Bedürfnisse

  • Mütter sind oftmals Managerinnen eines kleinen Familienunternehmens. Sie sind Mutter, Hausfrau, Partnerin.


    Allzu leicht passiert es – gerade Frauen - dabei die eigene Persönlichkeit und somit auch die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Die Kinder müssen in den Kindergarten oder die Schule gebracht werden. Das Essen muss vorbereitet, die Hausaufgaben kontrolliert, der Haushalt erledigt werden. Nachmittags haben die Kinder Termine bei der Ergotherapie oder im Sportverein und müssen dort hin gefahren und wieder abgeholt werden.Im Falle einer Berufstätigkeit sind die Aufträge des Chefs zu erfüllen.


    Abends kommt der Partner erschöpft von der Arbeit und wünscht sich ein offenes Ohr. Die Zeit zur Erfüllung eigener Wünsche und Bedürfnisse ist da knapp und allzu leicht werden diese dann immer wieder verschoben. Wer jedoch seine Bedürfnisse immer hinter die Bedürfnisse anderer (Kinder, Partner,…) zurückstellt, wird auf lange Sicht unzufrieden, ausgebrannt und leer sein. Dann sind wir nicht mehr in der Lage anderen etwas Positives zu geben, weil in uns nichts Positives mehr ist. Es verhält sich wie bei einer Gießkanne: Wenn die Gießkanne nicht regelmäßig mit Wasser aufgefüllt wird, kann man mit ihr auch keine Blumen mehr gießen. Deshalb kann die Bedürfnisse anderer nur der Mensch befriedigen, der dafür sorgt, dass auch seine eigenen Bedürfnisse befriedigt werden.


    Nehmen sie sich doch mal wieder Zeit für ein gutes Buch, einen Bummel durch die Stadt, einen Kaffee mit einer Freundin oder worauf sie sonst Lust haben. Ohne schlechtes Gewissen! Denn: Nur wer nehmen kann, der kann auch geben!


    Viel Spass beim Bedürfnisse erfüllen! Anne

  • Alle Menschen haben Bedürfnisse. Alle Menschen haben Wünsche. Sind Bedürfnisse und Wünsche eigentlich das gleiche? Wenn nicht, wie sollten Eltern dann mit Bedürfnissen und wie mit Wünschen Ihrer Kinder umgehen?


    Grundsätzlich sind die Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen gar nicht so unterschiedlich. Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse, deren Erfüllung dazu beitragen, ein gesundes und zufriedenes Leben zu führen:


    • Physiologische Bedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen, Körperkontakt,...)
    • Sicherheitsbedürfnisse (Schutz vor Gefahren, Krankheit,..)
    • Soziale Bedürfnisse (Kommunikation und Interaktion, Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft,...)
    • Individuelle seelische und mentale Bedürfnisse (Liebe und Verständnis, Anerkennung, Verlässlichkeit, Orientierung, Anregung und Anforderung, Erleben und Erforschen,..)
    • Selbstverwirklichungsbedürfnisse (persönliche Weiterentwicklung, Ausschöpfen des eigenen Potentials, Sinnfindung, Bewusstseinsbildung,...)


    Wünsche dagegen sind sehr viel individueller. Der eine wünscht sich, eine Weltreise machen zu können, für den anderen wäre dies purer Stress!


    Bei Kindern sind Wünsche und Bedürfnisse manchmal weit voneinander entfernt und wenn manche der Kinderwünsche erfüllt würden, würden damit ihre Bedürfnisse nicht befriedigt:


    • Wunsch, regelmäßig später ins Bett zu gehen - Bedürfnis nach ausreichend Schlaf
    • Wunsch, mehr Pommes, Pizza und Eis zu essen - Bedürfnis nach Schutz vor Krankheit
    • Wunsch, zu tun und zu lassen, was man möchte - Bedürfnis nach Orientierung
    • Wunsch, zu spielen statt Hausaufgaben zu machen - Bedürfnis nach Anforderung
    • ...


    Wünsche zu haben, ist schön und wichtig - ein Glückspilz, wer noch wünschen und träumen kann. Als Eltern sind wir jedoch dafür verantwortlich, dass die Grundbedürfnisse der Kinder befriedigt werden. Das beinhaltet dann auch, Wünsche der Kinder mal nicht zu erfüllen. Wenn Ihr Kind immer wieder bettelt und bittet, überprüfen Sie, ob dieser Wunsch der Befriedigung von Bedürfnissen entgegen steht - dann fällt das NEIN sagen gleich viel leichter.


    Wenn der Wunsch zum Bedürfnis passt, dann viel Vergnügen beim Erfüllen von Wünschen :)


    Anne

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