ständige Beschwerden aus der Schule

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    • ständige Beschwerden aus der Schule

      Hallo zusammen, ich bin neu hier.
      Wir haben schon eine lange Odyssee von Integration im Kindergarten mit Heilpädagogik und begleitender Hilfe, über Sozialkompetenz Gruppe, Ergotherapie und jetzt beantragte Schulbegleitung hinter uns.
      Mein Sohn ist 7, sehr liebenswert und tierlieb, sehr aufgeweckt und offen (man beschreibt ihn als distanzlos), sehr impulsiv (geringe Frustrationstoleranz), wurde auf meinen Wunsch im Kindergarten zurück gestellt und kam nun mit 7 auf eine Regelgrundschule.
      Erst lief alles prima und jetzt häufen sich wieder die Beschwerden... er kann wohl nicht sitzen bleiben, läuft ständig im Klassenzimmer herum und stört den Unterricht. Falls es einen Konflikt mit einem anderen Schüler gehabt, kann er sich schwer beruhigen und die Lehrer sind wohl mit ihrem Latein am Ende. Mir wurde schon mehrere Male nahegelegt, ihn auf eine Schule zu schicken mit dem förderschwerpunkt für soziale und emotional schwierige Kinder Komma aber das kommt für mich nicht in Frage. Ebenfalls kommt ständig das Thema Medikamente auf, welches für mich eigentlich auch ein No-Go ist. Momentan fühle ich mich aber so unter Druck gesetzt, dass ich einfach nicht weiter weiß. Wir haben viele Helikopter Eltern in der Schule und ich weiß dass die Schule auch Druck von denen bekommt. Heute bekam ich ein Gespräch ein paar Mütter mit die darauf bestehen wollen, dass die Kinder, die den Unterricht stören, der Schule verwiesen werden sollen. Ich weiß natürlich, das das nicht so einfach ist, aber das alles nagt an meiner Substanz. Hat hier vielleicht noch irgendjemand irgendwelche Tipps für mich? Ich habe schon oft über einen Schulwechsel in eine andere Grundschule nachgedacht, aber solange er diese Verhaltensweisen aufweist, dass er ständig aufsteht und zwischen ruft, habe ich die Befürchtung dass diese Probleme immer wieder auf uns zukommen.
      Ganz liebe und verzweifelte Grüße einer single mom
    • Hallo und herzlich willkommen

      Stimmt, diese Problematik wird er auch an jeder anderen Schule haben und du kannst ihn ja nicht regelmäßig die Schule wechseln lassen. Er muss erstmal ankommen, seinen Platz in der Schule / Klasse finden, es ist alles neu, die Kinder, der Ablauf , die Umgebung, einfach alles.
      Zu aller erst musst du für dich wissen, das es vollkommen egal ist, was andere Eltern wollen. Die haben nicht zu entscheiden welches Kind dort dir Schule besucht und welches nicht.

      Wie kommt er denn im Unterricht mit, wie schafft er seine Aufgaben und wie klappt es mit den Hausaufgaben?

      Eine Förderschule wäre die letzte Wahl!

      Gehe doch mal mit ihm zum Neurologen und lasse eine ADHS Ausschlussdiagnostik machen.
      Das ist meistens schon sehr Hilfreich, da können nämlich auch völlig andere Dinge, unerwartete Dinge bei raus kommen.
      Ich kenne das auch und auch bei mir hat die Grundschule keine Ruhe geben. Ich wusste das mein Sohn kein ADHS hatte, dennoch habe ich es machen lassen, der liebe Ruhe Willen. Raus kam bei meinem Sohn eine Hochbegabung. Ok, das dass das ganze nicht einfacher macht, steht auf einem anderen Blatt.

      Damit würde ich erstmal anfangen!
      Fest steht,das dein Sohn nach Hilfe schreit und Hilfe braucht! Kinder können das was sie belastet nicht in Worte ausdrücken. Kinder reagieren oft so wenn sie unter oder überfordert sind.


      Was sagt der Kinderarzt eigentlich, hast du mit ihm darüber gesprochen?

      Ich werde auf ein Ergebnis warten und dann schauen wir weiter, ob wir weiter Helfen können, uns fällt sicher was ein!!!
      MfG Gilfy :saint:
    • Vielen Dank für deine Antwort.
      Wir haben schon viele Tests hinter uns. ADHS ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht 100%ig nachweisbar. Er hat definitiv eine taktile Wahrnehmungsstörung und einen IQ von 129. Allerdings liegt er in der emotionalen Reife unter seinem Alter.
      In der Schule kommt er recht gut mit, aber steht ständig auf und stört den Unterricht. Laut seiner Aussage ist es mal zu langweilig, mal zu laut.
      Manchmal habe ich das Gefühl, er ist einfach noch nicht bereit für die Schule, aber er muss definitiv kognitiv gefordert werden.
      Mitte März habe ich jetzt wieder ein Gespräch beim Kinderpsychologen und dann schauen wir mal, ob wir es mit Medikamenten probieren sollten.
      Es ist einfach schade, er ist so ein tolles Kind, er hat ein gutes Herz und keine schlechten Absichten, aber er steht sich mit seinem Verhalten selbst im Weg. Leider möchte (bzw. darf) auch kaum ein Kind mit ihm spielen.
      LG

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Single Parent ()

    • Ok, das sind genau die Informationen die ich brauche um dir weitere Tipps zu geben!

      Allerdings muss ich noch fragen, wer ihn getestet hat?

      Von wo kommt ihr?


      Ich kann dir nur raten, mit deinem Sohn zu einem Spezialisten zu gehen. Es gibt zwei in Hannover, Professor Dr Urban und Christian Rennger, die Testen vernünftig in allen Bereichen, rechnen, Wortlaut, Sprache, einfach alles.
      Diese Teste muss man allerdings selbst bezahlen, aber glaube mir, das ist es wert.

      Dein Sohn ist viel zu spät eingeschult worden. Er hat Recht, es ist ihm langweilig, er ist unterfordert.
      Gebe ihm auf keinen Fall Medikamente, Hochbegabung ist kein Krankheit, sondern eine Gabe, eine Gabe mit der Kinder nicht umgehen können, sie können sie noch nicht nutzen. Er muss lernen zu lernen, das geht nur mit Herausforderung mit schwierigeren Aufgaben.
      Denke mal über einen Klassensprung nach!
      Hast du Asperger Autismus ausschließen lassen?

      Man sagt, ein IQ ist immer + 7 und -7 , aber Kinder geben sich nicht schlechter als sie sind, ich meine ihre Leistung. Das heißt das dein Sohn einen IQ von 129 +7 hat. Nach oben ist immer noch Luft!

      Der Kinderpsychologe kann dir und deinem Sohn nicht wirklich weiter helfen, das ist erstmal verschwendete Zeit.
      Nehme Kontakt zur DGHK auf , das ist die Deutsche Gesellschaft für das Hochbegabte Kind.
      Die helfen dir und die können dir sagen was du noch tun kannst.

      Dein Sohn muss schulisch dringend gefordert werden, er stört und steht auf weil er unterfordert ist. Ich hoffe das seine Lehrer das auch so sehen, bei uns ist es bis jetzt nicht so gewesen. Auf keinen Fall darf er auf eine Förderschule, auch nicht für eine für Soziales und emotionale , da wird er nämlich gar nicht gefördert und geht unter. Lernen wird er dort nur, nichts zu tun.

      Ja, das mit dem Thema keine Freunde zu haben, ist leider so, geht meinem Sohn auch so! Die anderen Kinder können nicht mit Kindern wie unsere umgehen, die meisten erwachsenen können das auch nicht.
      Da hilft nur eines, versuche ihn mit seines gleichen zusammen zu bringen.

      Fördern kannst du ihn nebenbei auch selbst ein Stück weit in dem du ihn Sport machen lässt, lasse ihn ein Instrument lernen ( meiner lernt nun gerade E Gitarre ) .
      Auch ist Lego Technik eine gute Forderung, ich meine nicht die kleinen Modelle, sondern nimm ruhig die für Kinder ab 10 Jahre. Du oder der Papa ist ja da wenn er Hilfe braucht.

      Das muss erstmal reichen, ich werde deine Antwort abwarten und dann schauen wir weiter.
      Aber bitte, keine Medikamente!!!
      MfG Gilfy :saint:
    • Wir kommen aus Baden-Württemberg, Nähe Karlsruhe.
      Getestet wurde er bei 2 verschiedenen Kinderpsychologen.

      Ich werde mich auf jeden Fall bei der DGHK informieren. Ich weiß, dass er sehr intelligent ist, aber nur wenn es ihn selbst interessiert. Er stellt viele Sinnesfragen, die mich teilweise überfordern. Er hat ein unglaubliches Wissen über Tiere... Angefangen hat es mit Dinosauriern, über Meerestiere und Dschungeltiere, bis Amphibien, anderseits verzweifelt er an Textaufgaben der 1. Klasse und weigert sich weiter zu machen, wenn er es nicht auf Anhieb versteht, deswegen kann ich mir eine Hochbegabung irgendwie nicht vorstellen, aber ich habe mich auch ehrlich gesagt noch nicht damit auseinander gesetzt.

      Wir haben verschiedene Freizeitaktivitäten ausprobiert, weil er überall dabei sein will.
      Freiwillige Feuerwehr (6) - nahmen ihn nicht auf, weil er nicht richtig zuhörte und zuviel Quatsch machte.
      Kinderturnen (3-5) - wurde zu langweilig, teilweise mühsam, weil er sich ungern an Regeln hält
      Fußball (5-6) - wollte eigentlich nur toben und ging nur hin wg.dem Kontakt zu den anderen hin und den Pokalen
      Kinderjudo (5-6) - wurde zu langweilig, wollte eigentlich auch nur Pokale gewinnen und richtig kämpfen lernen
      Kinder Hip Hop (6-7) - machte ihm Spaß, aber keine Lust, wenn es zu schwierig wird

      Aktuell:
      Breakdance - gefällt ihm gut, gerät oft an seine Grenzen und tobt dann nur
      Jungschar - Spiele in der Gemeinde, macht ihm Spaß (wer oft kommt, gewinnt einen Preis, er hat nie gefehlt )
      Yoga nach der Kernzeit - macht ihm Spaß

      Er würde sehr gerne ein Instrument lernen oder singen, aber das lässt mein Budget leider nicht zu.
      Sein Wunsch nach Aufmerksamkeit und Anerkennung ist sehr groß, er möchte gerne auf der Bühne stehen.

      Eine Weile hatte er Interesse an lego Ninjago, aber das ist schnell verpufft, war oft zu anstrengend. Seine Begabung liegt definitiv im sprachlichen. Er hat auch gerne bei Theaterstücken mitgespielt.
    • Ich kann dir echt sagen, was du da so beschreibst, klingt genau nach meinem Sohn. Du bist damit nicht alleine!

      Das er seine Begabung nur nutzt bei Themen die ihn interressieren ist völlig normal, geht doch jedem so, uns doch auch. Er muss aber lernen, das er Themen machen muss, die ihn nicht interessieren.
      Er weigert sich die Textaufgaben fertig zu machen, nicht weil er es nicht kann, sondern weil er dort keinen Sinn drin sieht. Es interessiert ihn nicht, das langweilt ihn und deswegen verweigert er sich.
      Auch mein Sohn schmeißt sofort hin und gibt auf, wenn ihm etwas nicht auf Anhieb gelingt. Das muss er lernen, das durchhalten.
      Beispiel: da mein Sohn jetzt gut 1 Jahr nicht richtig beschult wurde, fehlt ihm unendlich viel , vor allem in Englisch und Mathe. Nun geht er seit dem 4 Februar auf eine Realschule. Ihm fehlt alles aus der 5 Klasse des zweiten Halbjahres und der 6 Klasse des ersten Halbjahres. Morgen schreiben sie eine Arbeit in Englisch und er hatte ganze zwei Tage Zeit für 10 Seiten Vokabeln.
      Gestern hat er den ganzen Nachmittag geübt mit gezicke, verweigern, aufgeben. Das war nicht wirklich erfolgreich. Heute habe ich mit ihm ein Spiel draus gemacht. Für jede richtige Übersetzung und richtiges buchstabieren hat er 1 min PC oder Wii u bekommen. Und siehe da, er konnt bis auf wenige alle, auch richtig buchstabieren und hat sich somit 120 min PC verdient.
      Du musst ihn mutivieren, ihn locken, mach dir sein verspielt sein zu nutzen und du wirst merken das er viel mehr kann als er zeigt.
      Du solltest dich ganz dringend mit der HB auseinander setzen, es gibt viele Bücher darüber. Empfehlen kann ich dir für den Anfang " Inteligent mit intelligenten Kindern umgehen " . Das ist sehr gut geschrieben mit sehr vielen Beispielen.
      Die Hochbegabung ist euer ständiger und täglicher Begleiter und wenn du und auch der Papa sich nicht damit auseinander setzt, könnt ihr euren Sohn nicht verstehen, versteht nicht was in ihm vor geht, wie er sich fühlt, warum er wie reagiert, handelt und so weiter. HB ist kein Segen, glaube mir und ich denke auch, das unsere Jungs es ihr ganzes Schulleben sehr schwer haben werden. Du hast den Vorteil, das du es jetzt schon weißt, ich habe von der HB meines Sohnes erst in der 3 Klasse erfahren.

      In Baden Württemberg gibt es sicher auch Spezialisten, von denen du deinen Sohn vernünftig und richtig testen lassen kannst. Da können die von der DGHK dir aber sagen zu wem du gehen kannst. Auf jeden Fall würde ich mit ihm zum Spezialisten gehen, die Psychologen haben nicht diese Ahnung und Erfahrungen von HB.

      Es ist gut das er alles mögliche ausprobieren will, lasst ihn , denn nur so wird er das richtige finden.
      Er hört ganz sicher genug zu, auch wenn er nicht den Eindruck macht.

      Schaue mal bei ebay Kleinanzeigen in deinem Umfeld, da stehen oft Jugendliche drin, die Instrumenten Unterricht geben um sich so ihr Taschengeld aufzubessern. An sonsten frage mal ob die Großeltern vielleicht Unterstützung geben. Der E Gitarrenunterricht meines Sohnes kostet 50'- im Monat, ich finde das ist gut hinzubekommen. Sein Lehrer ist ein Musiklehrer an einer Musikschule und hat eine eigene Band und regelmäßig Auftritte.

      Wenn er sprachlich so viel Interesse zeigt, dann lassen sie ihn Englisch lernen. Das braucht er immer und kann nur hilfreich sein.
      An sonsten gibt es ja noch Schach, Reiten , wobei das wohl noch mehr kosten wird als ein Instrument lernen, schwimmen DLRG, und vieles mehr.


      Mein Sohn ist bis jetzt, seit dem er zur Schule geht, durch die Hölle gegangen, das wünsche ich keinem. Vom Mobbing der Mitschüler bis hin zur Klassenlehrerin, mit fristlos von der Schule schmeißen bis zur Förderschule, weil ja alle es so viel besser wissen als ich. Glaube mir, ich flehe dich an, setze dich mit dem Thema der Hochbegabung auseinander und lasse nicht zu das dein Sohn so behandelt wird. Er ist noch klein, hat aber trotzdem Rechte.
      Wir waren bei Professor Dr Urban und haben unseren Sohn dort richtig testen lassen. Wir haben nicht nur ein ausführliches Gutachten bekommen, sondern auch viel Tipps und Vorschläge was wir machen sollen und er hat uns auch gesagt, was unser Kind braucht. Das war richtig gut. Leider haben die Lehrer nicht mitgezogen und deswegen musste er so leiden bis heute. Wir hoffen das es nun an der neuen Schule besser wird.
      Unser Sohn ist auch schnell wütend, von einer Sekunde auf die andere ist er auf 180 und rastet aus. Mit der Weile schlägt er auch zu wenn er provoziert wird. Dr Urban sagte zu uns, das es an erzogen von der Grundschule ist.
      Er hat es sehr schwer und ich frage mich sehr oft, warum er immer noch nicht aufgeben hat. Auch habe ich schon 1000 mal die HB angezweifelt, aber sie ist da und geht auch nicht mehr weg. Sie ist vererbt, zu 50% von der Mutter und sollten Geschwister da sein, kannst du davon ausgehen, das sie ebenfalls HB sind, das ist fast immer so.

      Wenn du noch Fragen hast, dann immer raus damit. Wenn ich dir helfen kann, mache ich das gerne.
      Es wäre schön, wenn du uns weiter auf dem laufenden halten würdest und uns sagst, was du nun machen willst.

      Ich weiß, das sind erstmal super viele Infos und die musst du erstmal sacken lassen. Gehe zum Spezialisten und rufe die DGHK an!
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo Singleparent,

      vielen Dank für Ihre vielen Schilderungen. Ich merke immer wieder, wie es mich wütend macht, wenn ich höre oder lese, dass man Kinder ausgrenzen und stigmatisieren will, nur weil sie etwas aus dem Rahmen fallen. Dass es Kindern in der Grunschule unsagbar schwer fällt, so lange still zu sitzen, wundert mich überhaupt nicht.
      Es ist etwas zutiefst Unnatürliches, so lange still zu sitzen. Und wir verlangen die unseren Kindern ab, stundenlang zu sitzen und bloß nicht aufzufallen. Zwischendruch aufzustehen und sich bewegen zu wollen, ist eigentlich der richtige Impuls und Weg, aber gesellschaftlich nicht anerkannt. Wir zwingen unsere Kinder dazu, dass sie sich selbst zwingen, still und angepassst zu sein und die Signale, die ihnen ihr Körper gibt, zu ignorieren. Heute weiß man, wie wichtig und auch wie gesund es ist, immer wieder kurze Bewegungspausen bei der Arbeit zu machen, v.a. bei Bürotätigkeiten.

      Ich würde also auch sagen, dass Ihr Sohn einfach noch Zeit braucht, um sich an dieses viele Sitzen zu gewöhnen.
      Da Sie schreiben, dass er eine geringe Frustrationstoleranz hat, ist das nun eine echte Herausforderung für ihn.
      Aber man kann das üben, dass er das Sitzen länger "aushält". Ich würde Ihnen auch dringend raten, Ihren SOhn nicht auf eine Förderschule zu schicken. So wie Sie ihn beschreiben, wäre das absolut falsch.
      Er braucht es, gefordert und gefördert zu werden. In einer Förderschule wäre es nur unterfordert.

      Und bitte greifen Sie nicht vorschnell zu irgendwelchen Medikamenten.
      Gerne werden diese nämlich verschrieben, wenn ein Kind nicht der Norm entspricht, um es quasi "gefügig" zu machen, in dem es "ruhig gestellt" wird. Sie schreiben ja, dass ADHS nicht diagnostiziert wurde, aber auch nicht zu 100% ausgeschlossen wurde. Es reicht doch völlig aus, wenn ADHS nicht diagnostiziert wurde. Seien Sie bitte damit zufrieden und suchen Sie bitte nicht nach einem Arzt, der das dennoch diagnostiziert. (Wenn Sie lange genug suchen, werden Sie nämlich wahrscheinlich einen Arzt finden, der Ihnen das diagnostiziert). Die Diagnose an sich ist ohnehin sehr umstritten und der "Entdecker" von ADHS hat zudem auf seinem Sterbebett erklärt und quasi "gestanden", dass ADHS eine erfundene Krankheit ist. Hier geht es vor allem darum, einen einfachen Weg zu finden, dass Kinder angepasst sind und sich entsprechend unauffällig und "pflegeleicht" verhalten und es geht noch viel mehr um unsagbar viel Geld, das die Pharamaindustrie damit jedes Jahr verdient!

      Sie haben die Hobbies Ihres Sohnes beschrieben. Auch hier scheint immer wieder seine geringe Frustratioonstoleranz mitzuschwingen, wenn er dann nach kurzer Zeit das Interesse verliert oder wie bei der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr mitmachen darf.

      Wenn er so gerne Theater spielt, lassen Sie ihn dich in eine Theatergruppe, Theater-AG oder ähnliches gehen. Ich würde ihn nicht Englisch lernen lassen, denn das lernt er in der Schule und es ist wichtig, dass er sich auch kreativ und künstlerisch ausdrücken darf.
      Oder eine Musical-Gruppe oder sowas. Er tanzt ja auch gerne, wie Sie schreiben.
      Vielleicht finden Sie über die Schule, einen Verein oder auch über ein Jugendhaus hier ein passendes Angebot. Es gibt auch richtige Theater, die spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche anbieten.

      Lassen Sie ihn auch weiter zum Yoga gehen, denn das ist sicherlich ein wohltuender Ausgleich für ihn, bei dem er auch gelassener, geduldiger und insgesamt ausgeglichener wird.

      Ich freue mich auf Nachricht von Ihnen!

      Herzliche Grüße
      Klara
    • Hallo liebe Gilfy, hallo liebe Klara,

      vielen Dank für eure Antworten und die vielen guten Ratschläge.

      Heute hatte ich ein Gespräch beim Jugendamt, zwecks der Schulbegleitung, aber da gibt es leider noch nichts neues. Sie weiß auch nicht, ob unsere Schulbegleitung genehmigt wird. in einem ähnlichen Fall wurde die Schulbegleitung nur für 6 Stunden die Woche genehmigt... das ist eigentlich ein Witz.

      Ebenfalls habe ich heute bei der DGHK angerufen und ein nettes und informatives Gespräch geführt. Mir wurde geraten, vielleicht eine Reittherapie oder ähnliches mit Kontakt zu Tieren zu machen, da er ja auch sehr tierlieb ist und lernen muss sich selbst wahrzunehmen. Finde ich eine gute Idee und werde mich definitiv informieren. Ebenso gut fände sie, wenn er etwas machen würde, was mit der Natur zu tun hat, wie z.b. Gärtnern oder ähnliches.
      Über eine andere Beschulung haben wir uns auch unterhalten, da würde sie von einer Waldorfschule abraten, da sie meint, dass intelligente Kinder zu wenig gefordert werden. Sie würde ja eine Schule mit Montessori Unterricht empfehlen. Ich bin einfach hin und hergerissen ... die Waldorfschule ist ungefähr 30 km von mir entfernt, aber es fährt wohl ein Schulbus hin und zurück. Allerdings habe ich ein wenig Angst, mein Kind jetzt schon alleine Bus fahren zu lassen.
      Die Montessori-Schule ist hier in der Nähe, aber mit diesem Prinzip kenne ich mich überhaupt nicht aus. Da ihr hier ja um einiges mehr Erfahrung habt, was würdet ihr denn empfehlen?
      Und Projekte in der Natur gebe es in beiden Schulen, Theater und Kunst, sowie Musik gäbe es auch in beiden Schulen.

      Ich befürchte in unsere aktuellen Schule halte ich es nicht mehr lange aus und er bald auch nicht. Heute ist eine Mutter mir und meinem Kind fast an die Gurgel gesprungen, weil mein Sohn sie vom Zaun wegziehen wollte, weil sie beim Fangen spielen andere Ansichten hatten... Dann wollte sie noch verlangen, dass er sich für ein stupsen im heutigen Musikunterricht entschuldigt. Ständig habe ich mit solchen Lächerlichkeitenund Helikopter-Mamas zu kämpfen. Es geht mir so an die Substanz und natürlich lasse ich meinen Frust dann meistens an meinem Kind aus, weil er immer wieder sich auf diese Kinder einlässt, die bei jeder Berührung anfangen zu weinen und die Mütter dann auf mich losgehen.
      Dem außerordentlichen Elternabend, bei dem es um die Unruhen im Klassenzimmer geht wurde übrigens zugestimmt. Ich werde mit Sicherheit nicht zu diesem Elternabend gehen. Ich lasse mich und mein Kind doch nicht noch mehr an den Pranger stellen. Ich habe das Gefühl bei uns brennt die Situation momentan und ich weiß nicht ob es gut ist, ihn weiter an dieser Schule zu lassen. Wie gesagt ich bin hin und hergerissen, habe keine Nerven mehr und mein Sohn tut mir so unsagbar leid, dass niemand versucht ihn so anzunehmen, wie er ist , sondern immer nur den Querulant in ihm sieht, der andere Kinder verletzen möchte.

      Morgen habe ich einen Termin bei einem Heilpraktiker, der mit Bioresonanz meinen Sohn auslesen will, ob ihm vielleicht irgendwelche Nährstoffe, Mineralstoffe fehlen oder irgendwelche Belastungen wie schwermetalle im Körper hat. Ob das was hilft weiß ich nicht, aber irgendwas muss ich ja tun.

      Lg
    • Ich denke nicht das ein Heilpraktiker hilft, denn dieses Verhalten was dein Sohn zeigt, hat ganz alleine mit Unterforderung zu tun, er hat im Unterricht Langeweile. Dagegen helfen nun mal keine Pillen und Vitamine.

      Mit einer Waldorfschule kenne ich mich auch nicht aus, es soll dort aber sehr langsam gelernt werden, von daher ist das nichts für HB Kinder.

      Montessori Schulen sind meistens Privatschulen, da musst du dich mal erkundigen.
      Montessori ist sehr gut, allerdings nicht für jedes Kind geeignet, da das Montessori Prinzip heißt" selbszändiges lernen " .
      Mein Sohn war an so einer Schule, leider konnten sie dort nicht mit ihm umgehen, die sind an dieser Schule hier sehr pingelig wenn es um Ärger geht gewesen. Das Montessori lernen hat ihm sehr gut getan.
      Frage doch mal nach, ob dein Sohn dort für eine Woche hospitieren kann, das heißt,das er eine Woche dort zur Schule geht um alles kennen zu lernen und es mal ausprobieren kann. Seine jetzige Grundschule kann und darf das nicht verbieten.
      Montessori Schulen sind in der Regel Ganztangsschulen. Sie bieten wirklich sehr viel Abwechslung und machen sehr viel in Praxis. Das wird deinem Sohn bestimmt gut tun und auch gefallen. Ich kann dir nur empfehlen, dich dort zu informieren.

      Es ist natürlich blöd, ach was sage ich, es ist schei.... das eure Situation schon so festgefahren ist an der Schule. Da wird er leider kein Fuß mehr auf den Boden bekommen. Ja, ein Schulwechsel würde ich auf jeden Fall machen. Er ist noch jung und wird schnell wieder Anschluss finden.
      Kinder wie unsere fallen aus der Norm, machen viel Arbeit weil sie alles wissen und erklärt haben wollen und das passt nicht in die Welt des heutigen Schulaltags. Kinder müssen heut zu Tage funktionieren ! Das heißt das sie sich in die Klasse zu setzen haben und keinen Mucks von sich geben dürfen und das machen sollen was ihnen aufgetragen wird. Kinder wie unsere können das aber so nicht, weil sie immer zu etwas finden was sie hinterfragen und erklärt haben wollen.
      Du kannst froh sein, das dein Sohn noch nicht soweit ist, die komplette Schule in Frage zu stellen, das kommt vielleicht noch. Damit will ich sagen, das er in Schule keinen Sinn sieht, weil er rausgefunden hat, das man 70% was er dort lernt, eh nicht brauchen wird. Mit den Hausaufgaben ist es auch nicht anders.

      Eine Schulbegleitung wird auch keine große Hilfe sein, da diese Leute meistens nicht auf diesem Gebiet geschult sind. Das sind ganz normale Leute, die so gut wie keine Erfahrungen haben . Zudem bekommt man sowas auch erst dann, wenn die Schule alles probiert hat, was ihr zur Verfügung steht.

      Ich weiß nicht mehr genau, aber reiten habe ich glaube ich auch schon erwähnt. In der Natur was machen, ist auch eine gute Idee. Da er aber nicht nur sich wahrnehmen muss, sondern auch die anderen, wäre vielleicht Pfadfinder was. Die sind immer in der Natur und mit anderen Kindern ist er auch zusammen.

      Nichts desto trotz muss dein Sohn lernen sich an Regeln zu halten und schupsen ist an keiner Schule gerne gesehen. Natürlich muss er sich dann auch entschuldigen, das gehört einfach dazu.
      Ja, es ist lächerlich, aber halt in der heutigen Zeit wird es so gehandhabt.
      Aber auf keinen Fall darfst du deinen Frust und Ärger über die anderen Eltern an deinem Sohn auslassen! Du musst und kannst es ihm nur immer wieder erklären, das er so nicht handeln darf, er möchte ja so auch nicht behandelt werden. Was soll er denn machen? Er hat doch gar keine andere Wahl sich mit anderen Kindern auf dem Schulhof zu beschäftigen! Die sind doch alle nicht wie er und die verstehen das auch nicht, die Erwachsenen verstehen es ja nicht mal!!!

      Es wird nicht einfacher, das kann ich dir schon jetzt sagen, auch kann ich dir sagen, das ich froh bin das ich kein weiteres Kind mehr durch die Schule bringen muss!
      Du darfst nicht aufgeben , du musst deinem Sohn den Rückhalt geben , für ihn da sein, für ihn kämpfen. Auch wenn er HB ist, er ist trotzdem ein Kind, das vergessen viele!!!
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo zusammen,
      ich habe mich jetzt eine Weile nicht mehr gemeldet. Es hat sich in dieser Zeit sehr viel ereignet, leider nur negatives. Mein Sohn wurde beschuldigt, er habe einem Mädchen, mit dem wir schon im Kindergarten Probleme hatten in den Intimbereich gepiekst zu haben. Die Mutter rief mich an, war außer sich und beschimpfte meinen Sohn und drohte mit einer Anzeige und dass sie ihn erwischen werde. Mein Sohn sagte, er wäre gegen sie gestoßen und hätte sie dabei am Beckenknochen berührt. Er dementiert bis heute, dass er ihr zwischen die Beine gelangt habe. (ich muss auch dazu sagen, dass er noch keine Ahnung hat. Er denkt immer noch, dass man verheiratet sein muss und sich nur ein Baby wünschen muss und dann wird man schwanger ) Die Mutter kam zweimal schon in die Schule und hat meinen Sohn gedroht, sie werde ihn noch erwischen. Die Schule weiß Bescheid über den Vorfall, hat die Mutter aber nicht zurechtgewiesen, also blieb mir nichts anderes übrig, als bei der Polizei nachzufragen wie ich ihr die Grenzen aufweisen kann. Die Polizei möchte nun nach den Ferien mit uns allen zusammen, inklusive Rektorin ein Gespräch führen.
      Natürlich wurde dieser Vorfall vor der gesamten Klasse diskutiert, da das Mädchen dies vor der gesamten Klasse der Lehrerin erzählt hat. Die Lehrerin ließ meinen Sohn nicht aussprechen und war sofort davon überzeugt, dass es stimmt. Seitdem wird er täglich beleidigt, geärgert (er würde in die Mädchen Toilette gehen um sich die Popos anzuschauen, ADHS-Kind genannt, als Arschloch beschimpft, angespuckt, etc) oder es werden irgendwelche Lügengeschichten über ihn erfunden. Teilweise flippt komplett aus und brüllt unkontrolliert herum, die Lehrer befürchten, dass er Kinder verletzt und verweisen ihn oft der Klasse. Die Kinderpsychologin möchte jetzt ein Gespräch in der Schule haben und wird auch bei diesem Gespräch mit der Polizei dabei sein.
      Jeden Tag, befürchte ich das schlimmste wenn ich ihn von der Schule abhole, oder wir hier in unserem Dorf auf den Spielplatz gehen. Überall treffen wir Mütter von Kindern aus unserer Schule. Leider hinterfragt keiner seine Kinder, und geht davon aus, dass alles stimmt was sie ihnen erzählen. Direktorin ist relativ neutral, die Lehrerin leider nicht. Sie mag ihn nicht, er ist ihr zu anstrengend, bezeichnet ihn auch als anstrengendsten Schüler.
      Eine Schulbegleitung war beantragt, und am Montag hatte ich den Termin zur Besprechung, welche Diagnose das sbbz ausstellt und sie sprechen sich gegen eine Schulbegleitung aus und wollen mein Kind sonderbeschulen lassen in eine Schule für sozial emotionale Entwicklungsstörung. Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage! Meine Kinderpsychologin meint, ich solle noch durchhalten und weiter kämpfen, aber mittlerweile bin ich der Meinung er sollte in eine andere Grundschule gehen. Er sagt zwar immer, er möchte gern hierbleiben, er sagt er mag die Schule, was mich wirklich wundert, aber ich bin wirklich mit meinen Nerven mittlerweile am Ende.
      Habt ihr Erfahrungen mit einem Wechsel der Grundschule? Ich würde natürlich angeben, dass er gemobbt wird, was er auch stimmt und dass ich mir eine Wohnung suche in dem neuen Schulbezirk. Ich habe einfach nur Angst davor, dass er so geprägt ist, und dort auch wieder Schwierigkeiten haben wird. Er war noch nie einfach, habe ich ja schon oben beschrieben, aber seit den ganzen Vorfällen flippt er unglaublich schnell aus.
      Die Absage der Schulbegleitung werde ich natürlich anfechten. Ich weiß dass ich das Recht habe auf eine Schulbegleitung. Nur leider wird das wieder noch mehr Zeit verschwenden. Habt ihr vielleicht noch irgendwelche Tipps für mich?

      Liebe Grüße
    • Hallo Single Parent!

      Zunächst einmal: Es tut mir unendlich leid, was dein Sohn (und in weiterer Folge du) erleben muss(t). :( Da fehlen einem schier dir Worte. Du hast absolut das Richtige getan, dass du dich an die Polizei gewandt hast und super, dass sie intervenieren und es dieses Gespräch geben wird. Das würde ich auch auf jeden Fall stattfinden lassen. Mach ganz unmissverständlich klar, dass der Vorwurf der sexuellen Absicht nicht nur an den Haaren herbeigezogen ist (es war ein Versehen, nicht mehr und nicht weniger), sondern noch dazu absolut haltlos und übergriffig. Im Zweifelsfall (wenn du gut bluffen kannst) kündigst du ebenso rechtliche Schritte an. Das muss sich niemand gefallen lassen. Nicht dein Kind und nicht du! Punkt!

      Meine ehrliche Meinung: Das ist vermutlich nichts, das "wieder gut" wird.
      Also ja, auch einen Schulwechsel andenken und das ggf. so rasch wie möglich. Gerade die erste Schulzeit ist absolut prägend und stellt die Weichen für die weitere "Bildungsbereitschaft". Dass dein Sohn lieber an seiner alten Schule bleiben möchte, sollte dich nicht beunruhigen. Das ist absolut normal, denn Kinder können mit Veränderungen in der Regel nicht gut umgehen und schwer in die Zukunft denken. Das große Fragezeichen (= neue Schule) macht eher Angst und wird deswegen im Zweifelsfall abgelehnt. Ich habe schon einige Schulwechsel von Kindern in den ersten Schuljahren miterlebt (meist aus ebensolchen Gründen). Ad hoc fällt mir keine Familie ein, die einen Wechsel bereut hat (inkl. Kind). Wenn man ernsthaft darüber nachdenkt, die Schule zu wechseln, hat da extrem viel Aussagekraft, finde ich.

      Ganz wichtig (aber das tust du ohnehin): Zeige und sage deinem Sohn unbedingt immer wieder, dass du ihm glaubst und zu ihm stehst. Diese Loyalität vom Elternhaus ist das, was die Kinder in Erinnerung behalten. Und die kann viel abfedern!

      Alles, alles Gute euch beiden! Lasst euch nicht kleinkriegen!
    • Liebe Dani,

      danke für deine Antwort. Ja es ist eine schreckliche Situation, ich liege schon wieder wach, weil die Gedanken nicht zur Ruhe kommen.

      Ich dachte, jetzt in den Ferien können wir mal entspannen, aber Pustekuchen, heute kam schon wieder was von einem Elternteil, mein Sohn hätte ihren in der Ferienbetreuung mit dem Essensmesser bedroht, er würde ihm den Arm abschneiden. Kein Betreuuer hat was mitbekommen, nur die 2 Jungs, die von vornherein nicht wollten, dass er bei ihnen sitzt und ihn als fette Sau beschimpft haben. Allerdings wurde mir vom Elternteil gesagt, er habe beschimpft. Ich bot der Mutter an, dass ich gleich vorbei komme und wir das mit Kindern untereinander klären, aber das wollte sie nicht und meinte nur, ihr Sohn und der Freund sagen das, ich solle meinen Sohn hinterfragen und wenn das nochmal passiert, gibt es eine Anzeige...

      Mir wurde damals schon im Kindergarten gesagt, die Eltern haben eine Koalition gegen mein Kind gegründet, ich fand dies absolut absurd, aber es stand ja auch kein Erzieher 100%ig hinter uns und in der Schule ist es nicht anders. Er war auffällig, also war er auch immer schuld und es galt nur, die anderen Kinder zu schützen. Sein Verhalten wurde nie hinterfragt, selbst nicht, als er mit Fäkalien verglichen wurde und den Kindern dann, wenn sie nicht in einer Gruppe waren, eine verpasst hat. Und genauso geht es jetzt in der 1. Klasse weiter.

      Kann ein Kind die Schule wechseln ohne Kommunikation zwischen den einzelnen Schulen? Wir würden mit Sicherheit nicht gut weg kommen.
      Ich bin schon am überlegen, ob ich ihn in einen Selbstverteidigungskurs stecken soll. Nicht, dass er sich nicht wehren kann, das macht er und das ist ja das Problem. Er kann seinen Zorn dann nicht mehr kontrollieren.

      Liebe Grüße von einer total verzweifelten Mutter
    • Liebe Single Parents!

      Es ehrt dich, dass du immer noch versuchst, den Eltern entgegen zu kommen und das Gespräch zu suchen. Das spricht sehr für dich und eine reife, reflektierte Art. Schade, dass deine Versuche nicht von Erfolg gekrönt sind. Meine Einschätzung: Du wirst die Situation im direkten Gespräch nicht mehr entspannen. Spar dir (und deinem Kind) also den Stress und ignoriere die Eltern fortan. Kommen Beschwerden bzgl. in einer Situation, in der du nicht dabei bist, verweise auf die Aufsichtspersonen. Was in der Betreuung passiert, liegt eben außerhalb deines Einflussbereiches und mit ihren Beschwerden dürfen sie sich also gerne an die Betreuungseinrichtung wenden!
      Versuche dich hier wirklich deutlich abzugrenzen, denn alles andere ist verlorene Liebesmühe!

      Zum Schulwechsel: So, wie sich das für mich anhört, wird die momentane Grundschule evtl. Interesse daran haben, dass dein Sohn wechselt und dir dbzgl. evtl sogar zur Seite stehen. Versuche das auszunutzen und sprich deutliche Worte: Du möchtest für deinen Sohn einen fairen Neustart in einer anderen Grundschule. Welche Möglichkeiten gibt es von Seiten der jetzigen Schule, das zu unterstützen?

      Ob die Schulen miteinander vernetzt sind, wissen wohl nur die Schulleiter alleine. In Österreich sind sie das im Regelfall eher weniger...

      Ich bin jetzt ein paar Tage mit meinen Kids im Urlaub, würde mich aber am Donnerstag wieder melden... Bis dahin: Lass den Frust ruhig raus, dafür sind wir da! :)
    • Ich habe es leider befürchtet, das es keine Ruhe an der Schule und mit den Eltern gibt. Du kannst da auch machen was du willst,das Thema ist durch, das wird sich auch nicht mehr ändern.
      Das liegt daran, das weder die Lehrkräfte an der Schule deines Sohnes, noch die anderen Eltern , Verständnis , Erfahrung und Ahnung mit HB Kindern haben. Drehe dir den Satz mal um, diese Leute sind einfach dumm und Stur.

      Ja, ein Schulwechsel ist das einzige was euch bleibt, aber nehme dir dafür auf keinen Fall Hilfe von irgendwelchen Lehrern oder Schulleitung der jetzigen Schule. Natürlich sind die Lehrer alle miteinander vernetzt und keiner wird ein gutes Haar an deinem Jungen lassen. Dazu kommt, das wenn die neue Schule nicht richtig, ordentlich und bewusst gewählt wird, wird dort genau das selbe passieren wie jetzt.
      Also,was solltest du tun?

      Ich weiß nicht von wo du kommst, das wäre für mich leichter, dir Hilfe zu nennen.

      Du rufst nun bei der Landesschulbehörde an und lässt dich nicht abwimmeln. Dort haben die Schulpsychologen, Hochbegabtenbeauftragte und so weiter. Nehme alles was du kriegen kannst, aber vor allem den Schulpsychologen. Mit ihm triffst du dich, er sollte zu dir nach Hause kommen, ein Gespräch führen, dein Sohn kennen lernen, er geht auch zur Schule und schaut sich an wie der Unterricht abläuft und vieles mehr. Ihm musst du das Gutachten über der HB vorlegen. Du kannst/ solltest die Therapeutin deines Sohnes mit dem von der Landesschulbehörde sprechen lassen. Ihr zusammen sucht dann eine neue, richtige Schule. Der Schulpsychologe von der Landesschulbehörde nimmt dann den Kontakt zur neuen Schule auf und sagt denen auch, was der Kleine braucht.
      Ganz wichtig ist, das der Schulpsychologe von der Landesschulbehörde ist, für die Landesschulbehörde arbeitet.

      Eine Förderschule ist keine Option, aber das sagte ich dir ja schon bereits!

      Das ganze dauert seine Zeit, du kannst aber bei der Landesschulbehörde deutlich machen, wie dringendes ist, wie schlecht es deinem Sohn schon geht, denn es geht ihm schlecht, das siehst du an seinem Verhalten.

      Melde dich bitte bald wieder und halte uns auf dem laufenden.
      MfG Gilfy :saint:
    • Dani schrieb:

      Liebe Single Parents!

      Es ehrt dich, dass du immer noch versuchst, den Eltern entgegen zu kommen und das Gespräch zu suchen. Das spricht sehr für dich und eine reife, reflektierte Art. Schade, dass deine Versuche nicht von Erfolg gekrönt sind. Meine Einschätzung: Du wirst die Situation im direkten Gespräch nicht mehr entspannen. Spar dir (und deinem Kind) also den Stress und ignoriere die Eltern fortan. Kommen Beschwerden bzgl. in einer Situation, in der du nicht dabei bist, verweise auf die Aufsichtspersonen. Was in der Betreuung passiert, liegt eben außerhalb deines Einflussbereiches und mit ihren Beschwerden dürfen sie sich also gerne an die Betreuungseinrichtung wenden!
      Versuche dich hier wirklich deutlich abzugrenzen, denn alles andere ist verlorene Liebesmühe!

      Zum Schulwechsel: So, wie sich das für mich anhört, wird die momentane Grundschule evtl. Interesse daran haben, dass dein Sohn wechselt und dir dbzgl. evtl sogar zur Seite stehen. Versuche das auszunutzen und sprich deutliche Worte: Du möchtest für deinen Sohn einen fairen Neustart in einer anderen Grundschule. Welche Möglichkeiten gibt es von Seiten der jetzigen Schule, das zu unterstützen?
      Ja das stimmt, ich muss mich abgrenzen davon, ist nur nicht so leicht, wenn man ständig auf dem Handy belästigt wird...

      Zum Schulwechsel: ich spekuliere darauf, dass die Schule ihn los werden will und ich den "Deal" aushandeln kann, dass sie ihm im Gegenzug ein ganz normales Zeugnis ausstellen. Besprechen muss ich das aber noch mit meiner Kinderpsychologin.
    • Ich glaube der Großteil der Problematik ist das fehlende Verständnis, Unkenntnis und Überforderung, der Lehrkräfte. Würden sie sich mit der Thematik auskennen, den Eltern ihre Grenzen aufweisen und versuchen eine Klassengemeinschaft zu bilden, anstatt Grüppchen und Mobbing untereinander zu fördern, wären einige der Konflikte schon im Keim erstickt. Außerdem müssten 2 Lehrkräfte in Grundschulklassen sein, vor allem, wenn man laut Leitung 5 Problemkinder in der Klasse hat.

      Naja, alles reden und rätseln bringt nichts mehr, ich muss jetzt die passende Schule für ihn finden. Auf jeden Fall in der Stadt, kein Dorf mehr.
      Stimmt, habe mich gleich abwimmeln lassen, mit den Worten, einen Termin bei den Schulpsychologen dauert 6 Monate und habe mich an die Beratungslehrerin für unseren Umkreis verbinden lassen. Ganz nette Frau und bot mir auch an, sich in den Unterricht zu setzen um mir zu helfen, eine passende Schule zu finden. Zu dem Zeitpunkt war ich aber noch bereit zu kämpfen um hier bleiben zu können.

      Das Schulamt rief ich auch an, aber die waren der Meinung, dass die Damen vom SBBZ Fachkräfte sind und ich ihrer Meinung vertrauen sollte. Die Plätze wären sehr begehrt, viele warten 6 Monate auf so einen Platz. Laut meiner Kinderpsychologin ist das die typische Masche, um die Förderschulen zu füllen. Sie sagte auch, sie hatte einige Eltern in der gleichen Situation, die sind direkt zum Oberschulamt gegangen.

      Ich komme übrigens aus BW, Kreis Karlsruhe.

      Ich halte euch auf dem laufenden.

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    • Hallo Dani,
      lieb von dir, dass du an uns denkst.
      Da ich meinen Sohn aus der Ferienbetreuung rausgenommen habe, war heute ein sehr angenehmer Tag.

      Ich habe da eine Schule im Auge, auf der ich auch als Kind war und die kooperieren mit vielen anderen Schulen, unter anderem SBBZ' zusammen und erarbeiten extra Lerninhalte für Schüler mit besonderen Bedürfnissen. Zumindest steht das auf ihrer Homepage.
      Ansonsten tendiere ich zu einer Montessori Schule.

      Lg