ADHS

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    • Hallo ihr Lieben.
      Bei meinem Sohn (5 Jahre) wurde letztes Jahr ADHS diagnostiziert. Ich habe mich nun hier angemeldet, um ein ein paar Leute zu finden, denen es genauso geht. Er soll ja voraussichtlich nächstes Jahr in die Schule kommen, was ich aber momentan noch nicht so sehe, da er sehr aufgekratzt ist und sich einfach nicht konzentrieren kann. Das doofe ist, dass er auch teilweise wie in seiner eigenen Welt lebt...Ich bin mir auch nicht sicher, ob es richtig ist mit der Diagnose ADHS. Er zeigt auch teilweise Verhaltensweisen eines Autisten...
      Hat vielleicht jemand Erfahrungen damit?
    • Hallo , herzlich willkommen
      Ich habe sehr viel Erfahrungen mit ADHS.
      Vorab lass dir gesagt sein, das kein ADHS Kind dem anderen gleicht.
      Erstmal möchte ich gerne wissen, wie du darauf kommst, das dein Sohn Autistische Züge zeigt?

      Viele Ärzte stempeln heute viel zu schnell ein Kind mit ADHS ab und stopfen sie mit Medikamente voll.

      Hat dir der Arzt keine Empfehlungen mit auf den Weg gegeben, Frühföderung, Ergoterapie oder ähnliches?
      Du schreibst das er nächstes Jahr zur Schule soll , du das aber nicht siehst! In diesen einem Jahr, wird er total wachsen in seinem Verhalten reifen , warte es ab.

      Seine ADHS, wie zeigt sie sich?
      MfG Gilfy :saint:
    • Hallo Gilfy,
      dank erst einmal für deine Antwort. Es ist echt super, wenn man sich mit anderen auseinander setzen kann und nicht alleine da steht...
      Das weiß ich, dass sich ADHS Kinder nicht gleichen. Jedes Kind ist individuell, ob es "krank" ist oder nicht.
      Autistische Züge sind z.B., dass er ab und zu wie in seiner eigenen Welt lebt und nichts und niemand ihn stören oder anfassen darf. Naja dann ist da noch dieser extreme Aufräumzwang. Es muss alles an seinem Platz sein, sonst bekommt er eine Kriese...

      Das ist leider wahr, dass viele Ärtze die Kinder viel zu schnell mit ADHS abstempeln. Bei uns wurde es vor ca. einem Jahr in der Asklepios Klinik festgestellt...Hast du auch ein Kind mit ADHS?

      Frühförderung und Ergotherapie bekommt er schon. Zudem kommt noch, dass wir im Mai in eine neue Stadt gezogen sind und er die Kita wechseln musste. Der arme Kerl hat schon so viel durchgemacht, auch was seinen leiblichen Vater angeht...mit seinen Geschwistern ist es auch nicht leicht...

      Ich hoffe, dass er sich in diesem Jahr noch macht. Ich habe einfach Angst, dass er es nicht so hinbekommt und später in der Schule Schwierigkeiten hat...

      Medikamente bekommt er nun auch schon...leider...aber so richtig "helfen" tun die auch noch nicht...

      LG
    • Hallo,

      bin zwar kein "Experte", habe aber dennoch Gedanken dazu :)

      1. Konzentration
      Er kann sich doch sehr gut konzentrieren! Voller Fokus auf seine eigene Welt und nichts kann ihn stören - mehr Konzentration geht doch nun wirklich nicht! Oder die Konzentration auf das Aufräumen und die Ordnung.

      Die Frage ist doch viel mehr: "Wie schafft Du ihn für andere Themen zu motivieren bzw. "Ablenkungen" zu reduzieren?"

      2. Aufgekratzt
      Unser Sohn hat sich immer sehr für Ninja Turtles und so interessiert - Serien in denen gekämpft wird.
      Also haben wir dieses Interesse und seine Energie genommen und ihn in einer Kung Fu Schule angemeldet.
      Er macht es schon seit 2 Jahren (ist jetzt 7 Jahre alt) und es war die beste Entscheidung die wir damals treffen konnten.

      Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

      LG
    • wenn ich das so lese, was du beschreibst, dann wundert mich nichts! Umzug, raus aus seinem Umfeld, weg von seinen Freunden, von allem was er liebt und kennt, und auch weg von seinem Vater?
      Dann muss ein Kind rebelieren! Was erwartest du? Kinder in dem Alter können sich nicht in Worte ausdrücken, sondern tun es mit handeln und reagieren. Du schreibst das die Geschwister auch nicht leichter sind, dann solltest du dich vielleicht mal Fragen, was du ändern kannst.

      Ich glaube nicht das dein Kleiner ein Autist ist und von dem ADHS bin ich schon gar nicht überzeugt. Ordnung und Konzentration passen in keiner Weise dazu. Vielleicht solltest du mit deinen Kindern einen Kindersychologen aufsuchen, sie da einfach mal vorstellen und sie machen lassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, das hinter dem Verhalten der Kinder was ganz anderes steckt!

      Ja, ich habe ein Kind mit ADHS . Er ist heute 23 Jahre alt.
      MfG Gilfy :saint:
    • Sry, dass ich jetzt erst antworte...ich hatte viel um die Ohren...

      Danke erst mal, dass ihr mir so fleißig antworte und helft...

      "Machmal Pause" ich bin schon dabei ihn in seiner Konzentration zu fördern und seine Stärken heraus zu filtern und ihn zu motivieren. Ist ja nicht so, dass ich mein Kind nur anschreie oder so. Ich beschäftige mich sehr viel mit ihm und versuche auch sehr viel über ADHS zu erfahren...

      "Gilfy" na klar hat der kleine Kerl es nicht leicht gehabt mit dem Umzug usw. Freunde hatte er vorher leider gar keine, was er nun aber endlich sucht. Du glaubst gar nicht, wie schön es ist, zu sehen, dass dein Kind endlich von sich aus soziale Kontakte sucht ;)
      Ja, auch weg von seinem Vater, was ihn aber nicht stört, da er ihn nicht kennt. Sein Vater lehnt den Umgang zu den Kindern komplett ab. Hat er mir heute auch nochmal gesagt. :(
      Ich frage mich jeden Tag, was ich noch ändern kann. Ich sitze nicht nur da und drehe Däumchen...ich tue so viel für meine Kinder...

      Autist denke ich nicht. Das habe ich nie gesagt...ich habe gesagt, dass er autistische Züge zeigt. ADHS hat er laut Dignose...Es wurde richtig in der Klinik diagnostiziert...Mein Sohn ist bei der Ergotherapie, Frühförderung und beim Psychiater. Psychologe wollte ich ja, aber konnte ich nicht machen, da der Vater keine Unterschrift gegeben hat...

      LG
    • du kannst noch so viel machen, lass dir gesagt sein, das ganze braucht unendlich viel Zeit.
      Bei den meisten Kindern ( bei meinem Sohn leider nicht ) verwächst ADHS im Teenageralter.
      Kinder mit ADHS brauchen vor allem eine feste Struktur, einen festen und geregelten Tagesablauf. Kommt da mal was dazwischen oder fällt was weg, werden sie aus der Bahn geworfen und können damit nicht umgehen.
      Ich habe mehrere Elterntraininge mitgemacht und Kurse besucht, um zu lernen wie man am besten mit ADHS Kindern umgeht und spricht. Die sogenannte " ich " Form hilft dem Kind sehr! Beispiel: ich würde mich sehr freuen... oder mein Herz ist über glücklich weil du .... geschafft / gemacht hast und sowas.

      Vielleicht hilft es dir ja ein bisschen!
      MfG Gilfy :saint:
    • Ja ich weiß, dass ich unendlich viel machen kann, es aber Zeit brauch...aber wenigstens kann ich sagen, dass ich alles für meine Kinder tue...
      Durch den Umzug, meine neue Ausbildung, neuer Kindergarten usw. muss sich die feste Struktur erst einmal finden, aber das wird schon immer besser...Was ist denn ein Elterntraining???
      Warum Ich Form und nicht z.B. Mama macht das und das oder Mama hilft dir dabei???

      Du hilfst mir sehr...danke dafür

      ;)
    • Dieses Elterntraining ist ein oder mehrere Kurse, in dem man lernt wie man am besten mit einem ADHS Kind umgeht, mit ihm verständlich spricht, wie man es an irgendwas ran führen sollte und vor allem wie man sich ihn seine Lage versetzen kann, dieses Kind verstehen lernt ( warum es nun gerade so reagiert ) und auch wie man Konflikte umgehen kann oder / und wie man Ausraster vermeiden kann . Aber auch wie man das Kind beruhigen und auf es zugehen kann.
      Alle sowas eben. Am Ende der Kurse gab es Zertifikate.


      Die " ich " Form kommt bei dem Kind besser an, dann verbinden sie es mit dir selbst. Mama 's gibt es viele und ist nicht ganz so persönlich. Ein Kind spricht auch immer in der " ich " Form. Beobachte es mal!
      MfG Gilfy :saint:
    • Gilfy schrieb:


      Am Ende der Kurse gab es Zertifikate.
      Das ist es, was mich die Sinnhaftigkeit solcher Kurse anzweifeln lässt. Welche Mutter braucht ein ZERTIFIKAT für die Teilnahme an solchem Kurs?

      Fleroxina, den Verdacht Autismus würde ich unbedingt abklären lassen. Allerdings sind milde Formen dieser Erkrankung in diesem Alter nur schwer diagnostizierbar.

      Alles Gute!

      Johanna
    • Ich gehe davon aus, dass die meisten Eltern sich für ihre Kinder interessieren. Allerdings würde ich zu ernsthaftere Beratungen raten, auch wenn diese nicht mit einem Zertifikat abschließen.

      Wenn ich lese, man würde dort lernen, wie man am besten mit einem ADHS Kind umgeht, bekomme ich Bauchschmerzen. Auch Kinder mit diesem Syndrom sind Individuen, die man nicht nach Vorgabe eines Instant-Kurses behandeln kann. Und du selber schreibst von der Wichtigkeit der Ich-Botschaften. "Man" lernt wie "man" mit "solchen" Kindern umgeht passt so gar nicht dazu.

      Johanna
    • hast du schon mal solche Kurse besucht? Wahrscheinlich nicht! Also kannst du dir davon kein Urteil erlauben.
      Natürlich sind solche Kurse keine Patentrezepte, aber wichtige Grunglagen und Grundkenntnisse die man dann auf das jeweilige Kind einsetzen, bzw testen kann, wo und wie es am besten klappt und reagiert.


      Diese Kurse die ich mitmachen musste, sind nicht irgendwelche , die man an einer Schule oder im Pfarheim besucht, sondern die wurden geleitet und durchgeführt vom Jugendamt, Therapeuten und Sychologen von der Einrichtung für ADHS Kinder, in der mein Sohn war.

      Also, da du da anscheinend keine Ahnung von hast, solltest du es hier auch nicht schlecht reden. Irgendwo in einem Tread habe ich das schon mal erwähnt, ebenso wie , das nicht alles bei jedem dieser Kinder hilft. Das müssen die Eltern für sich rausfinden, eben weil jedes der betroffenen Kinder anders reagiert. Das ist ja wohl logisch. Dachte nicht das ich das nochmal extra betonen muss.
      MfG Gilfy :saint:
    • Danke für eure Antworten...die haben mir sehr geholfen, auch diese "Diskussion" hat mir sehr geholfen...
      Das klingt sehr gut und interessant mit den Kursen...

      Liebe Johanna, das ist mir bewusst, dass das abgeklärt werden muss, aber es gibt nicht von heute auf morgen sofort Termine bei Psychologen. Ich habe mit meinem Sohn schon so viel ausprobiert. Wir waren für die Diagnose vor einem Jahr in der Klinik. Ich gehe halt nur nicht so ganz da mit...

      Den nächsten Termin haben wir jetzt am 27.10., an dem wird alles besprochen...Medikamente, Diagnose, Verhalten usw...

      Ich weiß auch, dass sich ADHS oder andere Krankheitsbilder schwer in diesem Alter diagnostizieren lassen, aber es "muss" was passieren. Er steht momentan leider sich selber im Weg und kann sich nicht richtig konzentrieren und ich möchte alles dafür tun, dass er es kann. Ich helfe ihm bei allem, weil ich ihn über alles liebe und möchte, dass er trotz der "Krankheit" ein schönes Leben hat und später Erfolg...

      Natürlich ist jedes Kind individuell, ob krank oder gesund...das hat nichts mit Zertifikaten zu tun oder, mit dem, was Gilfy geschrieben hat, dass man lernt mit ihnen umzugehen...jedes Kind ist einzigartig, aber manche zeigen halt ähnliche Züge...das hat sich damit gemeint...

      Johanna hast du Ahnung von der Krankheit?


      Ich finde es gut, was Gilfy alles schreibt und sagt...sie hilft mir sehr...solche Aussagen, dass es nichts gutes sein kann, nur weil man ein Zertifikat bekommt, finde ich unnötig...ich brauche hilfreiche Antworten!!!


      LG
    • Hallo Fleroxyna,

      als Erzieherin habe ich auch bereits in heilpädagogischen Einrichtungen gearbeitet, u.a. auch mit autistischen Kindern in verschiedener Ausprägung und Form, bzw. welchen mit AD(H)S.

      Welche Antworten man als hilfreich empfindet, obliegt jedem einzelnen. Ich würde dir von einem solchen Kurs abraten-natürlich ist es letztlich deine Entscheidung. Ich würde einer Erziehungsberatungsstelle den Vorzug geben. Dort arbeiten auch Psychologen und Heilpädagogen. Es wird einem dort kein Geld aus der Tasche gezogen und man braucht nicht monatelang auf einen Termin zu warten.

      Egal wie du dich entscheidest: Viel Erfolg!

      Johanna


      @gilfy:
      Zitat gilfy:"hast du schon mal solche Kurse besucht? Wahrscheinlich nicht! Also kannst du dir davon kein Urteil erlauben."
      Selbstverständlich kann ich mir ein Urteil erlauben. Wer sollte mich daran hindern?

      Deiner Logik zufolge dürfte sich auch ein Vegetarier kein Urteil über Fleischkonsum erlauben.

      Johanna
    • ein Urteil kannst du dir nur dann erlauben, wenn du solche Kurse mitgemacht jast, das scheinst du aber wohl nicht.
      Und nur ganz nebenbei am Rande, diese Kurse haben mich keinen Cent gekostet und wer kann solche Kurse besser geben als die professionellen Leute, die das von pike auf gelernt haben und Tag und Nacht mit diesen Kindern arbeiten und teilweise in den Einrichtungen wohnen.

      Du kannst dich nicht hinstellen und sagen, nur weil du Erzieherin gelernt hast und vielleicht mal wenige Wochen oder Monate mit ADHS Kinder gearbeitet hast, das die Therapeuten, Sychlologen, Betreuer und co , ihr Fach und wissen nicht können. Denn das tust du gerade. Diese Leute verstehen ihr Fach und sind kompetent Kurse zu geben.
      MfG Gilfy :saint:
    • "Du kannst dich nicht hinstellen und sagen, nur weil du Erzieherin gelernt hast und vielleicht mal wenige Wochen oder Monate mit ADHS Kinder gearbeitet hast, das die Therapeuten, Sychlologen, Betreuer und co , ihr Fach und wissen nicht können. Denn das tust du gerade."

      Erstens: Es handelt sich nicht lediglich um Wochen oder Monate.

      Zweitens: Das ist eine böse Unterstellung und gewagte Interpretation deinerseits!

      Und worüber ICH MIR ein Urteil erlaube, wirst du mir überlassen müssen.
    • Ich finde es echt lieb von euch beiden, dass ihr mir helfen wollt, aber das "Gezicke" hilft mir hier ganz und gar nicht...!!!

      Ich befinde mich auch in der Erzieher Ausbildung und habe schon in solchen Einrichtungen gearbeitet, aber deshalb kann ich noch nicht sagen, dass ich davon Ahnung habe und mich damit auskenne.
      Wie gesagt wir sind mit ihm schon beim Kinder- und Jugendpsychiater und lassen es testen usw., mehr kann ich erst mal nicht tun, außer ihn immer wieder motivieren und stärken...

      Jugendamt, Familienhilfe usw sind ja auch mit dran. Ich habe viel Unterstützung, aber es ist trotzdem schön sich mit anderen Leuten, die sich auch damit auskennen oder ebenfalls betroffen sind auszutauschen...
    • Hey Fleroxyna , ich teile dein leid . Mein Sohn 5 soll auch nächstes Jahr in die Schule kommen & obwohl er Medikamete bekommt die allerdings nur bis 16 uhr wirken ist danach die Hölle los endlose Disskussionen ständige Wutanfälle & dazu noch das er ständig weint :( sehr sehr oft ganz ohne grund ich habe leider keine Eltern im Bekanntenkreis die mir helfen könnten & die Thematik verstehen da ihre Kinder "normal" sind & die behandelnde Ärztin verweist mich auch immer auf irgendwelche anderen Therapeute oder das Jugendamt
      Die Stärken, stärken & die Schwächen, schächen :) <3