Vergiftung durch Laugenbrezel?

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    • Vergiftung durch Laugenbrezel?

      Heute mal etwas, dass vielleicht alle von uns treffen könnte.
      Meine Schwester hat ein kleines Mädchen, das in die zweite Klasse geht. Sie leidet schon länger unter Kopfschmerzen und Schwindel.
      Meine Nichte wurde ärztlich auf den Kopf gestellt, wurde auf sämtliche Krankheiten hin untersucht, MRT wurde gemacht, sie wurde zum Psychologen geschickt, weil man psychomatische Probleme als eine Möglichkeit annahm und und und.

      Dann stand plötzlich die Vermutung "Aluminiumvergiftung" im Raum. Daraufhin haben meine Schwester und mein Schwager ihr ganzes Haus auf den Kopf gestellt. Sie haben Baubiologen kommen lassen, teilweise alte Böden rausgerissen, haben Luftreinigungssysteme im Einsatz, verzcihten gänzlich auf chemische Reinigungsmittel, bei denen sie nicht zu 100% sicher sind, was drin ist und haben auch ihre ganzen Körperpflegeprodukte ausgetauscht. Es hat laut meiner Schwester minimal etwas gebracht, aber ganz verschwunden sind die Kopfschmerzen nicht.

      Inzwischen sind sie schon beim Heilpraktiker, weil alle Ärzte sagen, dass das Kind gesund ist und es psychosomatisch wäre. Dieser Heilpraktiker hat nebenbei erwähnt, dass Aluminium auch in vielen Lebensmitteln ist. Es kommt zum einen über die Verpackung in unser Essen, aber es gibt auch welches, bei denen während der Herstellung Aluminium verwendet wird, z.B. Laugengebäck.

      Meine Schwester ist aus allen Wolken gefallen, denn Laugenstangen gibt es fast täglich zum Frühstück, weil das Kind sie so gerne mag. Und nicht nur das. Sie sind mit der Kleinen alles durchgegangen, was sie isst und dabei kam heraus, dass sie sich JEDEN Tag für die Pausen zwei Laugenbrezel vom Schulkiosk kauft.

      Das war vor 5 Wochen. Seitdem gibt es überhaupt nichts mehr davon. Der Schwindel ist komplett weg. Die Kopfschmerzen deutlich weniger, aber noch nicht komplett verschwunden.

      Die Lauge soll es angeblich sein, was die Laugenbrezel und -brötchen so ungesund machen. Habt ihr das gewusst oder davon schon gehört?
      Ich finde das erschreckend und finde, da gibt es großen Aufklärungsbedarf. Schließlich gibt es kaum ein Schulfest o.ä., bei denen nicht irgendwelche Eltern Laugengebäck mitbringen.
    • Hallo, das ist ein blödes Ding, wenn man partout nicht dahinter kommt, was die Probleme verursacht. Gut, dass sie das jetzt herausgefunden haben. Ich hatte auch schon mal gehört, dass diese Laugenpanscherei so eine unerwünschte Zusatzstoffe hat. Ich selbst mag das Zeug gar nicht, unser Kind hingegen auch sehr. Ich denke in Maßen geht es, nur zu viel und vll. Noch eine Überempfindlichkeit sind dann schädlich. Alu ist wirklich vielfach im Einsatz, bei Deos hört man ja auch immer wieder vom Verdacht, dass das enthaltene Aluminium krebserregend sein soll.
    • Hallo,

      danke für diesen Beitrag Ali, das hat auch mich sehr schockiert, weil ich selbst auch gerne Brezeln esse, nur eben nicht so oft.

      Es ist NICHT die Lauge, in der Aluminium enthalten ist!!!
      Lauge enthält kein Aluminium und ist an sich sogar gesund und Laugengebäck wird ja auch gerne empfohlen bei Magen-Darm-Infekten.

      Das Problem am Laugengebäck sind die Backbleche, die aus Aluminium sind. Durch die Lauge (Natronlauge) nimmt der Teigling Aluminiumsalze aus dem Backblech auf und dies führt tatsächlich zu teilweise extremen Aluminiumwerten in Brezeln und Co. Die Lauge löst durch chemische Reaktion diese Aluminiumsalze aus dem Blech heraus. Das Ganze könnte ganz einfach vermieden werden, wenn Bäcker die Brezeln nicht direkt auf die Alubleche legen würden, sondern Backpapier verwenden würden oder Backbleche aus einem anderen Material wie z.B. Edelstahl. Das tun aber bei weitem nicht alle. Teilweise werden die ganzen Gitterrostbleche mit den Brezeln zusammen komplett in Lauge getunkt und damit landet dann auch Aluminium in der Lauge selbst.

      Die Grenzwerte von Aluminiumsalzen wird im Laugengebäck teilweise bis um das 15-fache überschritten, hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im bayrischen Erlangen bei Proben herausgefunden.

      Laugengebäck ist also absolut unschädlich, wenn die Alu-Bleche mit Backpapier abgedeckt sind oder wenn Edelstahlbackbleche verwendet werden.

      Es macht also Sinn, seinen Bäcker explizit danach zu fragen, wie er sein Laugengebäck herstellt.

      Klara
    • Diese Alu-Dinger mit dem Essen sind bestimmt nicht so gefährdet, weil sie nicht mit dem Essen erhitzt werden. Dennoch ist alles Richtung Alufolie u.ä. sicher alles andere als gesund und noch weniger nachhaltig. Da könnte man mal anmerken, was für ein Müll produziert wird. Das lässt sich doch alles über große Edelstahl-Behälter organisieren.
    • Piffi_k schrieb:

      Spannende Info, Klara, wie verhält es sich denn mit den Alu-Asietten? Wenn da gewürzte Speisen rein kommen, müsste doch theoretisch das Gleiche passieren, oder? Schulspeisung und fahrbare Mittagstische sind ja dahingehend weit verbreitet...
      Hallo Pfiffi_k,

      es ist die Lauge, mit der das Laugengebäck bestrichen wird bzw. in das man die Teiglinge vor dem Backen eintaucht, die die chemische Reaktion mit dem Aluminium auslösen. Wenn Sie also Essen in Alubehälter füllen, dürfte das sicher sein, da hier ja keine Natronlauge enthalten ist.
      Ich persönlich verwende grundsätzlich lieber Edelstahl statt Alu.

      Klara