Tochter muss fürs Abi lernen

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    • Tochter muss fürs Abi lernen

      Hallo ihr Lieben!

      Meine Tochter ist momentan dabei sich auf ihr Abitur vorzubereiten. Auf ihr lastet ein unheimlicher Druck und sie hat Angst die Prüfungen nicht zu bestehen. Vor allem in Deutsch und Mathematik hat sie momentan noch einige Probleme. Ich glaube zwar an sie, jedoch würde ich ihr gerne etwas helfen, um ihren Stress zu beseitigen. Im Internet habe ich nach guten Lernmaterialien gesucht, mit denen sie eventuell auch etwas effektiver arbeiten kann. Ich konnte früher zumindest je nach Erklärung der Materialien mal besser und mal schlechter lernen..

      Kann mir eventuell jemand bei der Auswahl helfen? Das wäre wirklich nett...

      Ich freue mich auf eure Antworten,
      Henrike
    • Hallo Hermina,

      herzlich willkommen im Forum und vielen Dank für Ihre Offenheit!
      Es ist sehr schön, dass Sie Ihre Tochter unterstützen wollen und ich selbst erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich mich selbst auf das Abitur vorbereitet habe.
      Dennoch denke ich, dass der Druck, der auf den jungen Menschen lastet, die Versagensangst, es womöglich nicht zu schaffen, in den letzten Jahren gestiegen ist.
      Ich kenne diese Lernmaterialien leider nicht und kann Ihnen somit hierzu keinen Tipp oder Rat geben.
      Was ich persönlich viel wichtiger finde, ist Ihre Aussage:

      Hermina schrieb:

      Auf ihr lastet ein unheimlicher Druck und sie hat Angst die Prüfungen nicht zu bestehen.
      Ich denke, dass dieser Druck, den sich Ihre Tochter verständlicherweise macht und diese enorme Angst, die damit einhergeht, ein Schlüssel sind. Wenn wir uns selbst unter Druck setzen, weil wir Angst haben, etwas nicht zu schaffen, befinden wir uns schnell in einer regelrechten Spirale der Angst...die Angst wird kontinuierlich größer und nagt an unserem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, läßt uns an uns selbst zweifeln, uns ver-zweifeln... und dann kann man vor lauter Angst und Befürchtungen nicht mehr "klar" denken, man verliert den Glauben an sich selbst und der Druck, den man empfindet, wird größer und größer.
      Ich weiß nicht, wie gut Ihre Tocher bisher in der Schule ist und war, ob sie sich "zurecht" Sorgen macht oder ob es nicht vielmehr der eigene Anspruch ist, der diesen enormen Druck verursacht oder vielleicht auch das schulische Umfeld, die Stimmung im Abiturjahrgang, die Lehrkräfte etc.
      Diese Frage müssen Sie sich beantworten.
      Dennoch denke ich, dass wir uns selbst oftmals unter Druck setzen, uns diesen Druck samt Angst selbst erschaffen.
      Ich frage mich, ob es sich nicht anbieten würde, zum Einen über dieses Thema "Druck machen" und "Angst vor Versagen" mit Ihrer Tochter ins Gespräch zu gehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, wie man diesen Druck zumindest ein Stück weit auflösen kann. Vielleicht ja mitunter durch einen entspannenden Ausgleich zum Lernen wie Joggen, Schwimmen, tanzen gehen, Yoga, Entspannungsübungen oder ab und zu eine Wellnessmassage. ;)

      Zudem wäre es möglicherweise eine gute Idee, wenn sich Ihre Tochter mit Mitschülerinnen und Mitschülern zum Lernen treffen würde, eine Art Lerngruppe, in der man gemeinsam unbeantwortete Fragen klären kann.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute!

      Ihre Klara
    • lernen ist echt so ne sache. ich hab auch meine prüfung zwei mal machen müssen weil ich beim ersten mal total falsch gelernt hab. hatte zwar die meisten texte auswendig gelernt aber nichts von dem verstanden. beim zweiten anlauf hab ich mich mit dem kram auseinander gesetzt und auch die prüfung geschafft. lernen ist wirklich nicht einfach. habs auch immer noch nicht so ganz raus und fang grade mit einem grundkurs in psychologie wieder an. lernen fällt mir bis jetzt noch nicht schwer. aber unterstützung zum lernen könnte ich jetzt auch nicht annehmen.
    • Das Lernen lernen

      Hallo Fruchtzwerg,

      Sie sprechen da ein wichtiges Thema an und zugleich das wichtigste Thema, wenn es um das Lernen geht:
      Lernen will gelernt sein! :D
      Und genau das wird in den Schulen in der Regel nicht vermittelt.
      Man soll und muss so vieles lernen, aber wie man den vermittelten Unterrichtsstoff in seinen Kopf und vor allem ins Langzeitgedächtnis bekommt, das wird leider in der Regel nicht gelehrt und das, obwohl es doch das Wichtigste überhaupt ist.

      Reines Auswendiglernen ist zwar möglich und wird von vielen Menschen nach wie vor mit großem Ehrgeiz betrieben, doch das Gelernte verstanden hat man dadurch noch lange nicht.

      Lernen soll Spaß machen, d.h. lernen muss positiv für uns besetzt sein.
      Dies gelingt Lehrern nicht immer. Die Kunst und Herausforderung ist leztlich, dass wir für uns den Lernstoff zu einem positiven, einem interessanten und spannenden Erlebnis machen.

      Dazu ist eine schöne, angenehme Lernatmosphäre wichtig: schöner, freundlicher Raum/ Umgebung, gut riechender/ duftender Raum, ausreichend Pausen, vielleicht auch angenehme Hintergrundmusik.
      (Ich selbst kann mich sehr gut bei Meditationsmusik und Walgesängen konzentrieren ;) ).
      Dann ist die Frage, welcher Lerntyp ich selbst bin, welche Art des Lernens mir am besten liegt.
      Lese ich und mache ich mir Randnotizen oder schreibe ich mir das Wichtigste auf einem Notizblock auf?
      Arbeite ich mit Farben, in dem ich farbig unterstreiche, bestimmte Zeichen verwende, um Wichtiges hervorzuheben? Hilft es mir, wenn ich Bildmaterial zum Thema anschauen kann (Illustrationen, Skizzen, Diagramme, Bilder, Fotos oder sogar Filmmaterial)? Hilft es mir, laut zu lesen oder leise für mich?
      Überlege ich mir Fragen zum Text und beantworte diese dann wie einen selbst verfassten Test?
      Ist es für mich hilfreich, wenn ich Mathematikaufgaben in den Alltag übertrage, d.h. dass ich mir Äpfel, Birnen, Autos etc. statt x und y und a vorstellen muss?
      Und am besten ist es letztlich, wenn man das Gelernte in eigenen einfachen Worten einer weiteren Person erklären kann.

      Jede und jeder muss für sich selbst herausfinden, welcher Methodenmix am besten paßt.
      Und genügend Pausen zu machen und dabei auch tatsächlich abzuschalten, ist ebenfalls enorm wichtig. Ebenso wie Wiederholungen beim Lernen.

      Ich freue mich über weitere Tipps und Anregungen, wie man zu einem genußvollen Lernen kommen kann!
      Danke.

      Ihre Klara
    • Hier ein paar leicht umsetzbare Tipps, die mir beim Lernen helfen:

      • viel Wasser trinken
      • besonders beim Auswendiglernen, bewege ich mich gern (laufe in der Wohnung auf und ab) und verfall sogar oft in einen Sing-Sang
      • bei Konzentrationstiefs gibt mir eine handvoll Nüsse oft nochmal einen Kick
      • gegen Ängste und für klare Gedanken 2 Tipps aus der Kinesiologie: 1. "Positive Punkte" aktivieren: einfach die Stirnhöcker (kleine Erhebungen etwa mittig zw. Augenbrauen und Haaransatz) mit den Fingern beider Hände halten und einige Sekunden/Minuten an die angstauslösende Situation denken. Bei mir funktioniert es rasend schnell, dass die Situation gar nicht mehr so bedrohlich wirkt und sich die Ängste minimieren. 2. "Gehirnknöpfe": Eine Hand auf den Bauch legen mit der anderen Hand die Punkte neben den Brustbein, unter dem Schlüssebein massieren oder halten und ruhig atmen. Mit den Augen einer gedachten, horizontalen Linie von links nach rechts folgen.
      • Unbedingt Pausen einlegen und sich in der Zeit wenigstens kurz an der frischen Luft bewegen.

      Viel Erfolg beim Lernen und

      toi-toi - toi fürs Abi!!! :thumbsup: