Nackt vor dem Kind

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nackt vor dem Kind

      Eltern die sich vor ihrem Kind um oder anziehen, mit dem Kind zusammen in die Badewanne gehen , Kind darf ins Bad während Eltern duschen oder baden!
      Ist das für euch normal oder wird es nur bis zu einem bestimmten Alter der Kinder erlaubt?
      Wie offen sollte man damit umgehen?

      Wenn Kinder ihre Eltern nicht nackt siehen, werden sie dann besonders neugierig sein auf zum Beispiel das andere Geschlecht wenn sie schon etwas größer sind oder reagieren sie vielleicht mit Gleichgültigkeit?
      Schauen sie sich dann vielleicht Nacktbilder im Internet oder Zeitschriften heimlich an weil es ihnen peinlich ist, sprecht ihr mit euren Kindern über sowas?
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo Gilfy,

      ob ein Kind sich Nacktbilder im Internet anschaut, wenn es die Eltern nie nackt gesehen hat, finde ich reine Spekulation und wage ich zu bezweifeln. Sich Nacktbilder anzuschauen hat dann vermutlich eher mit dem Einsetzen der Pubertät zu tun, wenn auch das Interesse am anderen oder u.U. auch gleichen Geschlecht erwacht und erotische Gefühle entstehen.

      Dass Kinder ihre Eltern auch nackt sehen, finde ich etwas ganz Natürliches und auch Wichtiges.
      Ich fände es schade, wenn Eltern sich nur bekleidet ihren Kindern zeigen, sich zum Duschen oder Baden im Bad einschließen.... das würde dann unnötige Schamgefühle fördern und würde der Entwicklung eines guten Körperbewusstseins und guten Selbstwertgefühls schaden.

      Es ist wichtig für ein gesundes Selbstwertgefühl, auch seinen eigenen Körper anzunehmen und ihn zu mögen.
      Dank unseres Körpers und seinen Sinnen können wir die Welt wahrnehmen, können laufen, rennen, gehen, hüpfen, Dinge berühren, greifen usw.

      Und Kinder kommen irgendwann von selbst in ein Alter, in dem sie sich selbst nicht mehr nackt vor ihren Eltern zeigen wollen und auch ihre Eltern nicht mehr nackt sehen wollen.

      Klara
    • Hallo Gilfy,

      das habe ich auch so verstanden.

      Ich stelle mir gerade vor, wie es in Ihrer Badewanne aussieht.... da Sie schreiben, dass sie inzwischen zu klein geworden ist für Sie beide :D
      Gemeinsam als Eltern mit dem Kind zu baden und sich dabei zu unterhalten ist ja auch etwas sehr Schönes, Gemütliches und stärkt die Beziehung und das Vertrauen ineinander. Dass Ihr Sohn mit 11 Jahren immer noch gerne mit Ihnen baden möchte, zeigt im Grunde, dass er noch nicht in der Pubertät ist und dass er Sie als Mutter sehr schätzt und liebt.

      Klara
    • es gibt auch jacuzzi. Warum nicht? Wir baden gerne miteinander und auch ausgiebigst. Manchmal liege ich in der Badewanne mit 6 Kinderfüssen mit drinnen. Es entstehen wunderschöne gespräche in dieser zeit.

      Erinnert mich an meinen sohn als er vor ein paar Jahren beide arme in Gips hatte und wir eine öffentliche toilette aufsuchen mussten. Ich Frau, er ein 10 jähriger bub... kommt nicht in die Tüte, dass er auf die damentoilette... und dann wundert es einem, dass er nun schwul ist.
    • Hallo Miau,

      Miau schrieb:

      Ich Frau, er ein 10 jähriger bub... kommt nicht in die Tüte, dass er auf die damentoilette... und dann wundert es einem, dass er nun schwul ist.
      dieses Erlebnis mit Ihrem Sohn hat rein gar nichts damit zu tun, dass er sich inzwischen als schwul geoutet hat. Dass Sie dies ernsthaft so sehen, schockiert mich zutiefst. Homosexualität hat rein gar nichts mit irgendwelchen Toilettenerlebnissen zu tun, auch wenn diese u.U. traumatisierend waren. Sie unterstellen ja - wie bedauerlicherweise nach wie vor auch manche religiösen Strömungen - dass Homosexualität eine Krankheit ist.
      Homosexualität ist KEINE Krankheit!!!!

      Die Ursachen von Homosexualität werden nach wie vor erforscht. Es gibt Forscher, die von rein biologischen Ursachen sprechen, es wurden auch bereits bestimmte DNS-Bereiche entdeckt, die die Entstehung von Homosexualität beeinflussen. Es gibt zudem die Theorie, dass wir unser biologisches Geschlecht (sex) und das soziale Geschlecht (gender) getrennt betrachten müssen.

      An anderer Stelle hier im Forum haben Sie diese Haltung auch bereits verdeutlicht, dass Sie Homosexualität ablehnen und als eine Art "Verfehlung" oder "heilbare Krankheit" sehen.
      Das ist ja ähnlich wie die Frage der "Händigkeit" von Menschen, als würde man einem Linkshänder unterstellen, dass man ihn zum Rechtshänder umerziehen kann, weil er einfach krank ist. Diese Zeiten haben wir glücklicherweise ja hinter uns.

      Es gibt in der Tierwelt übrigens auch Links- und Rechtshänder/-pföter/-hufer und ebenso Heterosexuelle, Homosexuelle und Bisexuelle.

      Klara

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Klara ()

    • Hallo Klara, entschuldigen sie das ich erst jetzt antworte, aber wir waren ein paar Tage im Urlaub.

      Danke für ihre echt tollen und lieben Worte! Diese erfüllen mich doch sehr mit Stolz, muss ich gestehen! Ja, es wird dann immer eng in der Wanne und liegen ist dann nicht mehr. Er kommt aber immer noch und möchte mit rein. Eigentlich kann ich nicht sagen, ob er schon in der Pupertät ist oder nicht. Auf der einen Seite will er mit mir baden und auf der anderen Seite zieht er sich nicht vor uns aus oder um. Das allerdings nie vor fremde oder auch Bekannte nicht, also er hat schon ein großes Schamgefühl. Viele andere Dinge wie zicken oder bocken macht er auch, will auch mal seine Ruhe und vieles mehr. Alle anderen behaupten das er in der Pupertät ist, ich zweifle das an!
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo Gilfy,

      das freut mich sehr.
      Sie scheinen mit Ihrem Sohn eine sehr innige und vertrauensvolle Beziehung zu haben. Schön!

      Die Pubertät bahnt sich übrigens langsam an. Deshalb ist es völlig normal, dass Ihr Sohn "Fremden" gegenüber schon ein entsprechendes Schamgefühl entwickelt hat, Ihnen gegenüber aber dies anders empfindet, weil Sie einander vertraut sind.
    • Hallo Klara, stimmt, mein Sohn und ich wir haben ein sehr enges Verhältnis. Ich finde das toll so, auch wenn wir täglich kleine Auseinandersetzungen haben,da er sehr schnell ungehalten in seinem Ton und der Wort-Wahl ist. Leider beschweren sich die Lehrer sehr über unser enges Verhältnis, denen gefällt das gar nicht und eigentlich weiß ich nicht warum!
      Ich würde alles für ihn tun und ich kann meinen Kindern auch alles verzeihen , egal was sie anstellen :saint: ;)
      MfG Gilfy :saint:
    • Wie sich das zeigt, kann ich gar nicht genau sagen! Vielleicht liegt esdaran, weil ich mich in jeglicher Hinsicht für Luca einsetze, vor allem bei dem Mobbing von der Lehrerin und den so oft Lügeren einiger Mitschüler.
      Die Klassenlehrerin unddie Schulleitung haben das jedenfalls zu meinem Mann und mir gesagt,das Luca und ich sehr eng miteinander sind.

      Er geht ja nun nicht mehr zu dieser Schule. Auf der neuen Schule springt er nun auch von der 5 Klasse in die 7 Klasse,das haben wir vorhin erfahren. Er bekommt da auch einen Klassenlehrer, dasfinde ich schon mal sehr gut.
      MfG Gilfy :saint:
    • Ja, leider zieht das einen riesigen Rattenschwanz mit sich und wir müssen das Fehlverhalten von Lehrern ausbaden, vor allem Luca. Wir geben unser bestes und mit dem Sprung in die 7 Klasse ist der erste Schritt getan. Luca muss jetzt nur mitziehen.


      Vielleicht hat es der Schulleitung und der KL nicht gepasst, das Luca mir so ziemlich alles sagte und anvertraut, was dort in der Schule ablief, wie er von der KL behandelt wurde und auch das ich Lügen in Konflikten mit anderen Kindern aufdecken konnte, da ich zufällig anwesend war und einiges selbst gesehen habe. Denn trotzdem wurde Luca als der Schuldige dargestellt und bestraft.

      Wir hoffen das es nun alles besser wird in der neuen Schule. Es ist zwar eine Förderschule, aber die Förderung ist auf das soziale und emotionale bezogen und nicht auf den Lernstoff.
      Es ist keine Ganztagsschule und er hat jeden Tag nach der 5 Stunde Schule aus. So kann er noch ein Jahr länger Kind sein, bzw hat ein Jahr lang mehr Freizeit für sich, bevor er wieder an eine normale Schule kommt. Schaden kann es bestimmt nicht.
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo,

      Nacktbilder anschauen kommt sicherlich erst in einem späteren Alter, wenn Kinder bzw. Jugendliche beginnen, sich für das andere oder das eigene Geschlecht zu interessieren. Kleinere Kinder empfinden nackte Menschen anders als Erwachsene, da sie erst noch den eigenen Körper und überhaupt die Welt erkunden und entdecken. Da ist Nacktsein überhaupt nichts Sexuelles oder Befremdliches. Das Schamgefühl entwickelt sich erst später.

      Klara
    • Ich habe vor einigen Tagen mit meinem Sohn über Sex gesprochen, war irgendwie witzig. Mein Mann hat es schön auf mich abgeschoben, naja!

      Mein Sohn war erst etwas verwundert,dasich mit diesem Thema angefangen bin, hat dann aber einige Fragen gestellt die ich ihm geantwortet habe. Es verlief sehr lustig und vertrauensvoll.
      Dennoch scheint ihn das Thema nicht weiter zu interessieren. Auch mit der Nackheit gehe ich ganz offen mit ihm um.
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo Gilfy,

      dass Sie mit Ihrem Sohn über Sex sprechen, finde ich gut. Es kann allerdings auch gut sein, dass er nur so tut, als würde ihn das alles nicht interessieren, weil Sie als Eltern vielleicht auch einfach nicht die "richtige" Person sind, um darüber zu reden bzw. sich anmerken zu lassen, dass es doch interessant ist, was da erzählt und erklärt wird.

      Wichtig finde ich, Aufklärung in Punkto Verhütung (nicht nur Schwangerschaft, sondern auch sexuell übertragbare Krankheiten wie Feigwarzen/ HPV-Viren, HIV etc.) zu machen. Und da gehört auch Grundlagenwissen zum weiblichen Zyklus (Menstrutation) dazu. So viele Jugendliche wissen nicht, wann die fruchtbaren Tage/ Eisprung in einem natürlichen Zyklus liegen oder das Sperma in der Vagina bis zu 5 Tage überleben kann.

      Das ist wichtiger als Sexualorgane oder den Geschlechtsakt an sich zu erklären, denn da kommen die Kids auch ohne Eltern drauf.

      Klara