Chancen und Möglichkeiten: sich Dinge von der Seele schreiben- mal (eher nicht) klassisch

  • Wozu ein Tagebuch?


    Ein Tagebuch zu führen, ist...
    eine wundervolle Möglichkeit sich und das eigene Leben zu reflektieren;


    ein wunderbares Hilfsmittel zur aktiven und bewussten Lebensgestaltung;


    die Chance, fest zu halten, was uns bewegt, was wir erleben und fühlen;


    eine wohltuende Möglichkeit Erlebtes und die eigene Entwicklung aufzuschreiben, wiederholt zu lesen und im Rückblick zu verstehen;


    besonders in schwierigen Zeiten und Krisen eine Hilfe, den Kopf zu leeren, schreibend nachzudenken und die Dinge hierdurch anders zu bewegen;


    die Chance, sich selbst anders zu betrachten, die eigene Entwicklung in der Nachlese nachvollziehen zu können, die guten Zeiten und eigenen Stärken zu erkennen, andere Menschen und Beziehungen zu erinnern;


    ein kreativer und schöpferischer Prozess.



    Extratipps:
    Sie können über alles schreiben!
    Ihr Tagebuch ist ganz allein für Sie selbst bestimmt.

    Achten Sie darauf, es so weg zu legen, dass Niemand in Versuchung
    kommt, es zu lesen!


    Es gibt viele verschiedene, “klassische” Tagebücher. Das sind die Blankobücher, welche Sie seit ewigen Zeiten mit und ohne Schloss käuflich erwerben und mit Ihrer Geschichte füllen können. Wählen Sie bewusst ein Buch, was Ihnen gefällt und sie einlädt, seine Seiten zu füllen. Edle und teure Bücher haben manchmal die Wirkung, dass es schwer fällt, sie wirklich mit Inhalt zu füllen.


    Vielleicht sind Sie sogar noch glücklicher Besitzer eines solchen Schatzes, der gefüllt ist mit Erinnerungen Ihrer Kindheit, Jugend oder gar bis zum heutigen Tag?
    Viel Spass beim wieder und neu entdecken!
    Probieren Sie es einfach einmal für sich aus!

    3 Mal editiert, zuletzt von Marion_Rosenkranz ()

  • Im klassischen Tagebuch wird ein Datum notiert unter dem Sie schreiben, was Sie erlebt haben, denken und fühlen.

    Sie schreiben alles auf, was Ihnen so durch den Kopf geht und zwar in ausformulierten Sätzen-Fließtext, detailgetreu, genau...


    Mir persönlich war und ist das zu langweilig und zu zeitintensiv.
    Wem es ähnlich geht, der möge sich durch die folgenden Anregungen inspiriert fühlen und seine eigenen Möglichkeiten entdecken.


    Mal eher nicht klassisch!
    Als ich 14 Jahre alt war, nahm ich Abstand von meinem kleinen verschlossenen Tagebuch und begann, meine Erlebnisse in Gedichten und Kurzgeschichten
    festzuhalten. Ich ließ mich hierbei von biografischen Erzählungen (Umfeld, Leben, Romanzeitschriften, Filmen, Büchern, Gedichtbändern) inspirieren und sammelte die Eindrücke in eigenen Texten. Farbige Hintergründe, Zeichnungen, Bilder und bewusst gewählte Schriftfarben und Schriftgrößen gaben meinen Texten Individualität.


    Das nichtgeheime Tagebuch!
    Dieses Tagebuch hielt ich nicht geheim. Ich machte es für Andere zugängig. Manchmal las ich etwas vor oder legte einen bebilderten Text offen auf den Tisch. Manchmal verschenkte ich von mir verfasste Texte, um Andere an meinem Erleben teilhaben zu lassen, mich auszutauschen oder Menschen in ähnlichen Lebenssituationen zu unterstützen.


    Mein, Dein, unser, Euer Tagebuch!
    Neben dem persönlichen und geheimen Tagebuch können Sie natürlich auch noch ganz andere Tagebücher führen, einige Ideen hierzu und Einladungen zum Schreiben finden Sie bereits im Forum. Wie wäre es mit einem:


    Sammeltagebuch, Paartagebuch, Schwangerschaftstagebuch, Veränderungstagebuch, Familientagebuch, Krisentagebuch, Bewältigungstagebuch,
    Planungstagebuch, Gefühlstagebuch,…oder?
    Welches Tagebuch wollen Sie gerne führen :?: Was schreibt wer dort wie rein
    :?:


    Heute schreibe ich so, wie es mir gefällt
    Auch heute notiere ich meine Erlebnisse noch. Mir gefällt es noch immer, Gedichte und Kurzgeschichten zu verfassen- teilweise auf losen Zetteln, meist im PC, um sie bei
    Bedarf für andere zugängig zu machen (z.B. in Schriftrollen, selbstgemachten Karten, kleinen Büchern, Powerpointpräsentationen…).
    Manchmal fehlt mir die Zeit hierfür.


    Ich bin dazu übergegangen, Gedanken, Erlebnisse und Gefühle in Stichworten zu notieren. So halte ich einzelne Wörter, Fragmente und Satzteile, die mir begegnen und mich angesprochen haben zügig fest (meist im Kalender oder in einem Notizblock, aus dem ich Zettel raus nehmen kann).
    Das sieht dann zum Beispiel so aus: Sonne, Lebensfreude, Gräserduft, Lachen, Hund bellt, Aufzug surrt, Freundschaft, Freude schaffen, mit Freude(n) schaffen, leben, Leben, Freiheit, Weitblick, (beg-)leiten, Zusammenhalt, zusammen?Halt!…
    Ich schreibe die Wörter genau so auf, wie sie mir gerade in den Sinn kommen. Manchmal schreibe ich ein Wort plakativ auf ein Blatt, manchmal viele kreuz und quer.
    Ich verwende mir sympathische Kreativitätstechniken, wie z.B. das „Clustern“, die „Mind-map“, „Collagen“. (Sollten Sie zu diesen Techniken mehr Infos wünschen, empfehle ich die Eingabe der Begriffe in eine Suchmaschine im Internet.)


    Einladen möchte ich Sie abschließend uns im Forum an Ihren Ideen teilhaben zu lassen.


    Erproben Sie sowohl in Ihrem „eher-nicht-klassischen-Tagebuch", als auch in Ihren Forumbeiträgen sehr gerne das spontane Schreiben!


    Das spontane Schreiben ist lebensnah:
    Sie dürfen Fehler machen, kritzeln, unterstreichen, durchstreichen, klein und gross schreiben, die rechte und die linke Hand benutzen, Seiten leer lassen, mit einem Satz füllen, proppe voll schreiben, Wörter ohne Punkt und Komaaneinderschreibenund überhaupt nicht mehr daraufachtenwassieschreibenNUtzenSieAAAAAAAAAAAllESwas IHNENeinfällt,umIHRE Texte und Erlebnisse individuell zu verfassen.


    Rechtschreib- und Grammatikfehler erhöhen Ihre eigene und unsere Kreativität und fördern das Denkvermögen ;)

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