Sohn rebelliert mit 14 und macht komplett dicht

  • Hallöchen,

    Seit geraumer ZEIT muss ich mir mehr und mehr anschauen,wie mein Sohn mit 14 Jahren immer mehr "abrutscht" und ich hab das Gefühl völlig machtlos zu sein.Sobald ich im ruhigen Ton mit "Engelszungen" etwas sage,das es so nicht mehr lange weiter geht,rastet er komplett aus und ist so Voller Zorn und Aggressionen.Ostern rum fing es an,dass er Nachts immer wieder heimlich abhaute und ich ihn immer wieder erwischt habe,wobei ich ihm hinterhertelefoniert habe und sagte er möchte doch sofort nach Hause kommen.Seine Antwort nur"Ja gleich!" Und ich nein Sofort.Es verging Immer wieder Mindestens eine Stunde ,bis er dann endlich wieder kam. :rolleyes: Nach einigen Tagen schien alles wieder in Ordnung,er hörte und war pünktlich zu Hause.Doch seit knapp 2 Wochen wurde es wieder richtig schlimm,er redet kaum noch ein Wort mit mir und bleibt nächtelang bei einem Freund einfach weg,wobei ich dazu sagen muss er sieht älter aus mit 14 Jahre und alle seine Freunde sind 16-19jahre und er scheint sich ein großes Beispiel an ihnen zu nehmen.Er fragt zwar vorher immer wieder "darf ich woanders schlafen",doch sobald ich sage,das ich es nicht möchte,haut er wütend ab und bleibt einfach weg.

    Zur Schule geht er,wenn sie denn mal ist,dich mittlerweile kam von der Lehrerin schon ein Anruf,das mein Sohn im Unterricht einschläft und pampig gegenüber den Lehrern ist.

    Er hat wirklich ein sehr gutes Elternhaus und bekam auch immer relativ viel materielle Dinge,er kann sich quasi überhaupt nicht beklagen. Ich bin wirklich eine sehr kulante Mutter,doch sobald ich im ruhigen Versuche eine Grenze zu setzen,erzeugt das Aggressionen und Wut in ihm.Sobald ich nicht das mache,was er möchte,bin ich bei ihm unten durch und er kommt nicht nach Hause. Was soll ich da bloß machen? ;(

  • Hallo, Luna! :)


    Oje, das sind viele Sorgen, die du da gerade hast.


    Was mir bei deinem Beitrag auffällt: Du warst und bist sehr kulant, schreibst du und ein "Nein" kann dein Sohn nicht akzeptieren. Er wird dann aggressiv und du bist "unten durch".


    --> Wurden in der Vergangenheit Grenzen gesetzt oder wurde das eher vermieden, weil er dir sonst "böse" sein könnte? Meiner Meinung nach brauchen Kinder dringend Grenzen und Konsequenz. Das kann man ab der Pubertät schwer "nachholen", aber unmöglich ist es nicht...


    Daher mein erster Ratschlag: Deine Einstellung! Du bist keine "böse/nicht kulante Mutter", wenn du Grenzen setzt, vor allem, wenn sie dem Wohl deines Kindes dienen. Die Situation (du wirst belogen, dein Vertrauen wird missbraucht, er begeht eine massive Grenzverletzung durch das Hinausschleichen in der Nacht) ist keine, die "Engelszungen" erfordert (die ihm sowieso wurscht sind, wie es scheint), sondern eine deutliche Grenzziehung deinerseits.


    Mein zweiter Ratschlag: Die Konsequenz!


    --> Wenn sich dein 14-jähriger nachts rausschleicht, verstößt er gegen das Jugendschutzgesetz - so einfach! Wenn du das weißt, ist es an dir, Schritte einzuleiten, auch wenn das sehr unangenehm für alle Beteiligten ist. Rein theoretisch (! --> über die Praxis entscheidest du) müsstest du - sofern du darüber Kenntnis hast und ihn nicht mehr erreichst - die Polizei informieren. Dass das eine Situation ist, die man vermeiden möchte, ist auch klar!


    Aber ich würde das/diese Info als Grundlage für ein Gespräch nehmen, sobald sich eine Situation ergibt, in der er "greifbar" ist. Ich würde ihm beinhart mit dem Jugendschutzgesetz kommen, mit meiner Verantwortung als Elternteil und dass - wenn alle Stricke reißen und er so weitermacht - das die einzige Konsequenz ist, die du setzen kannst. Und dann sind die Behörden involviert (was in Wirklichkeit ja niemand will - auch dein Sohn nicht). Es liegt dann an ihm, ob die Situation eskaliert oder er sich zähneknirschend an Vereinbarungen hält...


    Eines ist jedenfalls klar: Sobald ich weiß, dass mein 14-jähriger klammheimlich nachts um die Häuser zieht und sich in einem Dunstkreis aufhält, der aus viel Älteren besteht, BIN ich als Elternteil in der Verantwortung, auch wenn das sehr, sehr unangenehm ist. Aber nichts zu tun, kann im blödesten Fall auch rechtlich auf dich zurückfallen. Ich würde die in diesem Fall auch raten, zu einer Erziehungsberatungsstelle Kontakt aufzunehmen. Da kannst du dich auch noch einmal absichern, was rechtlich UND menschlich die richtige Vorgehensweise ist... Denn egal, wie alt er aussieht oder sich gibt. Er ist 14! Bei einem 16- oder 17-jährigen, der mehr oder weniger am Sprung ins Erwachsenenalter ist, würde ich die Sache weniger haarig sehen. Aber 14 ist einfach deutlich zu jung, um die Welt der Erwachsenen nachts "richtig" einschätzen zu können und Konsequenzen abzuschätzen. Nicht umsonst sieht das das Jugendschutzgesetz eben ähnlich und ist auch kulanter, was ältere Jugendliche angeht! ;) Erfahrungen sammeln - gerne! Aber nicht auf diese Weise!


    Ein letzter Tipp: Neben einer Erziehungsberatungsstelle wäre evtl. auch die Polizei selbst Ansprechpartner, um Information einzuholen. Meine Meinung: Je mehr Info man hat, desto eher kann man Strategien entwickeln. Außerdem: Durchs Reden kommen die Leute zusammen! Ich würde mich informieren (evtl. auch über die Erziehungsberatungsstelle), ob anonym Auskünfte eingeholt werden können, wie die Polizei in solchen Fällen verfährt/verfahren muss (also wenn du sie tatsächlich nachts anrufen musst). Das fällt ja durchaus unter "Prävention", vielleicht gibt es also tatsächlich auch von polizeilicher Seite die Möglichkeit der (anonymen) Beratung. Vielleicht weiß es aber auch die Erziehungsberatungsstelle...


    Alles Liebe und Gute! :)

  • Ich finde das sehr Interessant, Was du da schreibst Dani! Sicher bekommt Luna da ihre Antworten bei der Beratungsstelle, aber auch bei der Polizei. Sie kann dort direkt hingehen mit dem Jungen, das wird ihn vielleicht etwas erschrecken für den Anfang. Also, das was Dani da schreibt ist schon der richtige Weg.

    Wenn Luna dem Sohnemann mit dem Jugendschutzgesetz kommt, wird der Sprössling sagen:,, ist mir doch egal! " Ich kenne das, mein Sohn ist auch so! Ok, meiner macht sich Nachts nicht vom Acker, aber diese Gleichgültigkeit, dieses Freche, das Grenzen überschreiten, das kenne ich nur zu gut.


    Meine bedenken liegen in deinem Fall im Umgang den dein Sohn hat. 18/19 jährige sind ganz sicher nicht der richtige Umgang. Ich denke das sein Nachts raus schleichen damit zu tun hat.

    Hast du die Möglichkeit vielleicht bei den " Kumpels " anzusetzen, kennst du die überhaupt?

    Hast du Unterstützung vom Vater?


    Das ganze ist sehr schwierig, was ist wenn du abends die Haustüre abschließt und die Schlüssel mit ins Bett unters Kissen nimmst?

    Bitte sage uns wie du weiter vorgehen möchtest, wie es ausgeht.


    Wenn das meiner machen würde, ich würde ihm alles sperren was mit Internet zu tun hat und sein Handy einkassieren. Ich hätte auch kein Problem damit, ihn Nachts von der Polizei Heim bringen zu lassen.

  • Erstmal vielen lieben Dank für die sehr hilfreichen Tipps :) An einer Beratungsstelle habe ich mittlerweile auch schon gedacht,ich stehe im Moment auch mit seiner Klassenlehrerin in Verbindung und versuche mir dort auch ein wenig Rat einzuholen.Das mit dem heimlichen nächtlichen davon schleichen,war zum "Glück" nur kurz vor Ostern so und zog sich eine gute Woche,wobei er letztlich eingesehen hatte,dass es so nicht geht,aber seit knapp 2 Wochen hat er das bei seinem Freund übernachten für sich entdeckt und er sieht diesen Ort als Rückzug,wenn es ihm zu Hause zu "stressig" wird.Das ist das was mich so "nervt".Wenn ich konsequent sage"nein,du schläfst heute zu Hause" kommt er tatsächlich gegen 22-23uhr,aber ein ansprechen ist fast nicht möglich,da er sofort in seinem Zimmer verschwindet,um Gespräche zu vermeiden. X/ Ich sagte auch zu ihn,am Wochenende kann man gerne darüber sprechen woanders zu übernachten,nur nicht in der Woche,also ich versuche schon Kompromisse einzugehen,denen er auch irgendwo folgt.Jetzt hat eine neue Woche begonnen und er hat 2 Nächte zu Hause geschlafen und ich hoffe,das er sich wirklich an die Abmachungen in der Woche hält. :rolleyes: Ich halte ihm auch immer wieder vor Augen,dass er erst 14 ist und keine 16-18 und das,wenn er sich weiter so mir widersetzt,es unschöne Folgen haben kann,wie z.B. eine Familienhilfe und davor hat er noch großen Respekt und möchte nicht in solch einer Situation geraten.Zusätzlich hat er ja auch noch eine Schwester,im Alter von 2 Jahren,die auch noch ihre Aufmerksamkeit von uns braucht :)Der Papa zu meiner Tochter ist auch noch da,jedoch finden mein Sohn und er keinen richtigen Bezug zueinander und mein Partner ist durch seine Selbstständigkeit auch nur am Wochenende daheim.Die kleine ist relativ pflegeleicht und sobald sie um 19.30uhr zu Bett geht,hab ich mich immer mit meinem Sohn beschäftigt und ganz viele Gespräche geführt oder saß ganz viel im Distanzunterricht mit ihm zusammen und bin jede einzelne Hausaufgabe mit ihm durchgegangen.Das er sich also vernachlässigt gegenüber seiner Schwester fühlen könnte,ist hier auch nicht der Fall.Am Wochenende hat auch öfter der Papa die Kleine beschäftigt,damit ich für meinen Sohn Zeit hatte,doch im Moment möchte er kaum am Familienleben teilnehmen :rolleyes:

  • Der Vater von meinem Sohn ist absolut kein guter Ansprechpartner,denn der würde meinen Sohn wahrscheinlich eher noch bestärken:rolleyes: der größte Teil seiner Freunde sind 16-17 und ein einziges Mädel ist 19,auf der er extrem hört,warum weiß ich leider nicht.Ich hatte auch schon desöfteren Gespräche mit dieser Freundin um so an ihn ranzukommen,aber ich hab da son komisches Gefühl,das dieses Mädel "falsch" ist.Zu mir sagt sie z.B. sie sorgt dafür,dass mein Sohn pünktlich nach Hause kommt,aber insgeheim denke ich,dass sie ihn bestärkt,dass er sich doch mir widersetzt.Ja ich kenne den großen Teil seiner Freunde und habe schon mitbekommen,das fast alle "rebellieren"gegenüber ihren Eltern:(habe auch schon mit der einen oder anderen Mutter Kontakt aufgenommen,um auszutauschen.Da die Jungs von den Müttern jedoch schon 16 sind, kommt es mir so vor,als wenn es denen nicht mehr wirklich interessiert,was ihre Jungs machen.

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