscht :)

      Zu deiner Frage: Das mit der Couchkante ist eine blöde Situation. Da kann man wohl wirklich nur dabei bleiben und im zweifelsfall auffangen bzw. wirklich mit Konsequenz dafür sorgen, dass das Kind da nicht sitzen darf. Beides ist machbar aber eben mit unterschiedlichem Aufwand verbunden. Du kannst ja nicht immer dabei stehen, andererseits ist das Verbieten auch schwierig. Die Methode deines Mannes finde ich auch nicht so glücklich gewählt. Wenn Kinder Gefahr mit Spaß verbinden finde ich das tatsächlich auch immer etwas schwierig... :S
    • Hallo Stephanie,

      herzlich willkommen und vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Was mir besonders gut gefällt ist, dass Sie sehr fürsorglich sind und große Mutterliebe für Ihre kleine Tochter empfinden und leben. Auch sehr schön finde ich, dass Sie hinterfragen, kritisch sind und sich für Ihre Tochter nur das Beste wünschen.
      Eine Trotzphase ist nicht einfach und kann tatsächlich sehr an den Nerven zehren. Die Anregung und Gedanken von Zweifachmutti gefallen mir da sehr gut:

      Zweifachmutti schrieb:

      Die einen fühlen sich in ihren Grenzen wohl, die anderen brauchen den Konflikt. Beides ist in der Entwicklung völlig normal, wenn auch echt anstrengend. Also komm: Gemeinsam durchatmen, Kopf hoch und weiter machen. Jeden Tag aufs neue erstmal mit nem Kinder-Punktekonto das auf Null ist. Minuspunkte werden jeden Tag gelöscht
      Ich wünsche Ihnen in dieser Phase auch viel Kraft, Geduld und starke Nerven! :D Und ich bin mir sicher, dass Sie das gemeinsam gut bewältigt bekommen.

      Für mich schwingt aber noch eine andere Problematik mit, denn Sie schreiben, dass Ihnen die "Erziehungsmethoden" Ihres neuen Partners ab und an nicht zusagen. Hier denke ich, es ist wichtig, dass Sie sich mit Ihrem Partner in Ruhe zusammen setzen und sich zum Thema Erziehung austauschen und einen gemeinsamen "Plan" entwickeln. Da Sie sich uneins sind, finde ich es besonders wichtig, dass Sie ansprechen und aussprechen, was Sie an seinem Verhalten stört. Denn Sie sollten beide eine gemeinsame Vorgehensweise leben, wie Sie die kleine Tochter erziehen wollen. Zynismus und auch Ironie sind Verhaltensweisen, die Kinder nicht oder in fortgeschrittenerem Alter nur sehr schwer verstehen. Selbst uns Erwachsenen fällt es ja immer wieder schwer, damit umzugehen, ohne etwas in den berühmten "falschen Hals" zu bekommen. Jemanden als Person auszulachen erachte ich als sehr grenzwertig, denn allzu schnell hat dies eine verletzende Wirkung. Doch sicherlich ist dies nicht die Intention Ihres Partners!
      Ich möchte Sie ermutigen, gemeinsam ins Gespräch zu gehen und ohne Vorwürfe zu klären, was Ihnen beiden schwerfällt, nicht gefällt usw.

      Alles Gute
      wünscht Klara