Beruf und Familie vereinbaren - Arbeitgebermassnahmen

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    • Beruf und Familie vereinbaren - Arbeitgebermassnahmen

      Hallo zusammen,

      ich habe vor einiger Zeit den Arbeitgeber gewechselt und damals im alten, genau wie jetzt im neuen Unternehmen, wird das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer wichtiger. Die Personaler haben so manche Idee, Arbeits-&Kinderzimmer, falls man mal zu zweit ins Buero kommt, Arbeitszeitmodelle, Homeoffice, Kinderbetreuungsservice usw., was habt ihr da schon Praktisches erlebt?

      VG
    • Ist leider nicht zu vereinbaren!
      Entweder wird das Kind fremdbetreut (was weder falsch, verkehrt oder schädlich ist) und Eltern gehen arbeiten ==> also keine Vereinbarkeit.
      Oder Eltern arbeiten Zeitversetzt, und einer der Zwei (geht natürlich nicht bei alleinerziehenden) ist ständig beim Kind ==> also keine Vereinbarkeit und die Paarbeziehung leidet darunter.
      Einer der beiden Eltern bleibt zuhause ==> keine Vereinbarkeit.

      Es ist in Ordnung, dass die Eltern arbeiten und die Kinder fremdbetreut werden, was mich stört sind die Heucheleien der Politik und der Wirtschaft, die von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sprechen.
    • Na ganz so sehe ich das nicht, irgendwie will ja auch das Essen der Familie bezahlt sein, da ist es schon toll, wenn die Arbeit soweit mit dem Familienleben vereinbar ist, dass man morgens zusammen geht und sich spätestens alle am Abendbrottisch wieder sehen.

      Und auch in Situationen mit Kinderkrankheit ist es für mich schon toll und sozial vereinbar, wenn Eltern sich durch den Arbeitgeber so weit unterstützt fühlen, dass sie das Kind nicht krank, schlapp und infektiös in die Kita schicken. Freut dann auch die Eltern der andern Kitakinder und ich kenne genug Faelle, wo Eltern sich nicht trauen, Kind-krank-geschrieben zu werden.

      Meine Frage bleibt: Wie helfen eure Arbeitgeber, das berufliche und private Leben besser vereinbar zu machen?

      VG
    • Also mein letzter Arbeitgeber hatte z.B. nichts dagegen, wenn ich ausnahmsweise mal ein Kind mit zur Arbeit nehme, wenn es zu krank für den Kindergarten war. Aber wenn es wirklich krank ist, macht man das auch nicht.
      Außerdem stieß ich nicht auf taube Ohren, als ich angefragt habe, ob ich die Stunden für eine Weile reduzieren könnte.
      Das war's dann aber auch schon.
      Herzliche Grüße
      Manuela :)
    • mein Arbeitgeber gewährt während der ersten 5 Kinderbetreuungstage (wegen Krankheit) Lohnfortzahlung, die Firma meines Mannes sogar die kompletten 10 Tage. Alleinerziehende Mütter erhalten bei uns einen steuer- und sozialversicherungsfreien Kindergartenzuschuss (Höhe je nach Einkommen und Eigenanteil der Mutter). Das finde ich schon sehr sozial. Wenn man mal früher gehen muss, weil das Kind früher aus dem KiGa abgeholt werden muss o. ä. Ist das auch i. O.. Es herrscht Vertrauensarbeitszeit, Überstunden werden nicht abgegolten, aber ebenso ist dieses Früher gehen dann auch ok. Homeoffice ist grundsätzlich auch ok bei uns, da ich aber einen sehr aktenlastigen Job habe, ist das für mich schlecht umsetzbar.
      Ein Betriebskindergarten war mal im Gespräch, aber letztlich ist unser Betrieb dafür dann doch zu klein.
    • Hallo Nat, das sind ja mal interessante Ansaetze, vor allem der Alleinerziehendenzuschuss, große Klasse! Darf ich fragen, wie viele Mitarbeiter es bei euch gibt (1Standort?)? Bei uns würfeln sie gerade ob Vertrauensarbeitszeit kommen soll, ich diszipliniere mich allerdings lieber selbst per Zeiterfassung und bin noch etwas unentschlossen. Werdet ihr nicht schief beäugt, wenn ihr mal früher geht?

      VG
    • wir sind insgesamt gut 150 Man(n) auf 2 Standorte verteilt. Nee, man wird nicht schief angeguckt. Die Chefs (Geschäftsführer) bleiben selbst zur Kinderbetreuung bei Krankheit zu Hause. Und jede Nachricht über eine Schwangerschaft wird immer hoch bejubelt, das kenne ich auch anders ;)
      Bei uns nehmen auch die Papis mal gern ein halbes Jahr Elternzeit, so was ist alles überhaupt kein Problem. Das ist schon echt klasse. Klar hat man immer was, was man am Arbeitsplatz bemängelt, aber Soziales in Sachen Familie ist es bei uns nicht.