Schwiegermutterprobleme!

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    • aktuelle Vorkommnisse

      Hallo Tanja,
      gestern habe ich mit meinem Mann (weil es die aktuelle Situation ergeben hat) darüber gesprochen, was Sie mir anrieten. Wir haben darüber gesprochen, das gewisse Veränderungen im Vorfeld von ihm stattfinden müssen, damit dieses nicht in Bezug mit meinem Wiedereinzug steht.
      Somit wird er den Wintergarten-Einblick verändern. Zum Herbst hin den Garten so umgraben, das es klar abgesteckt ist, wer was zur Nutzung hat usw.! Allerdings bat ich meinen Partner das er dieses evtl. bei ihr ankündigt, damit es hier nicht wieder Reiberein gibt und sie dieses dann benutzt ihm Vorwürfe daraus zu stricken. Das lehnt er leider ab. Er ist der Meinung, ihr gegenüber keine Rechenschaft ablegen zu müssen und klare Linien ziehen zu können wie, wo und wann er das für richtig hält. Ich sehe das nicht ganz so.
      Jedoch muss er das im Endeffekt ja realisieren und somit sollte es mir evtl. auch egal sein wie er dieses tut.
      Er war gestern wieder sehr sauer, das sein großer Sohn abends zu seiner Oma ging und sie fragte ob sie ein Brötchen für ihn hätte, worauf sie ihm entgegnete "Wieso, bei dieser angespannten Situation hier kannst Du wohl nicht bei deinem Vater nach einem Brötchen fragen, ich dachte Du darfst nicht mehr bei mir essen"
      Er ist darauf einfach wortlos von ihr gegangen und hat sich bei seinem Vater (in seinem Zuhause) ein Brötchen geholt.
      Das sind leider Dinge, die für mich überhaupt GAR NICHT gehen. Was bewegt diese Frau, immer und immer wieder im Hintergrund solche unangebrachten Aussagen zu treffen? Was bewegt sie die Kinder damit so zu belasten, das man einfach nur sprachlos ist bzgl. ihrem scheinbar fehlendem Verstand.
      Allein das wir darüber sprachen (am Telefon), hat mich sehr aufgewühlt und ich stelle immer wieder fest, das ich tief im Inneren nach irgendeiner Lösung suche, das ich nachdenke darüber wie man diese Situation verändern kann.
      Mein Partner ist mittlerweile so weit, das er sagt, er würde es auch so weit treiben, das sie einfach geht, das sie auszieht und evtl. einfach einsieht das es auf dem Hof nicht gemeinsam gehen kann. Ich jedoch glaube nicht, das es soweit kommen wird, meine Angst liegt eher darin, das sie irgendwann wieder simulierte Krankheiten benutzt oder tatsächlich etwas tut, was dann ein Leben lang auf ihm lastet. Ich glaube einfach sie merkt nicht, wie sie das Leben ihres eigenen Sohnes versucht kaputt zu machen.
      Sicher, sagen mir einige, man soll sich das nicht zerstören lassen und ihr nicht die Macht geben. Das stimmt auch, jedoch ist es wirklich nicht einfach.
      Mein Partner wünscht sich das ich mit unserem gemeinsamen Kind eher wieder zu ihm komme als wir planten. Für mich geht das im Moment nicht, das habe ich ihm gestern auch versucht zu erklären. Habe ihm gesagt, das die Umstände und die Tatsache das ich ja täglich zu hause bin derzeit (durch Elternzeit), in kurzer Zeit wieder für mich zu einer absoluten Unzufriedenheit werden würden. Das ich mich täglich mit ihr konfrontieren müsste und darauf erpicht sein müsste, das sie nicht wieder irgendwelche Dinge tut die die Gemüter erhitzen.
      Mir tut es wirklich leid, das ich nun die jenige bin, die scheinbar unserer gemeinsamen Zukunft aktuell im Wege steht, aber für mich gestaltet sich ein Zusammenleben mit ihr, auch wenn es getrennte Häuser sind einfach sehr schwer.
      Auch solche Reaktionen von ihrer Seite, wie sie gestern dem Großen entgegnet ist, das macht mich wahnsinnig und am liebsten würde ich ihr sagen wie falsch ihr Verhalten ist. Aber es steht mir nicht zu.
      Es macht einen auch wahnsinnig, nicht zu wissen was man tun kann, damit die Situation einfach eine andere wird.
      Ich werde Sie weiter auf dem Laufenden halten.
      Liebe Grüße
    • Sie ist nicht zu ändern

      Liebe mercedes2003,

      Ihr heutiger Bericht hat mich sehr positiv gestimmt, denn auch wenn es natürlich mit den neuen Vorkommnissen um Ihre Schwiegermutter wieder viel Grund zum Kopfschütteln gibt, so überwiegen für mich doch die aufbauenden Ereignisse. Das Gespräch mit Ihrem Mann ist doch wirklich gut gelaufen und er hat nicht nur Ihre Wünsche und Bedürfnisse eingesehen, sondern will diese auch umsetzen. Super!!! Dass er das nicht vorher mit seiner Mutter besprechen möchte, ist vielleicht nicht ganz optimal, aber das ist seine Entscheidung und er muss dann auch mit den Konsequenzen leben, die es dann nach sich ziehen wird, sprich, wenn seine Mutter dann wieder losgiftet. Aber das weiß Ihr Partner und er will es offenbar in Kauf nehmen, damit können Sie es ruhigen Gewissens in seiner Verantwortung belassen.

      Die Sache mit dem Brötchen ist natürlich absolut unverständlich, passt aber doch ganz und gar zu dem, was Sie bisher erzählt haben. Aber auch hier hat sich der Junge doch wirklich gut verhalten, es gab keinen Streit, sondern er ist zu seiner Familie gegangen und hat dort gegessen. Er scheint das Verhalten und die Äußerungen seiner Oma also auch gut einordnen zu können und auch das ist eine Entwicklung, die absolut wünschenswert ist.

      Ich kann Ihren Drang, Ihre Schwiegermutter auf das Schlechte an ihrem Verhalten hinzuweisen, verstehen, aber es wird schlichtweg nix bringen außer, dass Sie ihr noch mehr Angriffsfläche liefern. Ich glaube nicht, dass Sie irgendetwas an ihr verändern können, es geht ihr nämlich offensichtlich nicht um ein Thema sondern um das Stänkern und Sticheln an sich. Wenn Sie darauf anspringen, dann feuert sie das bestimmt noch mehr an. Wenn Sie stattdessen nur mit der Schulter zucken, dann nehmen Sie ihr genau die Plattform, die sie sich doch eigentlich wünscht, nämlich das Streitgespräch.

      Es fällt sicher schwer, aber lassen Sie sie reden. Wenn sie gegen Ihren Partner geht, muss er für sich entscheiden, wie er damit umgehen möchte und genauso auch der Junge. Wenn es gegen Sie geht, dann dürfen Sie sie natürlich in die Schranken weisen, aber ich glaube ehrlich gesagt, dass sie das nur noch mehr anfeuern wird.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Meine Tochter!

      Hallo Tanja,
      der aktuelle Stand bzgl. der Schwiegermutter ist unverändert. Das Wochenende haben wir wieder zusammen verbracht und es war ruhig.
      Leider merke ich sehr häufig, das er sich viel über manche Dinge die sie tut ärgert. Ich stelle das daran fest, das er mir dann in einem sehr abfälligen Ton erzählt was sie tat bzw. wie sie sich verhalten hat. Derzeit lasse ich das jedoch an mir abprallen und gehe da nicht weiter drauf ein. Was mir, wenn ich zu hause bin auch nicht schwer fällt.
      Nun sind ja Ferien, sein Großer Sohn ist sowieso immer da, hat aber mit 16 Jahren ganz andere Interessen als familiäre Vorhaben...:-) Was auch ok und verständlich ist. Sein kleiner Sohn ist auch da, jedoch bei seiner Oma, er ist seit dem WE da und bisher keinen Kontakt zu seinem Vater/meinem Partner. Er weis auch nicht wie lange er nun da bleibt etc. (vorab war es so 3 Wochen Vater, 3 Wochen Mutter) Ich finde das persönlich sehr schlimm, muss aber auch hier seine Entscheidung da nicht einzulenken respektieren.
      Meine große Tochter ist nun auch die ersten 3 Ferienwochen bei mir und wir planen hier und da ein paar Aktivitäten.
      Heute habe ich durch Umstände heraus mit ihr mal ein intensiveres Gespräch geführt und festgestellt, das sie wohl sehr angetan ist, von der Idee wieder zurück zu ziehen. Sie argumentiere das, indem sie mir sagte, das sie da ja Freunde hat und sich immer wohl fühlte. Leider habe ich mit ihr derzeit sehr Probleme und sie ist häufig sehr gereizt und sehr schnell eingeschnappt. Einfache banale Frage bewegen sie sich in ihr Zimmer zurück zu ziehen und zu schmollen. Mich macht das wahnsinnig, weil ich dieses Verhalten nicht verstehen kann und eigentlich erwarte das sie mir klar sagt, wenn sie mit irgendetwas ein Problem hat.
      Wie ich schon erklärte, ist sie seit nun 7 Jahren im wochenweisen Wechseln, eine Woche bei ihrem Vater und eine Woche bei mir. Das klappt sehr gut. Als wir bei meinem Partner wohnten beließ ich sie auch hier an unserem Heimatort in der Schule und bin täglich (in den Wochen bei mir), hier her gefahren um sie zur Schule zu bringen und wieder zu holen. Was manchmal sehr blöd war, da es immerhin 25 km sind und das dann täglich 100km ausmachte. Nun geht sie nach den Ferien in die Regelschule und wird da auch verbleiben.
      Sehen sie es als Problem an, einen Rückzug zu meinem Partner in Angriff zu nehmen?
    • Liebe mercedes2003,

      ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ihr Partner durch das Verhalten seiner Mutter des Öfteren genervt ist und sich darüber aufregt, aber hiergegen vorzugehen liegt in seiner Verantwortung. Gleiches gilt für den Besuch seines kleinen Sohnes, der jetzt ja offensichtlich seinen Besuchsmittelpunkt bei die Großmutter verlegt hat. Ich bin mit Ihnen vollkommen einer Meinung, dass das gerade in der aktuellen Situation suboptimal ist, aber auch da liegt die Verantwortung bei Ihrem Partner. Sie dürfen natürlich Ihre Meinung dazu sagen, viele Änderungsmöglichkeiten bleiben Ihnen aber leider nicht.

      Ganz anders stellt sich dies natürlich bei Ihrer Tochter dar. Hier können Sie durchaus ein Familienleben inszenieren und wie ich es gelesen habe, ist das ja auch der Plan für die Ferien. Ihre Große steht dem Umzug ja sehr aufgeschlossen gegenüber, von daher können Sie aus dieser Sicht den Schritt ruhig wagen. Dass es im Moment etwas schwierig mit Ihrer Tochter ist, liegt an der Pubertät, die leider dazu führt, dass die Jugendlichen sich bei Problemen zurückziehen und eben nicht mehr das Gespräch suchen. Diese Situation müssen Sie wohl oder übel aussitzen. Was mir jetzt allerdings noch nicht so ganz klar ist, ist die Regelung mit der Schule. Verstehe ich es richtig, dass Ihre Tochter dort zur Schule geht, wo Sie JETZT wohnen und dort auch geblieben war, als sie gemeinsam bei Ihrem Partner gewohnt haben. Und dann sind Sie hin und her gependelt? Ein wirklich tragbarer Zustand ist das ja nicht, oder? Und mir ist jetzt auch nicht ganz klar, ob Ihre Tochter bei einem erneuten Umzug in der jetzigen Schule bleiben soll oder ob sie dann in eine wohnortnahe Schule wechselt. Vielleicht könnten Sie mir hier noch ein wenig auf die Sprünge helfen.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Wechselmodel

      Liebe Tanja,
      danke für die immer wieder schnellen Antworten.
      Also, ja damals bin ich zu meinem Partner gezogen ca. 25 km von meinem damaligen und jetzigen Wohnort entfernt. Da meine Tochter da noch in der Grundschule war, wollte ich ihr keinen Schulwechsel zumuten. Außerdem war ich anfangs noch in einer Kanzlei in meinem Heimatort beschäftigt, somit war es kein Problem sie in den Wochen wo sie bei mir war, früh mit zu nehmen in die Schule zu schaffen und dann am Nachmittag wieder mit heim zu nehmen. Als ich dann jedoch das Baby bekam, wurde es anstrengend und ziemlich Geldfressend, da es so am Tag locker 100 km waren. Diese Kanzlei wird aber nicht meine zukünftige Arb.stätte sein, somit würde es so sein das ich sie weiterhin täglich fahren muss.
      Nun wechselt sie ja die Schule aber hier im Ort.
      Ein Schulwechsel sah ich immer sehr mir Skepsis, da sie hier die Klassenkameraden kennt und auch Anschluss hat. Wir haben vor meinem Auszug zwar mit dem Gedanken gespielt den Übergang von Grundschule zur Regelschule zu nutzen ihr einen Schulwechsel anzubieten, dieses lehnte sie aber sehr ab und somit ließen wir davon wieder ab.
      Außerdem lebt ihr Vater hier am Ort und da wir haben ja diesen Wochenwechsel, was bedeutet sie muss in eine Schule gehen, welche auch für ihn erreichbar ist. Da er auch hier am Ort arbeitet, wäre es für ihn eine Mehrbelastung nun an einen von mir bestimmten Wohnort anzufahren um unsere Tochter zur Schule zu bringen. Da ich weg gezogen bin, musste ich in den sauren Apfel beißen und dieses auf mich nehmen.
      So würde es auch dann wieder laufen. In den Wochen in denen sie bei mir ist, müsste ich sie täglich zur Schule fahren und wieder abholen. Busverbindungen sind eher schwierig, da der Weg sehr lang ist.
      Was jedoch nochmal zu recherchieren wäre.
      Vielen Dank für Ihre Einschätzung.
    • Liebe mercedes2003,

      uff, das ist aber wirklich ein großer Stress, den Sie da auf sich genommen hatten und auch zukünftig auf sich nehmen werden. Jeden Tag 25 km hin und zurück und nochmals hin und zurück, das geht an die Substanz und an den Geldbeutel. Aber es ist tatsächlich eine schwierige Konstellation, bei der alle Bedürfnisse berücksichtigt werden wollen. Da wirklich auf einen befriedigenden Nenner zu kommen, ist eine echte Mammutaufgabe. Und da Ihre Tochter den Wechsel abgelehnt hatte, stellte sich die Frage eigentlich nicht. Wobei ich wirklich begeistert von dem Wochenmodell bin, dass Sie und der Vater Ihrer Tochter ausgearbeitet haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber für ein Kind wirklich toll, wenn sie trotz Trennung der Eltern beide Elternteile gleichwertig hat. Super!!!

      Wenn jetzt ohnehin ein Schulwechsel ansteht und Ihr Umzug zu Ihrem Partner näher rückt, würde ich Ihnen aber wirklich zu einer Lösung raten, die vielleicht nicht für alle Beteiligten optimal ist, aber zumindest tragbar. Es ist schon schwierig, wenn Sie sich für die nächsten fünf oder sechs Jahre daran binden, im Wochenwechsel 100 km täglich zu fahren, damit Ihre Tochter zur Schule kommt. Und auch für Ihre Große wird das sicher unbefriedigend werden. Irgendwann schreitet die Pubertät so weit voran, dass sie wahrscheinlich nicht mehr unbedingt tagtäglich von Mama gefahren werden möchte und dieses Arrangement für sie zur echten Belastung wird. Es gibt eine Zeit, da nehmen Freunde einen wichtigeren Stellenwert im Lebens eines Jugendlichen ein als die Eltern, wenn diese Freunde aber 25 km entfernt wegwohnen, ohne dass man unabhängig von Mama dorthin kommen kann, dann wird es echt schwierig. Eine Lösung ist natürlich, nach Bus- und Zugverbindungen zu recherchieren, denn der eigenständig bewältigte Schulweg trägt schon enorm zur Selbständigkeit von Kindern bei und ist auch mit Bus und Bahn über diese Strecke durchaus zuzumuten. Eine andere Option wäre es, nach einer Schule Ausschau zu halten, die von beiden Lebensmittelpunkten Ihrer Tochter relativ gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, also sozusagen in der Mitte liegt. Ich fürchte nämlich, wenn sich zu den ohnehin schon schwierigen Rahmenbedingungen im Umfeld des neuen Zuhause dann noch täglich zwei Stunden Fahrverpflichtungen gesellen und in einigen Jahren Ihre Tochter dann auch noch ihren Frust ablässt, weil sie nicht eigenständig zu ihren Klassenkameraden kann, dann sind die Probleme schon vorprogrammiert. Sie sollten im besten Fall mal über mögliche Optionen mit Ihrer Tochter reden.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Im Laufe der Zeit

      Liebe Tanja,
      ja das ist eine Belastung und es ist schwierig auch zeitlich alles immer zu koordinieren. Denn wenn ich im nächsten Jahr wieder einer geregelten Arbeit nachgehe wird der Umstand noch hinzu kommen, das es zeitlich stimmen muss.
      Für mich stellte sich bisher (vor unserem Auszug) immer die Frage, auch gegen jegliche Muttergefühle, sie zu größeren Teilen bei ihrem Vater zu belassen, da dieser hier wohnortnah lebt und wahrscheinlich im nächsten Jahr mit seiner neuen Partnerin zusammen zieht. Bisher hat er seine Arb.zeit (Schichtarbeit) immer so gelegt, dass er in den Wochen in welchen er unsere Tochter hat am Tag gearbeitet hat und in den Wochen in welchen sie bei mir war dann Spätdienste machte. Dieses würde ja momentan auch bedeuten sie wäre oft allein. Das will/wollte ich unbedingt umgehen. Sollte mein Exmann mit seiner Partnerin zusammen ziehen würde sich das ja erübrigen, da sie selbst 2 Kinder hat und da dann eine Betreuung notwendig und zu realisieren ist.
      Da ich eben auch glaube das mit zunehmenden Alter und dem Fortschreiten der Pupertät die Schwierigkeiten darin liegen werden, das sie nur erschwert dauerhaften Anschluss hat, zumal sie eben auch hier zur Schule geht und mit dem Schulwechsel sicher neue Freundschaften geknüpft werden und wahrscheinlich auch intensivere. Das bereitet mir durchaus Kopfschmerzen.
      Was ich jedoch glaube, ist das sie nach und nach wahrscheinlich dann zunehmend hier Wohnort nah bei ihrem Vater bleiben wird, denn dieses Möglichkeit hier Freundschaften zu pflegen, Klassenkameraden zu haben sei es zum Spaß oder zu gemeinsamen Hausaufgaben. Mir fällt der Gedanke sehr schwer, jedoch würde ich ihr damit wahrscheinlich eher helfen, als ihr zu zu muten im zunehmenden Alter noch täglich Fahrweg und wöchentlichen Umkreiswechsel auf sich zu nehmen.
      Momentan lehnt sie dieses jedoch völlig ab. Wir haben sie damit noch nicht konfrontiert aber sie besteht förmlich darauf ihre Eltern gleichwertig zu haben. Sie arrangiert sich nunmehr seit 7 Jahren damit und für sie ist es keine Option daran was zu ändern.
      Für mich erschließt sich das nur, so rein aus dem Bauch heraus, das sich das wahrscheinlich in der Zukunft so gestalten würde.
      Im Moment mache ich mir viele Gedanken und Sorgen um all das, denn ich merke auch, da sie ja nun dort im Haus meines Partners auch nichts mehr hat im Moment (Zimmer etc.) es schwierig ist das alles mit einander zu vereinbaren.
      Vielleicht muss man einfach erst einmal noch etwas Zeit vergehen lassen um zu schauen in wie fern sich das alles entwickelt.
      Liebe Grüße
    • Liebe mercedes2003,

      es ist wirklich toll, wie Sie es schaffen, ganz uneigennützig und rational die Besuchsregelung im Sinne Ihrer Tochter zu gestalten und im Zweifel sogar bereit wären, "Ihre" Wochen einzuschränken, wenn das dem Wohl Ihrer Tochter dient. Diese hat dazu jedoch eine klare Stellung bezogen, was eine reife Leistung für ein Mädchen ihres Alters ist.

      Das derzeit größte Problem, das ich sehe, sind die vielen ungeklärten Dinge, die in Ihrer Familie umherschwirren. Wie geht es mit der Schwiegermutter weiter, was ist mit dem großen Sohn, wie lässt sich die Situation mit dem Kleinen bessern, können Sie wieder umziehen, was ist mit dem Schulbesuch Ihrer Tochter - es bestehen wirklich viele Unsicherheiten und das kostet Kraft. Sicher muss man in vielen Situationen einfach mal die nächsten Entwicklungen abwarten, aber ich denke, Sie erleichtern sich vieles, wenn Sie dort, wo es machbar ist, möglichst frühzeitig zukunftsweisende Entscheidungen herbeiführen. Sicher kann es sein, dass Ihre Tochter im Laufe der Pubertät ihre heutige Meinung ändert und den Lebensmittelpunkt mehr in Richtung Vater rückt. Es kann aber auch sein, dass dies nicht geschieht, woraus dann ein echtes Problem erwächst. Ihre Kleinste wird älter und meldet dann auch Bedürfnisse an und Sie denken über eine Rückkehr ins Arbeitsleben nach - Ihrer Tochter dann noch wirkliche Entscheidungsmöglichkeiten zu lassen, wird dann echt schwierig. Recherchieren Sie mal über die möglichen Kompromisse in Form einer Bus- oder Zuganbindung sowie einer mittig gelegenen Schule und sprechen Sie diese Optionen ruhig Ihrer Tochter gegenüber an. Ich denke, je mehr langfristig tragbare Entscheidungen getroffen sind, desto mehr wird sich die gesamte Situation Ihrer Familie entlasten.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Es hört nicht auf!

      Hallo Tanja,
      um Ihnen ein kurzes "Update" zu hinterlasse, kann ich folgenden Stand mitteilen.
      Es wird sicher nie enden und ich merke, das ich eben nicht den gewünschten Abstand erziele. Solange ich hier in meinen "4 Wänden" bin, scheint es erstmal erträglich. Nun haben wir ein paar Tage bei meinem Partner verbracht, was auch schön war. Heute morgen als ich gefahren bin, wurde ich jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen geholt.
      Ich verließ das Haus und stieg mit meinem Baby ins Auto, sie (Schwiegermutter) kam zur selben Zeit aus ihrer Haustür und ging in die Scheune, als ich fahren wollte, stand sie mit einmal hinter meinem Auto und stelle einen Eimer hin, so das ich nicht weiter fahren konnte ohne aussteigen zu müssen. Ich öffnete die Autotür und fragte sie "soll das jetzt eine Provokation sein"....darauf entgegnete sie mir ..."verschwinde einfach"....nahm den Eimer weg und kehrte wutgeladen vor unserer Haustür, nahm den Vorleger weg und fing an da sauber zu machen (das steht ihr grundsätzlich nicht zu und hat sie sonst nie gemacht). Ich war so in Rage, das ich meinen Partner anrief, der auf der Arbeit war und ihm das erzählte... Seine Antwort im ersten Moment war, das ich da drüber stehen soll.
      Das ist doch alles nicht normal.
      Gestern kam der große und erzählte uns, dass er immer mal Herzrasen hätte. Er hätte das seiner Oma erzählt und diese hat zu ihm gesagt, das das psychisch sei, wegen dem ganzen Stress mit seinem Vater....??????????????? Er hat gar keinen Stress mit seinem Vater, die einzige die Stress macht, ist sie.
      Was soll ich tun?
      Am liebsten würde ich zu meinem Partner sagen "mach irgendwas das das aufhört"..ich weis das aber auch ihm die Hände gebunden sind. Was kann ich denn von ihm erwarten????
      Sollte ich evtl. doch selber nochmal zu ihr gehen? Ich bin so geladen im Moment, dass ich jedoch wahrscheinlich nicht mehr sachlich bleiben kann.
      LG
    • Liebe mercedes2003,

      es tut mir wirklich sehr leid, dass Sie offenbar so gar keine Ruhe bekommen.

      Sie haben die Intension Ihrer Schwiegermutter schon richtig interpretiert: Sie will provozieren und sie macht das ganz geschickt. Denn mit ihrer Vorgehensweise zwingt sie Sie ja zu einer Reaktion und hat dann gleich Zündstoff für einen handfesten Streit. Die objektive Empfehlung für eine solche Situation wäre sicherlich „ignorieren und nicht darauf eingehen“, aber aus der Ferne sagt sich so etwas natürlich sehr leicht. Ich finde ohnehin, dass Sie bereits äußerst souverän über den ganzen Vorfällen stehen. So manch anderer (mich eingeschlossen) hätte sich da nicht mehr so unter Kontrolle und sich vermutlich schon zu so manchem lautstarken Streit hinreißen lassen. Und der bringt absolut gar nichts.

      Unter diesem Gesichtspunkt reagieren Sie nach Außen hin wirklich sehr gut. Aber das geht innerlich natürlich extrem an die Substanz. Ich möchte Ihnen davon abraten das Gespräch mit der Schwiegermutter zu suchen, denn Wut im Bauch ist dafür eine ganz ungünstige Ausgangsposition und andererseits sollten Sie sich vergegenwärtigen, welches Ergebnis Sie sich von diesem Gespräch erhoffen und ob dieses Ziel realistisch zu erreichen ist. Ich fürchte, den gewünschten Frieden werden Sie nicht finden, sondern sich stattdessen auf das zänkische Parkett Ihrer Schwiegermutter führen lassen und unglücklich aus der Situation hervorgehen. Was ich aber durchaus befürworten würde, wäre eine direkte Reaktion auf solche Provokationen Ihrer Schwiegermutter, mit der Sie ihr dann auch ruhig mal Einhalt gebieten und sich solche Attacken verbieten können. Dann bleibt nämlich nicht mehr der bittere Beigeschmack der gebundenen Hände.

      Ihrem Partner sind in gewisser Weise durchaus die Hände gebunden, denn einen direkten Einfluss auf das Verhalten seiner Mutter kann er nicht nehmen. Allerdings sehe ich es als absolute Notwendigkeit, die geplante räumliche Abgrenzung der Territorien zügig durchzuziehen, damit sie nicht mehr einfach in Ihren Bereich eindringen und Sie dort provozieren kann. Und im Zweifel muss er ihr dann schlichtweg klar und deutlich sagen, dass sie sich von nun an von seinem Wohnbereich und von seiner Frau fernhalten soll. Den gewünschten Waffenstillstand wird es vermutlich nicht geben, stattdessen müssen Sie sich auf eine solche Weise Ihre Schwiegermutter so weit wie möglich vom Hals halten und dann im Ernstfall auch nicht davor zurückschrecken, sie auf ihre Plätze zu verweisen.

      Die Sache mit dem Großen wundert mich in diesem Kontext ehrlich gesagt absolut nicht. So wie Sie Ihre Schwiegermutter beschreiben, lässt sie keine Möglichkeit aus, ihren eigenen Sohn in ein schlechtes Licht zu rücken. Und da bieten leider auch körperliche Beschwerden eines Kindes eine Plattform dafür. Ihr Partner sollte mit dem Jungen zum Arzt gehen, denn einerseits kann natürlich ein körperliches Problem dahinter stecken, wenn es andererseits jedoch tatsächlich psychischer Natur ist, dann MUSS eine Veränderung her, so unrealistisch diese für den Moment auch erscheinen mag. Denn auf lange Sicht müssen Sie natürlich auch an Ihre Große und an Ihr Baby denken, die vielleicht auch irgendwann mal in Großmutters Schusslinie geraten.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Hallo Tanja,
      ja Sie haben Recht, mehr oder weniger geht es mir auch wirklich an die Substanz, ich für mich merke, dass ich mich sehr anstrengen muss, dass nicht zu sehr an mich heran zu lassen....jedoch spätestens wenn ich morgens aufwache und mich fühle wie gerädert, weis ich das mein Unterbewusstsein das nicht tut und sich sehr damit auseinander setzt.
      Im Großen und Ganzen, sehe ich einfach meine "Familie" dadurch gefährdet, dass ich meine größte Angst. Die Tatsache, das mit ihr nicht zu reden ist und selbst wenn, es zu nichts führen würde ist das eine und damit komme ich in so fern klar, denn ich für meinen Teil kann daran nichts ändern und allein SIE muss damit klar kommen. Was für mich schlimmer ist, ist das es meine/unsere Beziehung und familiäre Situation belastet. Denn ich zweifle zunehmend an dem Vorhaben wieder zu ihm zu ziehen und habe einfach Angst das sich durch diesen Konflikt evtl. auch unsere Beziehung wieder nur erschwerend führen lässt. Wir versuchen alle beide damit umzugehen und es gelingt uns auch ...jedoch nach so einer "Aktion" wie gestern, haben wir mind. 2 Tage zu kämpfen, dass wir uns beide wieder auf einer Basis befinden, auf der wir unbeschwert miteinander sein können, keiner genervt ist, wir uns daran nicht heißreden und einfach all das genießen was wir haben.
      Mein Partner sagte mir heute auch (bei einem gemeinsamen Frühstück in einem Café), dass wir beide damit Probleme haben, er es total verstehe das ich so niedergeschlagen bin, er jedoch nicht weis was er machen kann, sich stundenlang den Kopf zermürbt hat um eine Lösung zu finden, dieses aber nicht fand, bis auf die Möglichkeit einfach alles zu ignorieren was aus ihrer Richtung kommt. Wie gesagt, es geht mir auch nicht darum, an ihr etwas zu ändern, sie wird sich nicht mehr ändern und wie mein Partner mir sagte, war das auch Generationen vorher schon so. Mir geht es eher darum, das man so machtlos gegen diese "Angriffe" ist, gegen sie Attacken so hinten durch die Brust, über die Kinder oder nun auch wieder über mich. Jedoch kann auch das keiner beeinflussen und man kann ihr noch so oft sagen, dass sie hier Grenzen überschreitet und das so nicht geht, dadurch fühlt sie sich erst Recht ambitioniert weiter zu machen, denn sie stellt fest etwas zu bewirken. Auch meinte mein Partner heute, dass wenn ich dann immer das Weiter suche und nach hause fahre, ihr nur noch zugesteuert wird....wir müssten mehr Präsenz zeigen denn je. Auch stößt ihr auf, dass ich im Dorf verkehre, sei es auch nur beruflich. Der Große sagte uns das sie wohl sah wie ich auf der Straße mit 2 Leuten aus dem Dorf sprach und das ginge für sie eben gar nicht. Warum auch immer. Die Gründe hierfür liegen sonst wo. Kein Prellbock mehr seit dem Tod des Mannes, die Kinder nabeln sich von ihr ab und sie beschuldigt uns. USW. das kann sich ja auch ständig ändern. Es liegt mir auch fern mir darüber noch Gedanken zu machen warum es so ist.
      Wir haben darüber gesprochen, das wir nun vorerst mal einen neuen Briefkasten anbringen, denn sie lässt mal seine Post im Kasten, mal schleppt sie sie mit hoch. Das sind Spiele mit denen sie scheinbar was bezwecken will, indem wir einen extra Kasten haben, würde ihr genau da ein Strich durch die Rechnung gemacht. Als nächstes werden wir die Sicht in den Wintergarten so gestalten, dass sie keinen Einblick mehr hat und mein Partner möchte im Garten umgraben und genau abgrenzen was wir benutzen werden.
      Er ist wie gesagt auf dem "brutalen" Standpunkt, dass alles was sich draußen in Hof und Garten abspielt von ihm nur geduldet wird, sie hat notariell zugewiesene Räume und mehr nicht. Somit würde es auch in seinem Ermessen liegen, was er wie verändert. Ich finde nach wie vor den Wertegang nicht so berauschend, sie vor vollendete Tatsachen zu stellen, jedoch ist das seine Einstellung und er sagt ganz klar....das ist mir und jegliche Gespräche mit ihr würden eh ins Leere laufen und hätten kein Ziel, somit ersieht er nicht die Notwendigkeit ihr mitzuteilen, was er verändern wird.
      Er geht auch heute mit dem Großen zum Arzt, ich habe ihn darum gebeten das abklären zu lassen, damit wir körperliche/organische Dinge ausschließen können. Sollte es sich wirklich herausstellen das es etwas psychosomatisches ist, dann müssten wir schauen wie wir damit umgehen.
      Vielen Dank. Ich halte sie auf dem Laufenden.
    • Liebe mercedes2003,
      ich glaube, Ihr Partner hat mit seiner rigorosen Weigerung, seine Pläne mit seiner Mutter zu besprechen, seinen eigenen Weg gefunden, ihren Spielchen Einhalt zu gebieten. Und ich glaube mittlerweile auch, dass seine Argumente durchaus hieb- und stichfest sind. So wie Sie Ihre Schwiegermutter beschrieben haben, würde sie genau eine solche Mitteilung nur erneut zum Anlass nehmen, ein riesiges Fass zu öffnen und mit allen erdenklichen Psychospielen gegen ihren Sohn vorzugehen. Da ist es aus seiner Sicht sicherlich gesünder, sich nicht mehr an den Versuchen aufzureiben, mit ihr einen vernünftigen Weg zu finden.

      Sie sehen die ganze Situation ja auch sehr realistisch und wissen, dass Sie an dieser Person nichts ändern werden. Es geht ihr ja auch nicht um konkrete Inhalte, sondern einfach nur darum, Ihrer Familie das Leben schwer zu machen. Und das funktioniert ja auch leider, da Ihnen eben die Hände gebunden sind und sie auf einer Ebene agiert, auf der Sie schlichtweg machtlos sind. Ich denke, dass Ihr vorrangiges Ziel deshalb sein muss, wie Sie es schaffen, Ihrer Schwiegermutter die Macht über Glück und Unglück Ihrer kleinen Familie zu entziehen. Die räumliche Abgrenzung ist natürlich schon ein wichtiger Schritt, was aber nicht minder wichtig wäre, ist die psychische Abgrenzung. Und die zu vollziehen ist weitaus schwieriger. Ich kann Ihre Ängste in Zusammenhang mit einem erneuten Umzug und der Auswirkung dieses steten Terrors auf Ihren Familienalltag absolut nachvollziehen, allerdings wird ein getrenntes Wohnen vermutlich zwar die Schwiegermutter, aber weder Sie noch Ihren Mann noch Ihre Kinder glücklich machen. Haben Sie vielleicht mal darüber nachgedacht, mit Ihrem Partner gemeinsam eine Paarberatung aufzusuchen? Es geht nicht darum, dass sie als Paar miteinander Probleme haben, aber sie haben ein gemeinsames Problem und vielleicht könnte jemand unabhängiges vor Ort noch ein paar Anregungen geben, welche Möglichkeiten noch versucht werden können, damit Ihre Familie glücklich gemeinsam leben kann.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Paarberatung

      Guten Morgen Tanja,
      vielen Dank für Ihre Einschätzung.
      Ja darüber habe ICH schon mal nachgedacht. Mein Partner ist bei solchen Themen jedoch sehr eigen und ich habe bisher noch nicht den Mut gefunden ihn damit zu konfrontieren. Ferner hatte ich darüber nachgedacht selbst vorerst einen solchen Termin wahrzunehmen, um für MICH den richtigen Weg zu finden.
      Es handelt sich hierbei einfach auch darum, das wir uns schon einmal räumlich getrennt haben, wegen IHR. Das er dem Druck nicht mehr stand hielt und meine Art damit umzugehen bzw. nicht umgehen zu können,für ihn eine Mehrbelastung war. Hier wäre es für mich auch sehr wichtig, wieder genügend Vertrauen zu gewinnen. Ihm zu vertrauen, dass sie Wege die er geht die richtigen sind, ohne da meine Intentionen in den Vordergrund zu stellen. Ich kam damit nie zurecht und habe dann auch Angst und aus der Ausweglosigkeit heraus oftmals versucht mit Druck etwas zu erreichen. Dieses führte jedoch max. dazu, dass er mehr und mehr genervt war und wir eben nicht mehr als Paar und Familie lebten sondern vielmehr nur noch mit diesem Problem behaftet waren. Keiner wusste eine Lösung, somit drehten wir uns im Kreis.
      Für mich scheint eine solche Beratung auch sehr sinnvoll, einfach das auch ein Dritter ihm evtl. sagen kann wie ich mich dabei fühle bzw. wie es mir damit ergeht. Auch das er evtl. Wege findet sich davon abzugrenzen, denn ich denke zwar das er das tut, jedoch glaube ich das ihn das mehr nervt als er oft zugibt und ihn auch belastet. Wenn eine frische "Aktion" stattfand, dann merke ich, dass er sich ähnlich wie auch ich distanziert und einfach vorerst Zeit braucht um das sacken zu lassen. Ich distanziere mich ähnlich. Dann kommt es oft dazu, dass wir beide die Liebe und das Verständnis des anderen in Frage stellen und das führt dann schnell mal zu Unstimmigkeiten.
      Mir fehlt im Moment die richtige Vorgehensweise, mit ihm über das Thema "Paarberatung" zu sprechen.
      Liebe Grüße
    • Familienberatung

      Liebe mercedes2003,

      das Problem "Schwiegermutter" ist schlichtweg ein sehr belastendes und hat ihre Familie schließlich auch in die aktuelle Situation der räumlichen Trennung geführt. Da sich dieses Problem nicht in seiner Ursache lösen lässt, hat sich ja eigentlich grundsätzlich nicht viel verändert. Sie versuchen jetzt, insgesamt als Familie mehr Distanz zu diesem Problem zu schaffen beziehungsweise die eigene Beziehung trotz der widrigen Rahmenbedingungen stabil zu halten. Damit bleibt der Konflikt aber dennoch schwelend präsent und das geht an die Substanz. Hilfe von Außen ist da bestimmt ein guter Ansatzpunkt, einerseits um einen gemeinsamen Nenner im Umgang mit diesem Konflikt zu schaffen, andererseits aber auch um eine Plattform zu finden, auf der sie beide ihre Missverständnisse, Gereiztheit, Ängste und Sorgen, die durch die schwierige Gesamtsituation entstehen, zu thematisieren und aus der Welt zu schaffen.

      Leider wehren sich viele Menschen gegen eine solche Paarberatung, da sie das als Eingeständnis einer Schwäche sehen. Ich bin in diesem Zusammenhang stets für offene Worte. Sagen Sie Ihrem Partner doch schlichtweg, wie Sie sich ihre gemeinsame Zukunft wünschen würden, welche Hindernisse sie aber dabei sehen. Und Sie können ihm auch unverblümt sagen, mit welchen Ängsten Sie sich tragen und dass Sie sich davor fürchten, dass das neu gewonnene Familienglück an diesem Dauerkonflikt zerbricht. Das wäre dann eine gute Möglichkeit ihn zu bitten, gemeinsam mit Ihnen zu einer solchen Paarberatung zu gehen, damit Ihre Sorgen eben einen professionellen Rahmen finden, in dem sich vielleicht manches als unbegründet herausstellt, für anderes aber auch Handlungsstrategien entwickelt werden.

      Seien Sie Ihrem Partner aber nicht böse, wenn er eine solche Beratung zunächst ablehnt, wie gesagt, oftmals bestehen hier Hemmungen. Gehen Sie aber ruhig alleine hin, denn einerseits erhalten zumindest Sie dann professionelle Unterstützung, andererseits lassen sich viele Partner bereitwilliger auf einen solchen Versuch ein, wenn sie sehen, dass tatsächlich so manch positives Ergebnis dabei herauskommt.

      Da es sich ja eigentlich um ein sehr komplexes Familienproblem handelt, würde ich allerdings eher Familienberatung statt Paarberatung vorschlagen.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Offensiv bewegt sich momentan nicht sehr viel.
      Letzte Woche haben wir einige Tage zusammen verbracht und ich war bei ihm, auch an den Tagen, an denen er arbeiten war. Somit allein mit der Schwiegermutter im Nachbarhaus und auf dem Hof. Sie sagte nichts. Nur eine Nachbarin sprach sie auf der Straße an und meinte (weil ich Wäsche von der Kleinen draußen hängen hatte) "Ach xxx nun ist das kleine Enkelkind auch da, da hast Du ja das Haus voll", darauf antwortete sie "damit habe ich nichts zu tun". Ich stand auf dem Balkon und habe das Gespräch mitbekommen. War erstmal entsetzt aber es ist ja nicht so, das ich nicht genau solche Kommentare annahm. Ich merke jedoch, das mich genau sowas gar nicht so arg bewegt, denn der Umgang mit der Situation nach außen hin ist für mich egal, da ich denke das Dorfbewohner ihre Ansichten nicht teilen und für mich das auch keine Rolle spielt. Ich erzählte dieses meinem Mann am Abend und er meinte nur, das man daran erkennt wie schlecht sie sei. Denn es wäre ihr in den vergangenen Jahren ja immer wichtig gewesen das nach "außen" hin alles gut aussieht.
      Es spitzt sich zwischen meinem Partner und ihr scheinbar immer mehr zu und er wird täglich damit konfrontiert, auch ohne mein Beisein. Er sagte mir, das er gern was tun würde das sie auszieht, denn er sehe es nicht ein, das wir nun unser ganzen Leben verändern um ihr ihren Willen zu geben. Auf die Ansage hin, das sie aufhören solle, er sonst darüber nachdenke sein Haus zu vermieten, meint sie (entgegen meiner Annahme) "dann musste das machen, mit denen komme ich bestimmt besser zurecht als mit dir". Auf die Ansage hin, er könne auch alles verkaufen, dann müsste sie sich unterordnen (denn sie würde ja quasi mit verkauft) meinte sie "na und". Also sehen wir egal, wie wir es anstellen sie möchte einfach diese Konfrontation. Somit ist mein Partner der Meinung man kann sie nur mit ihren eigenen Waffen schlagen und sie an ihre Grenzen bringen. Dieses würde nur gehen, indem wir wirklich alles trennen, er hier und da darüber nachdenkt Schikanen einzubauen um ihr genau das zu nehmen was für eine alte Frau eben wichtig ist. (sei es ein Rasenmäher der mit einmal nicht mehr funktioniert), seien es Mülleimer die mit einmal verschlossen sind und sie selbst sehen muss, wie sie ihren Müll entsorgt, ein Telefonanschluss der mit einmal nicht mehr funktioniert, denn diesen zahlt auch er. Solche Dinge. Ich selbst sehe dem sehr skeptisch entgegen, da ich glaube, das sie das max. motiviert irgendwann richtig auf zu fahren. Er sieht keine andere Möglichkeit. Er sagt jedoch, das er momentan all das noch zurück hält, da sein Sohn da ist, der dieses dann zu spüren bekommen würde und wahrscheinlich mit den Konsequenzen leben müsste. Das möchte er natürlich nicht.
      Über eine Familienberatung haben wir im Ansatz gesprochen, er ist jedoch noch nicht überzeugt davon, da er ganz radikal meint, das man das regeln kann, es sei nur eine Frage der Zeit.
      Er wünscht sich von mir mehr Präsenz und einfach Kontra ihr gegenüber. Ich solle nicht hinterm Berg halten, wenn sie mich angreift und müsse mir das nicht sagen lassen.
      Im Moment weis ich nicht so recht etwas darauf zu sagen. Auch kann es nicht sein (für mich), dass wir nun warten das der Große irgendwann auszieht um dann reagieren zu können. Es müsste doch einen Weg geben das auch so zu regeln.
      Liebe Grüße
    • Liebe mercedes2003,

      vielen Dank für Ihren Zwischenbericht. In erster Linie bin ich froh, dass Sie offenbar eine relative Gelassenheit an den Tag legen können, wenn Ihre Schwiegermutter nach Außen hin die Konfrontationsposition Ihnen gegenüber einnimmt. In letzter Konsequenz schadet sie ihren Ruf ja selbst, denn die Nachbarn können die Situation vermutlich relativ gut einschätzen. Schade ist es, dass sie sich selbst derart viel Positives nimmt, das sie im Umgang mit ihrem Enkelkind erleben könnte. Aber diesen Weg hat sie ja selbst gewählt.

      Die Gemütsentwicklung Ihres Partners bereitet mir nun allerdings eine wachsende Sorge. Ich kann verstehen, dass er irgendwann in dieser leidlichen Situation die Nase voll hat und sich daraus dann irgendwann die Einstellung entwickelt "Wie du mir, so ich dir". Erfahrungsgemäß wird aber genau eine solche Reaktion die Situation nur noch mehr zuspitzen. Ich bin nach wie vor ein Verfechter der rigorosen Trennung und zwar nicht nur räumlich, sondern auch materiell. Eine eigene Mülltonne, ein eigener Telefonanschluss - Dinge, um die sie sich selbst kümmern und die sie selbst bezahlen muss. Schwierig wird es, wenn sie auf den Terror aber mit Gegenterror reagieren. Ich glaube weder, dass das Ihre Schwiegermutter zur Einsicht noch zum Auszug bewegen wird. Vermutlich wird sie sich noch viel mehr im Recht sehen und ihrerseits nochmals zurückschießen. So wird sich die ohnehin schon schwer auszuhaltende Situation in die Unerträglichkeit steigern, bis irgendwer daran zerbricht. Und leider befürchte ich, dass dies nicht Ihre Schwiegermutter sein wird.

      An der lapidaren Äußerung Ihrer Schwiegermutter über die Androhung der Vermietung oder des Verkaufs erkennt man ja, dass sie das alles nur als leere Drohungen ansieht. Ein Verkauf dürfte allerdings wirklich schwierig sein, da ein grundbuchliches Wohnrecht ja mit einem Geldwert beziffert wird, um den dann der Kaufpreis zu reduzieren ist. Es dürfte schon schwer genug sein, einen Käufer zu finden, der das Haus samt Wohnrecht erwirbt, aber der finanzielle Verlust für Ihren Partner sollte man natürlich auch nicht verachten. Aber eine Vermietung könnte ja durchaus in Betracht kommen. Ich kann absolut nachvollziehen, dass Ihr Partner nicht versteht, warum sie ihr gemeinsames Leben ändern sollten, wo das Problem doch bei seiner Mutter liegt, allerdings steht für mich da wirklich die Frage im Raum, ob sie beide sich diesen Kampf wirklich aufbürden wollen. Recht haben und Recht bekommen sind da eben immer zwei verschiedene Paar Schuhe.

      Für den Moment sehe ich das alles jedoch erst Mal als Zukunftsmusik, denn der nächste Schritt müsste ernsthaft die klare räumliche und materielle Abtrennung ihrer Schwiegermutter sein. Und vielleicht bringt das ja schon die gewünschte Ruhe.

      Viele Grüße
      Tanja
    • Erneute Attacken!

      Hallo Tanja,
      erneut hat sie sich ausgelassen und ist in keiner Weise bereit da auch scheinbar nur einen Meter ab zu weichen. Am Mo. als ich bei ihm war (er war auf arbeit), habe ich den Flur gewischt, weil ich diesen mit dem Kinderwagen beschmutzte. Ich bin aus unserer Haustür raus um die Haustür mit ab zu wischen, da kam sie raus und blaffte mich voll, was hier die Blume ihr so im Wege stehen würde. (Wir haben jedes Jahr eine große Bananenpalme vor UNSERER Haustür stehen). Diese würde sie an ihrem normal Gang in den Garten hintern. Was total Schwachsinn ist, denn sie bräuchte nur zwei Schritte nach rechts machen und sie könnte dran vorbei gehen ohne das diese Pflanze überhaupt ihren Weg kreuzen würde.
      Als ich dann unbeirrt (ohne auf ihre Aussagen zu reagieren) weiter machte, kam sie zurück und stellte sich so provokativ hin und schaute mir zu, goss nebenbei Blumen etc.! Ich bin dann um die Ecke gegangen um meinen Wischeimer aus zu leeren, in dem Glauben sie würde dann einfach rein gehen. Tat sie nicht, sie stand da bis ich ins Haus ging. Am Nachmittag war ich einkaufen, als ich wieder kam stand sie an UNSERER Mülltonne und wühlte darin, als ich aus dem Auto stieg wetterte sie rum, das wir alles weg schmeißen würde. Da hat sie tatsächlich eine alte, kaputte Gardine aus dem unteren Bereich des Mülleimers vorgewühlt und nahm diese wutendbrannt mit. Ich hab wirklich gedacht ich sehe es nicht.
      Auch hier habe ich wieder nichts gesagt, hab mir dann den Kinderwagen genommen und musste eine Runde laufen.
      Als mein Partner von der Arbeit kam, erzählte ich ihm das, denn ich war nicht da als er kam weil ich spazieren war. Darüber wunderte er sich und meinte es sei doch was. Ich erzählte es ihm und er frage ob er denn rüber gehen solle, ihr mal ein paar Takte sagen. Da meine ich, das das doch eh alles nichts bringt und sie wahrscheinlich genau dann wieder das hat, was sie möchte, das wir uns ärgern. Also ruhte es wieder.
      Zu der Mülltonne muss ich sagen, hat sie vor ca. 1 Jahr selbst für sich eine neue bestelle, mit der Begründung, sie würde doch nicht für die "Scheißwindeln" des Kindes bezahlen.
      Es war dann ok und wir haben das zwischen und vorerst nicht walten lassen, das runtergespielt und er meinte, es sei ihm das nicht wert hier über eine Mülltonne zu diskutieren.
      Am Die. bin ich wieder zu mir nach hause gefahren und gestern abend haben wir uns unterhalten, ich war etwas angestrengt vom Tag mit der Kleinen und er wollte gern das wir zu ihm kommen. Ich habe ihm abgesagt, was nun dazu führte, das wir mehr oder weniger stritten und er meinte ich würde wieder meinen Stress und meine Unzufriedenheit an ihm auslassen. Damit hat er sicher nicht ganz unrecht.
      Für mich stellt sich einfach gerade alles in Frage. Für mich geht das so nicht, für mich ist das kaum noch zu ertragen, was sicher auch daran liegt das es nichts gibt, wo ich diesen Druck, Stress mal abladen kann. Ich merke für mich einfach, dass ich gern damit aufhören würde, mir Gedanken zu machen, mich aufzuregen. Das Problem ist einfach, sie macht das immer dann wenn er nicht da ist. Wenn er da ist, sieht man sie kaum auf dem Hof. Er begründet das, das ich das schwächste Glied bin momentan und sie mich dazu benutzt ihren Frust ab zu laden.
      Am Abend (Mo.) sprachen wir mit seinem Sohn und haben ihn gefragt, wie er die Situation für sich empfindet, ob er diesen Stress mit mir in Verbindung bringt. Er sagte (zu unserer beider Erstaunen): "Ne...die nölt jeden Tag auf mich ein und erzählt mir was mein Vater für ein Arschloch ist, das passiert auch ohne Dich und hat mir Dir nichts zu tun" Ich war erstaunt und stelle fest, das es scheinbar wirklich nur die Differenzen zwischen ihm und seiner Mutter sind, die MIR hier zu schaffen machen. Ich scheine nur Mittel zum Zweck zu sein. Evtl. wird sie sein Verhalten an mir fest machen, ja. Jedoch erzählte der Junge auch, das das auch so war, als ich nicht da war und sie über mich an sich nichts sagt, sondern immer nur auf seinem Vater rum hackt. Er würde nichts mehr von ihr bekommen, kein Geld mehr usw. Er wäre ein rießen Arschloch usw.
      Ich war erschrocken. Zwar scheint der Junge ihr klar zu sagen, das er genervt ist davon aber ich bin der Meinung das das so wirklich nicht mehr geht. ICH möchte hier nicht der Prellbock sein und ich möchte auch nicht das der Junge so beknallt wird.
      Im Moment sprechen wir kaum miteinander und ich merke wie ich mich gerade zurück ziehe und versuche für mich klar zu werden ob ich das wirklich so noch kann. Ich stelle gerade in Frage ob es vielleicht auch SEIN Umgang mit der Situation ist, der es uns noch schwerer macht. Was spricht dagegen ihr klar zusagen, das sie es unterlassen soll den Jungen so zu belasten? In meinen Augen nichts.
      Ich denke ernsthaft darüber nach, ihm klar zu sagen, wenn diese TOTALE Abtrennung nicht passiert und Du nicht ihr nochmal sagst, das dieses Kinder beeinflussen aufhören muss, werde ich vorerst nicht mehr zu ihm kommen. ER muss das klären, ICH kann da nichts machen. Derzeit ERWARTE ich viel mehr, das wenn er eine gemeinsame Zukunft möchte, dafür sorgt, dass dieses auch entspannt und glücklich sein kann. Das geht jedoch auf dieser Basis nicht. Meinen Sie es macht Sinn ihm das so klar zu sagen?
      Vielen Dank vorab.
    • Hallo mercedes2003,

      da Tanja momentan in Urlaub ist, möchte ich Ihnen gerne antworten. Ich habe Ihre Schilderungen gelesen und bin schlichtweg erschüttert, in welch belastender Situation Sie da stecken. Auch ich finde es bewundernswert, wie viel Kraft und Energie und auch Hoffnung Sie haben. Es ist unglaublich, wie unnachgiebig Sie für Ihre Liebe und Ihre Familie kämpfen können, und das, obwohl die Situation mit der Schwiegermutter so ausweglos und hoffnungslos erscheint.

      Sie haben sehr sehr viel bereits versucht, haben so oft gekämpft, haben verschiedene Strategien ausprobiert und nichts hat sich geändert.

      Ich finde es gut, wie Sie sich immer wieder abgrenzen und reflektieren, wo Ihre Verantwortung endet und wo die Verantwortung Ihres Partners liegt. Was spricht also dagegen, Klartext mit Ihrem Partner zu sprechen?!
      Ihr Wunsch, in Ruhe (ohne Stress) zu leben und Ihren Kindern ein geborgenes Zuhause geben zu wollen, hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit Verantwortung. Sie wollen Ihre Familie und letztlich auch sich selbst vor diesen negativen Attacken schützen und das ist auch gut und richtig so. Selbst wenn es Ihnen und auch dem 16-jährigen Sohn gelingt, möglichst gelassen mit den aggressiven Kommentaren umzugehen, so wirken diese "bösen Worte" doch auf Sie. Das tut dauerhaft niemandem gut.

      All das, was Sie bisher geschildert haben, lässt in mir allerdings wenig Hoffnung aufkommen, dass sich die Schwiegermutter ändern wird und dass es funktionieren kann, auf dem selben Grundstück in Ruhe und stressfrei "nebeneinander" zu leben. Es sieht vielmehr danach aus, dass eine größere räumliche Trennung notwendig zu sein scheint. Letztlich muss sich Ihr Partner entscheiden, was bzw. wer ihm wichtiger ist. Ich wünsche Ihnen alles alles Gute!

      Klara
    • Liebe Klara,
      vielen Dank für Ihre Antwort.
      Ja sie haben Recht und ich habe mich dazu entschlossen, das Gespräch mit ihm zu suchen. Es geht mir auch nicht (zu mindesten nicht Vordergründig) um mich, viel mehr geht es darum, den Kindern ein normales und entspanntes Aufwachsen zu ermöglichen. Sicher liegt das Wohl seines Sohnes nicht in meiner Verantwortung aber es kann ja auch keiner von mir erwarten das ich mir das mit ansehe und auch noch akzeptiere!?
      Ich akzeptiere das so nicht mehr und kann für mich auch so nicht dauerhaft Frieden finden. Er muss sich entscheiden. Entweder dort auf SEINEM Hof eine Regelung zu finden, die für UNS die richtige ist oder aber ein Auszug. Das könnte dann in der Variante sein, das ich mir eine Wohnung nehme und er dort überwiegend mit wohnen kann.
      Weiterhin werde ich ihm sagen, dass ich wirklich nunmehr lange Zeit versucht habe, irgendwie mit all dem umzugehen und es meine Grenzen übersteigt. Ich könnte sicher sagen, ok, das wird alles werden und wir schauen einfach. Jedoch kann/muss ich nicht nur für MICH denken, sondern für meine Tochter und auch für unser gemeinsames Kind. Er muss selbst entscheiden wie und was für ihn vordergründig ist.
      Im Moment denke ich darüber nach wie ich mit ihm dieses Gespräch beginne, wie ich ohne ihn persönlich zu belasten und unter Druck zu setzen nahe bringe um was es mir geht. Denn ich möchte nicht, das er den Eindruck gewinnt ich würde ihn unter Druck setzen.
      Ich werde sie auf dem Laufenden halten.
      Vielen dank und liebe Grüße
    • Liebe Mercedes2003,

      ich kann Sie sehr gut verstehen, v.a. auch, dass Sie sich so gut überlegen wollen, wie Sie dieses Gespräch angehen wollen, können, werden... Es ist kein angenehmer Anlass, das ist klar. Aber ich denke, so sehen Sie es ja auch, dass es nun wirklich an der Zeit ist, Klartext zu sprechen und auch, um Grenzen zu setzen. Ich bin mir sicher, dass Sie die "richtigen" Worte finden werden. Denn Sie waren die ganze Zeit über außerordentlich verständnisvoll und einfühlsam, trotz der anstrengenden und nervenaufreibenden Situation mit der schwierigen Schwiegermutter. Ich möchte damit sagen, dass ich Sie als sehr reflektiert und einfühlsam erlebe und damit bin ich mir sicher, dass Sie dieses Gespräch gut führen können! ^^
      Ich finde es bewundernswert, dass Sie ganz klar sagen können, worum es Ihnen geht. Und es ist richtig, wenn Sie klar kommunizieren wollen, dass Sie Verantwortung für die Kinder haben und dass Sie sich als Mutter wünschen, dass Ihre Kinder glücklich aufwachsen können. Es ist richtig, dass Sie Ihre Kinder, dass Sie Ihre Familie schützen wollen. Aber es ist genauso richtig, dass Sie sich selbst ebenfalls schützen wollen!

      Ich denke, es wird sich in Ihrer Situation nicht vermeiden lassen, dass sich Ihr Mann unter Druck gesetzt fühlen wird. Schließlich geht es darum, sich zu entscheiden. Sicherlich wollen und sollen Sie ihn nicht erpressen. Doch wird es sich nicht vermeiden lassen, dass der Druck auf Ihren Mann zunimmt, wenn Sie ihm sagen, was Sie beschäftigt und ihm sagen, wo Ihre Grenzen liegen. Ich kann Ihnen nur empfehlen, ganz deutliche Ich-Botschaften zu geben und auf Vorwürfe zu verzichten.

      Ich wünsche Ihnen alles alles Gute für dieses klärende Gespräch!

      Klara