Was könnte dahinter stecken?

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    • Was könnte dahinter stecken?

      Erstmal ein großes HALLO!

      Ich bin neu hier und habe auch schon ein kleines Problem mit unserem 4-jährigen Sohn.

      Seit ungefähr 12 Wochen kommt er jede Nacht zu uns ins Schlafzimmer und will, dass mein Mann bei ihm im Zimmer schläft. Was er auch macht, da er mir Ruhe gönnen will.Wenn ich versuchen würde bei ihm zu schlafen, dann fängt er an zu schreien und lässt sich dann auch nicht mehr beruhigen. Beim Einschlafen muss mein Mann immer im Zimmer bleiben bis er eingeschlafen ist.

      Wir vermuten, dass es mit meiner Schwangerschaft zusammenhängt (7. Monat) und er die Veränderungen im Haus merkt und Trennungsängste dadurch hat. Aus dem Grund hat er auch ein neues Zimmer bekommen, dass er aber mit aufgebaut und renoviert hat.

      Wir haben schon viel versucht. "Durchschlafcreme", Homöopathie C200 und C30. Wir sind mit unserem Latein am Ende.

      WAS KÖNNEN WIR NOCH TUN????

      Gruß Melanie
    • Hallo Melanie und herzlich willkommen :)

      Ich glaub, du hast die Ursache für das Problem schon genannt: ;) Er kommt nicht damit zurecht das ein Geschwisterchen kommt und sich deswegen einiges verändert hat. Und da das Kind in DIR wächst, klammert er sich an deinen Mann.
      Ich glaub nicht das da irgendwelche Mittel helfen, sondern nur ihn besser auf die Situation vorzubereiten.

      Wie habt ihr ihn denn in die Schwangerschaft eingebunden? Was habt ihr ihm gesagt? Ist er immer auf dem Laufenden, was das Baby betrifft?
      Ich hatte mal so was mit einer Freundin. Sie hatte dem älteren Kind von dem Baby erzählt und meinte auch, sie hätte es mit eingebunden, aber je genauer man nachfragte, um so klarer wurde das dem Kind gar nicht so genau klar war, was da eigentlich passieren würde und was auf ihn zukommt. Da hatte sich dann wohl so eine Angst aufgebaut das Mami ihn dann nicht mehr lieb hätte.
      So kleine Kinder denken ja nicht logisch, sondern total irrational.

      Ich denk, ihr müsst vor allem daran was ändern, anders mit ihm reden, vielleicht auch jemand von außen einbinden. Aber erzähl erstmal. :)
    • Hallo Melanie,

      auch ich möchte Sie herzlich hier im Forum willkommen heißen.

      Dass Kinder plötzlich nicht mehr in ihrem Zimmer schlafen möchten, kommt immer mal wieder vor und hat meistens den Grund, dass sie irgendetwas beschäftigt. Was genau die Ursache ist, ist schwierig zu sagen.

      Ich vermute wie Sie selber und Marina auch, dass es mit Ihrer Schwangerschaft und den damit verbundenen Veränderungen zusammenhängt. Es müssen nicht unbedingt Trennungsängste sein, es kann auch mit dem neuen Zimmer zusammenhängen, mit Ihrem nun wachsenden Bauch oder vielleicht mit etwas, was er anderswo im Zusammenhang mit dem Thema "Geschwisterchen bekommen" aufgeschnappt/gehört hat.

      Ich denke auch, dass Sie mit ihm reden sollten und ihn fragen, warum er immer mit Papa zusammenschlafen möchte, und zwar am besten am Tage und nicht in der Situation direkt. Ich stimme Marina auch zu, dass es hilfreich ist, mit ihm möglichst viel über das Thema Schwangerschaft zur reden. Vielleicht ergibt sich aus den Gesprächen, was ihm auf dem Herzen liegt. Vielleicht hilft Ihnen, wenn sie Kinderbücher dazu nehmen.

      Homöopathische Mittel oder Bachblüten können, denke ich, nicht die Ursache beheben, aber vielleicht unterstützen, um ihren Sohn emotional ausgeglichener zu machen. Da würde ich dann aber auf eine kompetente Beratung zurückgreifen und nicht verschiedene Mittel "ausprobieren" :rolleyes: .

      Mir kam außerdem die Idee, dass es ihrem Sohn vielleicht helfen könnte, statt des Vaters ein T-Shirt des Vaters mit im Bett zu haben. Dann hat er seinen Geruch bei sich. Manchen Kindern gibt dies Sicherheit und dies reicht ihnen. Vielleicht können Sie das mit Ihrem Sohn verhandeln?

      Ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu lesen und bin gespannt, wie sich Ihre Nächte weiter entwickeln.

      Alles Gute wünscht

      Anne
    • Hallo!

      Einbinden in die neue Situation tun wir den ganzen Tag. Wie haben Bücher indem wir ihm alles erklären, was jetzt in meinem Bauch vor geht. Er gibt dem Baby auch jeden Abend einen Kuss. Er legt die Spieluhr auf den Bauch und kuschelt mit mir, um meinen Bauch zu beobachten wie er sich bewegt.

      Er sagt auch immer, dass er sich über das Geschwisterchen freut und das er sich eine kleine Schwester wünscht und wir das Zimmer dann lila streichen müssen.

      Wenn man ihn fragt warum er denn nachts wach wird und zu uns kommt, sagt er nur:"Weiß ich nicht!" Man bekommt es nicht aus ihm raus, auch nicht wenn man es nebenbei beim Spielen versucht.

      Verhandeln hilft bei ihm überhaupt nicht, denn dann meint er einfach, dass will ich ja auch nicht! Wir haben ihm gesagt, solange er nicht ordentlich durchschläft, darf er nicht bei Oma und Opa schlafen.
      Ich sage ihm auch jeden Tag, dass ich ganz doll lieb habe und er immer mein großer Schatz bleiben wird.


      Gruß Melanie
    • Hallo Melanie,

      auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.
      Wie Marina und Anne denke auch ich, dass das Verhalten Ihres kleinen Sohnes nichts mit einer psychischen Störung zu tun hat, sondern mit der Situation in Ihrer Familie, die ihm zu schaffen macht. Ich denke auch, dass dieses Nicht-Durchschlafen-Können und das sich an den Papa klammern mit Ihrer Schwangerschaft zu tun hat. Ihr Sohn braucht einfach noch Zeit, um mit dieser sich verändernden Familiensituation zurecht zu kommen.

      Sie haben geschrieben, dass er nun auch ein neues Zimmer hat. Hat er denn zuvor auch schon in seinem eigenen Zimmer geschlafen oder durfte er bisher bei Ihnen im Schlafzimmer schlafen? Hat er nun ein anderes Bett und hatte er zuvor noch ein Gitterbettchen?

      Ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, dass Sie weiterhin mit ihm über das Geschwisterchen reden, aber auch viel mit ihm Zeit verbringen, mit ihm spielen, Bücher lesen usw. Ich finde es wichtig, ihm zwar zu erklären, wie dieses Kind in Ihnen wächst und was dies bedeutet, aber die Schwangerschaft nicht zum Thema Nummer 1 werden zu lassen, denn dadurch wird seine Angst, nicht mehr richtig geliebt zu werden und nicht mehr so wichtig zu sein vermutlich noch größer.
      Kinder denken nicht so rational wie wir uns es manchmal gerne wünschen und das ist gut so. Kinder sind emotional - und das bedeutet auch, dass sie Ängste haben können, die man ernst nehmen sollte. Und es ist ja wirklich so, dass er seine Eltern dann mit dem neuen Geschwisterchen teilen muss und nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit haben wird.

      Ich kann mich noch an meine eigene Kindheit erinnern, als man mir ebenfalls mit vier Jahren erzählte, dass ich ein Geschwisterchen bekommen werde. Und so sehr ich mich darauf freute, dennoch ging es auch mir so, dass ich nicht mehr durchschlafen konnte, dass ich von Alpträumen geweckt wurde und dann zu meinen Eltern ins Bett kroch. Auch ich bin zu meinem Vater geschlüpft oder ein Stockwerk nach unten zu meiner Oma. Ich wurde wach in der Nacht und hatte Angst alleine in meinem Zimmer. Und ich habe auch ein eigenes Zimmer in der Zeit bekommen mit einem normalen Bett, wie die Erwachsenen.
      Irgendwann war diese Phase allerdings vorbei und ich konnte in meinem Zimmer schlafen, ohne wach zu werden und Angst zu haben.

      Ich denke, es könnte Ihrem Sohn helfen, wenn Sie und nicht Ihr Mann ihm abends vor dem Zubettgehen bei ihm im Zimmer, wenn er schon im Bett liegt, eine Gutenachtgeschichte vorlesen und dies auch wirklich zu einem Ritual werden lassen. Oder aber Sie lesen ihm gemeinsam als Eltern eine Geschichte vor und schenken ihm damit Ihre Aufmerksamkeit.

      Und ein Nachtlicht ist auch etwas sehr Hilfreiches und Angenehmes, damit es in seinem neuen Zimmer nicht so dunkel ist.

      Was ich nicht förderlich finde ist, dass Sie schreiben, er darf nicht bei seinen Großeltern übernachten, so lange er nicht ordentlich durchschläft. Damit setzen Sie Ihren kleinen Jungen zusätzlich unter Druck und bestrafen ihn für eine Angst, unter der er leidet, anstatt ihn zu unterstützen und ihm zu helfen.
      Er sucht nach Geborgenheit in dieser Zeit der Veränderung und vielleicht tut ihm da ein Besuch bei seinen Großeltern mit Übernachtung sogar gut. ;) Es würde mich nicht wundern, wenn Ihr Sohn bei seinen Großeltern dann sogar durchschlafen kann. Dort wäre er die Hauptperson und wäre auch nicht mehr direkt konfrontiert mit dem Geschwisterchen, was unterwegs ist, könnte vielleicht sogar etwas zur Ruhe kommen innerlich. Wir kennen das als Erwachsene ja auch, dass wir manchmal einfach etwas Abstand brauchen, um dann mit Situationen besser zurecht zu kommen. Vielleicht wäre das Erlauben von Übernachtungsbesuchen bei Oma und Opa sogar auch förderlich dafür, dass Ihr Sohn dann auch in seinem neuen Zimmer besser durchschlafen kann... ^^

      Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und würde mich freuen, wenn Sie uns auf dem Laufenden halten würden.

      Herzliche Grüße
      Klara
    • Hallo.

      Er hat zwar ein neues Bett, was er sich aber selber ausgesucht hat. Er schläft schon seit der Geburt in einem eigenen Zimmer. Er hat NIE bei uns im Schlafzimmer geschlafen als Säugling.

      Vorlesen tun wir schon seit seinem 1. Geburtstag und beten tun wir auch! Wir haben jeden Abend das gleiche Ritual.

      Und das er immer an Papa hängt liegt einfach daran, dass er ein absolutes PAPAKIND ist.

      Die Oma und Opa wohnen unter uns im Haus. Er sieht sie jeden Tag von morgens bis abends. Nur das bei den Großeltern schlafen soll ja eine Belohnung sein.

      Gruß Melanie
    • Hallo Melanie,

      ich finde es sehr schön, dass Sie Gutenachtgeschichten vorlesen. Das kommt heutzutage bei so vielen Familien zu kurz oder wird gar nicht praktiziert. Das ist ein schönes Ritual, das Ihrem Sohn sicherlich gut tut.

      Ich denke, dass sich diese Phase mit dem Nicht-durchschlafen-können legen wird. Das durchleben viele Kinder, auch wenn sie sich ihr Bett selbst ausgesucht haben und an der Gestaltung des Zimmers aktiv dabei waren. Alleine in einem Zimmer zu schlafen kann einem mit zarten 4 Jahren einfach auch Angst machen. Und Angst ist etwas Irrationales, das sich auch schlecht erklären lässt in diesem Alter. Sie ist offenbar da und soll ernst genommen werden, dann wird sie auch wieder verschwinden.

      Wtzig finde ich, dass Sie schreiben, dass die Großeltern einen Stock tiefer wohnen. Das war in meiner Kindheit auch so und als ich selbst meine nächtliche Angstphase hatte, habe ich mich oft nachts zu meiner Oma geschlichen, weil meine Eltern irgendwann genervt waren von meinem nächtlichen Wachwerden. ;)

      Herzliche Grüße
      Klara