Depression oder nur schlechte Laune?

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    • Depression oder nur schlechte Laune?

      Hallo Zusammen,

      ich hatte in einem anderen Beitrag schon mal über meinen 10 jährigen Stiefsohn geschrieben, aber nun geht es um etwas anderes. Nur kurz zur Info: Ich bin seit 2 1/2 Jahren mit meinem jetzigen Partner zusammen. Meine beiden Jungs (3 und 5) leben bei uns, sein Sohn (10) ist jedes Wochenende und in den meisten Ferien bei uns. Als wir uns alle kennen lernten hatte mein Stiefsohn eigentlich die meisten Probleme mit der neuen Situation. Er war sehr oft genervt von meinen Kleinen und hatte häufig schlechte Laune. Da er ja ein Einzelkind ist und alles neu war, konnte ich das auch gut nachvollziehen. Nun hat er sich besser an unser neues Leben gewöhnt und sie spielen zu dritt auch die meiste Zeit sehr gut miteinander. Die schlechte Laune ist aber fast durchgehend geblieben. Mal passt es ihm nicht, was wir für Unternehmungen machen oder was es zu Essen gibt. Mittlerweile sagt er auch er mag seine Schule nicht und hätte kaum Freunde, die Kita früher wäre auch sch**ße gewesen und irgendwie ist sowieso alles blöd. Wenn man versucht mit ihm zu reden, möchte er nichts dazu sagen. So lange die Jungs zu dritt spielen, ist er eigentlich gut drauf, wenn sie aber mal nicht da sind ist er total gelangweilt und weiß nichts mit sich anzufangen. Und wenn mal etwas nicht so läuft wie er sich das vorstellt, ist er auch gleich extrem enttäuscht und sauer. Er verträgt keine Kritik oder auch nur kleine Neckereien. Er sagt häufig sogar, dass er keinen Spaß versteht. Oder auch dass er nicht mehr so viel lacht. Nun kommt noch dazu, dass er so langsam in die Vorpubertät rutscht und dann alles nochmal nerviger findet.
      Ich weiß, dass Kinder in dem Alter teilweise schwierig sein können, aber bei ihm kommt es mir schon extrem vor. Er hat so wenig Freude am leben und nimmt alles viel zu Ernst. Zudem läuft das lernen auch nicht so gut, weil er sich schlecht konzentrieren kann, das frustriert ihn dann umso mehr. Ist das alles noch im Rahmen oder muss man sich Sorgen machen? Dadurch dass er ein Trennungskind ist, habe ich manchmal die Befürchtung, dass da irgendwas noch sehr tief sitzt.

      Liebe Grüße
      Janina
    • Wer sagt das er sich nicht konzentrieren kann?
      Habt ihr das beim Neurologen testen lassen?

      Ja, vieles von dem was du beschreibst ist normal, aber nur in gewissen Maße. Vielleicht kannst du die ja Hilfe bei der Caritas holen. Dort kannst du dir einen Termin geben lassen zu einem Gespräch und dann erzählen was und wie du das siehst. Die können dir dann sagen, was du machen kannst. Eigentlich würde ich dir Raten, einen Therapeuten aufzusuchen, aber da er nicht dein Sohn ist, kannst du das leider nicht und deswegen den Weg über die Caritas.
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo! :)

      Spontan hätte ich als Unbeteiligte auf eine gewisse Dynamik bedingt durch die Faktoren "Trennungskind", "Patchwork" und "Vorpubertät" getippt.

      Ein sehr gutes Zeichen ist, dass er mit den beiden kleineren Patchwork-Geschwistern gut klarkommt und ihm der Kontakt und das Spielen guttun dürften. Da wirkt er glücklich und zufrieden! :) Kennt er ja als Einzelkind auch nicht... Ohne Einfluss von außen scheint er nichts mit sich anfangen zu können... Auch das kommt bei Einzelkindern häufig mal vor. Gerade, wenn sie sehr behütet und eher isoliert in Bezug auf andere Kinder aufwachsen (also wenn es keine Nachbarskinder, Verwandte oder enge Freunde gibt, die das abfangen können). Außerdem ist es bei Kindern so wie bei Erwachsenen auch: Es gibt sie mit unterschiedlichen Charakterzügen. Wenn der Kerl eher von der grantigen Sorte ist, merkt man das. Wenn man es von den eigenen Kindern nicht gewohnt ist, fällt's auf! (Ich bekomme z.B. alle Zustände bei sehr zickigen Kindern, weil ich das von meinen eher weniger kenne)

      Depression bei Kindern ist ein sehr heikles Thema. Diagnosen stellen Fachärzte und aus guten Grund wird bei Kindern mit solchen Diagnosen eher zugewartet. Vor allem in Vorpubertät und Pubertät sind manche Verhaltensweisen und Eigenschaften, die bei Erwachsenen besorgniserregend wären, normal und teil der Entwicklung... Ein grantiger, nie zufriedener, ungerecht verfolgter Halbwüchsiger ist i.d.S. nicht "abnormal". Wenngleich natürlich der Grat zu einem Krankheitswert schmal ist. Entscheidend sind nicht nur Anzahl und Dauer von div. Symptomen, sondern auch der individuelle Leidensdruck des Kindes. (So es einen gibt!)

      Alles Liebe
    • Liebe Gilfy,
      dass er Konzentrationsprobleme hat, haben seine Lehrer schon festgestellt und auch im alltäglichen Leben fällt es auf. Er lässt sich schnell ablenken und kann nicht ruhig lange bei einer Sache bleiben, vor allem wenn es etwas kniffliger ist. Zum Lernen trägt er manchmal Ohrenschützer, damit er von anderen Dingen nicht rausgebracht wird. Wenn die beiden Kleinen z.B. malen, basteln, puzzeln oder rätseln, macht er nie mit und wartet dass es wieder mit dem Toben losgeht. Und wenn man beispielsweise mal in ruhe Fernseh gucken möchte, kommentiert er fast die ganze Sendung durchgehend. Er schwankt irgendwie immer zwischen totaler Action oder totaler Langeweile. Ich hoffe das ist verständlich. Danke für den Tipp mit der Caritas. ich werde mich mal informieren was in unserer Nähe möglich ist.

      Liebe Dani,
      ich finde auch dass der Grat zwischen normalen pubertäten Verhalten und wirklichen Problemen schmal ist. Sorgen mache ich mir nur über seine Aussagen wie: "Ich habe eh kaum noch was zu lachen", "Ich habe kaum Freunde", "ich werde dauernd gemobbt", "Bei mir ist Gewalt eine Lösung", "Ich hab andauernd Albträume"...etc. Ich weiß dann immer nicht ob man das alles Ernst nehmen soll oder ob er dadurch vielleicht nur nach Aufmerksamkeit sucht. Wenn man weiter nachfragt warum das alles so ist macht er immer dicht.

      Und Du hast mit Deiner Vermutung Recht. Er ist sehr isoliert aufgewachsen, weil der Rest seiner Familie 4 Stunden entfernt wohnt und seine Freunde wohl auch nicht so viel Zeit für ihn haben. Meines Wissens verbringt er bei seiner Mutter den Großteil seiner Freizeit vor dem TV oder der Konsole.
      Vielleicht mache ich mir auch zu viel Sorgen, aber mich bedrückt es halt ihn so unzufrieden zu sehen. Die beiden kleinen haben zwar auch ihre Ecken und Kanten, aber sie sind im Großen und Ganzen glückliche Kinder und freuen sich immer sehr wenn ihr großer Stiefbruder da ist, egal wie er sich verhält.
      Teilweise dreht sich der Familienalltag nur darum, dass der Große bloß keine schlechte Laune bekommt und man muss aufpassen was man macht oder sagt. Das ist für mich sehr unentspannt. Und mittlerweile merke ich sogar, dass es zwischen meinem Partner und mir auch viel weniger Probleme gibt wenn sein Sohn nicht da ist. Das finde ich sehr schade, weil ich eigentlich möchte dass wir alle auch zu fünft halbwegs harmonisch miteinander leben können.

      Liebe Grüße
      Janina
    • Nur weil Lehrer behaupten das er Konzentrationsprobleme hat, heißt es nicht gleich,das er sich nicht konzentrieren kann. Warum ist er in der Schule ( oder nur in bestimmten Fächern ) unkonzentriert?
      Das ist hier die Frage!
      Nur weil er sich ablenken lässt, hat er gleich ADHS? Nenne mir ein Kind, was sich nicht ablenken lässt, das gibt es nicht! Und nur weil Lehrer sagen er lässt sich ablenken, heißt es nicht,das der Junge nicht mitbekommt, was vorn an der Tafel passiert!

      Das er mit 10 Jahre kein Bock hat auf Puzzeln, basteln, malen und co, ist normal. Und wie du selbst schreibst, dann wartet er bis das toben los geht! ADHS Kinder können nicht waren.
      Auch das ständige kommentieren beim TV hat nichts mit ADHS zu tun, das hat sicher andere Hintergründe
      Ein ADHS Kind kann ohnehin nicht länger vor dem TV still sitzen.


      Habt ihr euch schon einmal gefragt, ob der Junge vielleicht unter ganz viel Langeweile leidet, ob er in der Schule vielleicht so ist wie er ist, weil er unterfordert ist?

      Ich will dir sagen,warum ich das so sehe!
      Das was du da beschreibst, klingt genau nach meinem Sohn, als er noch zur Grundschule ging und da hieß es auch dauernt das er Krank sei, ADHS habe , sich nicht konzentrieren könne und so weiter. Ich bin dann mit ihm zum Neurologen und habe eine ADHS Ausschlussdiagnostik machen lassen. Raus kam dabei eine Hochbegabung mit einem IQ von über 130. Das ganze hatte also nichts mit ADHS oder Krank sein zu tun, sondern rein weg damit das mein Sohn unterfordert war.
      Es muss also nicht immer gleich krank sein, versuche deinen Partner davon zu überzeugen mit dem Jungen zum Neurologen zu gehen und ihn testen zu lassen. Erst dann habt ihr eine Gewissheit und könnt handeln.
      MfG Gilfy :saint:
    • Liebe Gilfy,
      ich hatte gar nicht von ADHS gesprochen, lediglich von Konzentrationsproblemen. Ich habe eben nur ein Bauchgefühl, dass er teilweise sehr unzufrieden und unausgeglichen ist. Wäre er mein Sohn, hätte ich mir schon längst einen Expertenrat eingeholt. Das geht in dieser Situation leider nicht so einfach. Über Hochbegabung weiß ich wenig, aber ich denke nicht dass das passt. Er wurde erst ein Jahr später eingeschult und hat halt bei einigen Fächern Probleme bzw. schreibt schlechte Noten. Aber ich kann eben nur vermuten. Danke trotzdem für die Tipps.
    • Hochbegabte Kinder schreiben oft, sehr oft schlechte Noten. Das liegt schlicht weg daran, das sie unterfordert sind und sich zu tode langweilen. Ich weiß, wenn Leute hören das ein Kind Hochbegabt ist, erwarten sie immer das diese alles wissen und können müssen, doch dem ist nicht so.
      Nein, du hast nicht von ADHS gesprochen, aber die Lehrer sagen das er sich nicht konzentrieren kann und es wird auf ADS rauslaufen, was die Lehrer meinen.

      Ja, schade das du nichts machen kannst, der arme Junge!
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo! :)

      Mit Vermutungsdiagnosen wäre ich generell eher vorsichtig. Das obliegt aus gutem Grund ausgebildetem Fachpersonal!

      Es wird in diesem Fall darauf hinauslaufen, dass du deinen Partner mit ins Boot holen musst, weil es nicht dein Kind ist, deine Sorgen aber natürlich berechtigt sind.

      Die Aussagen des Kindes ("Ich hab nichts mehr zu lachen" und Co.) sollte man keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen und zumindest thematisieren.

      Was ich vermutlich nicht ohne konkrete Zustimmung der Eltern machen würde: fachlichen Rat suchen (Beratungsstelle o.ä.)! Das könnte als massive Grenzverletzung empfunden werden und den familiären Frieden empfindlich stören...

      Was mir aber jetzt noch spontan eingefallen wäre: Wäre das Kind zu irgendeiner Art von Freizeitkurs (Sport, Wissenschaft etc.) zu motivieren, wo es unter Gleichaltrigen/Gleichgesinnten ist? Soziales Lernen geht ja meist nur in der Praxis! ;)

      Auch finde ich den regen Kontakt zu deinen Kindern super. Durch seine "Älteren-Position" (da wird man je eher bewundert), ist das auch ein wenig ein Selbstwert-Booster. Und an Selbstwert/Selbstbewusstsein scheint es ihm ja ein wenig zu mangeln. Deswegen würde ich die Probleme zwar schon ernstnehmen und (ohne sein Beisein) mit dem Vater bereden, aber auch nicht zu sehr problematisieren. Denn sonst bekommt er erst wieder das Gefühl vermittelt "Wie ich bin, bin ich nicht richtig". Er muss spüren: "Wie ich bin, bin ich okay! Aber wenn ich damit nicht klar komme, sind da Erwachsene, die mir helfen können"
    • Heho :)

      Ganz ganz wichtig ist das man das nicht von den Lehrern stigmatisieren lässt. Nicht alles ist ADHS oder ADS, das wird gerne schnell von Lehrern gesagt, leider.

      Es gibt in Großstädten sehr gute Anlaufstellen für Psychologische Probleme mit Kindern, wichtig dabei ist nur das man da mit Geduld ran geht, denn das ist auch nicht einfach für das Kind.

      Bei Hochbegabung muss man auch sehr sehr dolle aufpassen ^^ ich bin da selbst gebrannt. Aber ich weiß das zum Beispiel dadurch sehr schnell Depressionen ausgelöst werden, ganz einfach weil in dem Falle einer Hochbegabung der Hirn einfach anders tickt und man ganz anders denkt. Wichtig ist dabei wie er sich äußert. Starkes isolieren, abwertende Worte, sich in Scheinwelten flüchten (seis Lesen, TV oder Videospiele) sind oftmals ein Anzeichen des anders Denkens (natürlich gibt es dafür einen normalen Rahmen den jedes Kind hat, aber über den Rahmen hinaus).

      Ich kann nur von mir selbst sprechen, wie ich mein Leben erlebt habe mit Depressionen und Hoch Begabung.

      Und nein, es ist wirklich nicht so das ein Hoch Begabter alles weiß, man erfasst Vorgänge nur ganz anders als die Norm ^^
    • Naja, laut janni-hh haben die Lehrer lediglich gesagt, das Kind habe Konzentrationsprobleme. ADHS/ADS/Hochbegabung o.ä steht ja gar nicht im Raum. :) Konzentrationsprobleme können viele Ursachen haben. Eine naheliegende Ursache wäre z.B. ganz simpel auch einfach nur zu wenig Schlaf gepaart mit zu viel Technikkosum. :)

      Die Idee, dass *du* dich beraten lässt, finde ich grundsätzlich gut. Nur Vorsicht: Das Kind nicht einbeziehen! Es gibt sonst ziemlich sicher Stress mit der erziehungsberechtigten Mutter. Mein Vorschlag wäre nach wie vor eine Mediation gemeinsam mit beiden Elternteilen anzustreben. Wenn nicht alle im selben Boot sitzen, wird es sehr, sehr schwierig, etwas zu bewirken.

      Alles Liebe!
    • Möglichkeiten gibt es unendlich viele - bei uns allen. Ich komme beruflich aus der Sonder- und Heilpädagogik und setze grundsätzlich bei Symptomen an, nicht bei Diagnosen. :) Deshalb mein Hinweis.

      Was der Junge "hat", ist meiner Erfahrung nach momentan noch weniger relevant, als wie in diesem komplexen Familiensystem (Patchwork etc.) mit ihm umgegangen wird. Bzw. wie bei Problemen/Wünschen/Sorgen generell verfahren werden kann. Ich sehe aktuell eine besorgte Stiefmutter, die von den leiblichen Eltern nicht "gehört" wird. Damit gibt es eine massive Schieflage, die es zu bearbeiten gilt. Bevor das nicht geklärt ist, wird *sie* dem Kind nämlich nicht helfen können. Es müssen alle an einem Strang ziehen, damit dem Kind nachhaltig geholfen werden kann.

      Was da auch stark reinspielt: Kinder sind sensibel. Solche Schieflagen (Patchwork, Zuständigkeiten, Uneinigkeiten) spüren sie und reagieren.

      Deshalb auch mein Vorschlag mit der Mediation. Bevor die leibliche Mutter nicht im Boot sitzt, ist der Handlungsspielraum der Stiefmutter de facto begrenzt. :(
    • Entschuldigt die späte Rückmeldung. Ich habe bereits in meinem andren Thread über meinen Stiefsohn geschrieben, dass ich noch nicht sehr viel weitergekommen bin.
      Wie schon gesagt, nimmt seine Mutter diesen ganzen Sachverhalt nicht ernst. Mein Partner hat mehrere Male versucht mit ihr darüber zu reden, aber sie meint nach wie vor sein Verhalten wäre normal.
      Bezüglich der Diagnosen und Lehrermeinungen habe ich nur nebenbei mitbekommen, dass er vor 1 1/2 Jahren schon einmal von seiner Lehrerin einen Zettel mit der Adresse eines Kinderpsychiaters im Fach hatte und dass auch schon in der erste Klasse mal über Auffälligkeiten gesprochen wurde. Ich weiß auch, dass er ein Jahr später eingeschult wurde, da es bei der Schuluntersuchung empfohlen wurde. Was die jeweiligen genauen Details dieser Gespräche waren, weiß ich leider nicht, da ich zum Anfang meiner Beziehung mich auch nicht direkt einmischen wollte. Zudem gibt es für ihn eine Sonderregelung mit der Klassenlehrerin, dass er weniger Hausaufgaben muss, da er teilweise über eine Stunde daran sitzt und er dann einfach zu geschafft ist noch was vernünftiges zustande zu bekommen.
      Bezüglich seiner Launen ist mir in den letzten Wochen aufgefallen dass bei ihm soweit alles in Ordnung ist wenn er entweder mit seinen Stiefbrüdern spielt oder vor dem Fernseher, PC oder Handy sitzt. Wenn das weg fällt ist es sehr schwer ihn für irgendwas zu motivieren und er sitzt maulig in der Gegend rum. Er möchte dann nicht rausgehen, nichts unternehmen und findet alle Vorschläge die wir machen blöd.
      Er spricht auch weiterhin davon dass die Schule doof ist und es Kinder gibt die ihn immer wieder ärgern.

      Den Vorschlag mit dem Vereinssport oder einem anderen Hobby hatte ich auch schon gemacht. Da er aber nicht so sehr an Sport interessiert ist und gerne ein Instrument lernen wollte, hat seine Mutter es nach fast einem Jahr geschafft ihn endlich zum Musikunterricht anzumelden. Dummerweise aber zum Einzelunterricht, worüber ich nur innerlich den Kopf geschüttelt habe. Ich hatte auch schon vorgeschlagen ihn mal für ein Kinder Sommercamp anzumelden, damit er neue Kinder kennen lernt und Erfahrungen sammeln kann. Ich weiß aber nicht ob das ernsthaft in Angriff genommen wird.

      Ich kann halt nur beobachten und Ratschläge geben, die dann meistens aber irgendwann wieder vergessen oder nicht ernst genommen werden. Mein Partner traut sich nicht richtig durchzugreifen, da er Angst hat dass das die Stimmung zwischen ihm und seiner Ex so sehr verschlechtert, dass er seinen Sohn seltener sehen kann. Das ist das momentane Dilemma.

      Viele Grüße

      Janina