Das ängstliche Kind

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    • Das ängstliche Kind

      Angst gehört zu den Gefühlen des Menschen wie Freude, Trauer, Hoffnung, Liebe,... . Angst schützt den Menschen vor Gefahren und das Überwinden von Ängsten fördert die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.

      Auch bei Kindern ist Angst in bestimmten Entwicklungsstufen ganz normal. So können z. B. kleine Kinder Trennungsängste, Angst bei Dunkelheit, bei Unwetter, vor bestimmten Tieren oder fremden Menschen auftreten.

      Problematisch wird die Angst dann, wenn sich Ängste verstärken und die täglichen Aktivitäten des Kindes beeinflusst werden: Wenn das Kind beispielsweise nicht mehr in den Kindergarten oder die Schule gehen will, es keine Freunde findet, der regelmäßige Kontakt zu Freunden abbricht, es wiederholt über Bauchschmerzen klagt ohne dass eine organische Ursache vorliegt, es ein übertrieben anhängliches Verhalten zu engen Bezugspersonen zeigt, sich selbst nichts zutraut.

      Wie können Sie als Eltern ihrem Kind helfen und es unterstützen?


      • Nehmen Sie Ihr Kind mit seiner Angst ernst. Wenn Sie die geäußerten Ängste abtun mit den Worten "Vor der Dunkelheit brauchst Du Dich nicht fürchten und Monster gibt es nicht!" fühlt sich das Kind zusätzlich verunsichert und "falsch", weil es Angst hat.
      • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Ängste. Sagen Sie ihm, dass Angst zu haben etwas ganz normales ist, und das jeder Mensch manchmal Angst hat. Erzählen Sie Ihrem Kind, wovor Sie schon einmal Angst hatten und was Ihnen dann geholfen hat.
      • Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was ihm in Momenten der Angst helfen könnte (z. B. ein Kuscheltier, ein Stein in der Tasche von Papa als Symbol dafür, nicht alleine zu sein, Ein Mutmachspruch wie "Ich hab Mut, das tut mir gut")
      • Spielen Sie mit Ihrem Kind ein Rollenspiel: Was tut der Teddy in dieser Situation? Im Rollenspiel ist das Kind der Betrachter von außen und kann deshalb leichter Ideen entwickeln, wie man sich in angstbesetzten Situationen verhalten könnte. Das Kind schlüpft in die Rolle des Erwachsenen, der dem ängstlichen Teddy gute Ratschläge gibt und Mut zuspricht.
      • Je unsicherer das Kind ist, desto mehr Ermutigung braucht es. Lassen Sie Ihr Kind so viel wie möglich selbst machen und nehmen Sie ihm so wenig wie möglich ab. Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu, dann wird es sich auch selbst etwas zutrauen. Loben Sie Ihr Kind für alles, was es geschafft. Dies stärkt das Selbstbewusstsein Ihres Kindes und das wiederum ist das beste Mittel gegen Ängstlichkeit.
      Anne