Masern, Mumps, Scharlach kommen einfach nicht

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    • Soweit ich weiß, wurde es vor etwa einem Jahr wieder verstärkt dikutiert, ob eine Impfpflicht gegen Masern sinnvoll wäre. Umgesetzt wurde bisher aber nichts - es sei denn, ich habe es verpasst.
      In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. In Österreich und der Schweiz auch nicht. In weiteren Ländern sieht es anders aus. Belgien, Frankreich, Ungarn und Italien haben manche Impfungen zur Pflicht gemacht.
      Herzliche Grüße
      Manuela :)
    • Zur eigentlichen Frage: mein großer (16j) hatte außer einer " leichten" Scharlach , gar keine Kinderkrankheit ( kein masern, Mumps , Röteln, Keuchhusten etc.) ich hab auch, grad im kiga- und Grundschulalter quasi drauf gewartet .... ( ja er ist geimpft... Was aber nicht heißt, das er die Krankheiten nicht doch bekommen kann!)
      Irgendwannhab ich es akzeptiert, das es so ist .... Er bekam sie einfach nicht und viell. Ist es bei euch auch einfach so, das das Kind n prima Immunsystem hat :)
    • Cres schrieb:

      Zur eigentlichen Frage: mein großer (16j) hatte außer einer " leichten" Scharlach , gar keine Kinderkrankheit ( kein masern, Mumps , Röteln, Keuchhusten etc.) ich hab auch, grad im kiga- und Grundschulalter quasi drauf gewartet .... ( ja er ist geimpft... Was aber nicht heißt, das er die Krankheiten nicht doch bekommen kann!)
      Irgendwannhab ich es akzeptiert, das es so ist .... Er bekam sie einfach nicht und viell. Ist es bei euch auch einfach so, das das Kind n prima Immunsystem hat :)
      Vielen Dank. Das wäre natürlich auch irgendwie toll, wenn wir das alles wirklich überspringen würden. ^^

    • Hallo,

      ich habe zum Thema Ohrlöcher stechen recherchiert. Es gibt in Deutschland zwar derzeit keine gesetzliche Altersgrenze für das Ohrlöcherstechen/-schießen und auch nicht für das Tätowieren oder Piercen, aber viele Experten, insbesondere Mediziner raten davon ab, schon Babys oder kleinen Kindern Ohrlöcher machen zu lassen.

      Außerdem ist einem kleinen Kind überhaupt nicht klar, worauf es sich einlässt, wenn es sagt, dass es auch Ohrringe haben will wie die Mama auch. Und dass es weh tut, wenn man sich Ohrlöcher schießen oder piercen lässt, ist einfach Fakt, denn das Ohrläppchen wird schließlich durchstochen bzw. durchstoßen und dabei entsteht eine Wunde im Gewebe.

      Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnt vor dem Stechen von Ohrlöchern bei Kindern. "Ohrlochstechen, Tätowierungen und Piercings bei Minderjährigen sind aus unserer Sicht Körperverletzung", sagt BVKJ-Ehrenpräsident Wolfram Hartmann.

      Die selbe Meinung vertritt der Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, Friedrich-Wilhelm von Hesler. "Jeder Angriff auf die körperliche Integrität ist eine Körperverletzung - auch das Ohrlochstechen", findet der in Hannover und Berlin praktizierende Arzt. "Das Kind kann nicht einwilligen und die Eltern dürfen nicht in alles einwilligen." Kinder ab 14 Jahren sollten selbst entscheiden - wenn sie strafmündig sind - aber ausdrücklich nur mit Einwilligung der Eltern.

      Die Berufsverbände haben sich unterschiedliche Regelungen auferlegt. Die Europäische Vereinigung für professionelle Piercings (EAPP) spricht sich gegen Eingriffe bei Jugendlichen unter 14 Jahren aus.
      "Das lehnen wir grundsätzlich ab", sagt die EAPP-Vorsitzende Martina Lehnhoff. Bei älteren Jugendlichen werde die Zustimmung beider Elternteile gefordert. Diese müssten auch beim Vorgespräch anwesend sein, wo sie über die Risiken, die Pflege sowie die Nachsorge aufgeklärt würden.

      Der Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte (BVJ) sieht hingegen keine Notwendigkeit für eine Altersgrenze. "Wir können den Erziehungsberechtigten ihre Verantwortung nicht abnehmen", sagt BVJ-Geschäftsführer Joachim Dünkelmann. Die Empfehlung des Verbandes lautet, bei unter 16-Jährigen die Einwilligung und Anwesenheit eines Erziehungsberechtigten zu fordern. Bei Jugendlichen ab 16 Jahren ist nach Ansicht des BVJ eine schriftliche Einverständniserklärung ausreichend. Der Verein Deutsche Organisierte Tätowierer (DOT) lehnt Tätowierungen für Jugendliche unter 18 Jahren ab.


      Ohrlochstechen wird landläufig als harmlos betrachtet, doch tatsächlich bestehen einige Risiken:
      • Nickel-Allergie: Seit 1998 dürfen die ersten Stecker, die in der frischen Wunde verbleiben, nicht mehr als 0,05 Prozent Nickel enthalten. Immer wieder ergeben Messungen, dass Ohrstecker weit mehr Nickel enthalten. Entwickelt sich eine Allergie, ist diese dauerhaft. Allerdings ist es äußerst schwierig, im Alltag Nickel zu vermeiden, da der Allergieauslöser in so vielen Gegenständen enthalten ist: Beispielsweise in Schmuck (Gold und Silber), Armbanduhren, Türklinken, Reißverschlüssen, Knöpfen, Scheren, Münzen, Implantaten aus Chirurgenstahl. Achtung: Der Hinweis "Oberfläche nickelfrei" bedeutet meist nichts anderes, als, dass das nickelhaltige Schmuckstück nur mit einer Lackierung überzogen ist, die sich auflösen kann.
      • Das Schießen: Meist wird eine sogenannte Ohrlochpistole verwandt. Diese Methode ist verbreitet, aber nicht empfehlenswert. Der stumpfe Erststecker wird mit Druck durch das Gewebe gepresst und zerfetzt das Gewebe, es wird geschädigt und heilt langsamer. Die schonendere Methode ist das Stechen mit einer sterilen Einmalnadel von einem Arzt oder in einem seriösen Piercingstudio.
      • Sterilisieren: Ein weiteres Problem der Ohrlochpistolen ist, dass sie nicht medizinisch einwandfrei sterilisiert werden können. Sie könnten also auch Krankheitserreger in die offene Wunde einbringen.
      • Verschlucken: Vor allem bei kleinen Kindern besteht die Gefahr, dass sie Kleinteile verschlucken könnten, wenn sie an den Ohrringen herumspielen und die sich lösen. Am besten sollte man Kleinkindern nur flache Stecker, nicht hängende Ringe oder baumelnden Ohrschmuck geben.


      Klara
    • Ich finde Ohrstecker bei kleinen Kindern auch unmöglich. Natürlich steigt die Verletzungsgefahr.
      Und vielleicht mag es nur mir so gehen, aber für mich wirken sie so erwachsener und die Kinder verlieren so ein bisschen was von ihrer Niedlichkeit. Genauso wie die 4-jährigen, die schon perfekt Rock 'n Roll tanzen. Dem kann ich so gar nichts abgewinnen.
      Herzliche Grüße
      Manuela :)