Kindern vorlesen - wie oft?

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    • Kindern vorlesen - wie oft?

      Unsere eigenen Kinder sind schon groß und ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie wir es früher mit dem Vorlesen gehandhabt haben. Letzte Woche hatten wir aber für ein paar Tage Übernachtungsbesuch. Drei Kinder waren es - 5 Jahre und Zwillinge mit 3 Jahren. Sie kennen es von Zuhause, dass ihnen jeden Abend ein Buch vorgelesen wurde. Ich finde es ganz toll, auch wenn es Abende gab, an denen meine Frau und ich so kaputt waren, dass wir es liebend gern ausfallen lassen hätten.

      Ich habe darüber nachgedacht, ob es wirklich umsetzbar ist, jeden Abend etwas vorzulesen. Gerade am Abend sind doch Energie und Nerven bei uns Eltern verbraucht. Natürlich weiß ich, dass es wichtig ist für die Sprachentwicklung, Kindern vorzulesen. Aber mal ehrlich... Macht ihr das wirklich jeden Tag? Immer abends vor dem Schafengehen? Und sprecht ihr danach mit den Kindern noch drüber?
    • Hallo,

      es ist ein wunderschönes Ritual, mit dem ich selbst als Kind aufwachsen durfte: Ich habe jeden Abend vorgelesen bekommen und als ich selbst lesen konnte, haben meine Mutter und ich uns abgewechselt.

      Wenn das Vorlesen als zu anstrengend empfunden wird, wäre es ja alternativ auch eine Idee, gemeinsam eine Traumreise anzuhören. Das ist entspannend für Kind und Eltern. :D
      Und wenn die Kinder schon etwas größer sind, wäre auch ein Hörbuch oder ein tolles Hörspiel eine schöne Alternative.

      Klara
    • Hallo Ali,

      lesen Sie denn noch vor?
      Wie haben Sie das Thema Vorlesen umgesetzt?

      Es gibt ja viele Bücher mit sehr kurzen Geschichten, die nur ein paar Minuten dauern. In einer guten Buchhandlung können Sie sich hierzu beraten und Bücher empfehlen lassen. So lässt sich ein Vorlese-Ritual am Abend im Grunde wirklich täglich umsetzen.

      Ich bin auf Ihre Antwort gespannt und freue mich natürlich auch über weitere Meinungen/ Stellungnahmen von anderen Forum-Nutzern.

      Klara
    • Auch wenn hier schon viele Beiträge älter sind, darf man trotzdem noch antworten schätze ich?

      Seit mein Zwerg ein paar Monate alt ist, lese ich vor. Wenn sie bei mir schläft wird jedes Mal vorgelesen vor dem Schlafen. Das ist das glecihe Ritual wie Zähneputzen und Waschen.
      Die ersten 1-2 Jahre habe ich vorallem Geschichten selbst ausgedacht. Da sie sich schwer tat einzuschlafen und aus Trennungsgründen sowieso belastet war, habe ich manchmal viel Zeit mit erzählen verbracht.
      Ich dachte mir Geschichten über Geschichten aus, sie handelten immer von der gleichen Person die unterschiedliche Aufgaben löste und am Ende gings immer gut aus. Ein wenig Magie ein wenig Freundschaftswerte reingepackt und fertig war die Geschichte.

      Dann gab es eine Zeit wo wir jedes Mal abends Märchen gelesen hatten. Teilweise immer wieder die gleichen,d as nervte, aber mit dem dritten dicken Märchenbuch, gab es etwas Abwechslung.
      Irgendwann war sie so gut, dass sie mit 4 schon zwei Märchen fast aus dem Kopf nacherzählen konnte, da war ich schwer beeindruckt.

      Momentan lesen wir ein uraltes Buch von der Sendung mit der Maus was wir auf dem Flohmarkt gefunden haben. Das schöne bei alten Büchern oder Geschichten ist, dass da noch nicht so viel weichgespült wurde. Die klare Definition von gut und böse frohsinn und traurigkeit wird darin einfach besser und klarer beschrieben, so meine 6 jährige erfahrung *g* Si ehat auch neuere Bücher, aber zieht immer die alten vor.

      Es gehört absolut zum Abend dazu und auch wenn ich total übermüdet und fertig bin, da ich vollzeit arbeite, das gehört für uns beide dazu. Manchmal liest mein Partner was vor, aber da darf ich dann auch im bett mitgummeln.

      Ich werde so lange vorlesen, bis sie es selbst kann (sie geht erst nächstes jahr in die schue) und dann hoffe ich wechseln wir uns ab bis sie irgendwann ganz eigenständig lesen wird.
      ich erlebte lesen im Bett bis die augen zu fallen als hilfreich und genoß es.
    • Das ist schön! :) Bücher und Fantasiebegabung sind so, so wichtig! Ich habe das bei meinen Kindern auch so gemacht und beide sind richtige Leseratten geworden. Meine Tochter hat nun das erste Schuljahr hinter sich und liest Bücher für ab 8 nun schon eigenständig und gerne. Mein Großer ist sowieso ein Vielleser, da hab ich nicht mehr den Überblick.

      Leseförderung im Elternhaus ist ein ganz großes Plus! :)
    • Ach das ist schön, wenn sie leseratten sind. Ich hoffe auch, dass ich mein Mädel dafür begeistern kann, denn neben dem guten Effekt, dass die Sprache und Rechtschreibung etc. ins Blut übergeht hat man da immer ein Hobby, bei dem man in seiner Welt etwas erleben kann und sich viel vorstellen kann.

      Ich hatte während der ersten Monate mit ihr gelesen, dass man so früh wie möglich anfangen solle und da ich einfach nicht wußte wie ich sie zum Schlafen bringen kann, habe ich das lesen einfach ins Ritual aufgenommen. Besser geschlafen hat sie damit nicht, aber ich habe etwas zu tun gehabt und selbst märchen gelernt.
      Und jetzt gehört es einfach dazu. Allerdings schläft sie dannach auch immer mit Hörspielen weiter und macht sie sich auch selbstständig an, wenn sie in der nacht aufwacht. Manchmal plärrt dann nachts um 1 Peppa Wutz im Zimmer und ich wackel hin und schalte das Teil ganz aus. Kind schläft aber wie eine 1 :)

      Das ist unsere lösung die seit über 2 Jahren unglaublich gut funktioniert.
    • Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie gerne lesen wird. Kinder, die im Vorschulalter Bücher und Vorlesen lieben, geben das in der Regel nicht einfach auf. :) Das Einzige, was ein bisschen Geduld braucht, ist der Übergang vom "Silben vor sich hinstottern" :D zum halbwegs flüssigen Lesen. Ab da macht es dann wirklich Spaß und die Kinder beginnen, Bücher zu verschlingen!

      (Hach, lesen ist was Tolles! :))