Hausaufgaben purer Stress

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    • Hm, doof. Sagt er, warum? Hilft es vielleicht, eine Zeit auszumachen? Oder liegt es vielleicht daran, dass Du selbst unsicher bist und er das merkt, also dass ihm nicht deutlich wird, dass das etwas ist, was er aus Deiner Sicht einfach machen MUSS? (MUSS er denn aus Deiner Sicht? Was würde denn passieren, wenn er mal eine Zeit lang keine mehr macht?)
      Wie verhältst Du Dich in der Situation?

      Mir fällt noch ein, dass es von Kloeters einen Elternbrief zum Thema Nervenschonende Hausaufgaben gibt.
      Ich habe ihn selbst nicht gelesen, weil wir eine sehr individuelle Lösung gefunden haben, aber er soll sehr gut sein und ist gratis, allerdings kommt, glaub ich, Porto drauf.
    • Du weißt, dass die Klassenleitung deswegen nicht verbieten darf, dass er in die Pause geht? Viele Kinder sprechen auf Belohnungs- und vor allem auf Bestrafungssysteme nicht so an, wie man sich das wünscht. Die funktionieren einfach nicht. So ein Mist.

      Hast Du ihn mal gefragt, warum er die nicht machen will, und eine Antwort erhalten die jenseits von: "Keine Lust" liegt?
    • Ich denke, es wäre gut, wenn Druck rausgenommen werden würde (wissen kann ich es natürlich nicht). Mit der Lehrerin verabreden, dass er z.B. für zwei Wochen von den Hausaufgaben befreit wird. Würde er dann dem Unterricht noch folgen können? Schauen, ob er andere Aufgaben bekommen kann, die ihn mehr ansprechen. Sowas in der Art.

      Aber vor allem, nicht noch mehr Druck aufbauen, das wird nichts bringen. Da steckt ja irgendwas hinter.
    • Dann gibt es nach meinem Gefühl nur zwei Möglichkeiten:

      Du machst ihm klar, dass die Welt manchmal doof ist und man Sachen machen muss, die man für blödsinnig hält und auf die man keine Lust hast.

      Oder Du stellst Dich vor ihn. Redest mit der Lehrerin, schützt ihn, versuchst eine Vereinbarung zu treffen. Dass Druck rausgenommen wird, dass er individuelle Aufgaben bekommt. Dass er selbst Verantwortung übernimmt und mit der Lehrerin abspricht, was er zu Hause arbeiten will.

      Wenn ich es richtig verstanden habe, dann braucht er die Aufgaben nicht nur, weil die Schule es verlangt, sondern weil er es sonst nicht lernt?
      Wie fühlt er sich denn in der Schule, wenn er die Aufgaben nicht hat?
    • Luna schrieb:

      Er ist dann traurig das er nicht raus darf zum spielen mit seinen Freunden.
      Also, er hat die Hausaufgaben schonmal nicht gehabt.

      Die einzige "Konsequenz" ist, dass er nicht raus darf? Aber dem Unterricht kann er folgen, auch wenn er es nicht hat?

      Nochmal: Die Pause darf einem Kind nicht entzogen werden, wenn es die Hausaufgaben nicht hat. Ich würde da mit der Lehrerin reden und ihr klarmachen, dass sie das nicht darf und dass es auch nicht zielführend ist. Ein Kind, dass sich in der Pause nicht bewegen kann, wird im Anschluss nicht gut lernen können. Ich hoffe, er ist wenigstens beaufsichtigt, wenn er drinnen bleiben muss.

      Die richtige Konsequenz wäre, dass seine Noten schlechter werden, weil er einen Teil der Leistung nicht erbringt.
      Wenn er den Stoff trotzdem beherrscht, würde ich da entspannen, denn er ist ja in der ersten Klasse, nehme ich mal an.
      Was will die Lehrerin denn machen, wenn er weiter die Hausaufgaben nicht macht, auch wenn er dann nicht raus darf? Ihn in Isolationshaft nehmen?

      Dass die Lehrerin Vorgaben hat, glaube ich nicht. Lehrer haben einen Spielraum.

      Die Frage ist auch, was die Lehrerin bezweckt? Liegt ihr daran, dass das Kind funktioniert, oder liegt ihr daran, dass das Kind seinen Stoff lernt.
    • Ich denke gerade, wie sich der kleine Kerl wohl so fühlt...

      Er soll Aufgaben machen, die er blöd findet (warum genau, ist mir noch nicht klar, zu leicht oder zu doof, oder einfach andere Prioritäten, oder...). Die Lehrerin setzt ihn unter Druck und bestraft ihn damit, dass er sich in der Pause nicht an der frischen Luft bewegen kann und ihn sozial von seinen Freunden in der Pause isoliert.

      Wie verhältst Du Dich denn ihm gegenüber in der Frage? Schimpfst Du? Tröstest Du? Zwingst Du ihn, die Aufgaben zu machen? Quält Ihr Euch gemeinsam furchtbar dran herum?

      Ich könnte mir vorstellen, dass er, gerade wenn er so eine strafende Lehrerin hat, es gut gebrauchen könnte, wenn Du ihn viel tröstest. Vielleicht kannst Du ihm auch nochmal im Gespräch klarmachen, dass die Hausaufgaben gemacht werden MÜSSEN. So wie Zähneputzen. Redest Du mit ihm da drüber?