Braue dringend einen Rat....bin absolut hilflos....

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    • Hallo Gilfy,
      da bin ich nicht deiner Meinung, denn ich handele ja, Ich rede mit der Mutter, spreche mit dem Jugendamt, der Caritas Erziehungshilfe, usw. usw. Nur muss sie handeln, denn ich kann es nicht, da ich nicht erziehungsberechtigt bin.

      Wie gesagt, bei mir sind es immer einzelnen Punkte die mich aufregen und wo ich dann Angst um den Jungen habe.

      Jetzt ist es wieder seine (für mich empfundene) extreme Mediensucht.
      Werktags bis zu 10 Stunden am Computer und Smartphone (er kommt um 13:30 von der Schule mit Tüten voller Energydrings und Süßigkeiten) und spielt dann bis Mitternacht.
      Am Wochenende spielt er sogar bis 02:00 in der früh und verschläft dann natürlich am Montag die Schule.

      Das schlimme ist ja, sollte er doch mal auf die Toilette o.ä. müssen, dann hat er natürlich sein Smartphone vor den Augen und schaut diese (für mich asozialen) Youtube Filme wo man nur hört "ey Alter, ich fi### heute noch deine Mutter" und so..... :(

      Aber wahrscheinlich bin ich schon zu alt um so etwas zu verstehen, scheint ja normal zu sein.
    • Ja, das die Kids von heute so ein " auch für mich absoluter Quatsch " schauen ist normal, macht unser auch. Er ist noch 12. Aber und das ist hier bei uns der Unterschied, unser hat und bekommt keinen eigenen PC. Wenn er sowas also schaut, dann muss er es bei uns in der Stube und wenn er dann was schaut womit wir nicht einverstanden sind, sagen wir ihm das auch und er muss es weg machen, an sonsten kommt der PC aus. Natürlich hat er auch ein Handy. Aber er hat keine mobile Daten und von und bekommt er nur 1,5 Stunden Welan am Tag.

      Was ist eigentlich mit dem Vater von eurem Jungen, kümmert er sich nicht?
      Gibt es Großeltern, Tanten oder Onkel? Die könnten dich ja vielleicht unterstützen oder mit der Mutter reden!!!


      Es ist sehr schade, das der Junge sich selbst überlassen wird und seine Mom so gar keine Interesse an ihm zeigt. Sie muss doch selbst sehen das es so keine Lösung ist, was soll denn aus ihm werden???
      MfG Gilfy :saint:
    • Zu deine Fragen:

      Was ist eigentlich mit dem Vater von eurem Jungen, kümmert er sich nicht?
      Gibt es Großeltern, Tanten oder Onkel? Die könnten dich ja vielleicht unterstützen oder mit der Mutter reden!!!

      =) Der Vater wohnt 400km weit weg und hat selber 3+ Frauen und 4+ Kinder, um die er sich wohl auch wenig kümmert.
      Die anderen wohnen 630km entfernt und sehen die beiden auch nur max. einmal im Jahr. Und für die 2h kann er sich natürlich perfekt verstellen.


      Es ist sehr schade, das der Junge sich selbst überlassen wird und seine Mom so gar keine Interesse an ihm zeigt. Sie muss doch selbst sehen das es so keine Lösung ist, was soll denn aus ihm werden???


      =) Sie sagt halt nur: Das ist mein Baby, es soll ihm gut gehen.....
      Tja, was sol aus ihm werden..... das fragt sich jeder. Außer seiner Mutter, die sagt er wird Tierarzt wie sein Vater....
    • Tierarzt? Mit 5 und 6 auf dem Zeugnis? Ok!!!! Weiß die Mutter nicht das er dafür studieren muss, das mit 5 und 6 aber nicht klappt???
      Aus ihm wird gar nichts werden wenn sie das nicht in die Hand nimmt! Mama Hotel bis sie graue Haare hat, das wird dabei rauskommen. Er muss sich ja für nichts bemühen, um nichts kämpfen geschweige sich für etwas anstrengen.
      Das traurige ist, das der Junge nichts dafür kann, er lernt es ja nicht anders, ihm kann man nicht wirklich einen Vorwurf machen.

      Hat deine Frau keine Freundin die mal ihr die Augen öffnen kann?
      MfG Gilfy :saint:
    • Lieber Reisender!

      Manches, das du erzählst, klingt ganz normal nach Teenager (Ernährung, Youtube, Kleidungsstil,...), manches höchst bedenklich (Medienkonsum, Verhalten der Mutter gegenüber). In zweiterem Fall ist Handeln angesagt. Dass das ohne der Mutter nicht geht, steht außer Frage. Ein Aspekt ist natürlich, dass sie die Erziehungsberechtigte ist. Aber mir drängt sich immer mehr der Gedanke auf, dass das Verhalten des Kindes aus dem Verhalten der Mutter resultiert. Es wäre also an ihr, aktiv zu werden, um an einer Lösung beizutragen.

      Ist es denn möglich, die Mutter zu irgendeiner Form der institutionellen Hilfe zu "überreden". Solange sie nämlich nicht sieht, dass sie aktiv werden muss, wird sich wenig ändern, fürchte ich. Du schreibst, sie ist in der Forschung tätig. Das heißt, es muss zumindest ein gewisses Maß an Bildung und Reflexion vorhanden sein. Ist sie denn für logische Argumentation gar nicht zugänglich? Ich meine: "Er ist mein Baby, er soll es gut haben" ist schon ein wenig kurz gedacht, wenn das Kind non-stop vor Medien sitzt und zuschlägt?! Sieht sie das nicht, dass da etwas falsch läuft?

      Weil du schon mehrmals von Trennung gesprochen hast: Liebst du die Frau? Möchtest du mit ihr zusammenbleiben? (Den Sohn würde ich da einmal außen vor lassen, streng genommen hat er mit der Liebesbeziehung nichts zu tun)

      Das mit dem dritten Herzinfarkt klingt gar nicht gut! :( Tut mir leid! :( Das heißt, da geht es auch darum, dass du deine Grenzen wahrst und das Stresslevel zurückfährst, hm? Warum unterstützt dich deine Partnerin dahingehend nicht?

      Alles Liebe!

      (Und sorry, für die ehrlichen Worte. Aber manchmal ist es notwendig... Klar, wir kennen die Sichtweise deiner Partnerin nicht. Aber momentan klingt es so, als wäre sie recht wenig vorhanden. Das würden ihr Sohn und du aber wohl brauchen...)
    • Hallo Gilfy,

      das haben schon viele probiert.
      Sobald unsere Freunde etwas ansprechen, blockt sie ab und sagt nur das sie keine Ahnung von Kindererziehung haben, danach steht sie auf und geht einfach weg.
      Das Einladungsschreiben des Jugendamtes hat sie auch nicht angenommen, da sie zu denen sagt, die haben keine Ahnung und nehmen doch alle Drogen. Das Gleich wie zu den Lehrern und Rektoren in der Schule, da geht sie auch nicht hin.


      Hallo Dani,
      in meiner kommenden Kur werde ich mir das Thema noch einmal überlegen. Ich kann so auf jeden Fall nicht weitermachen und mein 200+ Blutdruck kommt nur durch die Sorge zum Kindes. Ich würde mich freuen wenn die Ärzte während der Kur noch einmal das Jugendamt informieren würden.

      Mir kommt es so vor als hätte sie Angst vor ihm, da sie ja auch am Wochenende weg ist und sich nicht mit ihm beschäftigt. Als wenn Sie wüsste das sie nicht mehr gegen ihn ankommt.

      Was mich halt wundert ist, dass die Kinder (13-17 Jahre) meiner Kollegen und Freunde alle ganz anders sind:
      -Pünktlichkeit
      -max. 2 h Medien
      -Viele Bücher
      -Perfekte Kleidung
      -keine Turnschuhe
      -Essen alles was auf den Tisch kommt
      -Widersprechen nicht
      -usw.
      -usw.
      Warum klappt das bei ihm nicht? Bzw. warum verlangt sie das nicht von ihm?

      PS: Heute will er nach der Schule zum Arzt und sich krankschreiben lassen (Privatpatient), da er keine Lust zur Schule hat (es kommen ja jetzt noch diverse Klassenarbeiten für das Zeugnis).
    • Hallo Reisender!

      Wenn die Mutter so dermaßen die Augen verschließt und abblockt, kann sich nichts bewegen. Du alleine wirst keine 180-Grad-Wende herbeiführen könnne, so gerne du es möchtest. Du - und vor allem der Junge - bist/seid auf ein Mindestmaß an Kooperation angewiesen. Das ist sonst leider, als würdest du gegen Windmühlen kämpfen.

      Eventuell ist es ratsam, der Frau einmal ganz deutlich zu erklären, dass *du* dir *so* deine Zukunft nicht vorstellst und sich etwas ändern muss?

      ---

      Ich möchte dich nicht desillusionieren, aber der Durchschnitts-Jugendliche entspricht wohl eher nicht der Kategorie der Kinder deiner Freunde und Kollegen.

      Warum ist (dir? euch?) der äußere Schein so wichtig? Warum ist adrette Kleidung wichtiger, als dass sich der Junge wohlfühlt? Jugendliche müssen ihren Platz in der Welt finden, experimenieren und provozieren mit ihrem Aussehen. Das sind ganz normale Prozesse und war (auch in unserer Jugend) nie anders.

      Ein Jugendlicher, der den perfekten Klon der elterlichen Vorstellungen abgibt, würde mir eher Sorgen bereiten, als einer, der in gammeligen Klamotten und Turnschuhen herumläuft und Fast Food der heimischen Küche vorzieht. Einzig die Aggression und den Medienkonsum empfinde ich als höchst bedenklich.

      Warst du als Jugendlicher anders? Hast du dich nicht von deinen Eltern emanzipatiert?


      Alles Liebe!
    • Hallo Dani,

      sehr gute Frage.
      Nein, ich war nie anders. Da haben meine Eltern auch drauf geachtet. Auch war ich als Jugendlicher (freiwillig) in einer Benimmschule, da mir das sehr viel Spaß bereitet hat. Wie deckt man den Tisch (mit mehr als 2 Bestecken ;-), wie isst und trinkt man, wie bedient man, wie gibt man sich, usw. usw.

      Mir ist sein Aussehen sehr wichtig, da meine Freunde und meine Kollegen sich abwenden und ich mich für ihn schäme.
      Zum "boys-day" o.ä. kann ich ihn nicht mitnehmen, geschweige denn demnächst für ein Praktikum anmelden.

      Daher achte ich sehr darauf!
    • Mit 15 Jahren sollte er sich selbst aussuchen dürfen und können, wo er Praktikum macht oder den Girls Day verbringt.

      Ich finde deine Ansprüche nicht wirklich gut. Du verlangst von dem Jungen genau das , damit sich über dich kein Freund, Bekannter oder Kollegen das " Maul " zereißt, und im selben Moment ist es dir anscheinend gleichgültig wie der Junge vor seinen Freunden, Schulkameraden und Kumpels da steht, denn die lästern nämlich über ihn, wenn er sich nicht so kleiden darf wie er will. Das finde ich auf keinen Fall in Ordnung, dieser Junge ist nicht du. Denke da mal drüber nach!!!
      MfG Gilfy :saint:
    • Ok, dann wird es weiter Stress geben, denn das lasse ich nicht zu.

      Ich will es nicht und meine Mitmenschen wollen es auch nicht, oder magst Du solche Bemerkungen:
      Vom Nachbarn: Hat das Kind keine gscheite Kleidung
      Vom Rektor in der Schule: Mir dreht sich der Magen um wenn ich ihn morgens ankommen sehe
      Psychologe: Lassen sie es nicht zu das er so etwas macht.
      Von Freunden: Sagt die Mutter nichts dagegen?
    • Bezüglich der Bemerkungen: Ich bin da relativ abgegrenzt. Die meiste Zeit ist es mir eigentlich recht egal, was jemand über mich/meine Familie/mein Leben sagt, sofern es sich nicht um enge Bezugspersonen handelt. Also die Meinung der Nachbarn, Lehrer etc. wäre mir eher egal, ja.

      Ich bin aber auch ein Mensch, der sich aus Äußerlichkeiten wenig macht. Benehmen/Respektvoller Umgangston sind mir allerdings wichtig. Würde mir eine Lehrperson mit den Worten "Wenn ich Ihr Kind sehe, dreht sich mir der Magen um" kommen, würde ich sehr rasch und deutlich eine professionelle Ausdrucksweise verlangen. Die Aussage finde ich schwer übergriffig. So hat niemand über (m)ein Kind zu reden bzw. über einen Menschen allgmein.

      Es kommt generell auf die Dimensionen an. Aus dem Bauch heraus sage ich jetzt einmal: Das Aussehen/der Stil meiner Teenager wäre mir egal, solange sie nicht unangenehm riechen und sich zu benehmen wissen. Ausgelatschte Turnschuhe, zerrissene Hosen, bunte Haare,... - das gehört für mich auch ein wenig zur "Selbstfindung" dazu... War bei uns damals auch nicht anders... Und es ist trotzdem was aus uns geworden.

      Also solch einen Kleidungsstil würde ich bei einem Teenager "zulassen". Dass er den Großteil des Tages in der virtuellen Welt herumhängt oder handgreiflich wird, wiederum nicht...

      Alles Liebe!
    • Ja die virtuelle Welt :)

      Anfang Januar hat er 1,5 Wochen blau gemacht und heute geht er auch wieder nicht zur Schule, da er "zu starke Kopfschmerzen" hat.... Red Bull und Dolormin Extra scheinen aber zum Spielen bestens geeignet zu sein ;)

      Ich denke einfach nur, dass er die ganzen Arbeiten nicht mitschreiben möchte, die gerade anstehen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Reisender ()

    • Ich denke, dass die Erziehungsberechtigte einschreiten sollte. Leider ist das bei euch wohl nicht möglich. Ich fürchte, dann wirst du dich damit arrangieren müssen, dass sich an der grundsätzlichen Situation nichts ändern wird. Wenn du damit leben kannst, dass er sich dir gegenüber Mühe gibt/in Ordnung verhält, dann ist das schon einmal viel wert. Der Mutter ist es leider anscheinend kein Bedürfnis, einzugreifen! :(

      (Ohne Schulabschluss wird er halt vermutlich auch kein Tierarzt...)
    • So, nachdem ich nun 5 Wochen auf Reha war und somit Abstand zu dem ganzen Desaster hatte, muss ich sagen dass ich versuchen muss durchzuhalten. So lange war mein Blutdruck nicht mehr im "Normalbereich" :) .

      Zum Glück hatte ich sehr viele psychologische Gespräche während der Reha und das Ergebnis war immer gleich. Ich muss/soll Abstand von dem Bengel halten. Es ist nicht mein Kind und es muss mir egal sein was aus ihm wird.
      Somit werde ich ihm so gut es geht aus dem Weg gehen. Denn wenn ich ihn nicht sehe fühle ich mich besser, viel besser!!
    • @ Reisender: Im Prinzip ist es natürlich wichtig, dass es dir gut/besser geht und das freut mich auch für dich. Wenn ein klarer Cut notwendig ist, dann ist das so... Wie tust du mit der Beziehung zur Mutter weiter? Eine feste Partnerschaft, die die Existenz des Sohnes ausklammert, ist wohl schwer möglich?

      Etwas "Gutes" (abgesehen von deinem Wohlbefinden natürlich) hat das Ganze: Vielleicht sieht sich die Mutter nun endlich in der Verantwortung, nachdem du als Bezugsperson und "Kümmerer" wegfällst...


      Alles Liebe!