Plötzlich "Ersatzvater" ohne große Vorkentnisse und mit diversen Schwierigkeiten

  • Hallo zusammen,


    ich mag Kinder gerne, hatte aber als Einzelkind ohne jüngere Verwandschaft und ohne Freunde mit Kindern nie viel mit kleinen Kindern zu tun. Nun bin ich in der Situation, dass meine nicht mehr ganz so neue Freundin einen dreijährigen Sohn hat. Damit hatte ich nie ein Problem und ich verstand mich von Anfang an sehr gut mit dem kleinen der mich sehr gern hat. Es war nie eifersüchtig und wollte schnell das ich viele Dinge mache die sonst die Mamma macht wie anziehen oder etwas zu essen machen. Auch wenn ich mich oft gefragt habe ob ich alles so "richtig" mache so lobte mich doch meine Freundin immer für den liebevollen Umgang und erwiderte auf meine Bedenken immer "Du machst das so gut".
    Das lag wohl aber auch daran, dass ich zunächst eher die Rolle des "netten Onkels" hatte der meistens nur für beide Seiten sehr angenehme Dinge mit dem Kind gemacht hat. Ich versuchte zwar schon, die Erziehung seitens meiner Freundin nicht zu untergraben, habe mich da aber auch bewusst herausgehalten, da ich auch den "richtigen" Vater nicht ersetzen wollte und das auch nicht als meine Aufgabe ansah. Es war alles sehr schön und ich habe das Vertrauen und die Zuneigung sehr genossen und hatte auch das Gefühl, dass dem Jungen das sehr gut getan hat.
    Nun ist es aber so, dass die Beziehung zur Mutter immer enger geworden ist und wir de-facto doch so etwas wie eine Familie mit gemeinsamen Haushalt bilden, auch wenn ich das eigentlich ursprünglich nie so schnell wollte und auch nicht für sinnvoll hielt. Nun ist es aber so, dass ich immer mehr in Alltagsaufgaben eingebunden bin und den kleinen oft Morgens anziehen und zum Kindergarten bringen muss, wenn die Mamma mal eine Früh- oder Nachtschicht macht, was ich prinzipiell auch sehr gerne tue. Aber damit fangen auch die Probleme an oder zumindest sehe ich sie deutlicher. War es am Anfang noch einfach wird es zunehmend schwieriger:


    Der Junge macht selten dass was er soll. So ist er morgens bei Essen fast immer abgelenkt, steht auf oder spielt mit etwas rum. Auch anziehen sehr schwierig, weil er es immer unterbricht und etwas anderes macht und fast nur möglich, wenn ich das mache was schon schwierig genug ist, da er dabei fast nie still hält. Generell ist es so, dass er Dinge die er eigentlich kann wie anziehen, sich etwas zu Trinken holen usw. nur tut wenn er das möchte, Wenn nicht, kommandiert er uns dafür durch die Gegend: "Du machst das!". Bekommt er dann nicht sofort was er will, endet das meistens in einem Wutanfall. Erklärungen, dass ich gerade mit anderem Beschäftigt bin und das er zumindest mal 3 Minuten warten soll, haben selten eine Wirkung. Wenn ich sage, das er das selber kann und immer gemacht hat, behauptet er, das er das nicht kann und stellt sich dann zur Demonstration oft bewusst ungeschickt an. Dadurch dauert das "Morgenritual" zunehmend unkalkulierbar lang und ich komme immer später zur Arbeit. Mehr Zeit lasen kann ich mir leider auch nicht, da ich mittlerweile schon kaum mehr sechs Stunden pro Nacht schlafe und dadurch auch immer unausgeglichener und ungeduldiger werde, was die Sache auch nich unbedingt leichter macht. Will ich eigentlich immer verständnisvoll sein, so ertappe ich mich immer öfter dabei ungeduldig und vorwurfsvoll zu werden. Von meiner ursprünglichen immer positiven Ausstrahlung und unerschütterlichen Gelassenheit ist nur noch wenig übrig.


    Auch draußen bei gemeinsamen Aktivitäten ist es manchmal sehr schwierig. Generell kann er keine Minute warten (wobei tatsächlich 60 Sekunden gemeint sind). Wenn wir mal auf die mamma warten müssen, weil es unerwartet länger dauert rennt er sofort los und muss alles anfassen und jeden Knopf drücken was auch gerade im Straßenverkehr oft zu sehr gefährlichen Situationen führt und zu unschönen Situationen mit fremden Eigentum führt. In Geschäfte kann man fast gar nicht gehen, da er alles aus den Regalen räumt, durch jede Mitarbeiter-Tür geht usw. Auf Ermahnungen und Erklährungen zeigt er sich selten einsichtig und wenn dan höchstens ganz kurz. Leider sehe ich mich daher oft gezwungen, gefährliche Situationen oder Situationen in denen fremdes Eigentum erheblichen Schaden nehmen würde, gewaltsam zu unterbinden, indem ich ihn z.B. am Arm festhalte oder das Laufrad wegnehmen. Das will ich eigentlich nicht, sehe aber in der Situation keine andere Möglichkeit. Das beendet zwar die Gefahr, macht aber alles immer noch destruktiver.
    Funktionieren tut es in vielen Situationen überhaupt nur, wenn man ihn quasi jede Minute aktiv beschäftigt, wozu ich mich im Alltag aber nicht immer 100%ig in der Lage sehe. Bestrafen will ich ihn auch nicht, bin aber manchmal dann derart "fertig", das ich danach keine Lust und Kraft mehr habe mit ihm noch zu spielen oder etwas anderes geplantes zu machen und sage ihm das dann auch meist genau so, was aber meist auch Wiederworten und Wutanfälle hervorruft.


    Manchmal frage ich mich, ob ich die Lage auch nicht falsch einschätze. vielleicht verlange ich von einem dreijährigen viel zu viel, bzw. mache einfach viel falsch. Ich weiß es einfach nicht und habe keinerlei Erfahrung und Vergleich. Auf der anderen Seite weiß die Mutter meist auch nicht weiter, ist verzweifelt und sagt, dass das so nicht weitergehen kann. Das soll jetzt nicht zu negativ und resigniert klingen und oft genieße ich trotz allem die Zeit mit beiden, aber ich denke auch, so sollte es nicht weiter gehen.


    Ich denke manchmal, dass ich zu blauäugig an die Sache herangegangen bin und mich erst mal informieren und weiterbilden sollte. Vielleicht durch Literatur? Ich weiß nicht so recht wie ich am besten anfange.

  • Hallo Andreas,


    herzlich willkommen hier im Forum Kindererziehung und vielen Dank für Ihre sehr ausführlichen Worte. Man kann die Verzweiflung und Ratlosigkeit zwischen Ihren Zeilen spüren und ich kann mir durch Ihren langen Bericht auch gut vorstellen, in welcher Situation Sie momentan sind.
    Besonders gefällt mir, wie offen Sie schreiben, wie sehr Sie Kinder mögen und wie sehr Sie die Anfangszeit dieser Beziehung genossen haben. Vermutlich ist Ihre Beschreibung Ihrer eigenen Rolle, der "nette Onkel" zu sein, sehr treffend und genau hier sehe ich auch den "Knackpunkt".


    Anfangs waren Sie vermutlich tatsächlich der nette Onkel, den man mit Spaß und schönen Dingen assoziiert hat, mit viel Aufmerksamkeit und viel Freundlichkeit. Nun hat sich Ihre Rolle verändert und Sie sind inzwischen einfach nicht mehr dieser nette Onkel, sondern tatsächlich ein "Ersatzvater". Und damit beginnt eine große Verantwortung, die Sie als "Onkel" nicht tragen mussten. Auch für Ihren dreijährigen "Adoptivsohn" ist dies eine große Umstellung, denn auch er nimmt ja wahr, dass Sie nun nicht mehr nur der Nette, Verständnisvolle sind, der immer ja sagt und immer lächelt. Das ist für ein so kleines Kind eine sehr große Herausforderung und ich denke, dass er genau deshalb auch Ihre Grenzen ein Stück weit auslotet, um mit Ihrer neuen Rolle zurecht zu kommen und diese einschätzen kann. Sie sind nun in einer Rolle, in der Sie Verantwortung tragen und deshalb auch "Nein" sagen müssen, Stellung beziehen, Grenzen setzen und Regeln einfordern. Das ist im Vergleich zur Onkel-Rolle ein anstrengender, unangenehmer Tausch, doch ich bin mir sicher, dass Sie diesen Wechsel meistern werden und dass es Ihnen gelingen wird, ein ganz arg toller Ersatzvater zu sein!
    Vielleicht wre es sinnvoll, diesbezüglich ein Gespräch mit Ihrer Partnerin zu führen, in dem Sie Ihr sagen, welche Unklarheiten, welche Fragen bei Ihnen vorhanden sind und in dem Sie sich eine gemeinsame Strategie überlegen, wie Sie das Thema Erziehung anpacken wollen. Vielleicht bietet sich auch ein Gespräch zu dritt an, um dem Sohn zu erklären, dass Sie nun tatsächlich ein Ersatzvater geworden sind und dass es bestimmte Regeln braucht, an die sich alle halten müssen, damit man gut und vor allem glücklich zusammen leben kann.


    Dazu kommt, dass sich der Junge in einer Entwicklungsphase befindet, die man auch "Trotzphase" nennt, was etwas ganz "Normales" in der Entwicklung eines Kindes ist. Er entdeckt gerade mehr und mehr seine eigene Persönlichkeit, missachtet deshalb auch gesetzte Grenzen, hält sich nicht an Regeln und widerspricht seinen Bezugspersonen. Dazu kommt die kindliche Neugierde und der Entdeckergeist, den alle Kinder in sich tragen, weshalb er so unruhig und "anstrengend" wirkt, weil er seine Nase "überall hineinstecken will", im wahrsten Sinne des Wortes.
    Umso wichtiger ist es für Sie als frischgebackener Ersatzvater, gemeinsam mit Ihrer Partnerin, gemeinsam Regeln und eine Strategie zu entwerfen, wie Sie beide in der Erziehung an einem Strang ziehen können.


    Schauen Sie sich doch hier im Forum etwas um!
    Sie finden hier Informationen zu Erziehungsstilen, Alternativen Erziehungsmethoden/-ansätzen und vieles mehr:


    http://www.kindererziehung.com…htige-Kindererziehung.php


    Im Forum unter "Kindergarten" finden Sie sicherlich auch hilfreiche Beiträge, die Ihnen Antworten und Tipps liefern können: Frustrationstoleranz - braucht mein Kind das?
    Hektik am Morgen - wenn Kinder bummeln
    Belohnung richtig einsetzen
    "Ich will noch nicht schlafen!" 10 goldene Regeln, die das Zubettbringen einfacher machen!
    Paradoxe Intervention


    Halten Sie uns gerne auf dem Laufenden und zögern Sie nicht, auch ganz gezielt Fragen zu bestimmten Themen zu stellen.


    Herzliche Grüße
    Klara

  • Hallo Andreas,


    schön zu lesen, wie viel Gedanken "Mann" sich zu dem Thema macht. Ich kann mir gut vorstellen, dass man ziemlich verunsichert ist und auch oft an sich zweifelt.
    Mein Partner ist damals in der gleichen Situation gewesen wie Sie!


    Er hat selber keine Kinder, im Freundeskreis und auch in der Familie gibt es keinen Nachwuchs und dann lernte er mich kennen. Eine Frau, wo bereits ein Kind vorhanden ist. Meine Tochter war damals schon 8 Jahre alt und wenig begeistert über den neuen Mann in meinem Leben.


    Zu erst tritt man als "Kumpel" auf, weil man es sich mit dem Kind nicht verscherzen will und vielleicht sowieso schon einen schweren Stand hat. Aber so inniger die Beziehung auch zur Mutter wird, um so mehr muss man sich auch mit dem Kind auseinander setzen.


    Mein Partner und ich hatten viele Gespräche deswegen und es gab viele Situationen, wo er selber gar nicht wusste, welche Rolle er einnehmen will. Aber genau DAS funktioniert nicht. Man kann sich nicht je nach Tagesform aussuchen, welche Rolle einem gerade lieber ist.


    Entweder oder heißt es in dem Fall.


    Sie erleben auch gerade eine Zeit, die sehr aufregend und anstrengend ist. In dem Alter beginnt meistens die erste Trotzphase mit kleinen, bockigen Zwergen, die selber total verunsichert sind, wenn Sie einen Tobsuchtsanfall bekommen, die auch ihren eigenen Willen entdecken und ein Nein nicht mal eben hinnehmen. Ich denke für Sie ist das gerade wirklich eine Reifeprüfung *lächel*


    Ich finde den Ansatz sehr schön, dass Sie sich wirklich mit dem Thema beschäftigen wollen und nach Lösungen suchen. Da ziehe ich meinen Hut vor Ihnen.


    Jedes Kind ist anders und deswegen gibt es auch keine Paradelösung. Auch spielt der Erziehungsstil da eine Rolle. Ein Kind reagiert zum Beispiel super auf kurze Ansagen, dass nächste Kind kommt besser mit der spielerischen Ansage zu Recht.


    Ich habe damals für mich das Rendsburger Elterntraining gemacht und auch einige Bücher gelesen wie: "Das Geheimnis glücklicher Kinder" - die Bücher, genauso wie das Elterntraining bieten Ansätze und Ideen, was man sich davon mitnimmt, muss man für sich selbst entscheiden.


    Das Alter was der kleine Mann hat, ist eigentlich so schön. Die sind so neugierig, so wissbegierig und auch nicht zu Bremsen. Ich erinnere mich gerne an diese Zeit bei meiner Tochter zurück.


    Ich bin mir sicher Andreas, dass Sie ganz tolle Arbeit leisten und die Gedanken, die Sie sich machen zeigen mir als Mutter, dass Sie im Sinne des Jungen alles richtig machen wollen und das ist mehr als lobenswert. Aber auch wir als Elternteile machen Fehler und wachsen mit den Aufgaben.


    Wichtig ist, sich das auch einzugestehen und zu sagen: Wir machen es ab jetzt besser.


    Ich schick Ihnen eine Portion Kraft, einen Teller Nerven und eine Kanne Geduld.


    Liebe Grüße

  • Hallo Klara,


    vielen Dank für ihre ausführliche Antwort. Ich fand es insbesondere sehr beruhigend zu erfahren, dass die Schwierigkeiten in gewisse Sinne "normal" sind und nichts was unlösbar ist oder worüber man sich sehr Sorgen müsste.


    Heute war wieder ein Tag, an den bisher alles gut funktioniert hat. Die Mama kam erst um 8 Morgens von der Nachtschicht zurück, so dass ich wie schon öfter den kleinen alleine angezogen habe, etwas zu essen gemacht habe und zum Kindergarten gebracht habe. Es gab zwar noch kleinere Diskussionen welche Schuhe er anziehen sollte und andere Kleinigkeiten die wir aber friedlich zu beidseitiger Zufriedenheit lösen konnten :). Ich habe das bisher so gehandhabt, dass ich versucht habe schon alles fertig zu haben, wenn ich ihn wecke, um so viele "Unsicherheitsfaktoren" wie möglich schon beseitigt zu haben. Heute ist er aber früher aufgewacht was aber erstaunlicherweise kein Problem war, so dass wir vieles zusammen gemacht haben und nachher sogar deutlich mehr Zeit hatten. Hätte nie gedacht, dass das so funktioniert.


    Generell versuche ich schon, möglichst viel Struktur in den Tagesablauf zu bringen, was auch gut hilft aber nicht ganz einfach ist. Meine Freundin arbeitet momentan für eine Zeitarbeitsfirma mit ständig wechselnden Arbeitszeiten, so das sich der genaue Tagesablauf fast täglich ändert auch wenn es feste Muster gibt. Dafür, dass wir ständig improvisieren müssen um meine und ihre Termine unter eine Hut zu bringen funktioniert das erstaunlich gut. Für den kleinen sollte sich optimalerweise eigentlich nur ändern, wer ihn morgens fertig macht und zum Kindergarten bringt, sowie das Programm des späten Nachmittags.


    Ich spreche mich schon mit meiner Freundin ab, um "Am einem Strang zu ziehen", allerdings bisher eher spontan und situationsbezogen als generell und systhematisch, z.B. wenn es um die Frage geht, ob wir ihm etwas bestimmtes erlauben sollen.
    Prinzipiell bin ich mir mit meiner Freundin einig, dass wir einen geregelten Tagesablauf schaffen wollen mit klaren "Aufstehzeiten". Gerade meine Freundin tut sich da aber sehr schwer, geht oft viel zu spät ins Bett steht oft auf die letzte Minute auf und alles wird hektisch und die Stimmung ist schon Morgens direkt im Keller. Sie sagt immer, dass ich ihr so viel Struktur gebe, was mir einerseits schmeichelt aber andererseits manchmal das Gefühl gibt ich müsste zwei Personen "großziehen" wodurch ich mich manchmal übefordert fühle. Meine Freundin hat großen Vertrauen in meine "Vaterqualitäten" und sagt immer, dass ich so ein gutes Vorbild für ihn sei, aber zweifelt leider oft an sich selber obwohl ich immer beeindruckt davon bin, was sie alles geschafft hat insbesondere auch als alleinerziehende Mutter. Daher kam auch der Impuls mich selber zu informieren und zu schauen, was man besser machen könnte obwohl ich natürlich der Meinung bin, dass sie das als Mutter letztendlich entscheiden sollte.


    Hinzu kommt noch, dass der Junge jedes zweite Wochenende bei seinem Vater ist. Das etlastet uns sehr und der Vater mit dem ich mich auch gut verstehe, kümmert sich sehr liebevoll um ihn, hat aber einen sehr unterschiedlichen Erziehungsstiel, so dass wir nach dem Wochenende oft klar stellen müssen, dass es bestimmte Dinge bei uns nicht so gibt wie bei Papa.


    Ich denke, dass wir generell viel ausführlicher uns systematischer über das Thema Erziehung sprechen sollten.


    Insgesamt denke ich aber heute wieder, dass wir im großen und ganzen auf dem richtigen Weg sind und das schon irgendwie hin bekommen werden.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo EinfachnurIch,


    vielen Dank für die Antwort. Es ist gut von anderen in ähnliche Situationen zu hören. Ich hatte ganz am Anfang auch etwas befürchtet, das der Sohn mich nicht akzeptieren würde oder eifersüchtig reagieren würde, was man ja schon mal so hört. Das Gegenteil war allerdings der Fall. Der Kleine hing fast von Anfang an total an mir und wollte immer alles mit mir machen. Auch zeigt er mir ständig wie gerne er mich hat, wenn er mir z.B. etwas von seinen Süßigkeiten schenken möchte, was er sonst bei niemandem macht. Das hat mich auch gerade motiviert in diese Rolle hineinzuwachsen, die für mich teilweise fast einen 180° Drehung bedeutet von einem "Einzelgänger" der viel Wert auf auf Individualität, Freiheit und Unabhängigkeit legt zum Familienmenschen. Das war nicht immer leicht und ist es auch heute nicht immer, wobei es doch meistens gelingt, auch für meine anderen Interessen noch genug Raum zu finden.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ich finde es großartig, we reflektiert Sie sind und mit wie viel Hingabe, Sorgfalt und Struktur Sie mit Ihrer neuen Rolle als Ersatzpapa und mit Ihrer kleinen Familie umgehen. Ich habe auch ein sehr gutes Gefühl beim Lesen Ihrer Zeilen und bin mir sicher, dass Sie Ihrer Rolle absolut gewachsen sind und noch weiter an ihr wachsen werden. ^^


    Ich denke, dass wir generell viel ausführlicher uns systematischer über das Thema Erziehung sprechen sollten.


    Insgesamt denke ich aber heute wieder, dass wir im großen und ganzen auf dem richtigen Weg sind und das schon irgendwie hin bekommen werden.


    Wenn Sie für sich feststellen, dass Sie gerne noch klarere Strukturen schaffen wollen und Ihre Freundin Ihnen ja zudem auch rückmeldet, dass Sie Ihr so viel Struktur geben, die sich gut anfühlt und gut tut, dann nehmen Sie es doch einfach in die Hand und sprechen Sie mit Ihrer Freundin grundsätzlich über Erziehung. ;)
    Und ich denke zudem, dass Ihr Sohn es zumindest unbewusst wahrnimmt, ob Sie sich selbst "gut im Sattel fühlen" und sicher in Ihrer Rolle und dadurch wiederum selbst ruhiger bzw. "pflegeleichter" wird, weil sie ihm dadurch automatisch Sicherheit und Klarheit vermitteln.


    Alles Gute weiterhin wünscht Ihnen
    Klara

  • Hallo Andreas,


    ich kann mir vorstellen, dass Erfahrungen von anderen Leuten gut tun, weil man weiß, man ist nicht allein mit diesen Situationen.


    Ich finde Sie haben einen großen Vorteil anderen gegenüber: Sie wollen die Rolle einnehmen und machen sich Gedanken dazu und was mindestens genauso wichtig ist: Sie sind mit Herz und Verstand dabei.


    Ich glaube Sie haben es etwas leichter, weil der Zwerg noch sehr jung aus und Sie die Beziehung so vertrauensvoll aufbauen können. Bei einem älteren Kind ist das oft schwieriger.


    Was bei mir und meinem Partner oft Unmut rein gebracht hat, waren die unterschiedlichen Ansichten zur Erziehung und Erziehungsstilen!


    Mein Partner selber hat auch keine Kinder und dann kamen natürlich auch Situationen, wo er sich erinnert hat, wie es bei Ihm zu Hause war und auch im Glauben war: Dieses und jenes schadet dem Kind nicht. Wir hatten oft Grundsatzdiskussionen.


    Oft kam mir der Gedanke: Du hast doch keine Kinder! Woher willst Du das wissen?


    Aber ich habe es geschluckt, weil ich glaube, man kann genauso ein Feedback abgeben, auch wenn man keine Kinder hat. Vielleicht kann man nicht alle Situationen immer gleich beurteilen, aber eine Grundmeinung dazu darf man haben.


    Beide "Ansichten" auf ein Level zu bringen, war schwierig. Ich meine, wenn Sie noch kleiner sind, ist das relativ einfach, da es nichts "Grundlegendes" zu diskutieren gibt, aber mit dem Heranwachsen kommen andere Themen.


    Es ist wichtig, dass Sie sich immer absprechen und auch wenn man mal nicht weiter weiss oder verunsichert ist, die Situationen am Abend zu besprechen.


    Es war manchmal echt schwer bei uns, den anderen zum Beispiel nicht zu untergraben. Wenn meine Tochter etwas gefragt hat oder auch etwas wollte und bewusst meinen Partner angesprochen hat, wenn ich nicht da war und das Dinge war, die auch sofort entschieden werden mussten, die nicht warten konnten, hat uns das manchmal in seltsame Situationen gebracht.


    Ich war damit vll. nicht einverstanden, konnte die Entscheidung aber nicht rückgängig machen, da ich sonst meinen Partner untergraben hätte. Deswegen ist es ganz wichtig sich immer abzusprechen und auch den gleichen Weg zu gehen!


    Sie bekommen doch von Ihrer Partnerin ein tolles Feedback finde ich und auch der Kleine schenkt Ihnen sein Herz. Das spricht nur für Sie.


    Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute und würde mich freuen, mal zwischen durch Neues von Ihnen zu lesen.


  • Ich melde mich mal wieder. Es ist schon etwas länger her weil noch Umzugstress und andere Dinge dazwischen gekommen sind. Zwischendurch gab es einige bessere Tagen aber auch einige die schwierig waren. Heute war wieder etwas schwierig. Es war ein Tag an dem wir beide morgens da waren. Da mache ich dem kleinen das Essen und die Mamma kümmert sich um den Rest. Wir hatten wieder das Problem, dass der "Zwerg" sich anziehen sollte, dies aber nicht gemacht hat. Entweder fängt er ständig etwas anderes an oder er will sich anziehen lassen, wozu meine Freundin oft weder Zeit noch Lust hat zumal es bei ihr oft recht zügig gehen muss. Ich selber habe mich in der Vergangenheit hin und wieder dazu nötigen lassen den kleinen anzuziehen, da ich keine Zeit und Lust auf Diskussionen hatte was ich aber auch nicht richtig finde und dem Kleinen auch so gesagt habe. Die Mama hat ihn stattdessen heute recht lautstark zurechtgewiesen was für viele Tränen gesorgt hat und ihr im Nachhinein sehr Leid getan hat. Jetzt sind wir wieder an dem Punkt wo wir der Meinung sind, etwas ändern zu müssen, aber noch nicht so richtig wissen wie. Generell hört er meistens sehr schlecht, was wohl auch im Kindergarten auffällt. Es ist nicht so, das ich mit ihm überhaupt nicht zurecht kommen würde. Wenn wir zusammen unterwegs sind funktioniert das meistens schon irgendwie und ich bin auch nicht der Meinung, dass ein Kind wie ein Hund auf Komando gehorchen muss, aber manche Situationen sind doch so sehr schwierig. Erschwerend hinzu kommt, dass wir gerade noch voll im Stress wegen des Umzugs sind und praktisch überall zwischen vollen Kisten sitzen und auch sonst fast nichts funktioniert wie geplant. Ich hoffe, das normalisiert sich bald. Soviel erstmal als Rückmeldung. Ich denke ich werde in nächster Zeit versuchen konkretere Fragen zu stellen.

  • Hallo Andreas,


    schön, von Ihnen zu hören. Ich finde es nach wie vor bemerkenswert, wie reflektiert und gewissenhaft Sie die Rolle des Papas übernehmen.


    Sie schreiben, dass Sie gerade umgezogen sind und überall noch die Kisten und Kartons herumstehen.
    Dies ist natürlich nicht nur für Sie und Ihre Partnerin, sondern auch für den Kleinen eine belastende Situation. Umzug bedeutet immer auch Stress und es dauert seine Zeit, bis man sich in der neuen Umgebung "zurecht genestelt" hat, sich wohlfühlen und vor allem zuhause fühlen kann.
    Der Junge scheint mir sehr nach Aufmerksamkeit zu suchen und dies tut er ja auch im Grunde ganz unmißverständlich, in dem er angezogen werden will. Er braucht Aufmerksamkeit, d.h. er braucht Liebe, Zuneigung, Wärme, Geborgenheit. Vermutlich durch die Unruhe durch den Umzug noch mehr als zuvor im Moment.


    Entweder fängt er ständig etwas anderes an oder er will sich anziehen lassen, wozu meine Freundin oft weder Zeit noch Lust hat zumal es bei ihr oft recht zügig gehen muss.


    Schade finde ich, dass Ihre Partnerin hierfür nicht offen zu sein scheint. Sie schreiben, dass sie keine Zeit und Lust dazu hat. Wobei ich persönlich ja das Zeit-Argument grunsätzlich nicht gelten lasse, denn es liegt an uns selbst, wie wichtig uns die Dinge sind und entsprechend können Prioritäten gesetzt werden.
    Was wäre denn, wenn Sie gemeinsam 15 oder 30 min. früher aufstehen, denn dann wäre Zeit, um den Kleinen anzuziehen, wenn er dies so sehr braucht, um Geborgenheit zu spüren?!
    Dass Sie sich als Ersatzpapa da abgrenzen und die Lücke nicht füllen wollen, finde ich sehr gut, empfehle Ihnen aber, diesbezüglich mit Ihrer Partnerin ins Gespräch zu gehen. Sie selbst nehmen schließlich das Bedürfnis des Kleinen wahr, dass er diese Zuwendung braucht, dass diese für ihn wichtig ist.


    Alles Gute für Sie!
    Klara

  • Hallo Klara,


    vielen Dank für die Antwort.



    Sie schreiben, dass Sie gerade umgezogen sind und überall noch die Kisten und Kartons herumstehen.
    Dies ist natürlich nicht nur für Sie und Ihre Partnerin, sondern auch für den Kleinen eine belastende Situation. Umzug bedeutet immer auch Stress und es dauert seine Zeit, bis man sich in der neuen Umgebung "zurecht genestelt" hat, sich wohlfühlen und vor allem zuhause fühlen kann.


    Ganz so ist es nicht. Die Wohnung ist meine Wohnung in der ich schon lange gewohnt habe bevor ich die beiden kennengelernt habe. De facto wohnen wir dort auch schon seit Monaten zusammen. Diesen Zustand wollten wir nun stabilisieren und "offiziell" machen und sind daher seit gut einem Monat dabei, die Wohnung meiner Partnerin leer zu räumen und die Sachen bei mir wieder einzuräumen. Mittelfristig sollte dadurch für den Kleinen auch vieles besser werden: Kein ständiges hin und her mehr und er kriegt ein eigenes Zimmer mit seinen Spielsachen. Leider ist der ganze Umzug viel komplizierter und Zeit-intensiver als gedacht, so dass alles darunter leidet. Die Zeit reicht halt gerade nur selten für mehr als das notwendigste und daher müssen leider zwangsläufig alle Opfer bringen. Diesen Beitrag schreibe ich jetzt auch auf der Arbeit in der Pause. Zu Hause ist das zur Zeit kaum möglich.



    Der Junge scheint mir sehr nach Aufmerksamkeit zu suchen und dies tut er ja auch im Grunde ganz unmißverständlich, in dem er angezogen werden will. Er braucht Aufmerksamkeit, d.h. er braucht Liebe, Zuneigung, Wärme, Geborgenheit. Vermutlich durch die Unruhe durch den Umzug noch mehr als zuvor im Moment.


    Ok, so habe ich das noch nie gesehen. Ich versuche aber auch immer auf die Wünsche des Kleinen einzugehen, wenn er z.b. explizit sagt, das er kuscheln, spielen oder etwas vorgelesen bekommen möchte. Oft verstehe ich aber auch nicht was er möchte und es ist nichts konkretes aus ihm heraus zu bekommen.Leider bleibt für mich dazu momentan unter der Woche meist nur Abends 30 min und eventuell Morgens auch noch etwas. Gestern Abend habe ich z.B. mit ihm etwas gemalt und gebastelt und danach Aufkleber in ein Album geklebt. Das hat ihm offenbar gut gefallen.


    Schade finde ich, dass Ihre Partnerin hierfür nicht offen zu sein scheint. Sie schreiben, dass sie keine Zeit und Lust dazu hat.


    So haben wir das bisher nie gesehen. Wir waren bisher immer der Meinung, wenn er sich im Kindergarten alleine anziehen kann und soll, sollte er das auch zu hause tun und dass wir sein Verhalten in diesem Punkt (Ausreden erfinden, Aufgaben einfach abbrechen und spielen usw. ) nicht unterstützen sollten. Ist das falsch? Meine Partnerin ist da lediglich manchmal etwas konsequenter und rabiater in der Durchsetzung. Sie sagt dann sie möchte sich nicht veräppeln lassen. Ich kann das oft schwer einschätzen. Manchmal mag es übertrieben sein und lässt leicht lösen, manchmal scheint mir sein Verhalten aber auch gezielte Schikane zu sein: Wenn ich gerade Zeit habe, dann darf plötzlich nur noch Mama helfen, wenn Mama zeit hat muss plötzlich Andreas alles machen. Ich beschränke mich grundsätzlich darauf ihm zu sagen, dass ich sein Verhalten nicht gut finde und zu erklären was sein Verhalten für negative Folgen für mich hat. Manchmal reicht das. In schweren Fällen ziehe ich mich auch mal zurück wenn ich keine Lust mehr habe mich "schikanieren" zu lassen. Mit laut werden oder bestrafen habe ich es grundsätzlich nicht so.



    Wobei ich persönlich ja das Zeit-Argument grunsätzlich nicht gelten lasse, denn es liegt an uns selbst, wie wichtig uns die Dinge sind und entsprechend können Prioritäten gesetzt werden.


    Diese Aussage finde ich in dieser Allgemeinheit aber auch etwas schwierig. Zumindest ich weiß momentan echt nicht, wo ich mehr Zeit her nehmen sollte. Wir kommen einfach mit dem Einräumen nicht nach und die Wohnung versinkt total im Chaos, wodurch man mittlerweile auch fast nichts mehr findet was man gerade braucht. Für mich ein sehr schwer erträglicher Zustand. Meine sonstige Freizeit habe ich schon weitgehend zusammengestrichen und jeglicher Ausgleich beschränkt sich ansonsten auf kurz gemeinsam Essen, etwas Sport und wenn es hoch kommt mal Abends etwas kuscheln wenn ich nicht tot müde ins Bett falle. Mehr als 6 Stunden Schlaf sind auch nicht mehr drin. Trotzdem bleibt jede Menge liegen ich ich habe das Gefühl allem nur noch hinterherzurennen. Meine Freundin sagt immer das wird bald besser aber ich vermag da momentan kein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Ich bemühe mich auch den Interessen des Kindes gerecht zu werden, aber ich habe doch auch legitime Interessen die ich nicht völlig vernachlässigen sollte oder?



    Was wäre denn, wenn Sie gemeinsam 15 oder 30 min. früher aufstehen, denn dann wäre Zeit, um den Kleinen anzuziehen, wenn er dies so sehr braucht, um Geborgenheit zu spüren?!


    Ich selber stehe schon immer als erster sehr früh auf (so zwischen 5 und 6), weil ich ungerne unter Zeitdruck stehe. Wenn ich mit dem Jungen alleine bin klappt es meistens auch einigermaßen (in ca 8 von 10 Fällen) wobei es auch mal 15 min länger oder kürzer dauern kann je nachdem wie gut das läuft. Für mich ist das im Gegensatz zu meiner Partnerin nicht so ein Problem, da ich flexible Arbeitszeiten habe auch wenn ich momentan sehr darauf achten muss, meine Stunden voll zu bekommen.


    Wenn meine Freundin da ist, bin ich hingegen sehr froh wenn sie sich morgend um den kleinen kümmert (abgesehen vom Frühstück machen), da ich, wenn es gut läuft, auch mal ein paar Minuten Zeit für mich habe und mal früh zur Arbeit komme. Meine Freundin ist da nur ganz anders gestrickt als ich und macht fast alles immer spontan, wie es gerade kommt und oft dann auf die letzte Minute. So auch mit dem Aufstehen. Ich habe ihr auch schon gesagt, das es die Sache entspannter machen würde, wenn sie etwas früher aufstehen würde. Das sieht sie auch prinzipiell ein, konnte das aber bisher nicht wirklich umsetzen. Mann muss auch sagen, das sie sicherlich den körperlich anstrengenderen Beruf hat. Momentan wo sie zur Fortbildung ist und später los muss und früher da ist funktioniert das auch alles etwas besser. Ansonsten kommen wir leider auch oft erst viel später in Bett als geplant, da wir erst wenn der Kleine im Bett ist wirklich etwas geschafft bekommen.


    Jetzt zum Wochenende läuft der Mietvertrag für ihre Wohnung aus, so dass dann zwangsläufig Ende ist mit ausräumen, wie auch immer das ausgehen mag. Ich hoffe, dass danach zumindest etwas mehr Zeit für andere Dinge frei wird.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    danke für Ihre ausführliche Antwort. Ich hoffe, der "offizielle" Umzug ist gut über die Bühne gegangen und Sie haben auch hoffentlich bald alles an "Kram" gut verräumt, dass Sie drei sich alle wohl fühlen und vollkommen ankommen können in der nun ganz offiziell gemeinsamen Wohnung. Ich denke nach wie vor, dass auch diese Form des endgültigen Umziehens Stress verursacht, der sich auch bei Ihrem Sohn wiederspiegelt. Allein die Tatsache, dass die Sachen noch nicht alle ihren Platz gefunden haben und dass Kisten herumstehen, verursacht Stress, denn man möchte die Sachen ja aufräumen und ihnen einen Platz (und wenn es nur der Keller ist) geben. ;)


    Ich finde es nach wie vor sehr schön und bemerkenswert, zu lesen, wie viele Gedanken Sie sich machen, um ein guter Ersatzpapa zu sein.


    Was mir in meiner Arbeit als Sozialpädagogin immer wieder auffällt ist, dass schnell und oft vergessen wird im Eifer des Gefechts, im Stress des Alltags, vor allem, wenn die Uhr tickt und die Zeit knapp ist: Viele Eltern und auch Erzieher vergessen schnell, dass Kinder viel Zuneigung brauchen, d.h. Aufmerksamkeit mit Haut und Haar, nicht nur Blicke, ein Lächeln und nette Worte, sondern auch Geborgenheit in Form von Zärtlichkeiten und Körperkontakt. Kinder wollen oft z.B. nicht deshalb getragen werden, weil sie zu faul zum Laufen sind, obwohl sie es doch schon können, sondern weil sie diese Geborgenheit, diese Wärme und Zuneigung SPÜREN wollen. Ebenso verhält es sich, so denke ich, mit dem Angezogen-werden-wollen. Das hat meines Erachtens nichts mit Faulheit oder Schikane oder Verarschen zu tun, sondern mit dem dringenden Bedürfnis nach Wärme, Nähe und Geborgenheit.


    Ich unterrichte Yoga und biete meinen Teilnehmern am Ende der Stunde gerne an, dass ich sie für die Entspannung im Liegen zudecke. Viele decken sich selbst zu, manche aber lassen sich zudecken und genießen es sehr, denn auch diese Geste schenkt ein Gefühl von Geborgenheit und tut, wenn man ehrlich ist und sich darauf einlassen kann, soooo gut.


    Unsere Gesellschaft, unser Alltag ist so oft so hektisch und vor allem schnelllebig. Und in all dieser Hektik erwarten wir dann manchmal, dass Kinder doch bitte einfach "funktionieren" sollen. Stattdessen verweigern sie sich aber, wir unterstellen ihnen in unserem Stress dann Faulheit, Schikane und ähnliches, dabei wollen sie uns etwas ganz Wichtiges zeigen:
    Achtsamkeit! Einfach mal innehalten und im Hier und Jetzt sein. Nicht in Gedanken schon wieder 10 Schritte weiter. Und wahrnehmen mit allen Sinnen, was JETZT wichtig ist. Und der Kleine zeigt Ihnen beiden offenbar einfach wieder und wieder, wie wichtig es ist, Zuneigung zu zeigen, sie zu leben und nicht nur zu denken oder zu sagen.



    So haben wir das bisher nie gesehen. Wir waren bisher immer der Meinung, wenn er sich im Kindergarten alleine anziehen kann und soll, sollte er das auch zu hause tun und dass wir sein Verhalten in diesem Punkt (Ausreden erfinden, Aufgaben einfach abbrechen und spielen usw. ) nicht unterstützen sollten. Ist das falsch? Meine Partnerin ist da lediglich manchmal etwas konsequenter und rabiater in der Durchsetzung. Sie sagt dann sie möchte sich nicht veräppeln lassen. Ich kann das oft schwer einschätzen. Manchmal mag es übertrieben sein und lässt leicht lösen, manchmal scheint mir sein Verhalten aber auch gezielte Schikane zu sein: Wenn ich gerade Zeit habe, dann darf plötzlich nur noch Mama helfen, wenn Mama zeit hat muss plötzlich Andreas alles machen. Ich beschränke mich grundsätzlich darauf ihm zu sagen, dass ich sein Verhalten nicht gut finde und zu erklären was sein Verhalten für negative Folgen für mich hat. Manchmal reicht das. In schweren Fällen ziehe ich mich auch mal zurück wenn ich keine Lust mehr habe mich "schikanieren" zu lassen. Mit laut werden oder bestrafen habe ich es grundsätzlich nicht so.


    Wenn Sie beide wollen, dass der Kleine sich selbst anzieht, dann belohnen Sie ihn doch, wenn er das gemacht hat, mit entsprechenden Zärtlichkeiten. Sie können ihn umarmen, auf die Schultern setzen, auf Händen tragen, ihm eben Aufmerksamkeit schenken, die er SPÜREN kann und nicht nur hören und / oder sehen. ^^


    Dass Sie sich fragen, ob der Kleine Sie beide schikanieren will, kann ich gut verstehen. Schikane ist allerdings defintiv ein Thema der Erwachsenen. Kinder verhalten sich nicht auf diese oder jene Weise, weil sie tatsächlich willentlich jemanden schikanieren wollen. Ich denke eher, dass er in einer Entwicklungsphase ist, in der er ausprobiert, wie welche Verhaltensweisen wirken, also auch, wie sein Umfeld darauf reagiert. Woher soll er es wissen, wenn er es nicht durch Versuche und Experimente erforscht? Kinder sind Endecker!
    Sie können ihn unterstützen, in dem Sie ihm mitteilen, wie sein Verhalten auf Sie wirkt (Ich-Botschften).


    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles alles Gute!


    Klara

  • Gestern war bei meiner Firma Familientag, was bedeutete, dass der Partner und Kinder in die Firma kommen konnten und herumgeführt wurden und es gab Essen und Spiele usw. und war sehr schön gemacht. Bei solchen Ereignissen fällt doch immer sehr auf, dass er sehr viel komplizierter als die meisten gleichaltrigen Kinder ist. Mal drei Minuten ruhig stehen bleiben und etwas leiser sein bei der Begrüßung ist schon ein Ding der Unmöglichkeit. Dann fing er an sein Namenschild immer abzureißen und damit rumzuspielen, so dass wir es dann vor ihm verstecken mussten. Den Rundgang habe ich als Mitarbeiter nicht mitgemacht, aber auch da muss er wohl oft von der Gruppe weggelaufen sein und immer versucht haben Dinge anzufassen die er nicht sollte. Zumindest das Geschrei war über den ganzen Flur bis in mein Büro zu hören. Meine Partnerin war kurz davor den Rundgang abzubrechen bis abzusehen war, das das für noch mehr Geschei gesorgt hätte. Die Mittarbeiter haben sich wohl schon viel einfallen lassen um ihn extra zu beschäftigen. Generell gilt meistens dass er bekommen muss was er möchte und das meistens sofort. Oft ist es möglich ihn zu erklären, das das gewollte unmöglich ist oder etwas anderes gerade besser. Verständniss, dass auch andere Menschen Wünsche oder Bedürfnisse haben zeigt er in solchen Situationen selten. Immer muss man aufpassen, das er nicht einfach irgendetwas einsteckt und mitnimmt. Erläuterungen, dass die Dinge jemand anderem gehören werden komplett ignoriert. Später wo alle ein Bild malen sollte, hat er stattdessen die Mitarbeiter angewiesen Dinge für ihn zu mahlen was zumindest alle mit Humor genommen haben und sagten er würde mal eine gute Führungskraft werden :D . Als es nachher zum Spielen in den Gemeinschaftsraum ging wurde auch wieder deutlich, dass er meist sehr destruktiv spielt, wenn er nicht explizit beschäftigt wird: Er schubst die Bausteingebäude anderer Kinder um, tritt gegen die Wände der Spielhäuser, das diese fast kaputt gehen und schiebt alles durch die Gegend. Man kann ihn keine Minute aus dem Augen lassen.


    Wenn ich mit ihm alleine Unterwegs bin werden wir uns meistens irgendwie einig. Bei solchen Ereignissen mit anderen Kindern kann es aber einfach nicht immer Extrawürste für ihn geben und er fällt immer auf und eckt an. Ich bin auch nicht der Meinung, dass jedes Kind gleich sein müsste aber es macht das Leben doch sehr kompliziert und wünschte mir doch etwas mehr "Normalität" auch wenn ich dieses Wort als überzeugter Individualist nicht so gerne mag :D


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    oh, da haben Sie ja einen wahrhaft bewegenden Tag hinter sich mir Ihrem 3-jährigen Sohnemann. ;)
    Jedes Kind ist anders, da haben Sie recht.


    Und was man nicht vergessen sollte: 3 Jahre ist ein sehr bewegendes, oft turbulentes Alter. In dieser Entwicklungsphase entdecken Kinder, dass Sie zunehmend selbstständiger werden und sie haben einen ausgeprägten Drang, zu entdecken, auszuprobieren und zu experimentieren. Natürlich dann auch mit Dingen und Verhaltensweisen, die einfach anstrengend sind. Oft nennt man diese Phase auch "Trotzphase", weil sich nun der "eigene Kopf" mit einer eigenen Meinung bildet.


    Ich wünsche Ihnen nun erst einmal ein schönes und hoffentlich harmonischeres Wochenende als es der gestrige Familientag war. :)


    Herzliche Grüße
    Klara

  • Hallo Klara



    Unsere Gesellschaft, unser Alltag ist so oft so hektisch und vor allem schnelllebig. Und in all dieser Hektik erwarten wir dann manchmal, dass Kinder doch bitte einfach "funktionieren" sollen. Stattdessen verweigern sie sich aber, wir unterstellen ihnen in unserem Stress dann Faulheit, Schikane und ähnliches, dabei wollen sie uns etwas ganz Wichtiges zeigen:
    Achtsamkeit! Einfach mal innehalten und im Hier und Jetzt sein. Nicht in Gedanken schon wieder 10 Schritte weiter. Und wahrnehmen mit allen Sinnen, was JETZT wichtig ist. Und der Kleine zeigt Ihnen beiden offenbar einfach wieder und wieder, wie wichtig es ist, Zuneigung zu zeigen, sie zu leben und nicht nur zu denken oder zu sagen.


    Ich denke da ist viel dran. Das erinnert mich an eigene Erfahrungen mit Meditation und Achtsamkeit, was die letzen Jahre ein großer Bestandteil meines Lebens war und mir viel von meiner Lebensfreude, Gelassenheit und Achtsamkeit anderen Menschen gegenüber die mich früher auszeichneten gegeben hat. Leider ist es mit nur schlecht gelungen, diese Praxis in meinen neuen Familienalltag hinüber zu retten. Bot mein Singledasein viel Zeit und Raum sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, da ich mir dafür einfach die Zeit nehmen konnte die ich dafür haben wollte, so habe ich jetzt oft das Gefühl einfach nur funktionieren zu müssen und fast jeden Tag einen aussichtslosen Kampf gegen nicht von mir beeinflussbare Umstände zu führen und nach und nach wieder in alle alte negative Verhaltensmuster zurückzufallen. Allerdings gab es auch während des Umzugs, mit dem wir uns offensichtlich sehr übernommen haben, gerade zuletzt wieder Inseln des "Hier und Jetzt" die mich zuversichtlich machen, das wieder mehr leben zu können. Dann ist auch wieder die Leichtigkeit und Unbekümmertheit sofort wieder da.


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    das klingt doch toll, dass Sie nach wie vor Inseln finden, ganz im Hier und Jetzt. Vielleicht geht es momentan gerade darum: Wie schaffen Sie sich und Ihrer "neuen Familie" solche Inseln im Alltag?
    Diese müssen ja nicht groß sein und oft genügen ja 5-10 min in der Stille, um sich wieder gut ausbalanciert und geerdet zu fühlen.


    Ich denke, Sie finden da sicher ein Ritual für sich selbst, das Sie in Ihren Tagesablauf integrieren können.


    Vielleicht haben Sie ja sogar Lust, darüber hier zu berichten?!


    Herzliche Grüße
    Klara

  • Hallo zusammen,


    mittlerweile liegt zumindest das ausräumen der alten Wohnung hinter uns so dass es zumindest keine unerwarteten "Überraschungen" mehr gibt.Ich fühle mich deutlich besser, seit ich wieder etwas Sport mache und etwas mehr freie Zeit habe. Ansonsten ist die Situation recht unverändert.


    Hab in der Zwischenzeit mal das Buch "Das Geheimnis glücklicher Kinder" bis gut zur Hälfte durchgelesen, da es hier mal erwähnt wurde und ich es für den günstigen Preis einfach bei meiner letzten Bestellung mal mitbestellt habe und würde gerne meine ersten Eindrücke mitteilen. Manches fand ich sehr interessant und aufschlussreich wie die Erklärungen wie Kinder denken und warum sie bestimmte Dinge tun um z.B. Aufmerksamkeit zu erregen. Auch hilfreic und im Einklang mit meinen Vorstellungen und Vorwissen fand ich die Erläuterungen zu negativen Glaubenssätzen die viele Eltern ihren Kindern mitgeben (im Buch als hypnotisieren bezeichnet). Manche praktischen Tipps fand ich auch hilfreich z.B. bei "Trotzattacken" ignorieren und weitergehen, womit ich mich in meinem bisherigen Verhalten in dem Punkt bestätigt sah. Auch dem Punkt das Eltern sich gut um sich selber und ihre Beziehung kümmern müssen um gute Eltern zu sein stimme ich voll zu.
    Gar nicht anfreunden konnte ich mich jedoch mit den im Buch propagierten grundlegenden Erziehungszielen und Methoden. Hier auf der Seite wird ja insbesondere der Demokratischen Erziehungsstil propagiert mit dem ich mich gut anfreunden kann. Das Buch hingegen sieht es als Ziel, dass Kinder widerspruchslos gehorchen und sich möglichst funktional in den bestehenden Haushalt integrieren lassen. Diskussionen und Erklärungen bei Anweisungen werden als Nachgeben interpretiert und grundsätzlich als sinnlos und kontraproduktiv abgelehnt. Es wird behauptet, dass es Kindern eine "Erwachsenenrolle" zugewiesen würde die sie überfordert wenn man sie an Entscheidungen beteiligt.
    Ich habe hingegen fast immer die Erfahrung gemacht, dass Erklärungen mehr bringen als Ermahnungen. Ich denke immer wenn eine Position richtig ist kann man sie auch begründen. Ich will Kindern gar nicht erst anerziehen, sich mit pseudo-Begründungen wie "Das macht man nicht" zufrieden zu geben, da ich das Gefühl habe, dass viele Erwachsene daraus resultierenden Schwierigkeiten haben. Hin und wieder gibt es ja auch tatsächlich Situationen in denen das Kind recht und ich unrecht habe und allen Erwachsenen tut es auch mal gut, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Als Kind hatte ich ganz früher den Eindruck, dass Erwachsene alles Wissen bis ich merkte, dass Erwachsene nur alles besser wissen ;)
    Zudem scheint es mir kein legitimes Erziehungsziel zu sein, Kinder zu unkritischen Befehlsempfängern (mal etwas überspitzt formuliert) zu machen.


    Sehr befremdlich finde ich auch, dass der Autor immer undifferenziert von Ehe spricht, wenn es um die Beziehung der Erziehenden zueinander geht. Als ob es keine anderen möglichen und legitimen Beziehungen geben würde...


    Vielleicht ist mein Eindruck auch falsch und das Buch ändert sich noch zum Schluss hin, was ich aber nicht glaube. Werde es aber trotzdem weiterlesen.


    Wie seht ihr das?


    Viele Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    es freut mich sehr, dass Sie den Umzug gut über die Bühne gebracht haben und nun viel Anspannung und Druck raus ist.
    Ebenso freut es mich, dass Sie in dem Buch von Steve Biddulph, Das Geheimnis glücklicher Kinder
    so viele tolle Anregungen und Impulse für sich und Ihre Situation finden.


    Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, deshalb kann ich zum Inhalt nichts sagen.
    Was Sie allerdings zum empfohlenen Erziehungsstil anmerken, teile ich absolut mit Ihnen und Ihre ERfahrungen entsprechen auch den meinen, insbesondere dass Kinder auf Erklärungen viel besser reagieren als auf Pseudoantworten (Darum. So halt. Das macht man nicht. Keine Widerrede.... usw.) oder Befehle. Kindern eine gute Struktur und Basis zu bieten, bedeutet NICHT, sie beherrschen und über sie befehlen und bestimmen zu wollen. Sie haben die selbe Wertschätzung und denselben Respekt verdient, den wir uns selbst von ihnen auch wünschen ;) .


    Das Buch hingegen sieht es als Ziel, dass Kinder widerspruchslos gehorchen und sich möglichst funktional in den bestehenden Haushalt integrieren lassen. Diskussionen und Erklärungen bei Anweisungen werden als Nachgeben interpretiert und grundsätzlich als sinnlos und kontraproduktiv abgelehnt. Es wird behauptet, dass es Kindern eine "Erwachsenenrolle" zugewiesen würde die sie überfordert wenn man sie an Entscheidungen beteiligt.
    Ich habe hingegen fast immer die Erfahrung gemacht, dass Erklärungen mehr bringen als Ermahnungen. Ich denke immer wenn eine Position richtig ist kann man sie auch begründen. Ich will Kindern gar nicht erst anerziehen, sich mit pseudo-Begründungen wie "Das macht man nicht" zufrieden zu geben, da ich das Gefühl habe, dass viele Erwachsene daraus resultierenden Schwierigkeiten haben. Hin und wieder gibt es ja auch tatsächlich Situationen in denen das Kind recht und ich unrecht habe und allen Erwachsenen tut es auch mal gut, das eigene Verhalten zu hinterfragen. Als Kind hatte ich ganz früher den Eindruck, dass Erwachsene alles Wissen bis ich merkte, dass Erwachsene nur alles besser wissen ;)
    Zudem scheint es mir kein legitimes Erziehungsziel zu sein, Kinder zu unkritischen Befehlsempfängern (mal etwas überspitzt formuliert) zu machen.


    Dass der Autor die Ehe als einziges Erziehungssystem aufführt, wundert mich beim Hintergrund des Autors nicht. Er stammt aus Großbritannien, was ja einen eher konservativen Ruf hat und ist inzwischen knapp über 60 Jahre alt. Vielleicht ist er zudem noch recht christlich geprägt, wer weiß?!


    Nehmen Sie aus dem Buch mit, was Ihnen guttut, nützt und hilft und lassen sie das einfach stehen, womit Sie sich nicht identifizieren können. ;)


    Ein Klassiker ist auch noch "Wie man ein Kind lieben soll", auch Emmi Pikler ist sehr zu empfehlen.
    Spannend zur Problemlösung mit Kindern finde ich Ben Furman, "Ich schaffs".


    Viel Spaß beim Weiterschmökern wünscht
    Klara

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