Übertritt - welche Schulart ist die richtige für mein Kind?

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    • Übertritt - welche Schulart ist die richtige für mein Kind?

      Spätestens in der vierten Klasse kommt die Entscheidung: Gymnasium, Realschule oder Mittelschule? Ausschlaggebend sind zunächst die Noten. Sie sollten dem geforderten Notendurchschnitt der gewünschten Schule nach Möglichkeit entsprechen, da dann die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind die Schule auch "schafft" größer ist.
      Außerdem ist wichtig was das Kind selbst möchte: Ist es bereit, die notwendige Zeit für viele und zeitaufwändige Hausaufgaben im Gymnasium aufzubringen? Braucht es viel Bewegung und fällt ihm langes Stillsitzen eher schwer? Auch sollte man sich überlegen, wie das Kind mit möglichen Enttäuschungen umgeht. Manche kommen gut durch Realschule oder Gymnasium auch mit schlechten Noten - ohne, dass sie große Selbstzweifel bekommen und sich für "schlecht" halten. Andere Kinder sind sehr sensibel und ihr Selbstbewusstsein schrumpft zunehmend wenn sie schlechte Noten bekommen. Auf lange Sicht wäre das sehr kontraproduktiv, da sich das Kind zunehmend selbst weniger zutraut, das kann sich bis in das späterer (Berufs-)Leben auswirken.
      Auch wenn es mit dem gewünschten Übertritt nicht klappt - inzwischen ist das kein Beinbruch mehr. Es gibt im aktuellen Schulsystem inzwischen zahlreiche Möglichkeiten Abschlüsse später nachzuholen. Manche Kinder packt einfach etwa später die "Lernlust", besonders Jungs sind davon oft betroffen. Dann kann es besser sein, den Stress mit dem Überritt der gerade noch so geschafft wird herauszunehmen und die Real- oder Mittelschule zu wählen. Das Kind hat hier viel eher die Chance darauf, "zu den Besten" zu gehören und sich selbst als kompetent zu erleben. Ganz abgesehen davon bleibt dem Kind wahrscheinlich mehr Zeit für Freizeitaktivitäten und Hobbys. Und für ein glückliches Leben ist das mindestens so wichtig, wie gute Noten oder Schulabschlüsse.