Herz, Schmerz und dies und das...

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    • Herz, Schmerz und dies und das...

      Wir laden Sie, die nun endlich Mütter :love: , herzlich ein, uns an Ihren Erinnerungen teilhaben zu lassen, bevor sie verblassen.

      Berichten Sie uns über die Zeit bis zur, während und nach der Geburt.
      Worauf kann Frau sich einstellen?

      Haben Sie die Wehen als solche erkannt?
      Wann haben Sie sich entschieden, Jemanden darüber zu informieren, dass es "soweit ist"?
      Wie fühlt es sich an, wenn die Fruchtblase platzt?
      Wo waren Sie zu diesem Zeitpunkt?
      Wen haben Sie informiert?
      Wo kam Ihr Kind zur Welt? Wie lange hat das gedauert? Früher als geplant? Früher als gedacht? Hat sich Ihr Baby so richtig Zeit gelassen?
      Wer war bei der Geburt dabei? Wie ist es diesem Mensch ergangen? Hat er alles mitbekommen?
      Wie haben Sie die Schmerzen vor, während und nach der Geburt erlebt und ...überstanden? Was hat Ihnen geholfen? Worauf kann Frau sich einstellen?
      Wie war es, als Ihr Kind das Licht der Welt erblickte?
      Wieviele Kinder haben Sie zur Welt gebracht?

      Einige Mütter sagen nach der Geburt: "Das mache ich nie wieder!"
      :thumbsup: Allerdings scheint die Erinnerung zu
      verblassen, denn meist folgen ja durchaus Geschwisterkinder!?

      Wie sieht es bei Ihnen aus?
      Wie lange liegt die Geburt Ihres (letzten) Kindes zurück?
      Woran erinnern Sie sich?

      Herzlichen Dank für Ihre Offenheit! ^^
    • Hallo!

      Da die Mädels sich hier zurückzuhalten scheinen, kann ich euch das Thema Geburt gern mal aus Sicht des Mannes, Vaters und Begleiters schildern. Ich war von Anfang an überzeugt, dass ich dabei sein möchte und es war auch der Wunsch meiner Frau.

      Wir haben ein Dezember-Kind und wie es immer so spielt kommt alles auf einmal. Wir hatten am Abend Betriebsweihnachtsfeier, als ich eine Nachricht bekam, dass die werdende Mutter Bauchschmerzen hat, quasi Menstruationsschmerzen. Mir war recht klar, dass jetzt keine Menstruation ansteht (in Bio aufgepasst ;-), meiner Frau "musste ich - soweit mein Empfinden - da sogar noch auf die Sprünge helfen". habe also flott die illustre Runde verlassen, um zu Hause einer wieder entspannteren Gattin zu begegnen die Dschungel Camp guckte. Witziger weise stellte eine Teilnehmerin im TV gerade die mittlerweile bekannte Frage "Was geht los darein?" - das habe ich den dicken Bauch dann auch mal gefragt, prompt gab es wieder Schmerzen. Ich fragte, ob wir in Krankenhaus wollen - kam ein klares nein, wir haben noch 14 Tage. Bitte, bin ich eben duschen gegangen und anschl. schlafen. Aber nur kurz, etwa 1h später würde ich dann doch unsanft geweckt und gebeten, mal flux ins Krankenhaus zu fahren. Da war er dann, der Moment, auf den ich irgendwie gewartet zu haben schien, der tapfere Vater fährt die kleine Familie zur Geburt. Es war Dezember, es regnete und überfror und war glatt - egal, es war Nacht und die Straßen leer. Ich war wohl auch etwas flotter unterwegs...

      Im Krankenhaus dann leider quasi eine Warteschlange vor dem Kreißsaal (12.12.12) - es gibt tatsächlich Menschen, die sich Kinder zum Wunschdatum per Kaiserschnitt holen lassen - irgendwie nicht schön aus meiner Sicht. An diesem Tag dann sowieso nicht, weil die den Kreißsaal damit unnötigerweise blockiert hatten. Kamen wir also in einen Aufnahmeraum und niemand kümmerte sich wirklich, Wehenschreiber angeschlossen - allein gelassen. Die Frau kam auch immer mehr in Fahrt und irgendwann kam dann doch mal eine Schwester ("hier ist Wasser") und später auch mal eine Ärztin ("habe jetzt Schichtwechsel, schicke die Ablösung"). Meine Frau kann sich an all das gar nicht mehr erinnern, war mit sich und dem kommenden Nachwuchs beschäftigt und es muss mörderisch weh getan haben - so wie es klang. Was macht man da, so allein ohne Helfer, die das täglich machen? Händchen halten, Wasser reichen, Frau Umlagern, Personal der Klinik suchen... Ach ja, der Wehenschreiber fing irgendwann aufgeregt zu piepsen an, da rutscht einem das Herz in die Hose, gucken kam keiner, also guckte ich, Papierstau und dann wars nach meiner kurzen Reparatur ganz alle... man macht sich schon Sorgen, wenn medizinische Geräte plötzlich hysterisch piepsen...

      Was ich aus dem Geburtshilfekurs übrigens noch wusste: "Als Erstgebärende kommen Sie idR 1-2x umsonst in die Klinik und müssen noch mal Heim..." - Wir waren ja 2 Wochen vor Termin, jetzt 2-3 Std. ohne ärztl. Kontakt in der "Warteschleife" und dann kam doch noch eine frische Schichtärztin, schnelle Ultraschall- und Tastuntersuchung, ihr Telefon piepst, sie wieder auf dem Weg nach draußen... aber nicht mit mir. Habe sie aufgehalten und mal gefragt, wie es denn so aussieht, ob wir wieder gehen und was dieser Wehenschreiber so mitteilt. Klare Antwort:

      "Sie gehen heute bestimmt nicht mehr nach Hause, bereiten Sie sich lieber darauf vor, hier im Zimmer zu entbinden, dachte eine Hebamme war schon hier..." --> In diesem Augenblick hatte ich das erste Mal Tränen in den Augen, es war klar, dass die Zweisamkeit nun vorbei war und das lang ersehnte Glück zu uns stößt. Hab ich mich gefreut :) War ich der Geräuschkulisse nach aber der Einzige, später erfuhr ich, dass auch schreiende Frauen Freude empfinden können ;)

      Dann wieder warten, man starrt dann immer im Raum umher, an die Decke, wo das Mobile mit den größer werdenden runden Scheiben hängt... an dem wird einem ja idR erklärt, wie weit der Muttermund schon offen ist und wann die heiße Phase beginnt. Wir waren nun mitten in der heißen Phase, als doch tatsächlich eine Hebamme auftauchte --> "Nun aber Husch, wir haben einen Kreißsaal für Sie frei bekommen...", nett, oder? Deswegen waren wir ja da! Auf jeden Fall gabs noch eine Runde Schmerzmittel (für meine Frau), dann wurde kurz erbrochen und auf ging es :) ich habe wirklich alles gegeben, um bei ihr zu sein und wenigstens seelisch zu unterstützen, aber man ist da machtlos... habe das Radio ihren Wünschen entsprechend bedient. Mal Oldies, mal Black & Dance... irgendwann kam da in einem schmerzhaften Moment im Radio "She is a Monster, beautiful Monser..." Seit dem heißt unsere Kleine als Spitzname auch Monster :)

      So, dann im Kreißsaal mit seinen 4-5 Wundermaschinen, haben wir im Vorbereitungskurs alles kennen gelernt, einfach nur das Bett genutzt, keine Wanne, kein Rhönrad, kein Hocker, keine Hängevorrichtung - das schnöde Bett. Ich glaube diese ganzen Geräte werden nie benutzt ;) Es ging nun alles immer öfter und schneller und scheinbar schmerzhafter voran. Aber zum Glück auch ohne Komplikationen. Man will es nur noch hinter sich haben, wenn man seine geliebte Frau so schreien hört... mittlerweile fand sich auch medizinisches Personal ein, eine Hebamme, eine Schwester und eine Internistin. Letztere verunsicherte mich, viel geredet wurde mit uns ja im Vorfeld nicht, man denkt dann, dass evtl. Probleme aufgetreten sind, die sofort behandelt werden müssen, warum sonst ist eine Internistin da? In diesem ganzen Wirrwarr traute ich mich aber gar nicht zu fragen, was die da will. Sonst bin ich nicht auf den Mund gefallen, aber hier ging es nicht um mich und ich dachte, ich will auch meine Frau nicht beunruhigen. Die konnte ja gar nicht mitbekommen, wer da alles so da war...

      Es war spannend, ja, für mich war es spannend. Vieles, was im Kurs vorher hatten kam nicht zu Anwendung ;) immer aufmunternde Worte und ständig hört man, gleich ist es so weit, pressen, nochmal pressen usw. Die arme Frau ackert, schreit, schwitzt, man steht an ihrer Seite und sieht leider nicht, ob da wirklich was kommt... ich bin dann einfach mal gucken gegangen ;) konnte nicht viel erkennen... es ging also noch ca. 10 Min so: "Ist schon fast da, weiter, weiter..." Da würde ich mich als Gebärende verschaukelt fühlen... aber man hat sicher andere Sorgen.

      Endlich aber griff die Hebamme zum Telefon und sagte nur "Kind kommt!", es wurde noch 1-2x gepresst und dann war das "beautiful Monster" da, zeitgleich mit dem Arzt in der Tür und mit den Tränen der alles beobachtenden Internistin - die Gute hat noch vor Mutter und Vater geheult. War wahrscheinlich froh, dass sie es hinter sich hatte, wir erfuhren später, sie war gerade in der Ausbildung für den Rettungswagen und da gehört Geburt auch mit dazu (habe der Klinik jedenfalls am Ende noch mitgeteilt, dass man die Teilnehmer in so einer Runde kurz mal mit 1-2 Worten vorstellen sollte, um den Eltern Sorgen zu ersparen).

      Kind wurde also kurz gecheckt und direkt an Mutters Brust angedockt. War das toll, ein süßer kleiner Mensch, der einen jetzt ein Leben lang begleiten wird, wohlauf und munter, kurz geschrien und dann die Parallelen zum Vater "Erst mal Nahrung aufnehmen" ;) Das kam jedenfalls zwischen 2.30 Uhr und der Geburt um rd. 9.15 Uhr zu kurz. Nix gegessen, nix getrunken... trotzdem war es toll und ich würde jedem Vater empfehlen, diesem Ereignis beizuwohnen. Ja, es ist blutig, laut, man ist machtlos, aber man begrüßt das neue Leben direkt, es ist faszinierend und es schweißt zusammen! Klar, die Nabelschnur wurde auch von mir durchtrennt.

      Wir durften dann etwa 1,5h allein im Kreißsaal bleiben, die kleine trank, schrie, nickte weg (die Mutter auch) - waren beide geschafft, noch schnell erstes Foto und Infos an die Welt, bevor die Hebamme das Kind dann noch mal wusch und witzig verpackte bzw. einwickelte (Fachjargon: einpuckte)... dann sah sie aus wie eine Made (heute ihr zweiter Spitzname ;-). Dann gings ab zum Wochenbett. Wäre gern dabei gelbeiben die beiden Nächte, aber diese Termin-Kaiserschnitt-Menschen haben natürlich auch hier alles blockiert :-/

      Meine Frau sagt jedenfalls immer wieder, dass diese paar Stunden Geburt (bei uns ca. 10h ab den ersten stärkeren Wehen) schnell vergessen waren, insbes. der Schmerz und es soll ja auch noch Nummer 2 kommen :)

      Als Vater fährt man dann jedenfalls stolz aus der Klinik heim und geht erst mal schlafen :) hielt aber nicht lange, die ganzen Gratulanten waren so schlau bei mir anzurufen... sicherlich ein kleines Opfer meinerseits im Vergleich zur Leistung meiner Frau.
    • Na gut, dann erzähl ich mal als Frau von meiner ersten Geburt.
      Beim ersten Mal weiß man ja nicht so richtig, was auf einem zukommt. Ich hatte mir aber immer eingeredet, dass es so schlimm schon nicht werden wird. Und von außen habe ich auch immer nur gehört, dass es halb so wild ist. Deshalb war mir auch klar, dass ich keine Schmerzmittel bräuchte. Meine einzige Sorge war, dass ich irgendwann bei Aldi an der Kasse stehe und meine Fruchtblase platzen würde. :D

      Mein erstes Kind kam eine Woche zu spät und es war klar, dass es ziemlich schwer werden würde. Ich hatte einige Wochen zuvor noch einen Termin bei der Entbindungsärztin, die mir dringend dazu riet, mich mit dem Essen zurückzuhalten, wenn ich mein Kind noch auf natürlichem Wege zur Welt bringen wolle. Aber ich und mit Essen zurück halten, dass haut nicht hin. :rolleyes:

      Es wurde letztendlich 4570g, die da aus mir raus wollten und ich kann jetzt nicht sagen, dass die Geburt besonders schön war. Ich bewundere ja Mütter, wo die Kinder nur so rausflutschen. ?(

      Ich hatte keine Begleitung mit zur Geburt. Der Papa ist da etwas empfindlich und hätte nur Mehrarbeit gemacht. ;)
      Ich war zuerst im Wasser, musste dann aber raus, weil sich die Presswehen über Stunden hinzogen. Es wollte und wollte nicht raus und mir wurde immer nur gesagt, ich solle endlich richtig mitpressen. Was hab ich denn bitte die ganze Zeit gemacht?! X( Dann drücke die Ärztin auf meinem Bauch und wollte so mein Kind mit raus schieben. Mann, das tat weh, das war das einzige Mal, dass ich richtig gebrüllt habe. Sie hat auch sofort aufgehört. :P
      Irgendwann stand die Ärztin auf und wollte die Saugglocke holen. Da hab ich dann doch Panik bekommen. Ihr wisst schon, da denkt man sofort an verformte, blaue Babyköpfe. Schließlich ging es dann so, aber der Geburtsausgang wurde doch sehr in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe viel Blut verloren, das Zusammenflicken dauerte länger und ich wurde ziemlich schnell an den Tropf gehängt. Bis ich überhaupt wieder in der Lage war, mit meinem Kreislauf zusammen auf Toilette zu gehen, dauerte es zwei bis drei Tage.

      Ich habe mir am Tag der Geburt geschworen, nie wieder ein Kind zu bekommen. Davon war ich noch Wochen danach überzeugt. Aber es verschwimmt so schnell, die Erinnerungen verblassen und vor allem die Schmerzen verschwinden in der Erinnerung. 1,5 Jahre später kam Nummer 2. :D
      Herzliche Grüße
      Manuela :)
    • Ich kann nur vom 2. berichten. Das war nicht besser, sondern nur anders schlimm.
      Da war ich mir aber auch für Schmerzmittel nicht zu fein und habe es unter ordentlichem Drogeneinfluss hinter mich gebracht. Aber sofort nach Hause? Ne, die mussten mich zunächst mit Rollstuhl sogar aufs Klo rollen. :D

      Aber gehört habe ich es schon, dass es bei vielen beim ersten Mal sehr lange dauerte und das zweite dann nur so rausflutschte. ;)
      Herzliche Grüße
      Manuela :)
    • Kaiserschnitt

      Okay, dann kann ich diesen Thread ja mal um die Geburtserfahrung eines Kaiserschnitts erweitern:

      Unser Muck lag die letzten 10 Wochen meiner Schwangerschaft falsch herum, also mit dem Kopf nach oben. Alles Moxen etc. half nichts (äußere Wendung wollte ich nicht wagen, wurde mir auch von abgeraten), und da er nach den Ultraschalls recht groß werden sollte (mind. 3.600 g), riet man mir zu einen Kaiserschnitt, da es ansonsten zu Komplikationen kommen könnte und man dann evtl. Zange u. ä. benötigen könnte.

      Ok, dann also KS. Ich war nicht begeistert, aber eine absolute Albtraumgeburt gleich beim ersten Kind wollte ich mir nun auch nicht geben.

      Abends vorher wurde ich schon stationär in der Klinik aufgenommen. Morgens um sieben kam mein Mann ins KH und wir wurden für die OP abgeholt.

      Im Vorbereitungsraum wurden wir getrennt, mein Mann wurde OP-tauglich angezogen und ich wurde weitergeschoben und bekam dann erstmal meine Spinalanästhesie (Spritze, die nahe dem Rückenmark gesetzt wird und eine lokale Betäubung (beim mir ab Brust abwärts komplett) bewirken soll) gesetzt. Das war leider keine schöne Erfahrung: an mir durfte sich eine lernende Ärztin versuchen. Sie hat leider 3 mal daneben gestochen. Beim dritten mal dachte ich, mir würde ein Bein abgehackt und ich bin fast vom OP-Tisch gefallen, so hat sich dann doch der leitende Anästhesist erbarmt und mir die Spritze gesetzt. Das war dann ok und kaum schmerzhaft. Die Betäubung setzte recht schell ein, das Desinfizieren des Bauches habe ich schon gar nicht mehr gespürt.

      Dann kam der spannende Teil:
      Mein Mann durfte zu mir, als ich fertig für die OP und alles mit Sichtschutz verkleidet war und setzte sich zu mir oben am Kopfende. Sicht auf den OP-Bereich am Bauch hatte er natürlich nicht.

      Tja, von der OP selbst habe ich nicht viel gespürt, weil alles sehr stark betäubt war. Als Muck herausgezogen wurde, fühlte es sich ein bisschen so an, als würde eine Handtasche (mein Bauch) ausgeräumt (Baby rausgezogen).

      Anschließend sagte die Ärztin "jetzt hat er mich gebissen" und schon kam der erste Schrei von Mucki. Die Nabelschnur wurde durchtrennt (hat mein Mann drauf verzichtet, weil er nicht so der Fan von Blut und Co. ist) und er wurde mir sofort hingehalten, so dass ich ihn betrachten und küssen konnte. Dann wurde er untersucht und gesäubert. Diese Schritte hat mein Mann alle mit verfolgt und das Waschen auch mitmachen durfen. Dann kamen er und Muck hoch in den Kreißsaal, wo Muck auf die nackte Brust meines Mannes gelegt wurde, zum Papi-Bonding. Während der Zeit wurde ich wieder zugenäht. Das ging aber nach meinem Empfinden alles sehr schnell, ich wurde von den netten Pflegern und Ärzten auch gut unterhalten.

      Anschließend wurde ich dann auch hoch in den Kreißsaal gefahren und Mucki wurde mir an die Brust gelegt und dann konnten wir mal "bonden".

      Er war recht propper: 54 cm lang, 4.100 g schwer und hatte einen Kopfumfang von 38 cm. Die begleitende Hebamme meinte nur, ich solle froh sein, nicht eine Spontangeburt versucht zu haben. Der Kopf wäre sicherlich nicht ohne Hilfsmittel (Zange) herausgekommen.

      Nach etwa einer Stunde kamen wir dann alle aufs Zimmer und konnten unser Familienglück in vollen Zügen genießen. Gespenstisch war, dass ich meine Beine bis gut mittags nicht spüren konnte. als die Narkose dann nachließ, bekam ich sehr schmerzhafte Nachwehen (ja, die bleiben auch einer KS-Gebährenden nicht erspart und machen mit einer frischen Bauchschnitt-Narbe doch gleich doppelt so viel Spaß!!!).
      Aufstehen ging mit der frischen Narbe noch nicht, ich hatte eine Katheter gelegt bekommen. der wurde am nächsten Tag gezogen, da musste ich dann auch wieder aufstehen (aua aua Bauchschnitt-Narbe!!). Aber immerhin konnte ich so mein Kind selbst versorgen, sprich wickeln, waschen, aus dem Bettchen heben etc.

      Wir mussten insgesamt 5 Tage im KH bleiben, dann durften wir alle komplikationsfrei nach Hause.

      Die Wundheilung, also bis ich die Narbe im normalen Alltag wirklich nicht mehr spürte, dauerte in etwa ein gutes halbes Jahr.
      Ein Kaiserschnitt ist kein Spaß, da hatte ich wirklich lange etwas von und es macht in den ersten Wochen stark abhängig von anderen Personen (Kinderwagen heben, tragen, etc). Freiwillig würde ich so etwas nicht noch einmal machen. Wenn wir ein zweites Kind bekämen (*Daumen drück), würde ich sehr gern spontan entbinden. :)