Beiträge von Len

    Hallo,


    vielen Dank für die ehrlichen Worte.


    Man steckt ja sehr gerne in seinem eigenen Denken fest, aber wenn man eine weitere Meinung dazu hört, überdenkt man das ganze auch wieder.


    Mit dem Haus ist leider keine Lösung in absehbarer Zeit in Sicht. Die Mutter der Kinder will es nicht haben, aber will eben auch was in der Hand haben. Außerdem ist sie Arbeitslos und hat kein Geld um uns auszuzahlen. Aber das führ hier zu weit. Es geht hier erstmal um die Kinder.


    Wir hatten am Montag ja den besagten Termin bei der Psychologin und dort hat mein Mann dann auf eine Auskunft gedrängt, wie wir mit dem Großen in Sachen lernen umgehen sollen und an was es liegen kann.


    Dort wurde die Aussage getroffen, dass er ja in einem IQ Test nur 64 Punkte erreicht hätte und die Psychologin vermutet, dass er in der früheren Entwicklung zu wenig bis gar nicht gefördert wurde und deshalb durchhängt.


    Wir sollen mit ihm am Wochenende lernen, da er wärend der Woche mit seiner Mutter gar nichts macht.


    Mmmmhhh.. Wir haben uns jetzt folgendes überlegt.
    Je nach dem wie seine Schulwoche gelaufen ist und es bei der Mutter mit den Hausaufgaben funktioniert hat lernen wir oder eben nicht.
    Ausserdem kann er auch wenn er sich nicht stur stellt und zwischendurch eingeworfene Fragen oder Rechenaufgaben ohne murren versucht zu lösen (z.B. Du darfst um 15:30 in den Pool. Jetzt ist es 14:55. Wie viele Minuten musst du noch warten?) auch um das Lernen herum kommen.
    Nur leider können wir nicht NICHTS machen. Sonst wären wir nicht besser als die Mutter und würden ihn sich seinem Schicksal überlassen.
    Wir lernen in den 3 Tagen wo die beiden hier sind max 1 Stunde. Ich denke auch nicht, dass das zu viel ist. Eher zu wenig, wenn wir es so machen würden, wie die Psychologin es anrät.
    Alles irgendwie sehr schwierig.


    Gruß


    Len

    Hallo,


    erstmal vielen Dank für die ehrlichen und direkten Worte.


    Der große ist bereits seit 3 Jahren in Ergotheraphie und war auch schon beim Logopäden in Behandlung.
    Nur er nimmt es nicht ernst. Ich habe manchmal das Gefühl er verarscht seine Umwelt um an Aufmerksamkeit zu kommen.
    Am Wochenende wieder bemerkt. Wir haben mit ihm Uhrzeit und grundsätzliche Zeitrechnung geübt. Eine Tag, eine Woche, ein Montag und ein Jahr usw. Es war sehr sehr mühselig, er hat nur geraten und kaum etwas richtig gemacht. In solchen Situationen hören wir dann auf sobald etwas richtig war, damit er nicht frustriert wird.
    Nachmittags kam dann sein Onkel vorbei und erzählte von Wildschweinen. Sein Onkel ist Jäger. Er berichtete von Jungen Wildschweinen und wenn sie 1 Jahr alt sind, was dann passiert.
    Da meinte der große auf einmal: Aber wenn sie erst 10 Monate alt wären hätten sie ja noch 2 Monate bis das und das dann wäre. Habe leider nicht alles mitbekommen. Aber auf einmal ging das mit dem rechnen. Und er wusste urplötzlich das ein Jahr 12 Monate hat.
    Da fühlt man sich echt verarscht.


    Zum Jugendamt: Wir haben dieses bereits über die Situation informiert und mehrfach Gespräche geführt. Nur leider bringt das nichts. Sie sehen keinen dringlichen Handlungsbedarf.


    Leider hat die Mutter uns im Moment auch in der Hand muss ich gestehen. Seit der Scheidung stehen mein Mann und sie noch weiter im Grundbuch des Hauses wo wir leben. Sie weigert sich einfach ihre Hälfte zu überschreiben und so lange das nicht ist, kann sie uns jederzeit das Dach über dem Kopf nehmen. Hat sie schon mit gedroht.
    Verkaufen können wir auch nicht, dort muss sie auch zu stimmen. Außerdem hängt der große sehr an diesem Haus.
    Wenn das mit dem Haus geklärt wäre, könnten wir auch mit viel härteren Bandagen kämpfen.


    Am Montag hat der große wieder ein Termin beim der Psychaterin. Da wird mein Mann mal genauer nachfragen, was wir denn jetzt machen sollen und ob es eine Diagnose gibt.
    Vllt. kommen wir da weiter.


    Gruß
    Len

    Hallo!


    Die Mutter ist ganz klar überfordert. Es ist in Sachen Erziehung leider in den Jahren zu wenig passiert, dass sie jetzt die Kontrolle über beide verloren hat und die beiden bei ihr machen was sie wollen.
    Wir versuchen das dann am Wochenende aufzufangen, was leider nicht sehr lange anhält.


    Eine Vollmacht stellt sie uns nicht aus. Sie hat Angst, dass wir ihr die Kinder weg nehmen wollen.


    Leider fällt bei dem großen immer häufiger auf, dass er in der Entwicklung irgendwie stehen geblieben ist.
    Heute morgen beim Essen zum Beispiel. Alles Kleinigkeiten, die aber auf große Probleme deuten.
    Der kleine kann mittlerweile sehr gut abschätzen, wie viel Butter er auf sein Toast machen muss und wann es zu viel wird.
    Das gelingt dem großen nicht im Ansatz. Er hatte 2 cm Butter auf seinem Toast und dazu noch auf seinem Brett den Ärmeln und im Gesicht verteilt.
    Das passiert dem kleinen nicht mehr. Der krämpelt sich von alleine die Ärmel hoch und fragt, wenn er unsicher ist.
    Das ist alles nicht schlimm, aber das zieht sich durch den gesammten Tag. Diese grundlegenden Dinge kann er einfach nicht und will er auch nicht lernen.
    Aber Schimpfworte und wie er uns austricksen kann, das lernt er schnell. Also dumm ist er eigentlich nicht.


    Das macht den Alltag mit dem großen so un glaublich schwierig und leider ist an Hilfe nicht zu denken.
    Wir haben leider kein Anrecht auf eine begleitende Familienhilfe, sondern nur die Mutter. Und die will keine.


    Ich habe leider nicht genügend Ahnung, wie wir mit dem großen umgehen sollen. Da er ganz klar defiziete hat, welche Förderung ist die Richtige?
    Gar keine oder viel? An seinen Stand angepasst oder auf dem Level wo er sein sollte? Mit seinem Bruder zusammen lernen oder alleine. Mit uns am Tisch oder alleine in seinem Zimmer??
    Das sind alles Fragen, die uns leider keiner Beantworten kann!
    Habt ihr vllt da einen Rat?
    Aus eigener Erfahrung? Was ist das beste für den großen?
    Vor allem auch, dass er diese Einstellung verliert. Er sagt immer er braucht nicht lesen und schreiben und rechnen können. Die Mama bekommt auch Geld, ohne dass sie arbeiten gehen muss.


    Es ist so schwer und ich möchte noch nicht aufgeben.


    Gruß
    Len

    Hallo,


    erstmal vielen Dank für die unterstützenden Worte.


    Bei dem großen wurde ein sonderpädagogischer Förderungsbedarf festgestellt und er hat einmal ca. alle 2 Monate in einer Kinder- und Jugenpsychatrie einen Ambulanten Gesprächstermin. Den nimmt er mit meinem Mann zusammen war. Ich darf bei sowas leider nie mit.
    Dort sollte auch ein Test auf eine Entwicklungsstörung stattfinden.
    Das hatte dann aber die Schule mit Einverständnis der Kindsmutter schon durchgeführt.
    Dabei kam raus das er in einigen Gebieten starke bis sehr starke Defizite hat und in einigen normal entwickelt ist.
    Ist aber die Frage ob dieser verwertbar ist, da er nicht von speziell ausgebildetem Personal durchgeführt wurde.


    Wir werden mal versuchen die Psychologin bei dem nächsten Termin auf die Möglichkeit einer Depression ansprechen.


    Die Mutter mit einzubeziehen, finde ich gut. Das versuchen wir schon. Leider ist ihr Interesse an den Belangen der Kinder nicht gerade groß.
    So hatte z.B. der Arzt dem großen eine Gruppentherapie mit Bewegungseinheiten verordnet. Da ist sie einmal hingefahren und hatte danach kein Bock mehr. Wir schaffen dass zeitlich nicht, da die Therapie mittags statt fand und wir uns nicht jede Woche einen Tag Urlaub holen können.


    Alles nicht so einfach.
    Aber wir versuchen es weiter.


    Gerne werde ich hier weiter berichten.


    Gruß
    Len

    Hallo zusammen,


    ich weiss das viele Patchworkfamilien Probleme haben, aber wir brauchen dringen mal einen Rat oder Hilfe.


    Erstmal zu uns. Ich bin seit 4 Jahren mit meinem Mann zusammen und dieser hat zwei Kinder (Jungs) aus erster Ehe. (6 Jahre und 9 Jahre)
    Ich selber habe keine leiblichen Kinder, bin aber selbst adoptiert worden, weshalb dieses leiblich oder nicht leiblich bei mir gefühltechnisch anders ist.


    Die Jungs leben bei der Mutter und sind alle zwei WE und einen Teil der Ferien bei uns. (und sonst wenn sie Lust haben während der Woche auch).


    Die Regelung funktioniert wunderbar und da gab es noch nie Probleme. Wenn wir die Kinder mal länger haben wollen oder diese spontan zu uns wollen stellt sich die Mutter nicht quer. Schon mal viel Wert.


    Leider stoßem wir beide nun aber an unsere Grenzen, da die Wochenenden Regelmäßig eskalieren.


    Leider ist die Situation so, und dass soll nicht abwertend klingen, dass es der Kindsmutter psychisch nicht möglich ist, sich ordentlich um die beiden zu kümmern.


    Das stellt sich so da.


    Der große ist sehr Verhaltensauffällig und deshalb in psychologischer Betreuung. Das äußert sich im Umgang mit Menschen, Tieren, Gegenständen und seinem schulischem Verhalten.
    Er hat einen nachgewiesenen sonderpädagogischen Förderungsbedarf auf Grund seine Lernschwächen. Er kommt scheinbar mit der "außenwelt" nicht klar.
    Es ist aber kein Asberger oder so war. Das ist ausgeschlossen worden.
    Er bekommt in der Schule - 4. Schuljahr ab jetzt - immer noch keine Noten, da er nicht benotbar ist.
    Ihm ist es nicht möglich zu lesen oder zu schreiben. Er spiegelt die Buchstaben und vertauscht sie. Er hat einen eigenden Lehrplan. Also was anderes als anderen Schüler, was es ihm nochmal schwerer macht, Anschluss in der Klasse zu finden. Er geht aber noch auf eine normale Grundschule. Ich hoffe, dass wir das ändern können.


    Und jetzt kommt das Problem.
    Er hat sich scheinbar selbst aufgegeben. Wenn wir, in der wenigen Zeit wo wir die beiden haben, mit ihm lernen, verweigert er sich. Er macht daraus eine Ratestunde. Alle Bemühungen, als Spiel, als Wettkampf, mit Belohnung schlugen fehl. Er sagt, er hat kein Bock. Er bräuchte das alles nicht.
    Er muss nichts lernen.


    Wir waren natürlich schon bei vielen Anlaufstellen und haben unser Problem geschildert, aber die Familienhilfe sagte, dass wir alles tun was in unserer Macht steht und das Jugendamt meinte nur sie können da nicht helfen. Die Mutter hat als hauptbetreuerin den Bildungsauftrag. Wenn die Mutter nicht mitzieht und auf meinen Mann nicht hört, warum sollte sie dann auf das Jugendamt hören, war dort die Aussage. So ein Schwachsinn.


    Außerdem hat er noch ein sehr kleinkindliches Verhalten. Aber das kann auch daran liegen, dass er nur mit seinem kleinem Bruder zu hause sitzt nach der Schule. Er hat sonst leider keine Freunde.


    Der kleine Bruder entwickelt sich langsamer als andere, hat seinen großen Bruder aber mittlerweile in Sprache und Grundsätzlichem Verständnis überholt.


    z.B. dem kleinen sagt man, dass er etwas nicht machen soll, dann weiss er das beim nächsten Mal noch. Dann sagt er zu seinem Bruder so was wie "Wir dürfen das doch nicht machen, lass das".


    Dem großen ist das egal. Dem ist alles egal. Wenn wir ihn "bestrafen" mit Fehrsehentzug, dann sagt: Ist mir egal, wollte ich heute eh nicht machen.
    Außerdem zuckt er jedesmal mit den Schultern wenn man ihn was fragt. Wie wars in der Schule? Gibt es was neues? Hast was besonderes gespielt? Wann bist du schlafen gegangen? Was gabs zu essen? Immer Schulterzucken.


    Er terrorisiert seinen Bruder ständig. Den er wäre der König und alle anderen müssen gehorchen. Alles muss so laufen wie ewr das will, sonst bekommt er regelrechte ausraster. Schreit, schmeisst sich auf den Boden, heult, schlägt, macht was kaputt.


    Und dann ist da noch die Hygiene. Die beiden kennen es von der Mutter leider nicht, dass man sich die Zähne putzt, die Ohren sauber macht, die Fingernägel schneidet oder die Hände wäscht.


    Der große hat KEINE Milchzähne mehr und schon 2 richtige Zähne entfernt bekommen.
    Der kleine ist auch auf dem besten Weg dahin.


    Was sollen wir machen??
    Wir könnten einen Sorgerichtsprozess anfangen und die beiden zu uns holen, aber aufgrund der absoluten unselbstständigkeit des großen müsste mein Mann oder ich seinen Beruf an den Nagel hängen. Er hat leider nie gelernt irgendetwas alleine zu machen, wie über die Straße gehen oder Uhr lesen.


    Hat einer einen Ratschlag für uns oder eine Stelle wo wir uns noch hinwenden können???


    Wir wissen nicht mehr weiter und sehen für die Zukunft der Kinder sehr schwarz.


    Ich hoffe ihr könnt uns helfen.


    Gruß
    Len