Selbstbefriedigung bei 7-jähriger?

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    • Selbstbefriedigung bei 7-jähriger?

      Letztes Wochenende lag meine Tochter mit uns zusammen auf dem Sofa und schaute fern. Sie lag auf dem Bauch unter einer Wolldecke. Plötzlich fing sie an, rythmische Bewegungen zu machen. Was genau sie gemacht hat, konnte ich nicht sehen, aber es sah so aus als wenn sie sich irgendwie selbst reiben würde. Ich habe es ignoriert und muss auch ehrlich gestehen, dass ich nicht weiß, wie man überhaupt mit sowas umgehen sollte.
      Am nächsten Abend kam sie zu mir und sagte mir, sie hätte eine "Stelle". An der Innenseite ihres einen Oberschenkels ziemlich weit oben hat sie eine kleine, wunde Stelle, so als wenn etwas daran gescheuert hätte. Während sie mir das zeigte, machte sie so den Eindruck als wenn sie ein schönes Geheimnis hätte, was sie nicht verrät. Ihr wisst schon, was ich meine. Wie Kinder so sind, wenn sie z.B. eine Geburtstagsüberraschung für einen vorbereitet haben und es nicht verraten, sich aber selbst darüber freuen.

      Nun meine Frage: Ist das in dem Alter normal? Ich weiß, dass Kinder irgendwann ihren Körper entdecken, aber nicht wann. Und ich kann mich auch überhaupt nicht erinnern, wie es bei mir war. Wie geht man als Eltern damit um? Spricht man das an? Muss man etwas erklären? Oder lässt man die Kinder einfach?
    • Ich glaube es ist in jeder Altersklasse normal, dass sich Kinder irgendwie mit ihrer Sexualität und dem Intim erreichen beschäftigen. Ab welchem Alter dann Sexuelle Lustgefühle ins Spiel kommen ist wohl unterschiedlich, wobei mir 7 doch etwas frueh zu sein scheint.

      Würde wunde Stelle eincremen und fertig, vll. Mal in geeignetem Augenblick wieder drauf hinweisen, dass keine Gegenstände in Körperöffnungen gesteckt werden, den Rest würde ich sie machen lassen.
    • Hmmmm, wüsste ich jetzt auch nicht, was ich da machen würde. Die meisten Kinder machen sowas bestimmt eher heimlich im Kinderzimmer. Auch wenn ich es früh finde, so ist das ja nicht unnormal. Schon einige Kindergartenkinder fangen mit Doktorspielen an. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Entdeckung zufällig gemacht wurde und sie nun Gefallen darin gefunden hat. Ich glaube, ich würde ihr nur sagen, dass sie es nicht so doll machen sollte, dass es Wunden gibt und wenn sie es "öffentlich" macht, wenn ihr alle dabei seid, würde ich ihr unter vier Augen sagen, dass man sowas lieber macht, wenn man alleine ist.
    • Meine Tochter hat mit 3 Jahren angefangen ihr Genital zu entdecken und dass es schön ist. Zum Einschlafen hat sie dort "gefummelt", auch wenn sie eine Sendung im TV gesehen hat. Da sie noch sehr klein war, hab ich sie machen lassen. Ich habe ihr aber auch erklärt, dass man soetwas nur zu Hause macht und eigentlich auch nur, wenn man allein ist, weil es andere Leute stören könnte. Nach ein paar Wochen hat es ganz von selbst wieder aufgehört. Sie ist jetzt bald 5 und ich hab es seit dem nicht mehr gesehen, dass sie es getan hat. Sie darf es aber natürlich, halt nur unter Rahmenbedingungen.
    • Hallo,

      es ist vollkommen normal, dass bereits Babies und Kleinkinder ihr Geschlecht entdecken. Kindliche Sexualität hat dabei nichts mit der Sexualität von Erwachsenen zu tun. Kindliche Sexualität erfahren Babies und Kleinkinder mit allen Sinnen und mit der instinktiven und spontanen Lust auf körperliches Wohlgefühl. Dabei können sie noch nicht zwischen Zärtlichkeit, Schmusen und genitaler Sexualität unterscheiden. Sie sind noch weit entfernt von gesellschaftlichen Sexualnormen und haben zunächst noch kein Schamgefühl.

      Kindliche Sexualität bedeutet für das Kind also einfach nur, schöne Gefühle zu erfahren. Es geht um das Entdecken des eigenen Körpers. Wenn das Kind fühlen und greifen lernt, beginnt es nicht nur seine Umwelt zu erforschen, sondern auch seinen eigenen Körper. Wenn es zum Beispiel bei der Körperpflege erfahren hat, dass es ein wohliges Gefühl ist, an den Genitalien berührt zu werden, so merkt es nun, dass es auch schön ist, sich selbst dort zu berühren. Bereits bei Babies kann dies beobachtet werden.
      Ab etwa dem zweiten Lebensjahr, wenn das Kind sprechen lernt und beginnt, Zusammenhänge herstellen zu können, wird Sexualität dann nicht mehr unbewusst erlebt, sondern mehr und mehr bewusst, denn das Kind entdeckt sich und seinen eigenen Körper mit genau derselben Neugierde und demselben Entdeckergeist wie alles andere. Das Kind will erforschen und dabei auch mehr über seinen eigenen Körper erfahren. Es erkennt bewusst sein eigenes Geschlecht und nimmt auch die geschlechtlichen Unterschiede zwischen einem Jungen und einem Mädchen, einem Mann und einer Frau wahr. Es möchte wissen, wie die Geschlechtsteile heißen und wie es auf die Welt gekommen ist.

      Diese Art von kindlicher Sexualität ist also an sich nichts Verwerfliches, Anstößiges oder Problematisches, sondern ein vollkommen normaler Teil der sexuellen Entwicklung eines Menschen. Auch aus medizinischer Sicht gibt es da keinerlei Einwände.

      Wichtig für Sie als Eltern ist, Ihr Kind in dieser Entwicklung zu unterstützen, in dem Sie ihm signaisieren, dass es nichts Verwerfliches ist, sich selbst zu berühren. Allerdings sollte ein Kind schnell lernen, dass dazu die Rahmenbedingungen passen sollten, das heißt, dass man sich nicht in der Öffentlichkeit selbst berührt, weil das andere Menschen stört (man bohrt ja auch nicht vor allen Leuten in der Nase), sondern am besten dann, wenn man alleine ist und das ganz in Ruhe tun kann. Im Grunde hat dies mit dem Thema "gutes Benehmen" zu tun. Vollkommen falsch wäre es, wenn Sie Ihrem Kind ein solches Verhalten verbieten würden. Sie würden dadurch nur sinnlose Schuldgefühle bei Ihrem Kind erzeugen.

      Herzliche Grüße
      Klara

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Klara ()

    • Meiner Meinung nach ist das nichts worüber man sich sorgen machen muss, auch wenn sie natürlich noch sehr jung ist. Aber dass Kinder ihre Sexualität entdecken ist ganz natürlich und gehört einfach zur Entwicklung des Kindes dazu. Dennoch würde ich mit ihr darüber sprechen und ihr sagen, dass sie sch nicht verletzen muss dabei.