Ganztagsschulen...

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    • Ganztagsschulen...

      immer mehr Schulen werden zur Ganztagsschulen umgerüstet und damit meine ich nicht nur Grundschulen.
      Die Kinder die solche eine Schule besuchen, sind meistens nicht vor 16 Uhr zuhause, oft noch später, je nachdem wie lang der Heimweg ist.

      Dann stehen oft noch Hausaufgaben oder / und über für eine Arbeit an.

      Wann haben die Kinder dann noch Zeit zum spielen, sich mit ihren Freunden zu treffen oder Zeit für einen Verein?

      Ich meine im Winter ist es schon um 16 Uhr dunkel. Die Kinder fahren im dunkeln zur Schule und wenn sie Heim kommen ist es auch dunkel.
      Im dunklen dürfen viele Kinder nicht mehr draußen spielen und müssen nach Hause.
      Jüngere Kinder müssen um 20 Uhr oder vielleicht noch früher zu Bett.

      Wie macht ihr das?
      Bekommt ihr das alles hin, Verein, Spielen mit Freunden und so?
      Fehlt euren Kindern was, Freizeit oder auch Ruhe?
      Sind die Kinder privat überhaupt noch integriert?
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo,

      meine Tochter ist in der 4. Klasse. An einem Tag habe ich sie von der OGS befreit. An den anderen Tagen hole ich sich um 15 Uhr. Manchmal hat sie dann noch Aktivitäten, meistens nicht. Sie verabredet sich, wenn sie nicht zur Musikschule geht, auch mal mit anderen Kindern, das aber eher selten, weil die sich ja in der OGS sehen, hat aber ihre Freunde hier im Haus. Spielen kommt also nicht zu kurz. Allerdings haben wir auch die Hausaufgaben gedeckelt.
      Unterricht hat sie maximal bis 13:15 Uhr. Also kein Unterricht am Nachmittag mehr. An anderen Schulen, mit gebundenem Ganztag, ist das anders.
      Da sie in der OGS bereits gespielt hat und soziale Interaktion hatte, ist das für uns ok so. Allerdings ist dadurch die frei nutzbare Zeit sehr begrenzt, und in diesem Schuljahr konnte sie nicht an ihrem Sporttraining teilnehmen wegen der OGS. Das finde ich bescheiden.

      In der weiterführenden Schule wird es explizit keine Hausaufgaben geben (mit Ausnahmen, manchmal Vokabeln lernen oder so). Sie hat dann dreimal die Woche um 15:15 Uhr Schluss und wäre dann um 16 Uhr zu Hause, zweimal die Woche hat die um 13 Uhr Schluss. Ich finde das ok, obwohl mir lieber wäre, um 13 Uhr wäre spätestens Schluss. Aber das ist halt der Mist mit der Über-Mittag-Betreuung und dem Essen in den Schulen.

      Glücklich bin ich damit nicht, aber wir haben eine gute Alternative gefunden.

      Sie wird dann ab nächstem Schuljahr auch wieder zum Sport gehen können.

      Was verstehst Du unter privat integriert?
    • Ich denke, dass, wenn kein Unterricht im Nachmittag liegt, tatsächlich ein großer Teil davon in der OGS stattfindet. Meine Tochter verabredet sich zum Spielen manchmal auch in der OGS, also sie weiß manchmal schon, mit wem sie am nächsten Tag in der OGS spielt.
      Bleibt ein Kind bis 16 Uhr, sind die Hausaufgaben bereits erledigt. So ist das bei uns. In der Parallelschule werden die Hausaufgaben sogar vor Uhr erledigt.
      D.h. Kindsein kann in der OGS stattfinden.

      Außerdem kann sie auch nach 15:15 Uhr (dann sind wir ungefähr zu Hause) noch Kind sein.

      Ich fände es schöner, käme sie früher, aber ich glaub, man darf nicht unterschätzen, was in der OGS zwischen den Kindern möglich ist.

      Aber man kann sich auch noch ab 15 Uhr verabreden, es gibt Wochenenden und Feiertage.

      Ja, ich denke, dass es möglich ist.
    • Ich denke auch, dass Kindsein grundsätzlich auch in einer Ganztagsschule stattfinden kann. Allerdings kommt es immer auf die individuelle Situation und die Kinder an.
      Für meine Kinder kam dies nie in Frage. Zum einen sind sie froh, wenn sie nach der Schule erst einmal zuhause etwas Ruhe haben, bevor sie sich dann entweder verabreden, oder einfach so draußen spielen oder auch mal keine Verabredung möchten. Sie brauchen etwas Zeit einfach "durchzuatmen" .
      Und es gibt ja auch noch Freunde, die nicht in der gleichen Schule sind oder Dinge die man nicht in der Schule machen kann (z.B. BMX Rad fahren).
      Zum anderen kollidiert es z.T. auch mit den Hobbys. Man ist zeitlich einfach enger getaktet, wenn das Kind später aus der Schule kommt. Manche Termine außerhalb der Schule wären für uns einfach unentspannter oder nicht machbar.
      Das sehe ich auch bei Freunden von uns.
      Mal ganz davon abgesehen, dass unsere Kinder auf keinen Fall in der Schule essen möchten oder im Ganztag bleiben möchten (unsere Schule ist eine offene Ganztagsschule, man kann wählen zwischen Ganztagsschule, nur Esser und nichts von beidem).
      Für uns fiel bei der Wahl der weiterführenden Schule eine geschlossene Ganztagsschule sofort aus der Riege der möglichen Schulen.
      Trotzdem finde ich das Konzept der offenen Ganztagsschule gut, denn es gibt genauso Familien, für die diese Form sehr gut passt. Gerade z.B. auch wenn beide Elternteile voll arbeiten ist dies ein sehr gutes Angebot.
    • hier bei uns gibt es leider nicht besonders viel und gut Auswahl an weiter führenden Schulen.
      Die, an die wir gerade bei sind, meinen Sohn unter zu bringen hat täglich 8 Stunden Unterricht, keine AGs.
      Da ist die Schule um 15: 45 Uhr aus. Bis wir dann zuhause sind ist es ca 16:10 Uhr.
      Montags fängt sein Judo um 16:15 Uhr an, das finde ich sehr stressig denn ihm bleibt keine Zeit zum ausruhen. Ich müsste ihn direkt von der Schule zum Judo bringen. Freitags hat er auch Judo. Da ist die Schule allerdings um 15 Uhr aus und Judo beginnt da um 16:30 Uhr.
      Hausaufgaben gibt es an dieser Schule keine, es sei den es muss für eine Arbeit geübt werden.

      Mein Sohn war da letzte Woche zur Probe. Er sagt zwar das es ihm dort gut gefallen hat, aber zum Judo ging er keinen Tag. Er wollte lieber mit seinen Freunden hier spielen, die aber natürlich schon verabredet waren. Somit hatte er die ganze Woche über keinen zum spielen.
      An diese Schule kommt auch kein anderes Kind von seiner Klasse, nur er, wenn sie ihn nehmen.

      Ich bin ja kein Fan von Ganztagsschulen, aber hier gibt es nur noch eine einzige, die es offen lässt und die wollen ihn nicht nehmen.

      Was ich sagen möchte ist, ich weiß nicht ob mein Sohn mit 8 Stunden Unterricht zurecht kommen wird, oder ob es ihn irgendwann vielleicht überfordert?
      Oder liegt das vielleicht auch an mir, das ich ihn einfach noch für zu jung halte dafür, ihn vielleicht noch nicht soweit los lassen kann?

      Ich weiß echt nicht was richtig ist, ich weiß nur,das er um den Ganztagsunterricht nicht umzu kommt!!!

      Ich weiß auch dass er dann nach Schulschluss niemanden mehr zum spielen haben wird.
      Stimmt, es gibt das Wochenende und auch Feiertage , aber die Leute hier lassen ihre Kinder an diesen Tagen nicht mit anderen spielen!
      MfG Gilfy :saint:
    • Ich denke, es wird kein Problem sein, dass er mit keinem Kind aus seiner jetzigen Klasse auf die neue Schule kommt. Meiner Erfahrung nach regeln sich die Freundschaften ganz schnell neu auf der weiterführenden Schule. Meine Kinder haben kaum noch mit jemandem aus der Grundschule Kontakt. Sie haben ganz schnell neue Kontakte gefunden.
      Und diese Kinder haben ja alle die gleichen Voraussetzungen. Vielleicht regelt es sich dann auch leichter mit den Verabredungen. Und vielleicht dürfen diese Kinder sich ja auch am Wochenende verabreden. Wieso lassen die Leute bisher die Kinder nicht am Wochenende zusammen spielen? Klar, dass es nicht immer passt, aber so generell gar nicht? Da hätten die Kinder doch mal ganz entspannt Zeit.
    • die neue Schule an die wir ihn anmelden wollen ist zu weit weg um sich mal eben zum spielen für wenige Stunden zu verabreden. Von daher sehe ich da das Problem in der Freizeit.

      Warum die Leute das hier nicht wollen, weiß ich gar nicht so genau, angeblich sollen deren Kinder an den Wochenenden zuhause bei ihren Eltern bleiben damit die was zusammen machen können. Auch wenn sie nichts unternehmen, dürfen die Kinder nicht mit anderen spielen. Ich finde diese Einstellung irgendwie blöd!
      MfG Gilfy :saint:
    • Viel schlimmer als die Ganztagsschulen finde ich Ganztagskindergärten.
      Ich verstehe nicht, warum Eltern Kinder bekommen, um sie nur am Wochenende bei Tageslicht zu sehen und das Zusammensein in der Woche aus dem Wecken und dem Zubettbringen besteht.
      Ganztagsschulen sehe ich auch kritisch, aber da ist das soziale Miteinander ein ganz anderes. Ich denke schon, dass es Kinder gibt, die davon profitieren. Und es ist vielleicht auch weniger Stress als vor 14 Uhr Schulschluss und dann noch Hausaufgaben machen zu müssen, um danach zu anderen Aktivitäten geschleift zu werden. Kommt sicher auf das Kind an und auf die Umsetzung von Seiten der Schulbetreiber.
      Herzliche Grüße
      Manuela :)
    • Na das sind ja interessante Ausführungen.,Ich bin auch so aufgewachsen, dass ich erst in der Kita Tagesbetreuung genoss und dann Schule und Hort. Ganz einfach, weil meine Eltern arbeiten mussten, hätten sie die Wahl gehabt, hätten sie bestimmt auch lieber den ganzen Tag mit mir verbracht. Und sie sind keine teuer bezahlten Manager oder ähnliche Karrierejunkies. Mir hat es jedenfalls nicht geschadet und ich sehe deutliche Vorteile in dem sozialen Umfeld für Kinder, egal ob Kita oder Schule und spielen tun sie noch genug, wenn ich das immer so höre, da würde ich mir keine Gedanken machen...
    • doch, natürlich muss und sollten man sich Gedanken machen! Wenn ein Kind von 8: 15 Uhr bis 15:45 Uhr Schule hat, nur Unterricht, keine AGs , dann ist es erst zwischen 16:15 Uhr und 16: 30 Uhr Zuhause. Dann braucht es erstmal eine Pause, nehmen sich Erwachsene ja auch mit seinem Kaffee. Wann bleibt da noch Zeit? Diese Frage finde ich sehr wohl berechtigt!

      Kinder im Hort zu parken ist eine Sache, diese jedoch müssen dort das machen, was die Erzieher vorgeben. Beispiel: sie gehen raus in den Wald oder spatzieren, nun müsst ihr das basteln oder malen u u u.
      Damit sind die Kinder schon eingeschränkt in ihrer freien Wahl, was sie gerne tun würden. Ich will damit nicht sagen, das es den Kindern keinen Spaß macht, aber um Spaß im Hort geht es hier nicht. Es geht um Zeit zum spielen und selbst entscheiden zu dùrfen , um Selbstbestimmung.
      MfG Gilfy :saint:
    • Diese Selbstbestimmung wird doch heute in allen pädagogischen Konzepten gross geschrieben? In der Kita angefangen, über Schulen bis zum Hort, zumindest scheint das bei uns hier so zu sein.

      Mir geht das sogar ein Stück zu weit, wenn 3jährige selbst entscheiden, ob sie Mittagss hlaf machen, Frühstück/Vesper essen und, und, und... Klar spielen sie lieber und dass dürfen sie dann auch.
    • hier ist das nicht so! Ist ein Kind zum Essen und Mittagsschlaf angemeldet, muss es das auch tun. Und den Kindern wird vorgeschrieben was sie jetzt machen müssen,wann es raus geht, wann freispielen ist und und und. Das ist ja auch in den Ganztagsschulen so mit zum Beispiel den AGs. Da müssen die Kinder mitmachen und dürfen nicht mit ihren Freunden einfach spielen gehen. Also ist von freie Entscheidung eher nicht viel über. Vorschriften über Vorschriften.
      MfG Gilfy :saint:
    • Bei uns ist die Nachmittagsbetreuung etwas lockerer. Im Grunde werden die Kinder nur beaufsichtigt und es wird etwas angeboten, was sie machen können. Trotzdem ist sowas sehr anstrengend für ein Kind. Für das eine mehr, für das andere weniger anstrengend. Aber erholt kommen sie danach sicher nicht nach Hause. Da muss ich Gilfy schon Recht geben. Den meisten Kindern ist dann mit Ruhe auf der Couch am meisten gedient. Und plötzlich ist es abends.
    • Ich finde es aber einfach einen Unterschied ob die Kinder ihre Freizeit in der Schule verbringen oder außerhalb der Schule. Ich möchte meine Freizeit auch nicht regelmäßig mit den Kollegen im Büro verbringen. Ich finde daher den Ortswechsel auch sehr wichtig um abzuschalten. Um mal Abstand von der Schule zu haben.
      Bei manchen Kindern kommt dann ja auch noch die Ferienbetreuung in der Schule dazu.....
      Es gibt sicher Kinder, denen das auch Spaß macht und natürlich Umstände, die es notwendig werden lassen. Aber ich sehe das schon recht kritisch.