Zähne putzen

  • Hallo ihr Lieben,


    ich bin seit heute Morgen wieder total am ende mit den Nerven.
    es klappt einfach nicht mit dem Zähneputzen, Meine tochter ist 5,5 Jahre alt,
    zu beginn war alles noch ganz ok, sie putzt sich nie alleine die Zähne, sie sagt sie muss brechen ich soll ihr helfen (ich putze ja immer auch noch nach) aber es geht garnix mehr ,ich muss sie ständig mit Gewalt fest halten und das gibt ein geschrei morgens und abends. im Kiga nach dem Mittagessen kann sie es auch super toll (hatte schon ein gespräch mit der erzieherin und sie kann es auch nicht verstehen das es im Kiga gut klappt) sie meinte nur ich solle dran bleiben ja mach ich ja. die nachbarn müssen schon denken ich misshandel mein kind so laut wehr sie sich gegen das Zähneputzen.
    Habe schon so alles versucht, das ich es spieliersch mache das ich ihr und sie mir die zähne putzt ne geschichte daraus machte, das hilft höchstens 1 tag dann wieder theater. habe andere Zahnpasta andere bürste etc, war mit ihr bim Kinderzahnarzt war alles ok soweit nur etwas karies schon. habe ein Zahnmousse bekommen ach gott garnicht daran zu denken das das funktioniert. ich weiss nicht mehr weiter.
    Könnt ihr mir einen rat geben?

  • Hallo Mamamary,


    das klingt wirklich anstrengend und unbefriedigend. ;(


    Überraschend finde ich, dass es Ihrer Tochter im Kindergarten gut gelingt, die Zähne zu putzen. Was ist dort anders? Liegt es daran, dass sie mit anderen Kindern zusammen putzt? Haben Sie Ihre Tochter mal gefragt, warum sie im Kindergarten die Zähne putzt und nur zu Hause nicht? Übernachtet sie manchmal bei der Oma/dem Opa und wenn ja, wie funktioniert es dann? Putzt sie sich im Kindergarten alleine die Zähne? (Dann wäre die Behauptung, dass sie beim Zähneputzen brechen muss, ja nicht zu erklären.)


    Sie haben ja schon eine Vielzahl an guten Ideen ausprobiert. Es ist schwierig, die optimale Lösung zu finden, da ja alle Kinder unterschiedlich sind, und auch nicht eindeutig klar ist, warum Ihre Tochter nicht putzen will.


    Mir sind beim Lesen ihrer Schilderung folgende Ideen gekommen, vielleicht ist da etwas für Sie dabei?


    • Bücher zum Thema Zähneputzen lesen: In solchen Büchern wird den Kindern erklärt, warum Zähneputzen wichtig ist. Ich würde allerdings abschreckende Symbole vermeiden, in denen Bakterien und ähnliches als fiese Monster dargestellt werden.
    • Handpuppe/Kuscheltier: Manche Kinder reagieren in diesem Alter eher auf das, was das Lieblingskuscheltier einem sagt, als auf das, was Erwachsene von einem wollen. Das Kuscheltier kann dann auch gleich mitputzen, möglicherweise auch eine ganze Reihe an Tieren und Puppen (wie im Kindergarten)
    • elektrische Zahnbürste: Kinder finden elektrische Zahnbürsten manchmal spannend.
    • stressige Situation durchbrechen: tägliche Zähneputzkämpfe sind für Sie und das Kind stressig. Die Abneigung gegen das Putzen kann sich dadurch verfestigen. Vielleicht kann eine andere Person vorübergehend das Zähneputzritual übernehmen.
    • Deal: Wenn Ihre Tochter morgens nicht die Zähne putzt, bekommt sie keine Süßigkeiten (oder andere zuckerhaltige Lebensmittel). Für einen solchen Deal müssen Sie ihr natürlich den Zusammenhang zwischen Zucker und Zähnen erklären, damit sie verstehen kann, worum es geht. Wenn Sie die Zähne geputzt hat, bekommt sie auch wieder Süßes.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Anne


  • Liebe Anne,


    danke für Ihre schnelle Nachricht, dabei hätte ich wieder in Tränen ausbrechen können denn das alle haben wir schon versucht:
    ich hatte ruhige und leise Gespräche mit meiner Tochter warum es im Kiga klappt sie sagte sie hat dort keine elektrische zahnbürste sonden ne normale,(wobei wir immer wieder zu hause tauschen zwischen normaler und elekt,) das hat aber auch nicht gefluppt nach dem ich ihr wieder die normale gab.


    Sie übernachtet selbten bei Oma da gehts gut einigermassen aber Oma schaut da glaub ichnicht so wirklich nach.


    Deal mit Süssem scheitert genaus so.


    ich weiss mir keinen Rat mehr.
    Ps hatte am sonntag mit ihr ausgemacht das wir im Badezimmer einen schönen zettel hängen und bei tgsl guten Zähneputzen wird ein smilie drauf gemalt bei 5 smilies bekommt sie eine überraschung
    am 1, tag nicht geklappt heute der 2. tag auch nicht geklappt und dann ging das theater erst richtig los.
    Sie will einen smilie ohne Zähneptuzen und ende vom lied wieder arg festhalten damit sie die zähne putzt bis zum Kigaweg hat sie geheult und ich dann schweissgebadet und nervenendend zur Arbeit.

  • Hallo Mamamary,


    sie zeigen wirklich grosses Engagement. Die Idee mit dem Smileysystem fand ich hervorragend. Sie probieren alles aus, was Ihnen einfällt, was Ihnen vielleicht geraten wurde oder was Sie an Tipps gelesen haben. Das ist sehr beachtlich und da können Sie stolz auf sich sein, auch wenn dies bisher keine Verbeserung der Situation gebracht hat.


    Ich nehme aber auch wahr, dass Sie sehr verzweifelt und mit den Nerven am Ende sind.


    Mir stellte sich beim Lesen Ihrer gestrigen Antwort die Frage nach der Priorität und den kurz- und langfristigen Lösungen.


    Nicht nur Sie leiden, auch Ihre Tochter leidet zweimal am Tag und Ihrer beide Tage starten unschön. Die eine Seite ist die Zahngesundheit Ihrer Tochter, die andere Seite ist die seelische Gesundheit von Ihnen beiden. Zweimal täglich zu "kämpfen" ist auf Dauer auch für die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Tochter nicht wirklich förderlich.


    Deshalb eine Idee (für die mich wahrscheinlich alle Zahnärzte verurteilen werden :S !), die Priorität vorübergehend nicht bei der Zahngesundheit, sondern bei der seelischen Gesundheit von Ihnen und Ihrer Tochter zu sehen. Ich will nicht dafür appellieren, nicht mehr Zähne zu putzen!!! Aber vielleicht können Sie eine Verabredung mit dem Kindergarten treffen, dass Sie morgens dort die Zähne putzt, denn dort klappt es ja. Abends könnte man sie vielleicht ein wenig "pfuschig" putzen lassen (so wie bei der Oma) in Kombination mit entsprechendem Verzicht auf Süßes und/oder in Kombination mit einem Zahnpflegekaugummi.


    Sie würden damit vorübergehend die belastende Situation durchbrechen, könnten Ihre Tage entspannter beginnen und haben vielleicht Zeit und Energie gewonnen, heraus zu finden, warum das Putzen für Ihre Tochter so furchtbar ist, oder nach einer gewissen Zeit der Beruhigung funktioniert das Putzen auch wieder reibungslos (denn Sie schreiben ja, dass es früher keine Probleme gab. Fällt Ihnen eigentlich ein Auslöser ein? Irgendeine Idee, was passiert ist, dass sie plötzlich nicht mehr putzen will?).


    Es kann auch sein, dass Ihre Tochter es unangenehm findet, wenn sie morgens als einzige im Kindergarten erst mal Zähne putzt und es dann vorzieht, wieder zu Hause zu putzen.


    Was denken Sie über diese Idee? Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu hören.


    Anne

  • Hallo Anne,


    vielen dank für Ihr Lob das tut mal gut, ja ich versuche tatsächlich alles.
    Und nun kommt der Knaller.
    Gestern abend war wieder theater mit Zähneputzen und auch baden sie hasst es zu baden und duschen aber es muss ja auch sein sie hat dazu noch Neurodermitis und der Kampf mit eincremen ist auchnoch vorhanden aber das nehme ich hin .


    Heute morgen ganz in ruhe mit ihr gesprochen, das wir uns jetzt mit allem drum und dran fertig machen, Zähneputzen waschen haare kämen etc ich versprach ihr wenn das klappt heute alles bekommt sie 2 smilies sie freute sich ich blieb immer bei ihrim Bad (wie immer) , und es klappte, ich sagte zu ihr zeige mir mal wie du das im Kiga machst ich lobte sie ganz dolle.


    und es hat heute morgen alles geklappt ich war so stolz auf die maus wir drückten uns etc ich sagte ihr mehrmals wie toll sie das machte und lobte sie, und sagte: ICH möchte das das jetzt immer so bleibt weil es für uns viel schöner ist ohne geschrei und theater , sie sagte jaaaa.


    ICH BIN GESPANNT AUF HEUTE ABEND ich werde berichten



    vielen vielen dank für ihre Hilfe
    ich bleibe immer dran
    PS das mit abends mal etwas schluddern lassen mit Putzen finde ich nicht so toll denn nicht dass sie sich daran gewöhnt.

  • Hallo Mamamary,


    da liest man förmlich die Freude aus Ihrer Schilderung heraus. Herzlichen Glückwunsch zu dem Erfolg. Besonders gut finde ich, dass Sie Ihre Tochter so überschwenglich gelobt haben. Auch die Idee, "zeige mir mal wie Du das im Kindergarten machst" finde ich eine tolle Idee.


    Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass es auch heute Abend gut gelingt, und morgen früh und morgen abend,... . (Und auch wenn es dann mal wieder ein Zwischentief geben sollte, Sie haben einen guten Anfang gemacht und Sie beide hatten einen ganz tollen Start in den Tag!)


    Viele Grüße,
    Anne

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