Fussfehlstellung - Einlage oder nicht?

  • Hallo,


    was würdet ihr machen, wenn euer Kind schon seh auffällige Senk- bis hin zu Plattfuessen hat? Man sagt ja immer, es sei im Baby- und Kleinkindalter nicht ungewöhnlich, aber ich finde es optisch sehr ausgeprägt. Der Prthopaede sagt auf jeden Fall motorische Uebungen, über Einlagen wird irgendwie nirgends ein eindeutiges Urteil gefällt. Meine Sorge ist einfach, dass Fuß-, Knie- und Hueftgelenke bis hin zur Wirbelsaeule in Mitleidenschaft gezogen werden. Vll. kennt ihr auch schöne Uebungen fuer Kinder dazu...?


    VG

  • Hallo Piffi_k,


    nach meinen Informationen soll man nicht zu früh mit Einlagen u.ä. arbeiten.
    Bei Babys reicht sogar massieren. Wenn man dies bei jedem Wickeln macht,hat man erstaunliche Fortschritte und nach ein paar Monaten ist nichts mehr davon zu sehen.


    Speziell zum Senk-Plattfuß - den wir auch in der Familie haben, gab uns unser Kinderarzt ebenfalls den Tipp, ein paar motorische Übungen zu machen. Im Sommer viel Barfußlaufen, verschiedene Untergründe, im Sand wühlen, mit den Zehen Gegenstände greifen,...

  • Danke euch! Barfußlaufen ist eben so ein Priblem, wird in der Kita - wo sie ja die meiste Zeit am Tage ist - gar nicht unterstützt (Unfallgefahr) und andererseits ist es im Winter nicht so ideal. Da wir jetzt einen Garten haben, freue ich mich auf den Sommer, da wird's dann auch barfuß gehen. Meint Ihr Fussmassagen o.ä. helfen?

  • So ein Kindergarten-Fußboden bringt auch nicht so viel, denke ich.
    Aber ab Frühling schön im Garten rumlaufen und bis dahin ab und zu lustige Spiele mit den Füßen machen, z.B. einen Stift von einem Fuß zum anderen wandern lassen.

  • Je nach Größe des Kinderfußes kann ich Lederpuschen empfehlen. Unsere Tochter läuft damit seit fast 1,5 jahren in der kita und es gab noch keine beschwerden darüber. das ist immerhin dem barfußlaufen ähnlich. ansonsten gibt es auch barfußschuhe, die heißen bundschuhe und sind ebenfalls aus leder. müsstest du mal googlen, ob das was für euch sein könnte.

  • Danke für die Ideen und Hinweise, das schaue ich mir mal an. Die Stoppersocken waren verboten, weil die gerade in den Nassbereichen die Fuesse nicht vor Feuchtigkeit richtig schützen :-/ ich hatte das auch als erste Idee... Bitte komm endlich, Fruehling! ;-)

  • Ja, sagt der Arzt auch, auch Greifuebungen und Massagen, aber das laesst sich schwer im Alltag unterbringen und fuer regelmäßige Uebungen fehlt auf Dauer die Konzentration... jetzt mit Garten konnte sie viel barfuß laufen, der Orthopaede war mit der Entwicklung zufrieden :-)

  • Hallo,


    barfuß laufen ist super für gesunde Füße.
    Zu viel auf Zehenspitzen laufen ist dann eher wieder kontraproduktiv, da damit das Quergewülbe im Fuß überbelastet wird! Die ausgewogene Mischung machts.


    Gegenstände wie Murmeln mit den Zehen greifen ist toll. Fußmassage auch und dabei das Quergewölbe zwischen Groß- und Kleinzehballen massieren und ebenso das Längsgewölbe vom Großzehballen bis zur Ferse.
    Schleichen wie ein Indianer (das lieben Kinder!), laufen und von den Zehnen bis zur Ferse abrollen wie ein Tänzer und dann umgekehrt von der Ferse zu den Zehen. Stehen und dann ruckartig einen Fuß hochziehen wie ein Storch, der im Matsch feststeckt und das abwechselnd mit beiden Füßen. Das trainiert Quer- und Längsgewölbe.
    Versuchen, möglichst leise auf- und abzuhüpfen. Beim Laufen hüpfen. Im Stehen nur den großen Zeh anheben und dann alle Zehen heben, nur den großen Zeh auf dem Boden lassen. Fortgeschritten dann den großen Zeh und den kleinen Zeh am Boden lassen und die anderen Zehen anheben.


    Das kann man größtenteils super in den Alltag integrieren, z.B. auf dem Weg in und von der Kita nach Hause, beim Spaziergang und auch als Abendritual vor dem Schlafengehen (Fußmassage, Greifübungen).


    Viel Spaß beim Üben!
    Klara

  • Sowas MUSS man aber in den Alltag integrieren. Das Problem haben alle Eltern, egal ob Sprachschwierigkeiten, Fußfehlstellungen, Bewegungsstörungen oder was auch immer. Das lässt sich super integrieren, ohne dass es viel Zeit frisst. Z.B. morgens die Sachen zum Anziehen nicht mit der Hand aufheben, sondern mit dem Fuß.

  • Sowas MUSS man aber in den Alltag integrieren. Das Problem haben alle Eltern, egal ob Sprachschwierigkeiten, Fußfehlstellungen, Bewegungsstörungen oder was auch immer. Das lässt sich super integrieren, ohne dass es viel Zeit frisst. Z.B. morgens die Sachen zum Anziehen nicht mit der Hand aufheben, sondern mit dem Fuß.

    Ich gebe Ihnen absolut Recht, liebe Annike.
    Die tägliche Routine zu verändern, braucht Zeit und Geduld. Man verfällt schnell in die Muster, die vertraut sind und schon lange vorhanden. Da muss man sich eben geduldig umtrainieren... aber das geht - und lohnt sich sicherlich auch ;)


    Klara

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