Angststörung bei unserer 10 Jährigen Tochter

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    • Angststörung bei unserer 10 Jährigen Tochter

      Hallo zusammen :) Ich bin neu hier und hoffe hier ein bisschen Hilfe / Ratschläge zu bekommen.Momentan sind mein Mann und ich ziemlich verzweifelt.Unsere Tochter war schon immer ein sehr Gefühlsstarkes Kind.Seitdem sie zwei Jahre alt ist schläft sie bei uns im Bett.Entweder direkt bei uns oder sie schläft in ihrem Bett ein und kommt Nachts rüber.Es stört uns nicht weil sie das anscheinend so braucht.Sie hatte schon immer Probleme damit Freundschaften zu knüpfen.Sie hatte zwar immer Freunde/innen aber fühlte sich oft ausgeschlossen wenn mehrere gemeinsam spielen wollten.Am liebsten und besten funktioniert es zu zweit.Ihre Grundschulzeit war nicht die beste.Es gab gute Phasen aber die schlechten überwiegen.Sie war fast immer die Aussenseiterin die fast nie mitspielen durfte.Ich glaube es lag daran weil sie sich nicht durchsetzen konnte und immer nachgegeben hat um Streit zu vermeiden.Sie ist aber eigentlich jemand die gerne Spaß hat und vielseitig interessiert ist und auch mal den Ton angeben möchte.Sie möchte nirgendwoanders übernachten.Weder bei einer Freundin noch bei Oma.Bei Oma aber schon eher.Die Klassenfahrt in der dritten Klasse war eine Katastrophe.Sie hat zwei Abende/Nächte geschriehen.Zum Glück stand ihr eine Freundin bei.Sie kann ihre Gefühle oft nicht zum Ausdruck bringen und schreit sie dann raus.Sie bekommt richtige Wutanfälle wenn sie irgendwas belastet und sie dann nicht sofort darüber sprechen kann oder möchte.Seit Oktober letzten Jahres ist sie bei einer Verhaltenstherapeutin.Ich sehe aber keine Fortschritte.Seit Mitte August besucht sie nun die 5 Klasse eines Gymnasiums.Wir haben gehofft es wird besser werden als in der Grundschule.Aber im Moment sieht es nicht so aus.Die Schule ist ca.400 m von uns entfernt.Sie läuft alleine den kürzesten direkten Weg dorthin.Alle anderen Kinder kommen mit dem Bus.Haben dadurch neue Freundschaften geknüpft oder sind gerade dabei.Nur bei meiner Tochter klappt es nicht.Sie kann seit drei Wochen nicht mehr alleine einschlafen. Jeden Abend gibt es Stress.Sie hört Geräusche die schon immer da waren (Holzfußboden) noch intensiver.Kann nicht abschalten und konzentriert sich nur noch auf irgendwelche Geräusche die wir nicht wahr nehmen.Sie steigert sich unheimlich darein.Fängt an zu weinen und sagt sie hat Angst.Ich lege mich seit ein paar Tagen zu ihr ins Bett bis sie einschläft.Sobald ich mich nur bewege wird sie wach.Wir haben uns Abends schon so dermaßen gestritten weil sie einfach keine Ruhe gab, daß ich auch gemeine Sachen gesagt habe wie z.B " Du machst mich wahnsinnig oder du machst mir/uns das Leben schwer".Sätze die eine Mutter nicht sagen sollte.Aber in diesen Situationen war ich einfach nur verzweifelt.Wie jetzt auch.Ratschläge ,trösten in den Arm nehmen haben nichts gebracht.Sie hat panische Angst daß sie keine Freundschaften knüpfen wird und zu den unbeliebten Kindern gehören wird.Aus ihrer alten Schule ist ebenfalls ein Mädchen in ihrer Klasse.In den ersten Wochen waren die beiden fast immer nur zusammen.Aber ich habe das Gefühl daß meine Tochter nur ein Mittel zum Zweck gewesen ist bis das Mädchen jemand anderen kennenlernt.Das befürchtet meine Tochter auch.Wir wissen nicht mehr weiter.Mein Mann und ich sind total verzweifelt und wissen nicht mehr was wir tun können um ihr zu helfen.Sie ist im Fussballverein und Reitet.Sorry für den langen Text.Ich hoffe daß den jemand zu Ende gelesen hat und uns irgendwie helfen kann.Ich weiß nicht mehr weiter...
    • Hallo Marlene,

      ich kann Dich so gut verstehen!!!! Wir haben einen mittlerweile erwachsenen Sohn mit einer Angststörung und auch ich habe schon ganz viele schlimme Dinge zu ihm gesagt, die man als Mutter nicht sagen sollte, weil wir einfach so verzweifelt und hilflos sind.
      An Eurer Stelle würde ich die Verhaltenstherapeutin mit einbeziehen. Ihr habt doch bestimmt einen Kontakt und könnt sie informieren, was zu Hause los ist. Dort kann man Euch vielleicht sagen, wie Ihr Euch verhalten sollt.
      Bei uns war es nämlich so, dass mein Sohn bei der Therapie kaum was von seinen Problemen erzählt hat und sie dann auch nicht dran arbeiten konnten.
      Allerdings kam es bei der Therapeutin unseres Sohnes nicht so gut an, dass ich mich immer eingeschaltet habe.
      Sie meinte, mein Sohn und ich wären zu eng miteinander.
      Ich habe dann das andere Extrem gemacht und ihn mit seiner Angst allein gelassen. Allerdings war er da schon 16 Jahre.
      Das war leider auch nicht richtig.
      Ich würde ihr Mut machen, dass sie Freunde finden wird und ihr aufzeigen, dass Sie doch auch beim Fussball und reiten Freunde finden kann.
      Euch als Eltern drücke ich die Daumen, dass es nur eine Phase ist und wünsche Euch viel Kraft!
      Peti
    • Hallo! :)

      Zunächst: Wenn es seit knapp einem Jahr unter therapeutischer Begleitung keinerlei Effekt gibt, wäre ich fast geneigt, die Therapeutin zu wechseln. War das schon Thema?

      Ich habe beruflich sehr viel mit Psychotherapie zu tun und meiner Erfahrung nach gibt es - wie in jedem Berufsfeld - bessere und schlechtere Therapeuten. Wäre so gar kein Effekt zu beobachten, würde ich zumindest hellhörig werden... Ist es denn der erste Therapieversuch?

      Eventuell kommt für deine Tochter auch Therapie in der Kleingruppe in Frage? Oder ist das eine ganz blöde Idee?

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      Der Übertritt in eine neue Schule ist wirklich Wahnsinn. (Mein Sohn ist auch gerade gewechselt - selbes Alter) Das strengt psychisch an. Ich finde es großartig, dass ihr Rückhalt gebt (bei euch schlafen lassen etc.), das braucht sie jetzt. Unbedingt beibehalten...

      Zu den Dingen, die ein Elternteil nicht sagen sollte: Ich sehe das sehr pragmatisch. Elternteile sind eben auch nur Menschen. Wichtig ist einerseits, was dein Kind spürt (es darf bei euch schlafen, ihr seid zugewandt), andererseits, was du hinterher sagst. Kinder in dem Alter verstehen alles und mehr. Erkläre deiner Tochter hinterher, dass du an deine Grenzen gekommen bist, das nicht so gemeint war. Entschuldige dich. Und gib ihr mit Worten und Taten zu verstehen, dass ihr ihre Verfassung die meiste Zeit gut aushalten könnt und werdet.

      Ich würde in dem Fall auch andenken, den "Hauptklassenlehrer" (? bei uns heißt das "Klassenvorstand", also der Lehrer, der für die organisatorischen Belange der Klasse zuständig ist) darauf anzusprechen, wie das "Kennenlernen" läuft. Wie er deine Tochter in der Interaktion mit anderen beurteilt. Wie er die entstehende Klassengemeinschaft beurteilt. Solche Rückmeldungen sind für dich eventuell wichtig, denn du bist nicht dabei. Denn das, was das Kind fühlt ("Keiner mag mich", "Ich bin ausgeschlossen") ist nicht immer das, was tatsächlich beobachtbar ist.

      Eventuell auch ein bisschen intervenieren und ein besonders nettes Mädchen (das vllt. auch noch nicht so viel Anschluss gefunden hat) einladen oder zu einer gemeinsamen Unternehmung mitnehmen? :)

      Alles Liebe!

      (Und melde dich gerne jederzeit!)
    • Vielen Dank für eure Tips.Über einen Wechsel der Therapeutin denken wir auch nach.Ich habe heute über die Caritas ein Beratungstermin ausgemacht in der Elternberatungsstelle.Dann schauen wir weiter.Unsere Tochter sagte gestern unter Tränen daß sie in der Klasse einfach nur dazu gehören möchte.Was ich total verstehen kann.Sie hatte gestern einen Reitunfall und hat sich die Schulter geprellt.Das Aufsetzten und vorallem tragen von dem Schulranzen war ziemlich schwierig.Sie hat in der WhatsApp Gruppe der Klasse gefragt ob ihr jemand beim tragen helfen könnte wenn die bis in die zweite Etage hoch müssen.Ein Junge schrieb direkt daß die das wegen Corona nicht dürfen.Ein anderer daß sie lügt.Hallo???Ich habe heute Nachmittag die Mutter informiert und gebeten mit ihm zu sprechen.Er hat sich zwar in dieser WhatsApp Gruppe entschuldigt aber meine Tochter nicht mit Namen erwähnt.So daß eigentlich keiner weiß wer oder was mit der Entschuldigung gemeint ist.Wir haben es jetzt sein gelassen.Sie tut mir unendlich leid und ich weiß nicht wie ich ihr helfen soll.Ausser für sie da sein.
    • Uff... Bei uns hat es wohl auch schon die ersten Probleme mit der WhatsApp Gruppe gegeben (Sohn hat noch kein Handy, soll er demnächst bekommen). Das zeigt eigentlich auf, dass Kinder in dem Alter für "unkontrollierten" Medienkonsum fast noch zu jung sind. Ich bin da aber eher von der sehr kritischen Sorte...

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      Versucht wirklich, den Kontakt zu 1-3 sehr netten Kindern zu forcieren. Das kann wirklich massiv dazu beitragen, dass man sich in einer Klassengemeinschaft sicher und geborgen fühlt...
    • Hallo , ich wollte hier mal ein kleines Update geben. Es wird nicht besser sondern schlimmer.Das Einschlafen Abends ist der Horror. Es funktioniert nur wenn sie mit uns in unserem Bett einschläft.Eigentlich haben wir kein Problem damit.Aber wenn man glaubt daß sie eingeschlafen ist und vorsichtig aufstehen möchte wird sie wach und es geht wieder von vorne los.Sie ist 10 Jahre alt !!!! Das geht jetzt seit über vier Wochen so.Sie steigert sich in diese Situation so hinein daß sie gar nicht mehr ansprechbar ist.Wir haben schon alles versucht.Mit ihr in Ruhe geredet , Ratschläge gegeben, Licht angelassen, Entspannungsgeschichten (darauf konzentriert sie sich nicht) , sie hat ein Tagebuch wo sie ihre Gefühle etc reinschreibt.Wir wissen nicht mehr weiter.Keiner kann sich vorstellen was hier jeden Abend los ist.Die Situation ist schon so angespannt daß ich sie am Freitag kalt abgeduscht habe damit sie wieder klar denkt und sich beruhigt.Sie hat alles zusammen geschriehen an dem Abend weil sie eine Etage tiefer bei meiner Schwägerin und meinem Neffen schlafen sollte.Sie sagt immer sie hat Angst.Sie weiß aber nicht wovor.Und wir als Eltern wissen nicht mehr hat sie wirklich Angst? Oder ist das nur Show?Beides vielleicht? Tagsüber ist alles okay.Sie kann auch nicht sagen was der Auslöser war.Wir sind echt am Ende.Heute hat sie einen Termin bei ihrer Psychologin.Aber auch da ist es egal was ihr sagt, sie nimmt sich nicht davon an....
    • Hallo Marlene!

      Zunächst: Es tut mir leid, dass sich die Situation so zuspitzt...

      Bitte unbedingt auch der Therapeutin rückmelden, dass es gerade schlimmer ist.

      Dass die Ängste nur nachts auftreten, ist "spannend". Sie kann auch Gründe nicht benennen. Gab es in der Vergangenheit irgendwelche traumatischen Ereignisse, die sich nachts abgespielt haben? (massives Gewitter, Stromausfall, Todesfall nachts, Rettungseinsatz etc.)

      Ich würde dir raten, in dieser Situation gewohnte Struktur beizubehalten und nicht zu verändern. Dass das "Wo-anders-schlafen-müssen" die aktuelle Krise ausgelöst hat, ist für mich nachvollziehbar. Bitte keinesfalls "kalt abduschen". Das ist eine Grenzüberschreitung in einer Situation, die schon von großen Ängsten begleitet ist. "Kalt abduschen" ist ja auch unter "normalen Bedingungen" nicht angenehm. Wenn sich das Verhalten mit festhalten, streicheln, umarmen und beruhigend auf sie einreden etc. nicht durchbrechen lässt, musst du es - auch wenn das schwer ist - aushalten. Einzige Ausnahme ist deutlich selbstgefährdendes Verhalten. Da heiligt mitunter der Zweck die Mittel.

      Bezüglich "mit dem Kind schlafen gehen" würde ich tagsüber Kompromisse aushandeln. Mein Kind ist ähnlich alt und ich würde es nicht "alleine" lassen (kurz dazulegen, Tür auf, Licht an, in der Nähe bleiben), aber mich definitiv auch nicht zur "Kinder-Schlafenszeit" mit hinlegen. Da kann ich dich sehr gut verstehen. Wenn man es nur widerwillig macht, macht man es lieber nicht. (Ich würde es nur widerwillig machen. Bin da auch sehr getriggert, weil meine Kinder im Baby-/Kleinkindalter sehr schlechte Schläfer waren)

      ---

      Bzgl. "Dramaqueen": Ich würde mich auf mein Gefühl verlassen. Meiner Erfahrung nach merkt man als Mama/Papa intuitiv, was Leidensdruck ist und was dem Kind zumutbar ist. Manchmal tut man dem Kind tatsächlich keinen Gefallen, wenn man "macht, wonach geschrien" wird. Das gilt für psychische Erkrankungen/Auffälligkeiten genau so. Man ist dem Kind zugewandt, man bietet Unterstützung, man sucht sich Hilfe - aber: Man darf sich auch selbst abgrenzen. Muss man sogar, weil man sonst nicht dauerhaft "funktioniert".

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      Sollte sich das Verhalten weiterhin so zuspitzen, dass der massive Leidensdruck (des Kindes/der Familie) aufrecht bleibt, würde ich überlegen, einen Psychiater hinzuzuziehen...

      Alles Liebe,

      Dani
    • Hallo DaniDanke für deine Antwort.
      Wir haben schon vor Ewigkeiten ausgehandelt daß sie in der Woche bei sich schläft und am Wochenende darf sie mit zu uns ins Bett.Das ist nach wie vor so.
      Sie hält sich nicht daran.Ich weiß wirklich nicht was der Auslöser für ihr derzeitiges Vethalten ist. Sie angeblich auch nicht. All die Geräusche die sie schon kennt machen ihr angeblich Angst (Fussbodenknacken z.B.) Wir haben Gestern besprochen daß ich sie ins Bett bringe.Habe ihr ein Kirschkernkissen ins Bett gelegt , sie zugedeckt , kleines Licht angelassen und Entspannungsgeschichten angemacht.Umarmt ein Gute Nacht Kuss gegeben.Sobald ich nur aufgestanden bin sagte sie sie hat Angst daß wir gleich Stress haben werden.Was dann auch irgendwann so war.Wir haben sie einfach jammern und geulen gelassen.Sie ist dann um 21.30 Uhr runter zur Oma.Um 22 Uhr kam sie wieder hoch und ist in ihr Bett.Als mein Mann ins Bett gegangen ist, ist sie mit ihm mit.
      Das mit dem abduschen tut mir im Nachhinein total leid.Ich habe wirklich Gewissensbisse deswegen und habe mich bei ihr dafür entschuldigt.Ich bin einfach total verzweifelt gewesen weil sie das ganze Haus zusammen geschriehen hat.Und ich wollte daß sie wieder zu sich kommt.Wenn das hier so weiter geht brauchen wir bald alle eine Therapie...
    • Hallo Marlene,

      ich kenne alles was Du erzählst nur zu genau. Ich habe jahrelang bei meinem Sohn mit im Bett gelegen oder ihn bei uns schlafen lassen.
      Heute weiß ich, dass das falsch war. Seine Bindung zu mir ist dadurch viel zu eng geworden. Mittlerweile kann ich es nicht mehr aushalten, dass immer nur ich sein Ansprechpartner bin.
      Ich glaube nur eine gute Therapie kann da helfen.
      Ich würde niemals wieder so lange warten sondern alle Hilfsmöglichkeiten ausschöpfen.
      Bei unserem Sohn war es so, dass er auf einmal vor allem Angst hatte. Der Kinderpsychologe wußte nach einem Vierteljahr auch nicht mehr weiter und so ist mein Sohn mit 9 Jahren in den Sommerferien in eine psychatrische Klinik gekommen.
      Dort hat er gelernt, mit seinen Ängsten umzugehen bzw. sie auszuhalten. Natürlich hatten wir Eltern ein schlechtes Gewissen, dass wir ihn dort hingegeben haben, aber nach dem Klinikaufenthalt war alles wieder gut.
      Wir hatten dann 5 normale Jahre, doch dann kam die Angst wieder. In der Pubertät wollte er sich dann aber nicht mehr auf die Therapeutin einlassen und meinte, sie bringe ihm nichts. Er hat eine erneute Therapie abgebrochen. Wir konnten nichts machen, da er nun schon zu alt war.
      Inzwischen ist er erwachsen und hat eine nicht therapierte Angststörung. Dadurch geht sein ganzes Leben den Bach runter und wir leiden mit.
      Ich will Dir absolut keine Angst machen, aber ich glaube, dass Deine Tochter sich jetzt noch helfen lässt.
      Halte den Therapeuten auf dem Laufenden, frag, wie Ihr Euch verhalten sollt oder such nach einem anderen, der besser passt.
      Uns hat der Erziehungsberater vom Landkreis auch weitergeholfen (allerdings erst in der Pubertät) - auch wenn mein Sohn dort nicht mit hin wollte.
      Ich drücke Euch die Daumen, dass es bald besser wird. Verstehe, dass bei der ganzen Familie die Nerven blank liegen.
      Schöne Grüße
      Peti
    • Interessante Ansätze! :)

      Ich kann Peti in vielem zustimmen. Nicht zwingend glaube ich, dass Jugendliche/Erwachsene schlecht "therapierbar" sind, aber Therapie bei Kindern hat zwei massive Vorteile: 1. Se lassen sich unbekümmerter darauf ein. 2. Die Prognose ist weitaus besser, je früher mit einer Therapie begonnen wird.

      Zum Im-Bett-schlafen: Ich glaube nicht, dass das die Beziehung nachhaltig negativ beeinflusst/zu eng macht. Da sind stets mehrere Faktoren beteiligt. Immerhin gibt es sehr viele Kulturen, wo Familien in einem Raum/einem Bett schlafen. Wo das Normalität ist und man "uns" eher kritisch beäugt...

      Ich finde aber, dass sich dieses "gemeinsam schlafen" richtig anfühlen muss. Und zwar für alle Beteiligten.

      ---

      Eventuell kann die Kleine als Kompromisslösung alleine (!) bei euch im Bett einschlafen und ihr tragt sie in ihr eigenes Bett, wenn sie fest schläft? Das mache ich bei meinem 10-jährigen tatsächlich auch noch häufig.