unsere Familiensituation - Meine Probleme ACHTUNG LANG!

  • Hallo ,


    Ich lasse mal wieder "hören" und bin eigentlich am Boden zerstört jedoch sage ich mir Kopf hoch weiter machen und nach vor schauen.


    Gestern hatten wir das halbjährige Hilfeplangespräch , ohne Lena. unsere Sachbearbeiterin hat nach dem unsere SPFH die Sonderschulpädagogin und mein Mann und ich unsere derzeitige Situation geschildert haben und nach dem Sie auch die Berichte gelesen hat empfohlen das es Sinn macht , das Lena vorübergehend in eine Pflegefamilie untergebracht wird.
    Kurz vor den Sommerfieren ist es wieder einmal dermaßen eskaliert , Nein ich habe meine Tochter nicht geschlagen .. sie nicht einmal angebrüllt , aber meine Tochter hat es so auf die Spitze getrieben das ich lieber zum Telefon griff und eine Freundin anrief nur um jemand am Telefon zu haben der mir Beistand gab das durch zu stehen. Die Situation entstand durch eine Lappalie , Lena hat Ihr Willen nicht bekommen von mir.


    Nach diesem Vorfall und dadurch das Lena immer wieder damit drohte abzuhauen , eine Auszeit zu wollen entschieden wir zusammen mit Sonderschulpädagogin und SPFH das meine Tochter erstmal zu meiner Tante geht welche Ihre Patentante ist.
    Das tat allen schon ganz gut. Abstand haben durchatmen.
    (kann sein das ich jetzt wieder alles etwas durcheinander erzähle und das tut mir sehr Leid)


    Als die Ferien anfingen war Lena überglücklich nichts mehr mit Schule erstmal zu tun haben zu müssen , das macht sich auch bemerkbar in Ihren Verhalten , das ist momentan nicht mehr so dermaßen schlimm.
    Aber leider ist auch nicht alles gut , wenn es nicht so läuft wie sie möchte dann ist ramba zamba.


    Naja nun kam dann gestern diese Empfehlung , die Aufnahme in die KJP ist immer noch gewollt und mittlerweile auch tragbar von mir und meinem Mann , nach wie vor ganz klar tut das sehr weh "versagt zu haben" , aber es geht nicht mehr um mich oder meinem Mann sondern in erster Linie um das Wohl von Lena *seufz* ... ich wünsche mir so sehr das mein Kind eine gute Zukunft hat und scheinbar kann ich als Mutter und wie als Familie Ihr das so nicht bieten oder es reicht einfach nicht aus ...


    Durch die Aspekte das Lena hier in der Nähe untergebracht wird und das Lena wie geplant auf die Schule kommt die angedacht war ( weiterführende) und auch das Schultraing mit der bereits vertrauten Pädagogin haben wir dem zugestimmt . Zwar wird das sehr sehr hart werden , aber wir wissen warum und wofür wie so entscheiden.
    Lena soll es erst ganz kurz vorher erfahren , damit Ihre Ferien nicht ganz "versaut" werden so haben gestern alle gesagt , ich hingegen weiß nicht wann richtig und wann der falsche Zeitpunkt.
    Festgelegt wurde gestern das Sie es am 18.8 von uns den Eltern zusammen mit SPFH und der Sonderschulpädagogin (die mittlerweile weitaus mehr unterstützt als nur Schulisch) erfährt und dann bereits am 20.8 umzieht. :-(


    Vorher wird noch ein Treffen sein um zu besprechen wie wir es Lena sagen werden. Ich habe jetzt schon Angst davor ...
    Ich hoffe das ich nicht abgestempelt werde .. ich habe schon viel gelesen jetzt .. aber immer wurden die Eltern als Rabeneltern abgestempelt wenn sie geschrieben haben das Ihr Kind in eine Pflegefamilie geht .. und dann Fragen dazu gestellt wurden wie zb. das Finanzielle .. ich möchte unbedingt sagen an dieser Stelle das es natürlich das im Gegenzug der Emotionalen Seite das Finanzielle ein geringes Problem dar stellt ..
    Aber auch da sind nun mal auch bei uns Fragezeichen und wir wissen auch nicht wo wir uns da hinwenden sollen.
    Denn wir sind nun gerade vom Jobcenter weg , beziehen keine Aufstockung mehr und haben jetzt Wohngeld und Kindergeldzuschlag bewilligt bekommen, Uns ist natürlich voll kommen klar das der Pflegefamilie das Kindergeld von Lena dann ohnehin zusteht , aber der Zuschlag 140€ wird dann ja auch wegfallen und dann wird auch das Wohngeld neu berechnet vermute ich ...
    Ich habe nur angst das wir dann wieder in die Aufstockung vom Jobcenter angewiesen sind , solange bis ich nichts habe an Arbeit. (was auch noch so ein Punkt ist , ich würde gerne arbeiten um meine Familie zu unterstützen , da sagte mir meine SPFH ich müsste erstmal zuhause alles in Ordnung haben und stark genug sein das Familienmanagment zu führen , dann könne ich auch an einem Job denken .... Naja ..)


    Ich hoffe soo sehr das ich trotz der schlechten Nachricht es doch nicht allein geschafft zu haben weiter so lieben Zuspruch bekomme. Ich liebe meine Kinder über alles und aufrichtig und würde wirklich alles für sie tun und werde immer wieder aufstehen und an mir arbeiten ...


    Ich danke euch ..
    Liebe Grüße

  • Liebe LeJoLe,


    schön, dass Sie sich wieder bei uns melden, auch wenn der Anlass natürlich nicht unbedingt erfreulich ist. Ich kann verstehen, dass die aktuellen Eskalationen und die anstehenden Veränderungen wieder eine gewisse Unsicherheit auslösen, aber ich sehe die Situation derzeit weit weniger schwarz als Sie diese wahrnehmen.


    Es war nicht zu erwarten, dass sich die Probleme mit Lena einfach lösen lassen und dennoch sind Sie weiterhin am Ball geblieben, was absolut bewundernswert und für Ihre Tochter ein echter Glücksfall ist. Dennoch ist gerade zum Schuljahresende vor allem bei Kindern, die neben emotionalen und sozialen Schwierigkeiten auch in der Schule Defizite entwickeln, die Luft einfach raus. Sie können die aktuellen Spannungen also tatsächlich als eine Art natürliche Dynamik solcher Probleme betrachten. Und es ist doch absolut nichts dagegen einzuwenden, dass Sie sich telefonischen Beistand gesucht haben, um mit der Situation fertig zu werden. Es müssten viel mehr Eltern zu einem solchen Rückzug in der Lage sein, denn das verhindert oftmals die letztendliche Katastrophe. Nichtsdestotrotz bin ich der Überzeugung, dass tatsächliche Veränderungen der gesamten Situation absolut notwendig sind, um die gesamte Familie emotional zu entlasten.


    Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn das Kind in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben wird. Tatsächlich werte ich das als immense Stärke, denn es gehört einiges dazu, offen zu sagen, dass man Probleme hat, die innerhalb der Familie nicht zu lösen sind. Und Lena scheint die Auszeit ja auch selbst zu wollen. Sie haben also nicht im Geringsten versagt, sondern leisten im Gegenteil sehr viel zum Wohl Ihrer Tochter. Auch das ist in vielen Familien keine Selbstverständlichkeit, dass die Eltern ihr elterliches Recht auf Aufenthaltsbestimmung hinter den aktuellen Erfordernissen im Sinne des Kindeswohls anstellen. Gehen Sie also bitte nicht zu hart mit sich selbst ins Gericht.


    Den richtigen Zeitpunkt für ein solches Gespräch gibt es vermutlich nicht. Ich denke aber, dass die gefundene Lösung durchaus tragbar ist. Ansonsten hängt der Umzug in die Pflegefamilie während der gesamten Ferien wie ein Damoklesschwert über der Familie. Aber versuchen Sie relativ neutral in das Gespräch zu gehen, denn nach dem Wunsch Ihrer Tochter nach einer Auszeit zu urteilen, halte ich es nicht für unwahrscheinlich, dass sie den vorübergehenden Umzug als neue Chance für Ihre Familie sieht.


    Die finanzielle Angelegenheit sollten Sie aber unbedingt bereits im Vorfeld klären, denn auch wenn das natürlich nicht im Zentrum steht, so sind die wirtschaftlichen Dinge für eine Familie doch auch wichtig. Ich denke die zuständige Ansprechpartnerin beim Jugendamt kann Ihnen sicher Auskunft darüber geben, wie die Unterbringung in einer Pflegefamilie denn bei Kindergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld zu würdigen ist.


    Mich würde allerdings noch interessieren, warum es mit der KJP bisher noch nicht geklappt hat. Vor allem jedoch möchte ich Ihnen Mut zusprechen. Sie sind eine starke Frau, die auch die größten Hürden nicht scheut, wenn es um das Wohl Ihrer Familie geht. Und manchmal ist eine vorübergehende Trennung einfach auch eine Chance, wieder zu einem glücklichen Familienleben zurückzufinden. Genau diese Chance haben Sie erkannt und versuchen sie zu ergreifen. Dafür sollten Sie sich niemals schämen!


    Viele Grüße
    Tanja

  • Vielen Dank ... ich kann es nur immer wieder nur betonen wie dankbar ich über solche Worte bin , das ich mich aber auch gewiss nicht darauf ausruhen werde.


    Das mit der Auszeit das Lena sie selber wollte , da war kurz vor den Ferien .. da war Sie dann ja 2 Wochen bei Ihrer Patentante , wollte aber auch wieder nach hause. Wir hatten erst 1 Woche vereinbart und haben zusammen mit Schulpädagogin und auch der Tante ein Geführt das wir noch um eine Woche verlängert haben , das hat meine Tochter nur schwer akzeptieren können , aber da hatte ich das erstmal das Gefühl das ich mich wirklich durchgesetzt habe und das trotzdem liebevoll und ohne schlechten Gewissen.
    3 Tage bevor sie wieder nach hause kam merkte ich schon beim Telefonieren (wir hatten tägl. 10min telefonieren ausgemacht) das Sie um jeden Preis wieder nach Hause wollte und Ihre kleine Mauer die sie bei der Tante aufgebaut hatte kaum noch standhalten konnte (zickerrein , durchsetzten , machtkämpfe).


    Als Lena wieder zuhause war ging das erst wieder etwas Theater los , aber die Ferien fingen an und Lena wurde immer ausgeglichener und wie gesagt momentan hat sie zwar mal drollige 5 min. aber es gibt keine größeren Machtkämpfe.
    Bisher kam auch nichts mehr zu Sprache von Ihr das sie wieder eine Auszeit wolle , aber denn noch meinte das JA das man vorbeugen sollte und erst heute beim Gute Nacht sagen und schmusen sagte Lena .. ach schön momentan wie Lieb ich bin nä Mama ? .. Ja süße das ist wirklich schön und ich strich ihr über die Stirn .. dann meinte Sie , Ja ich habe den Druck nicht wegen Schule und so ...aber wenn die Schule wieder anfängt dann wieder.
    Meine Tochter kann sehr gut reflektieren , das meinte schon damals die Kinder Psychologin bei der Lena ja knapp ein Jahr war (sie konnte aber schließlich nicht mit Ihr arbeiten weil Lena sich nicht öffnete) Ich weiß ehrlich gesagt nicht was es in Ihr auslösen wird wenn sie es erfährt. Das müssen wir jetzt leider abwarten und es ist die Hölle Ihr in die Augen zu sehen mit dem wissen das Sie bald nicht mehr "da" ist ..Unsere JA Sachbearbeiterin ist ab nächste Woche im Urlaub das macht das ganze nicht leichter um meine ganzen Fragen die nach dem Gespräch erst alle aufgekommen sind zu klären. Die Kinder sind vormittags ja auch hier und da hab ich wirklich keine Möglichkeit für ein ruhiges Telefonat. Da bleibt nur die SPFH an die ich mich wenden kann , sie wird mir auch Bescheid geben wenn eine Pflegefamilie gefunden wurde.Der Grund weswegen des mit KJP noch nicht losgegangen ist , ist die Warteliste. Lena steht seit 2 Juni auf der Liste von einem akut Platz wurde mir eher abgeraten weil es dann nun doch noch nicht so akut gewesen sei , das die akut Plätze der Ambulanz für Kinder seien die schwere Misshandlungen erlebt haben oder soizit gefährdet sind. Das ist ja nun wirklich fern ab von das was Lena betrifft. Uns bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten... seufz ...

  • Ich habe eben mit meiner SPFH telefoniert , weil ich das einfach nicht mehr ausgehalten habe .
    Sie erzählte mir das sie gestern erfahren hat , das keine Bereitschaftsfamilie gefunden wurde und das somit erstmal doch alles so bleibt wie es ist.
    Und wenn es das nächste mal wieder kracht , das Lena dann doch ins Kinderschutzhaus kommt ...
    Ähm .. das ist wie eine Achterbahn bin einem Lopping nach dem anderen.
    Ich bin natürlich einerseits froh das Lena nun doch bei uns bleibt , aber die Angst und der Druck sind nach wie vor da.

  • Liebe LeJoLe,


    oh, das ist ja wirklich eine Überstürzung der Ereignisse und ich bin etwas überrascht darüber, dass diese doch sehr wichtige Info Sie nur durch Zufall und auf Ihre Nachfrage hin erreicht hat.


    Das Kinderschutzhaus ist natürlich eine Option, wenn gar nichts mehr geht. Aber eben nur ein Notfallplan genauso wie die Notaufnahme in die KJP. Ich glaube, wenn die Sachbearbeiterin vom JA aus ihrem Urlaub zurück ist, ist ein erneutes Gespräch unabdingbar. Es ist ja schwierig jetzt einfach abzuwarten, bis der ultimative Super Gau passiert. Ich denke, man könnte von offizieller Seite vielleicht nochmals in der KJP auf die Dringlichkeit hinweisen. Oder aber über das Jugendamt mal schauen, welche Hilfen noch zur Verfügung stünden, die nicht so weitreichend wie Pflegefamilie sind, aber doch intensiver als die SPFH. Hier haben die einzelnen Bundesländer verschiedene Konzepte, ich kenne es von uns hier, da gäbe es zum Beispiel die integrative Familienhilfe oder die so genannte Clearingstelle, das sind für mich zwei Ansatzpunkte, die ich mir in Ihrer Situation als hilfreich vorstellen könnte. Aber wie gesagt, es muss nochmal ein Gespräch her, damit eine echte Alternative zur Pflegefamilie gefunden wird.


    Aber nochmal meinen absoluten Respekt davor, wie souverän Sie mit dieser Situation und den getroffenen Entscheidungen umgehen!


    Viele Grüße
    Tanja

  • Hallo ,


    Da bin ich mal wieder und ich habe heute um so mehr das Gefühl hier schreiben zu wollen und zu müssen als je zu vor.


    Lena ist nicht in eine Pflegefamilie gekommen , denn es wurde (gott sei dank) keine gefunden so knapp.
    Die Sommer Ferien verliefen dann auch recht gut , Lena war mit Ihrer Schwester auf einer Ferien Freizeit und auch sonst waren nicht die großen Eskalationen wie sonst immer.


    Den Schulwechsel auf die weiter führende Schule hat Lena auch super geschafft und hat sogar Anschluß in der neuen Klasse gefunden.


    Aber nach wie vor immer wieder Thema die Streitigkeiten , die Machtkämpfe und die Eskalationen Zuhause.
    Oft kam es dazu das Lena sogar auf Ihre Schwestern los ging wenn etwas nicht nach Ihren Willen lief.


    Letzten Donnerstag ( ich habe jeden DO: Schulgespräche (Schultraining)) hieß es von Lena Sonderschulp. das es mit der KJP noch immer dauern würde.( Die Sonderschuldp. arbeitet auch in der KJP und konnte somit ein Auge darauf werfen was die Wartezeit betraf.)
    Sie betonte aber das Sie dort nochmal etwas Druck gemacht hat , wie wichtig das für Lena und die gesamte Familie wäre.


    Am Donnerstag Mittag hatte ich dann eine Mailbox Nachricht auf dem Handy und ich fiel aus allen Wolken.
    Guten Tag hier die KJP .. es geht um Ihre Tochter ... Am Montag den 6.10 wollen wir Sie aufnehmen , .. bitte um Rückruf...


    Ja und nun ist meine große Maus da .. mit einem weinenden und einem lachenden Auge ..
    Ich stelle mir die ganze Zeit schon die Frage .. musste es wirklich soweit kommen? , warum habe ich es damals nicht schon besser gewusst? vielleicht hätte ich das dann verhindern können ..


    Meine Tochter war völlig gelassen und cool ..
    Als es hieß , so nun ist Verabschiedung , .. konnte es ihr so schien es , gar nicht schnell genug gehen ..
    Sie hatte den Eindruck gemacht , das alles okay ist bei Ihr ..
    So ist es ja besser , als würde Sie da stehen mit dicken Tränen .. so war es auch für mich einfacher meine Gefühle im Zaum zu halten.


    Und das schöne noch .. alle 3 Tage sehen wir uns :-) .. können Abends telefonieren ..


    Ich merke nur immer wieder wie wichtig es ist das auch ich Therapeutische Hilfe habe , aber die Wartelisten auf denen ich stehe sind lang , aber aufgeben tue ich nicht.


    Nun sind meine anderen beiden Kinder dran , bzw nun lernen wir den Focus auf alle drei Kinder in gesunden Portionen gleichmäßig zu verteilen.

  • Hallo LeJoLe,


    ich möchte hier nun auch die Gelegenheit nutzen, mich bei Ihnen für Ihre große Offenheit zu bedanken. Ich finde es sehr mutig von Ihnen, wie offen und wie offensiv Sie mit Ihrer sehr verfahrenen Situation umgehen.
    Ich möchte wie meine Kolleginnen betonen, dass ich sehr gut finde, wie sehr Sie sich um Ihre Familie und auch um Ihre Ehe sorgen. Sie scheuen sich überhaupt in keinster Weise, Verantwortung zu übernehmen und auch nicht, "Fehler" (die zutiefst menschlich sind!) einzugestehen. Dennoch geht es mir ähnlich wie Tanja und ich sorge mich um Sie. Wann und wie kümmern Sie sich um sich selbst in all der turbulenten Zeit, die ja nun schon über einen sehr langen Zeitraum sehr zugespitzt verläuft und dementsprechend extrem an Ihren Kräften zehrt?! Sicherlich ist es ein guter Gedanke, dass Sie sich selbst auch therapeutische Unterstützung holen. Doch ich bin mir sicher, dass Sie in der Zwischenzeit auch andere Wege und Methoden finden können, um sich selbst etwas Gutes zu tun.
    Was macht Ihnen selbst Freude, was tut Ihnen gut? Wie lassen Sie auch mal für ein kleines Weilchen Ihre "Seele baumeln", um neue Kraft zu schöpfen?
    Machen Sie Sport? Üben Sie Yoga, autgenes Training, Tai Chi oder Qi Gong? Gehen Sie vielleicht an bestimmte Tagen einfach mal eine halbe Stunde oder Stunde ganz alleine spazieren im Grünen? Entspannen Sie bewusst in all dem altäglichen Wahnsinn? Gibt es ein Hobby, mit dem Sie Kraft schöpfen können? Ich denke, neben einer therapeutischen Beratung wäre dies sicherlich sehr sehr hilfreich und wohltuend, um wieder so richtig bei sich selbst anzukommen.
    Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten solcher Präventionskurse/-angebote. Fragen Sie doch mal nach ;)


    Was mir auffällt ist, dass Sie nach wie vor sehr mit Ihrem schlechten Gewissen kämpfen, ein Thema, dass sich durch Ihre gesamten Schilderungen wie ein roter Faden zieht. Es ist sehr gut nachvollziehbar, dass Sie sich Vorwürfe wegen der Entwicklung mit Lena machen, doch wem nutzt dieses Denken? Ich bin mir sicher, dass Sie stets Ihr bestes gegeben haben und ja, dieses "Beste" war mit 19 Jahren, als sie zum ersten Mal Mutter wurden, vermutlich ein anderes "Bestes" als heute. Aber das heißt NICHT, dass Sie schuld sind. Und Sie sind gewiss KEINE Rabenmutter!
    Sie machen sich so viele Gedanken und Sorgen und Relektieren sich und kämpfen um das Wohl Ihrer jungen Familie wie eine Löwin! Sich nun Vorwürfe zu machen, ob Sie diesen Klinikaufenthalt hätten verhindern können, nützt niemandem und schadet Ihnen selbst. Und Sie werden diese Frage auch niemals beantworten können und selbst wenn, werden Sie Vergangenes nicht mehr ändern können, mal ganz pragmatisch gesprochen. Was wichtig ist, ist das Heute, das Hier, das Jetzt!


    Ich stelle mir die ganze Zeit schon die Frage .. musste es wirklich soweit kommen? , warum habe ich es damals nicht schon besser gewusst? vielleicht hätte ich das dann verhindern können ..


    Meine Tochter war völlig gelassen und cool ..
    Als es hieß , so nun ist Verabschiedung , .. konnte es ihr so schien es , gar nicht schnell genug gehen ..
    Sie hatte den Eindruck gemacht , das alles okay ist bei Ihr .


    Beeindruckend finde ich ja, dass Ihre Tochter selbst ausgeprochen hat, dass Sie eine Auszeit braucht. Das bedeutet, dass sich Lena um sich selbst sorgt. Vielleicht ist ihre Essstörung bereits so weit fortgeschritten, dass sie da einfach nicht mehr alleine rauskommt und genau dies auch in ihrem Inneren weiß. Ich finde es klasse, dass sich Ihre Tochter helfen lassen will, dass Lena den Mut hat, diesen Schritt zu gehen. Da erkenne ich gewisse Parallelen zu Ihnen als Mutter. Denn auch Sie suchen verzweifelt nach Unterstützung und schämen sich nicht dafür. Das ist ein Zeichen von Mut und wahrer Größe!


    Vielleicht wäre es sogar gut, wenn Lena und Sie sich nicht jeden 3. Tag sehen, zumindest nicht über den gesamten Therapieverlauf hinweg. Lena braucht eine Auszeit und das hat sie ja auch klar gesagt. Ich bin mir sicher, dass Sie gemeinsam mit ihr einen guten Weg finden werden, wie oft sie dann tatsächlich Besuch haben möchte, denn Lena wird sich während dieser "Auszeit" intensiv mit sich selbst auseinandersetzen dürfen und auch müssen.


    Ich finde es sehr wichtig, dass Sie sich bewusst machen, dass Ihre Tochter sich verändern will, dass sie selbst auch sehr unglücklich ist, so wie es bisher lief! Sie hat sich nun auf den Weg gemacht und das ist doch großartig.
    Und Sie selbst sollten nun auch den ersten Schritt unternehmen und sich um sich selbst kümmern, unabhängig von der Zusage eines Therapieplatzes. Denn so können Sie nun auch neue Kraft schöpfen und vielleicht auch wieder mehr Zeit mit Ihrem Mann verbringen, also wieder mehr eine Ehe führen und nicht nur Eltern sein ?! ;)


    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles alles Gute und bin gespannt, wie Ihre Geschichte weitergeht.


    Herzlichst
    Klara

  • Hallo ..


    Mir brennt es zunehmend zu schreiben , ..


    Lena ist nun seit knapp 2 Monaten in der KJP und ich muss gestehen , es läuft alles viel viel besser als vorher.


    Wir haben täglichen Telefonkontakt , sehen uns Mittwochs für ca 4-5 Stunden und von Samstag auf Sonntag schläft Sie zuhause.


    Zwischen Ihr meinen Mann und mir gibt es weitaus weniger Konflikte und wenn dann sind diese doch recht schnell gelöst.
    Zwischen den Geschwistern ist es nach wie vor angespannt und es gibt da leider noch viel Ärger.
    Es ist so , das die Therapeutin nun angewiesen hat , das eine andere Therapeutin mal eine Geschwister Therapie Stunde mit Lena und Jolina (8J) macht. , denn zwischen den beiden ist es ab schwierigsten.
    Einfach mal um zu sehen wie die beiden so gemeinsam sind , beobachtet von einer Fachperson.


    Des weitern zeigt Lena in der KJP keine großen Auffälligkeiten laut der zuständigen Therapeutin und den PDE´s (Erzieher/Pfleger auf der Station).
    Also das was im Rahmen unserer Familie und auch im Bekanntenkreis sowie auch bei der Sonderschulpädagogin des Schultrainings an Auffälligkeiten zu merken war , ist in der KJP kein Thema.


    Ich habe 14 Tägig Gespräche mit der Frau L vom Schultraining. Und die große Fragezeichen ist , wie geht es weiter nach der KJP?
    Am 6 Januar wären die 12 Wochen die angesetzt sind für so einen Block vorüber.


    Ich für meinen Teil und da muss ich einfach ehrlich sein , habe ganz große Angst vor diesen Fragezeichen.
    Ich habe Angst das ich es nicht schaffe meiner Tochter das zu geben was Sie als Bedingung benötigt um die Schule gut machen zu können und überhaupt Ihr eine gute Basis für Ihre Zukunft zu geben.
    Bisher hat Sie es nicht zugelassen und meine Angst ist einfach das es nach wie vor so sein könnte.
    Meine Beweggründe sind einfach auch die Gespräche mit Frau L.
    Sie ist die die an meiner Tochter ansatzweise so dich dran war/ist wie ich es bin und Sie kennt die Probleme und die ganzen Sorgen um Lena herum,
    Hinzugekommen ist das Lena in den letzten 8 Wochen um die 4 Kilo wieder zugenommen hat. Mir wurde zwar am Anfang gesagt das die KJP kein Schwerpunkt auf die Ernährung hat der Kinder und das mit einer evtl. Zunahme des Gewichts zu rechnen wäre , aber ich bin doch sehr besorgt ... ich musste Ihr nun sogar Klamotten von mir mit in die KJP geben Größe 40 .. mit 12 Jahren .. knapp 62Kilo .. 5 mehr , dann hat Sie mein Gewicht , bei einer Größe von 1,52cm.


    Mit Frau L. kam dann wieder das Thema Wohngruppe auf.
    Wie ich dazu stehe und überhaupt.
    Zugegeben es fällt mir nicht leicht , aber ich will doch nur das beste für meine Kinder .. aber ich weiß eben auch nicht ob WG wirklich das beste ist ..
    Heute Morgen bei dem Termin haben wir bzw Frau L. aufgeschrieben was mich da alles so beschäftigt , welche Fragen ich mir stelle und was ich glaube was eine WG insgesamt machen würde.


    Also Fakt ist , ich würde allein mit der Entscheidung stehen , ich habe das alleinige Sorgerecht und sowohl mein Mann als auch der Erzeuger sind gegen eine Fremdunterbringung.
    Alleine diese Tatsache würde mich ganz sicher dazu bringen das ich des Frieden Willens weich werden würde (insofern man von weich werden überhaupt reden kann ?( :( ) und würde gegen die WG entscheiden.


    Das schrieb Frau L auf und fragte , abgesehen von diesem Aspekt .. angenommen ..


    OK , .. Ich konnte ja nur spekulieren .. merkte wie sehr ich mich mit diesen Thema auseinandersetzten musste . Ich möchte an dieser Stelle erwähnen das ich Frau L. für sehr kompetent halte und keinesfalls für eine Person die eine schnelle Lösung her haben will. Sie hat sich bereits sehr für meine Tochter und für uns als Familie eingesetzt und die Gespräche waren mir bisher immer sehr bedeutsam , auch wenn sie vom Schultrainig ist , kam es mir mehr wie eine SPFH vor ..


    Ich benannte meine Spekulationen ..


    Die Geschwister könnten zu ruhe kommen , .. es wäre Struktur und Sie könnten sich darauf verlassen , dann und dann ist Lena da und Zeit mit Ihr ..
    Ich hätte so auch die Möglichkeit so wie jetzt wo Lena noch in der KJP ist mehr auf die 2 anderen einzugehen .. Aber wenn man sich entscheidet Mutter von 3 Kindern zu werden , dann muss man ja auch dafür irgendwie sorgen und kämpfen das man auch 3 Kindern gerecht wird. ..
    Oh ich merke gerade das ich das hier ausweite .. das habe ich so alles Frau L. gar nicht gesagt , weil es erst jetzt bei mir kam .. Naja es hätte Ihren Zettel auch gesprengt ..


    Bei Lena würde es sicher ganz viel machen , .. zum einen wird es Sie hart treffen , denn Sie freut sich ja wieder nach Hause zu können (da waren wir an einem Punkt an dem Frau L. und Ich ziemlich gleichzeitig der Auffassung waren , das Lena genau weiß die KJP ist nur eine gewisse Zeit , so kann ich meine Fassade meine Mauer aufrecht erhalten , das schaffe ich .. da lass ich doch nicht in mir herum Bohren... Lena hat es bei der Ambulanten Therapie damals ja genau so gemacht , da habe ich das nur nicht so gesehen.
    Nichts desto trotz , Lena wird es vielleicht den Boden unter den Füßen wegreißen wenn es heißt Du kommst in eine WG , natürlich müsste man da gut vorbereitet ran gehen , wenn dem so wäre... um es Ihr vernünftig zu sagen..
    Aber was könnte es auf langer Hinsicht mit Ihr machen? .. Vielleicht lernt sie besser Strukturen bzw nimmt Sie dort besser an? .. Teamplay und das einhalten von Regeln ? ...


    Ich schreibe das alles nicht weil ich mir erhoffe dadurch eine bessere bzw einfacher eine Entscheidung zu treffen , so weit ist es auch noch nicht.
    Es soll in den kommenden Wochen eine Große Runde stattfinden.
    KJP , JA , SPFH , Frau L und die Eltern um dann gemeinsam nochmal alles zu besprechen.


    Nur dadurch das ich versuche mich damit auseinander zu setzen , kommen halt auch Fragen auf ..
    Mein Mann hat unteranderem die Sorge das uns viel Geld von wenig Geld abgezogen wird , wenn unsere Tochter in eine WG kommt.
    Gott , natürlich ist das das kleinste Übel .. aber ich glaube ich muss das hier gar nicht erwähnen , das mir klar ist das es nicht ums Geld an sich geht. In einigen Foren wird man angefeindet wenn man Fragt wieviel Geld abgezogen wird wenn ein Kind Fremd untergebracht wird ..
    Aber irgendwie ist es doch klar wenn man das Thema vor sich hat , das man sich da schlau machen will..Ich verstehe meinen Mann ja auch ...


    Wir haben das Einkommen meines Mannes , Kindergeld+Zuschlag und Wohngeld. Logischerweise fällt das Kindergeld und ich denke mal auch der Zuschlag dann für das betreffende Kind weg , aber wie es dann mit Wohngeld aussieht , da habe ich keine Ahnung und habe auch nichts gefunden bisher was da die Frage meines Mannes beantwortet.


    Oh nun habe ich wieder so viel geschrieben ..
    Jetzt muss ich meine Kleine von der Kita abholen ..


    Liebste Grüße und eine schöne Adventszeit wünsche ich von Herzen!


  • Hallo JeLoJe,


    vielen Dank für Ihren ausführlichen Bericht und die vielen Informationen über die Entwicklungen seit Ihrem letzten Besuch hier im Forum. Ich kann Ihre vielen Fragezeichen, die gerade im Raum stehen, gut nachvollziehen. Und man kann deutlich den Druck spüren, der auf Ihnen lastet und den Sie sich selbst auch en ganzes Stück zum Einen selbst auferlegen und zum Anderen auch von Außen bekommen. Denn da sind Ihre eigenen Sorgen und Wünsche, dann sorgen Sie sich um Lena und deren Wohl, um das Wohl der anderen beiden Töchter, darum, wie Ihr Mann denkt und welche Entscheidung er von Ihnen erwartet und und ....
    Ich finde es sehr schön, dass Sie sich so gut aufgehoben fühlen bei der Schulpsychologin und dass Sie dort so große Unterstützung finden.


    Und doch verstehe ich ein paar Dinge, die Sie schreiben nicht und habe nun auch so meine "Fragezeichen":


    Ich erinnere mich, dass es Lenas Entscheidung und Wunsch war, diese Therapie zu machen. Warum sollte sie das tun, wenn sie sich dann dort angeblich komplett verstellt? Oder schwingen hier Ihre Enttäuschung und das durch die Vorgeschichte mit Lena entstandene Mißtrauen ihr gegenüber mit?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lena dies tatsächlich tut. Sicherlich wird sie die vielen Auseinandersetzungen anders sehen und auch anders schildern, als Sie selbst das täten, aber das liegt einfach an der subjektiven Wahrnehmung, die wir nunmal alle haben und außerdem daran, dass wohl niemand ganz ungeniert über seine extremen "Ausraster" erzählen will.


    Ich finde es klasse, dass sich Ihre Tochter helfen lassen will, dass Lena den Mut hat, diesen Schritt zu gehen. Da erkenne ich gewisse Parallelen zu Ihnen als Mutter. Denn auch Sie suchen verzweifelt nach Unterstützung und schämen sich nicht dafür. Das ist ein Zeichen von Mut und wahrer Größe!


    Es ist sicherlich sinnvoll, sich keine Illusionen zu machen, dass nach dem Klinikaufenthalt alles gut und schön ist wie im Märchen. Ich finde es gut, dass Sie sich mit Unterstützung der Schulpsychologin ernsthaft Gedanken über das weitere Vorgehen machen und abwägen, was am Besten für alle Beteiligten ist.


    Dennoch fände ich es grausam, Lena nach dem Klinikaufenthalt vor vollendete Tatsachen zu stellen, dass sie fremduntergebracht werden soll. Sie können davon ausgehen, dass Lena sich definitiv durch die Therapie verändert hat, in irgendeiner Form findet unf fand hier Veränderung statt. Und was spräche dagegen, ihr eine Chance zu geben, wieder nach Hause zu kommen. Immerhin war es ja Lenas Wunsch, in die Klinik zu gehen.


    Wäre es vielleicht ein Gedanke, eine ambulante Anschlusstherapie zu organisieren, denn bei Lena ging es doch auch um eine Essstörung und Sie schreiben ja, dass die Klinik diesen Schwerpunkt nicht hat und Lena dort noch mehr zugenommen hat.
    Vielleicht wäre eine entsprechende Kur auch eine Idee. Denn Lena sollte dringend dieses Thema bearbeiten.
    Essstörungen haben eine starke Auswirkung auf das persönliche Befinden, köperlich, geistig und auch seelisch. Und so lange Lena diese Essstörung nicht überwindet, wird sie - in welcher Form auch immer - weiter Probleme haben und anecken. Und von selbst ohne professionelle Hilfe wird sich diese Essstörung kaum auflösen, auch nicht, wenn Lena in eine Wohngruppe zieht.


    Ich kann gut verstehen, dass Sie große Angst davor haben, dass es in Ihrem Familienalltag nach Lenas Rückkehr dann genau so anstrengend und nervenzermürbend weitergeht, wie vor der Therapie. Aber seien Sie sicher: Diese Therapie hat Lena verändert, sie ist nicht mehr genau dieselbe wie zuvor und das sollten Sie sich bewusst machen. Auch Sie selbst sind nicht mehr genau dieselbe wie zuvor. Wir verändern uns stetig, entwickeln uns weiter, machen Erfahrungen, lernen.
    Wichtig finde ich, sich dies bewusst zu machen und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen.


    Wäre es denn auch noch ein denkenswerter Gedanke, zu überlegen, ob es Sinn macht, dass Lena die Schule wechselt?
    So hätte sie tatsächlich eine neue Chance und könnte "neu anfangen".


    Sie sind eine "Löwenutter", die für Ihre Kinder kämpft und sich sehr stark für deren Wohl einsetzt. Es ist erstaunlich, zu sehen, wie gut durchdacht sie an Dinge herangehen, wie viele Gedanken und Überlegungen Sie treffen, ehe Sie sich entscheiden wollen. :)


    Schade finde ich, dass es stark danach klingt, als hätten Sie von Ihrem Mann wenig Rückhalt und Unterstützung. Sie schreiben, er sei gegen eine Fremdunterbingung. Und das klingt zwar nach einem klaren Standpunkt, aber es wirkt auf mich auch so, als würden Sie an dieser Stelle etwas allein gelassen.


    Und trotz und gerade wegen all Ihrer Gedanken und Sorgen: Haben Sie denn inzwischen auch für sich selbst etwas gefunden, was Ihnen guttut, wo bzw. wodurch Sie Kraft schöpfen können?
    Was gönnen Sie sich selbst, um sich gut um sich selbst zu kümmern, in all der turbulenten Zeit???
    Es stand im Raum, dass Sie sich selbst psychologische Unterstützung holen wollten. Ist das noch aktuell?
    Denn so sehr Sie die Hilfe der Schulpsychologin schätzen, so geht es doch an dieser Stelle um Lena und nicht um Sie selbst als Mensch, als Frau, Ehefrau und Mutter.


    Ich freue mich auf Ihre Antwort - und wünsche Ihnen Kraft und Mut, auf Ihr Herz zu hören!
    Klara

  • Vielen Dank Klara , Ihr Zuspruch tut einfach sehr gut.


    Heute war "die große Runde". 8 Personen ( Die Therapeutin der KJP , Jugendamt , SPFH , Schultraining , Lehrkraft der KJP und wir mein Mann und ich) saßen in einer Runde.
    Ich brauche eigentlich nicht erwähnen das ich sehr sehr angespannt war , da ich ja bereits ahnte was kommen würde.


    Aber zunächst hat uns die Therapeutin gesagt das Sie und die PDE´s zusammen mit der Oberärztin im Gespräch waren und über eine vorzeitige Entlassung nachdenken. Ihre Worte waren auch , es sei der Krankenkasse gegenüber nicht mehr zu rechtfertigen warum Lena den Platz noch benötigt. Im Stationsaltag sei Lena nicht auffällig nimmt Strukturen und Regeln gut an. Und in den Einzelgesprächen mit Lena sei auch nichts was dort so noch bearbeitet werden könnte , da Lena zb noch nicht bereit ist auf das Vater bzw Väter Thema einzugehen bzw nicht bereit ist darüber zu reden ...


    Ok das war so ein bisschen nen Schuß vorm Bug , weil es am 25.11 noch hieß das eben eine vorzeitige Entlassung nicht im Raum steht und das die 12 Wochen angepeilt werden, Ich wusste davon ja nicht , aber anderseits freue mich auch darüber denn Lena ist über Weihnachten so mit komplett zuhause.


    Wieder einmal wird mir klar Bewusst das die Probleme innerhalb der Familie zu hause verankert sind.


    Dann wurde das Wort an die Lehrkraft der KJP weiter gegeben und dann zum Schultrainig SPFH und an uns als Eltern .. Ich war da nicht mehr in der Lage objektiv zu sein und konnte meine Emotionen auch nicht verbergen.


    Schlussendlich wurde über eine Fremdunterbringung entschieden. So schwer es mir auch fällt die Empfehlung kam von mindestens 4 Parteien .


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    Und doch verstehe ich ein paar Dinge, die Sie schreiben nicht und habe nun auch so meine "Fragezeichen":
    Ich erinnere mich, dass es Lenas Entscheidung und Wunsch war, diese Therapie zu machen. Warum sollte sie das tun, wenn sie sich dann dort angeblich komplett verstellt? Oder schwingen hier Ihre Enttäuschung und das durch die Vorgeschichte mit Lena entstandene Mißtrauen ihr gegenüber mit?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lena dies tatsächlich tut. Sicherlich wird sie die vielen Auseinandersetzungen anders sehen und auch anders schildern, als Sie selbst das täten, aber das liegt einfach an der subjektiven Wahrnehmung, die wir nunmal alle haben und außerdem daran, dass wohl niemand ganz ungeniert über seine extremen "Ausraster" erzählen will.

    Zitat

    Lena hatte im Sommer die "Phase" das Sie eine Auszeit wollte , oder Sie fing damit an uns zu drohen .. Ich gehe ins Kinderschutzhaus , ich will hier nicht mehr sein. Das mit der KJP war anfangs für Lena nicht so ganz einfach und so richtig war Sie davon nicht "überzeugt. Ich bin der Meinung bzw habe das Gefühl das Lena genau weiß es handelt sich"NUR" um eine bestimmte Zeit des Aufenthaltes in der KJP und Sie hat die power eine Fassade aufrecht erhalten zu können. Heute erst hat der Leher von der KJP der Lena gerade einmal 8 Wochen kennt , absolut meine Tochters Wesen auf den Punkt gebracht, Ich war so Sprachlos , als Er Lena beschrieben hat .. gar nicht negativ gemeint .. im Gegenteil .. Ich kann das gar nicht so gut beschreiben wie er es tat. Jedenfalls meinte Er dann das Lena sehr darauf bedacht ist den Erwachsenen zu gefallen und der Kontakt ist Ihr wichtiger als der zu gleichaltrigen Kindern. Ich frage mich ... das ist kein Grund für die KJP ??? ... Naja ..

    Zitat

    Mhmm irgendwie klappt das hier gerade nicht so wie ich das möchte , schreibe immer noch im weißen Kästchen. Entschuldigung dafür. Ja natürlich bin ich auch nach wie vor bei mir , also ich bin nach wie vor dran einen Therapie Platz zu finden , den brauche ich wohl dringender als je zuvor.

    Zitat
  • Hallo JeLoJe,


    das sind ja Neuigkeiten, dass mir selbst die Worte fehlen. Was ich gut finde, ist, dass durch den Aufenthalt von Lena in der KJP Bewegung entsteht, auch wenn diese vielleicht nicht die Bewegung und Entwicklung/ Veränderung ist, die Sie sich als Mutter gewünscht haben. Dennoch: Es kommt etwas in Bewegung, es verändert sich etwas an der sehr kräftezehrenden und nervenzehrenden, so verfahrenen und angespannten Situation mit Lena. :)


    Sie schreiben, dass Lena fremduntergebracht werden soll. Wissen Sie hierzu schon Näheres?
    Wie geht es Ihnen denn nun mit dieser Entscheidung?
    Weiß Lena auch schon Bescheid?


    Manchmal ist es ja so, dass uns das Leben Entscheidungen, vor denen wir uns selbst scheuen, abnimmt und plötzlich jemand anderes diesen Schritt übernimmt, so wie Sie das mit dem Gespräch erlebt haben.
    So hart es ist, so groß ist doch auch die Chance, die in dieser bevorstehenden Veränderung liegt.


    Ich finde es gut, dass Sie nach wie vor selbst auf der Suche nach einem Therapieplatz für sich selbst sind. Vielleicht haben Sie nun, da eine Entscheidung getroffen wurde, die Kraft, diese Suche zu forcieren? Es ist wichtig, dass Sie sich nun auch gut um sich selbst kümmern und gut für sich selbst sorgen. Haben Sie denn bereits mit Ihrem Hausarzt gesprochen, dass er Sie entsprechend an einen Psychologen/ Therapeuten weiterschickt? Meines Wissens kann man dann bei seiner Krankenkasse eine Liste mit Therapeut/innen in seiner Umgebung anfordern -ich hoffe, ich bin da noch auf dem aktuellen Stand.
    Ich schicke Ihnen hier mal einen Link zu weiteren Informationen zu: http://www.therapie.de/psyche/…bezahlt-die-krankenkasse/


    Ich wünsche Ihnen alles Gute!
    Klara

  • Ja die aktuelle Therapie Liste habe ich und ich stehe auch bereits schon auf einigen Wartelisten drauf,


    Vielen dank dafür.


    Sie schreiben, dass Lena fremduntergebracht werden soll. Wissen Sie hierzu schon Näheres?
    Wie geht es Ihnen denn nun mit dieser Entscheidung?
    Weiß Lena auch schon Bescheid?




    Nein wir wissen dazu noch nichts näheres , unsere Sachbearbeiterin vom Jugendamt kümmert sich jetzt darum und gibt uns dann Rückmeldung.
    Mir geht es nicht so gut , ich glaube es wäre schlimm wenn es mir dabei gut gehen würde. Lena weiß es noch nicht. Gestern haben wir Telefoniert und Sie wusste das eine Termin war mit einer größeren Runde und Sie wollte natürlich genau wissen was da gesprochen wurde , aber ich sagte Ihr das es erstmal ein Gespräch unter Erwachsenen war und das Sie mit einbezogen wird wenn es soweit ist und nannte Ihr ein Zeitraum von evtl 2 Wochen.
    Lenas Therapeutin der KJP hat uns angeboten zusammen im Abschlußgespräch Lena davon zu erzählen , denn Sie sagte auch , das es gut vorbereitet sein muss damit Lena eben nicht zu sehr in sich zusammen bricht.



    Ich habe Angst vor diesen Tag , aber es nützt ja nichts. Ich frage mich natürlich auch die ganze Zeit ob das wirklich richtig ist , den die Bindung zwischen Lena und mir ist sehr stark , aber ich musste merken das sie auch vielleicht auch zu stark ist , so das ich kaum Luft habe ... ach es ist einfach furchbar der Gedanke und diese ganzen Sorgen und Ängste ..
    Und das so kurz vor Weihnachten .. Aber da muss ich als Mutter jetzt durch , ich muss mir immer wieder vor Augen halten das es um die Kinder geht .. Das ist das wichtigste ..

  • Hallo LeJoLe,


    ich drücke Ihnen die Daumen, dass sie nicht mehr lange warten müssen, um Unterstützung zu bekommen, ganz für Sie selbst.


    Wie Sie sich Lena gegenüber auf deren Nachfragen hin verhalten haben, finde ich sehr gut und unglaublich wertschätzend und diplomatisch. Ich denke, Sie haben diese Situation sehr gut gelöst! Schön finde ich auch, dass Sie Unterstützung seitens der KJP erhalten können, um Lena die Entscheidung gut vorbereitet mitzuteilen.
    Was ich für Sie und Lena wichtig finde ist, dass Sie sich bewusst machen, dass diese Entscheidung der Fremdunterbringung zum Einen defintiv Bewegung und Veränderung in die sehr belastende Vorgeschichte und Familiensituation bringt und dass es zum Wohle aller Beteiligten so entschieden wurde - UND dass es zwar ein großer Schritt ist, aber dass dieser nicht für die Ewigkeit sein muss und auch nicht sein wird.


    Die Fremdunterbringung soll ja nicht aufgrund einer Kindeswohlgefährdung geschehen, wie dies meist der Fall ist (Verwahrlosung, häusliche Gewalt etc.) , sondern weil die Situation mit Lena einfach so extrem verfahren ist, dass nicht nur Sie und Lena, sondern auch die Geschwister und Ihr Mann darunter leiden.


    Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft!
    Sie schaffen das - und Lena auch!


    Klara

  • Hallo ...


    Nun sind ca 5 Wochen vergangen seit meinem letzten Post.


    Meine Tochter ist seit dem 3 Januar in der WG. Wir haben einen Tag vor Weihnachten erfahren das ein Platz gefunden wurde und das es schnell los gehen wird mit dem Umzug.
    Eine Achterbahn der Gefühle ...


    Ich glaube das ich eigentlich gar nicht erwähnen muss wie schwer uns das allen gefallen ist , aber jetzt ist es eigentlich gut. Nach wie vor gibt es Momente an denen ich am Boden zerstört bin , aber dann meist recht schnell wieder positive Gedanken bekomme.
    Das liegt höchstwahrscheinlich auch daran das ich jetzt auch etwas für mich gefunden habe. Ich habe bei der Diakonie in meiner Nähe einen Therapie Platz gefunden.
    Und Lena ist in der Stadt geblieben ganz in unserer Nähe und Kontakt haben wir auch. Das macht das ganze erträglicher.


    Ich bin so froh und dankbar für diese Chance und hoffe so sehr das sich alles zum guten entwickeln wird.


    Jetzt kann ich Schritt für Schritt an allen Baustellen die ICH habe arbeiten und dabei trotzdem an meine Kinder denken und Sie weiterhin in Ihrer Entwicklung begleiten und meinen mütterlichen Pflichten erfüllen.


    Ich muss natürlich noch reinwachsen in die neue Situation , aber ich bin sehr zuversichtlich das ich das jetzt auch gut schaffen kann und auch werde.


    Vielen Dank für die tolle Unterstützung hier im Forum , ich werde dem Forum hier gewiss treu bleiben!!!

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  • Hallo LeJoLe,


    willkommen zurück! Wow, das sind ja in der Tat große und auch großartige Veränderungen und Entwicklungen! :)
    Was ich sehr schön finde ist, wie zuversichtlich Sie wirken.
    Sie haben sicherlich recht damit, dass dies eine wunderbare Chance für Sie und Ihre Familie ist. Dass Sie diese nutzen wollen und nutzen werden, da bin ich mir sicher ;)


    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie weiterhin alles Gute!!!


    Herzliche Grüße
    Klara

  • Ein liebes Hallo ...


    Ich melde mich mal wieder und möchte mir ein bisschen was von der Seele schreiben.


    Lena ist nun schon 9 Monate in der WG !!! Meine Güte , so beängstigend wie die Zeit rennt. Mehr und Mehr spüre ich das es genau die richtige Entscheidung gewesen ist. Ihr letztes Zeugnis also das Sommer Zeugnis hatte einen 2,6 durchschnitt. Keine 4 keine 5 keine 6 ... Ich bin mächtig stolz. Sie hatte ja das erste Schulhalbjahr fast komplett gefehlt durch die KJP und so wurde das Zeugnis nicht bewertet und nun das super Zeugnis.
    Sie hat es natürlich sich selbst zu verdanken ,denn Sie hat immer wieder bei den Fächern die kleine Kurve bekommen , so das sich die Leher dann doch immer für die bessere Note entschieden haben. Das Schultrainig ist nun beendet. Es wurde dort und gemeinsam mit den Lehrkräften entschieden das Lena keine Testung mehr benötigt , Lena könne den Hauptschulabschluss wunderbar meistern , es läge an Ihrer Einstellung und Leistungsbereitschaft.


    Da liegt denke ich nun in der 6 Klasse das Problem. Denn leider ist Ihr Verhalten gegenüber anderen und sich selbst nicht wirklich besser geworden. In der WG hat Sie sich einem Mädchen angeschlossen welches kein guter Umgang ist. Die Betreuer haben schon mehrmals mit beiden Mädels darüber gesprochen.
    Lena lässt sich leider viel mehr negativ als positiv beeinflussen und da steht Sie sich selbst im Wege.


    Kurz zu mir. Ich mache ja nun endlich seit Februar eine Therapie. Ich gebe zu das nicht gleich von Anfang an "Lena" mein Hauptthema war , liest sich gerade doof , weiß nicht wie ich es anderes formelleren könnte.
    Es gab noch andere Themen die mich am Anfang sehr beschäftigt und vereinnahmt haben. Vielleicht war ich aber auch noch nicht bereit tiefer in das Thema einzudringen ..
    Jetzt aber weiß ich das ich darüber reden will und auch muss .. Montag habe ich wieder einen Termin.


    Es geht darum konsequent zu sein , nicht jedes Drama von Lena mitzumachen .. so hat es Ihr Bezugs Betreuer gesagt.
    Lena akzeptiert nach wie vor kein NEIN und als Beispiel mal das war am Mittwoch , es war Einschulung von unserer kleinen und Lena kam zum Kaffee am Nachmittag.


    Sie sollte um 18 Uhr wieder in der WG sein. Es war dann irgendwann 17 Uhr. Lena saß mit uns am Tisch und Ihre kleine Schwester Leonie saß neben Ihr. Ich fragte Lena bzw beide , wollte Ihr beide nicht noch ein wenig Zeit miteinander verbringen? So am Handy das ist doch nicht schön. Leonie freute sich Ohja Zeit mit der großen Schwester.
    Lena starrte nur aufs Handy schaute mich nicht an als ich mit Ihr sprach und ich ermahnte Sie , Lena gucke mich bitte an wenn ich mit dir spreche , lege das Handy weg. Sie hörte nicht und ich sagte es noch einige male und das hat es mir gereicht.
    Ich nahm Ihr das Handy einfach weg und das ging es los ...


    " Ey geb mir sofort mein Handy wieder , das ist mein Eigentum ... wenn du mir nicht sofort mein Handy wieder gibst .. " schrie Sie mich an. (Ich kenne diese Situationen ja nicht erst seit diesen Moment , aber ich merkte auf einmal wie sicher Ihr mir war das ich das nun durchziehen muss um Lena die Grenze zu zeigen , um Ihr klar zu machen das ich so von Ihr nicht behandelt werden möchte. Ich erinnere Sie wird bald 13)


    Ich sagte Ihr Lena ich möchte das Du jetzt deine Sachen nimmst und in die WG fährst , Sie schrie weiter so das ich ganz ruhig nicht durchkam , ich wurde auch etwas lauter aber wählte meine Worte bedacht.


    Sie akzeptierte es natürlich nicht und stand dann letztendlich bitterlich weinend vor der Tür , ich lies Ihr natürlich auch die Möglichkeit das sie sich vernünftig von Ihren Schwestern verabschieden darf , aber auch das ignorierte Sie und schrie und weinte und flehte mich an.
    Ich sagte Ihr das ich das gerne ohne Anruf in der WG lösen wollen würde , sie mir aber keine andere Wahl lässt. Dreimal sagte ich Ihr dieses und das rief ich an. Sie bliebt vor der Tür.
    Der Bezugs Betreuer meinte es sei genau richtig und ich müsse es nun durchziehen. Mittlerweile war auch ich am weinen , es brach mir das Herz ... aber ich musste Lena doch endlich mal deutlich machen das ich konsequenzen auch durchziehen muss. Es geht nicht um irgendwas banales .. es geht um Lenas Zukunft darum das Sie gestärkt durchs Leben geht.... Ihr wisst hoffentlich was ich meine?


    Nun der Betreuer sagte ich solle Ihr nun sagen das ich mit Ihm geredet habe und das Er auf Lena in der WG wartet und solle dann die Tür zu machen. Sie saß noch 15min da .. klingelte dann nochmals , mein Mann ging hin und redete dann nochmal mit Ihr , ich weiß aber nicht genau was ich war in der Küche , wie hatten ja noch Besuch ..
    Dann erlaubte Ihr mein Mann das sie nochmal rein rufen darf zum tschüß sagen und dann fuhr sie auch los,


    Ca 1 Stunde später rief Lena an und enschuldigte sich für Ihr Verhalten und ich nahm das auch an und sagte Ihr das es beim nächsten mal auch so laufen wird , aber mit ruhiger und liebevoller Stimme ..aber auch so das Lena merkt das ich es ernst meine.


    Später am Abend telefonierte ich dann nochmal mit dem Betreuer , ... Es ist so das ich oft einfach so unsicher bin und dann passiert es das ich eben nicht konsequent bin. Was ist richtig? was ist falsch? was ist zu streng? was ist unpassend für die jeweilige Situation? ...


    Nun dafür so hoffe ich ist meine Therapie genau das richtige ...

    --- I'll be strong, I will fight for everything I love, I'll never give up! ---

  • Hallo LeJoLe,


    Sie haben Recht, es ist manchmal verrückt, wie schnell die Zeit vergeht.
    Ich freue mich sehr für Sie, dass Sie für sich gut sorgen und sich nun sogar einen Therapieplatz gesucht haben. Und diesen Platz haben Sie ja für sich gesucht und damit ist es völlig in Ordnung, wenn es um Sie selbst geht und nicht wieder nur im Lena ;) . Schön finde ich auch, dass Sie selbst spüren, dass es eine gute Entscheidung war, dass Lena in die WG gezogen ist und Sie sehen es ja sogar an ihren Noten, dass sie sich verändert hat.


    Die Situation, die Sie beschreiben, als Lena zu Besuch war, haben Sie sehr klar und konsequent gemeistert. Das klingt für mich zumindest so. Bleiben Sie dran, üben Sie sich in dieser liebevollen Konsequenz! Und manchmal muss man dann auch "hart" sein, denn nur so ist und bleibt man auch klar. Ich finde es richtig, dass Sie Lena verdeutlicht haben, dass Sie selbst respektvoll behandelt werden möchten und dass es Regeln gibt, die auch für Lena gelten. Schön finde ich auch, dass Sie als Familie und auch mit der WG an einem Strang ziehen und sich gegenseitig informieren und unterstützen. Damit wird der Rahmen, den Sie Lena vorgeben wollen, noch klarer. Liebe bedeutet nicht, dass man immer nur lächelt und immer nur liebe Worte spricht. Liebe ist auch, Grenzen aufzuzeigen, damit einen Rahmen zu geben, der wiederum Sicherheit gibt, Ich-Botschaften zu geben, klar und auch konsequent zu sein.


    Weiter so! Kümmern Sie sich gut um sich selbst und üben Sie sich weiterhin in dieser liebevollen Klarheit und Konsequenz.


    Alles Gute
    Klara

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