Mein mann und ich wissen nicht was wir tun sollen?

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    • Hallo! :)

      Hm, dass das bockige, trotzige Verhalten bleibt und da so gar kein Entgegenkommen von seiner Seite ist, stimmt mich traurig. Vor allem, weil ich dich als sehr engagiert und entgegenkommend erlebe. Da hat dein Sohn eigentlich großes Glück.

      Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Stell dich lieber zur Sicherheit auf eine neuerliche Abgängigkeit ein und überlege Schritte dafür. Notfalls mit dem Jugendamt gemeinsam. Vielleicht kann bei Bedarf eine Art "runder Tisch" mit der Jugendamt-Betreuerin gemacht werden, wo deinem Sohn wertfrei klargemacht wird, wie das - auch - enden kann, wenn er so weitermacht (Fremdunterbringung in einer Wohngemeinschaft). Seine Mithilfe ist eindeutig gefragt!

      Ich halte euch natürlich die Daumen, dass er sich im Griff hat und sich an eure Regeln hält. Zu wünschen wäre es nicht nur euch, sondern auch ihm!
    • guten morgen,
      so nun beginnen die befürchteten Probleme wieder. Leider. Haben heute nacht vor angst, dass er verschwindet sogar die haustür abgeschlossen. Und ich habe kaum schlafen können. Mein mann war sogar heute Nacht im Wohnzimmer und hat fern gesehen aus lauter Sorge. Er hat sich die und nächste Woche frei genommen, um mit da zu sein. Sein Chef ist wirklich nachsichtig zum Glück.

      Er weigert sich das Medikament zu nehmen. Eigentlich soll er sie jeden Morgen einnehmen.
      Habe eben nochmals versucht mit ihm zu reden und ihn ins gewissen geredet. Habe auch gesagt er muss sich das Vertrauen erst wieder "verdienen" um mehr Freiheiten zu bekommen. Habe ihn gefragt wie es denn weiter gehen soll.
      Er meinte ich soll ihn in Ruhe lassen, er will noch schlafen.
      Heute Abend ist die Selbsthilfegruppe. Werde dort auch nochmal anschneiden wie wir die Situation nun unter Kontrolle halten können.

      Und mein Ex Mann hat sich für heute Nachmittag ebenfalls angekündigt. Er will nach der Arbeit vorbei kommen.

      Die Frau vom Jugendamt kommt erst am Montag vorbei, da werde ich auch mal das Gespräch Suchen und erhoffe mir von dort mehr hilfe.

      Gruß Marina
    • Das ist toll, dass sich dein Mann freinehmen konnte! :)

      Das mit dem Türe abschließen und "Wache schieben" kann ich verstehen. Da hat man zumindest irgendwie das Gefühl, aktiv etwas tun zu können. Vielleicht mag es ihn jetzt ein wenig abschrecken, auf lange Sicht wird ihm nur die Einsicht helfen. Dass seine Eltern nicht tatenlos zuschauen und intervenieren, wird aber ankommen - und das finde ich sehr gut!

      Wegen der Medikamente würde ich unbedingt (!) das Gespräch suchen. Sie können ihm nicht aufgezwungen werden, das geht in dem Alter nicht mehr. Die Entscheidung "Medikamente ja/nein" trifft im Endeffekt er, auch wenn ein "ja" zur Zeit wohl besser wäre als sein "nein". Aber wenn er sie schon "absetzt", soll er es richtig machen... In Absprache mit dem behandelnden Arzt und ggf. ausschleichen. Mögliche Nebenwirkungen vom abrupten Absetzen können sonst auftreten und das ist nicht fein! Das würde ich ihm sehr wohl noch einmal deutlich sagen...

      Hast du in der Selbsthilfegruppe noch sinnvolle Tipps und Unterstützung bekommen?

      Alles Liebe euch!
    • so Hallo liebe dani,
      Nun ich habe ich nach der Selbsthilfegruppe ähnliche Dinge gesagt bekommen wie sie mir aufgezählt haben. Ich solle weiterhin eisern und konsequent bleiben und ihn noch so gut es geht im Auge behalten, sprich vorerst:

      - keine Türen abschließen lassen
      - seine zimmertür muss ein Spalt offen bleiben
      - wenn er raus möchte -nicht alleine außer Schule! Dies bezüglich, wenn es möglich sei ihn vorerst fahren und abholen!
      - Kein Handy kein Internet
      - wenn er telefoniert darf er nur im Beisein dies tun !
      - kein Taschengeld

      Einfach all diese Dinge vorerst, so gut es geht einhalten und durchziehen und vorallem ihm immer wieder erklären wieso weshalb man diese Dinge tut!

      Wenn er sich "fügt" und bemüht kann man ihn langsam seine "freiheiten" zurück geben.

      So das mit dem medikamten Thema:
      dies bezüglich habe ich ihn zusammen mit meinem Mann an den Tisch geholt und ihm nochmals verdeutlicht, dass er es nehmen sollte wir aber ihn nicht zwingen werden- können. Und ihm auch gesagt, dass er es wehningtens ordentlich ausschleichen soll, da es gesundheitliche Probleme geben könnte und vorallem die verbunden Nebenwirkungen! Zuzüglich ihm auch nochmals erklärt warum er überhaupt noch bis mindestens bis Juli nehmen sollte!

      Haben ihn Zeit gegeben darüber nachzudenken, ob er es nun nehmen möchte oder absetzten will!
      Und siehe da, heute morgen hat er es ohne aufstand genommen und sich vorerst entschieden, es weiter zu nehmen.
      Offensichtlich hat er selbst erkannt, dass ich ihm nicht böses will und er begreift so langsam, denke ich jedenfalls, dass es so richtig ist. Und merkt auch selbst dass es ihm damit doch besser geht.

      Ja dann wünsche ich Ihnen noch ein schönes Wochenende
      Gruß Marina
    • Das mit den Medikamenten finde ich ganz großartig von deinem Sohn! Da hat er reflektiert und eine vermutlich gute Entscheidung für sich getroffen! :)

      Dass du in der Selbsthilfegruppe Zuspruch bekommst, ist sehr gut. Es kann dir glaube ich niemand so gute Ratschläge geben, wie Menschen, die selbst betroffen sind/waren. Die wissen, wovon sie reden...

      Ich hoffe, eure Situation ist halbwegs entspannt und ihr habt das Wochenende gut über die Bühne gebracht...


      Alles Liebe!
    • guten Abend liebe dani,
      Ich melde mich nun wieder und suche doch nochmals nach Rat.
      Da jetzt alles abgesagt ist und ich niemanden groß fragen kann, klar ich kann jederzeit telefonisch jemanden erreichen aber ich suche bei ihnen vorerst mal Rat..

      Und zwar ist seit letzter Woche wieder alles etwas kompliziert geworden. Mein Sohn nimmt unregelmäßig sein medikamt und zieht sich wieder sehr zurück. Ich mache mir einfach riesige Sorgen und weiß nicht wirklich wie ich mit ihm umgehen soll. Klar ich suche das Gespräch und versuche ihn irgendwie aufzufangen aber er blockt wieder extrem ab. Gestern ist er einfach für ein paar Stunden verschwunden und nach x anrufen endlich wieder heim gekommen. Er sagt nur er sei bei seinem Freund gewesen. Er müsste zu ihm und habe ihn gebraucht.
      So dann habe ich heute erneut stundenlang versucht mit ihm zu sprechen und mich darauf eingelassen dass er heute mal da schlafen darf. Jetzt sind die beiden in seinem Zimmer und er ignoriert mich völlig. Die sind auch nicht zum Abendessen gekommen.
      Ich Frage mich ob das alles richtig läuft ?

      ich mein ich habe zwar Regeln aufgestellt dass, wenn er sich daran hält, lockerungen bekommt, aber ich verzweifel bei dem Gedanken, dass er wieder wegläuft und nicht wieder kommt, wenn ich ihn nicht jetzt erlaubt hätte, dass sein Freund da schlafen darf.

      Danke fürs lesen und zuhören
      Freundliche grüße Marina
    • Hallo liebe Marina! :)

      Das mit den Einschränkungen ist jetzt natürlich auch wegen deines Supports (Selbsthilfegruppe) sehr, sehr blöd. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten, Sitzungen eventuell per Videokonferenz oder ähnlichem durchzuführen? Da könntest du vielleicht nachfragen. Ich denke, der Bedarf betroffener Eltern/Angehöriger ist ja vorhanden.

      Zu den anderen Themen:

      Medikamente: Antidepressiva wirken meist als Spiegelmedikament. Sie unregelmäßig zu nehmen, ist also - wie du wahrscheinlich ohnehin weißt - ein Blödsinn. Die ersten paar Tage nach dem Absetzen sind natürlich "super" und "kein Problem", weil der Spiegel noch vorhanden ist. Das verleiht das fälschliche Gefühl, dass man die Medikation "eh nicht braucht", es geht einem ja ohne auch gut (klar, weil Spiegel...). Nach ein paar Tagen ist der Spiegel weg und entsprechende Symptome setzen ein. Bis der Spiegel bei Wiedereinnahme aufgebaut ist, dauert es...

      Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten für deinen Sohn und das würde ich ihm noch einmal deutlich machen:

      Entweder er nimmt die Medikation regelmäßig. Oder aber er schleicht sie aus und verzichtet. Alles dazwischen ist Irrsinn. Für die Psyche und den Körper...

      ---

      Ich finde es - spontan gesagt - gut, dass du den Freund des Sohnes bei euch schlafen hast lassen. Warum? Weil du den Überblick/die Kontrolle hast. Es geht dir mit der Situation (Sohn ist daheim, mit wem auch immer) wahrscheinlich besser als andersrum (Sohn ist nicht da; du hast keine Ahnung, wo er ist). Hier würde ich mich nicht auf Zwang durchsetzen (außer, Gäste sind bei euch im Haus sehr störend). Vor allem in Anbetracht der momentanen Lage durch das Corona-Virus, die ohnehin schon eine Ausnahmesituation schafft...

      (Dass sich zwei Jugendliche zurückziehen und nicht zum Essen kommen, finde ich sehr normal. Das würde mir keine Bedenken machen. Mehr Bedenken hätte ich, dass sie gemeinsam wieder etwas nehmen... Hast du dahingehend Bedenken/Anhaltspunkte?)

      Alles Liebe euch!
    • Hallo liebe dani,

      Ich habe legendlich telefonisch bei meiner Gruppe anzurufen bzw die Beratungsstelle oder Jugendamt... alle erreicht man aber irgendwie sehr schwer --bei uns jedenfalls gerade.

      Das ist ja eben mein Problem, mit dem mit ihm reden und ihm irgendwas zu erklären und zugänglich zu machen. Er macht völlig zu und will von allem "Moral predigen" wie er sie nennt nichts wissen. Habe ihm auf versucht nochmals zu verdeutlichen dass es so zu schlimmen Nebenwirkungen kommen kann mit seinem zwei Tage keine nehmen und dann wieder mal eine.. eben total unregelmäßig!
      Deswegen Frage ich um Hilfe, wie oder was ich ihm sagen könnte? Ich weiß gerade nicht damit umzugehen.

      Ich habe natürlich Sorgen, dass dieser Freund mein Sohn wieder zu Drogen verleiten könnte. Ich mein, ich weiß ich bin dahinter. Er hat einen Entzug machen müssen usw.. was mit dem Freund war , weiß ich nicht. Nur eben sankotioenen bezüglich der Polizei wo er ebenfalls ja aufgegriffen worden ist!
      Bevor er rein durfte habe ich auch sofort gefragt ob er mir denn mal seinen Rucksack zeigen würde.. Mein Sohn war dabei zwar wütend aber der Freund zeigte hier Einsicht sonst hätte er nicht rein gedurft und hier schlafen! Sie sind derzeit immer noch in seinem Zimmer und denken nicht dran mal raus zu kommen.. habe vorhin mit meinem Mann kurz telefoniert und wir wollen heute Abend mal beide an den Tisch holen und nochmal genauer nachhaken und über diese Situation hier sprechen! Mal sehen ob sie kooperativ sind oder nicht.
      Irgendwelche wichtigen Punkte was wir nochmals wiederholen sollten?

      Gruß Marina
    • Hallo Marina!

      Im Prinzip kannst du deinem Sohn das mit der Medikation nur schlicht so sagen, wie es ist. Da gibt es nicht sehr viele Möglichkeiten, außer die Fakten auf den Tisch zu legen. Die Quintessenz der Info ist in diesem Alter mehr als verständlich. Was er damit macht, ist im Prinzip seine Sache. Seine Entscheidung - seine Konsequenz (und die könnte im Fall des Falles auch wieder eine Einweisung sein). Das würde ich ihm unverblümt sagen. Beziehungsweise bin ich sicher, er weiß es ohnehin...

      Find ich gut, dass dir der Freund den Rucksack gezeigt hat! Wie ist der sonst so drauf? Verbindet die beiden etwas unabhängig von eventuellen Substanzmittel? Anders gefragt: Stellt der Freund für deinen Sohn eine "Ressource" dar...

      Bei einem gemeinsamen Gespräch können Sohn und Freund natürlich die "Benimmregeln" in eurem Haushalt und Konsequenzen dargelegt werden... Dein Haushalt - deine Regeln! Den Freund kannst du natülich jederzeit des Hauses verweisen. Erziehungsauftrag hast du aber natürich keinen (das ist dir aber bestimmt klar...).

      Wie sind momentan die Wogen? :)
    • Hallo liebe dani,
      so gestern Abend haben wir uns die beiden an den Tisch geholt und gesprochen. Jetzt ist die Situation hier sehr angespannt. Ich steh etwas unter Strom, da ich Sorgen habe, dass er bald wieder verschwindet.

      Ich habe ihre Ratschläge beherzigt und ihm nochmals verdeutlicht, dass er das Medikament entweder weiter nehmen soll oder ausschleichen! So heute morgen hat er Es wieder genommen aber ihm passt alles nicht wirklich.

      Die beiden verstehen sich offensichtlich richtig gut. Was sie sonst verbindet , weiß ich nicht genau. Der Freund spricht nicht groß über sich, aber ich weiß, dass mein Sohn für ihn da sein möchte. Jedenfalls haben mein Mann und ich beiden nochmals unsere Regeln hier nochmals verdeutlicht! Sie sollen zum Essen kommen, der Freund soll jeden Tag zuhause anrufen und wir wollen ebenfalls kurz mit seinen Eltern Kontakt aufnehmen. Auch fliegt er sofort raus wenn wir hier irgendwelche Drogen oder alkohol vorfinden sollten. Das alles war natürlich wie zu erwarten von meinem Sohn boykottiert worden und einsichtig mit diesen Regeln war auch nicht.

      Jetzt mal sehen wie die Tage werden.
      Ich melde mich auf jeden Fall. Vielen Dank für ihr zuhören

      Gruß Marina
    • Hallo Marina!

      Immerhin haben dein Sohn und sein Freund nicht erbost das Weite gesucht und/oder auf Durchzug geschaltet. Das empfinde ich in Anbetracht der Umstände eigentlich als Erfolg! :) Die Inhalte des Gespräches passen mAn auch gut - kein bisschen übergriffig, sondern auf Augenhöhe. Ihr habt klar auf den Tisch gelegt, was ihr euch erwartet - das passt!

      Ja, halte uns gerne weiterhin auf dem Laufenden!

      Alles Liebe!