Im Spannungsfeld zwischen Intelligenz und schlechten Noten

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    • Im Spannungsfeld zwischen Intelligenz und schlechten Noten

      Eltern von hochbegabten Kindern wissen, dass eine hohe Intelligenz des Kindes nicht nur Segen, sondern zuweilen auch Fluch sein kann. Hochbegabte Kinder fordern ihre Eltern stark, weil sie ihren Wissensdurst löschen und ihr Bedürfnis, Neues zu lernen, befriedigen wollen. Da werden den Eltern dann auch schon mal Löcher in den Bauch gefragt und nicht auf alles weiß man als Elternteil eine Antwort.

      Eine Hochbegabung bringt auch nicht zwangsläufig gute Schulnoten mit sich. Wird die Hochbegabung nicht erkannt und entsprechend berücksichtigt, kommt es zu Unterforderung. Das Kind zeigt keine Leistungsbereitschaft in der Schule und arbeitet nicht mit, weil es gelangweilt ist.

      Bei entsprechender Förderung stehen dem hochbegabten Kind jedoch viele Perspektiven und Möglichkeiten offen, die Hochbegabung ist dann eine Bereicherung.

      Was können Eltern tun, um ihrem Kind einen entsprechenden Weg zu ermöglichen?


      • Lassen Sie sich von kompetenter Stelle beraten. Mittlerweile gibt es in vielen Städten Beratungseinrichtungen für Eltern hochbegabter Kinder.
      • Schaffen Sie Möglichkeiten, dass das Kind seinen Lerneifer befriedigen kann. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen und nicht alles müssen Sie selber leisten. Besuchen Sie z.B. Museen, Theater, Konzerte, Bibliotheken (je nach Interessenslage des Kindes), um die Möglichkeiten für Wissenszuwachs in Bereichen zu schaffen, in denen Sie sich selbst vielleicht nicht so gut auskennen. Außerschule Bildungsangebote können ebenfalls eine gute Ergänzung sein. In Betracht kommen z.B. Kurse für Kinder in Volkshochschulen oder Familienbildungsstätten, Schachgruppen, Musikschulen. In manchen Städten werden auch im Rahmen von sogenannten Kinder-Universitäten gute Bildungsangebote gemacht. Über Bücher oder Computerprogramme hat das Kind die Möglichkeit, sein Wissen selbständig zu erweitern.
      • Fördern Sie Ihr Kind, aber überfordern Sie es nicht. Das Lerntempo bestimmt das Kind.
      • Wenn das Kind alt genug ist, sprechen Sie mit ihm über seine Hochbegabung, damit es verstehen kann, warum es selber "anders" ist als Gleichaltrige. Das Kind sollte dadurch jedoch nicht das Gefühl vermittelt bekommen, es sei etwas besseres, weil es schlauer ist als die anderen Kinder.
      • Achten Sie darauf, dass das Kind auch alltagspraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten lernt. (Das Kind sollte als Erwachsener kein "Fachidiot" sein, der nicht in der Lage ist, selbst einkaufen zu gehen. ;) )
      • Sorgen Sie, wenn möglich, für Kontakte mit anderen hochbegabten Kindern und deren Eltern. Vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch profitieren alle Beteiligten. Kontakte lassen sich ggfs. über Beratungseinrichtungen für hochbegabte Kinder herstellen.
      • Sprechen Sie mit Erziehern im Kindergarten oder den Lehrern in der Schule, damit auch dort ein fördernder Umgang gepflegt wird und das Kind nicht durch Fehlinterpretation seines Verhaltens ungerecht behandelt wird.
      • Achten Sie auf sich selbst. Hochbegabte Kinder fordern ihre Eltern sehr stark. Es ist deshalb wichtig, dass Sie als Eltern genügend Ausgleich finden.



      Die richtige Balance zu finden, wünscht



      Anne