weiss nicht mehr was ich falsch mache :(

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    • weiss nicht mehr was ich falsch mache :(

      Hallo ihr lieben brauche Rat :(

      Ich versuche es mal zu beschreiben wo meine Problematik liegt, bin Mama von 3 Kindern davon sind 2 schon erwachsen und habe mit 40 nochmal ein Nesthäckchen bekommen lebe seit 2009 nicht mehr mit dem Papa zusammen aus privaten Gründen meine kleine ist nun 7 Jahre alt und ich bin zur Zeit in einem tiefen Loch und weine sehr oft und habe meinem großen gesagt das ich das Gefühl habe als Mama bei ihr versagt zu haben ,sie behandelt mich seit einiger Zeit wie der letzte Abschaum :( :( so das es mir vorkommt das ich Schuld dran bin von ihrem Papa gegangen zu sein sie hört nicht mehr wenn ich zu ihr sage räume bitte nach den Hausaufgaben auf sie behandelt mich als wenn sie schon 13 jahre alt ist ist respektlos mir gegen über ich versuche ihr ein schönes zu Hause zu geben viele ihrer Freunde sind neidisch und sagen ihr auch oft was für ein tolles Zimmer sie doch hat weil einige von ihren Freunden nicht viel haben und sagen ihr auch wie redest du mit deiner Mama auch eine Freundin sie hat auch 2 kinder mit dem meine Tochter jeden Tag spielt sagt so kanst du deine Mama nicht behandeln und wie redest du mit deiner Mama aber das alles intresiert meine kleine überhaupt nicht , hatte mir auch mal Hilfe vom Jungendtamt gehohlt aber viel hat es mir nicht gebracht da es nach den vielen Gesprächen bei mir dann weiter ging mit dem Terror von ihr :( .Ich muss sagen das ihr Papa sie sehr überhäuft mit Luxus sie bekommt alles was sie gerne haben möchte er kauft es ihr und ich kann mit ihm auch nicht über die Erziehung sprechen dann würde ich nur zu hören bekommen bei mir isse ganz lieb ok er hat sie auch nur alle 2 wochen mehr nicht er hat nun auch ne Freundin von 18 jahren meine kleine und sie verstehn sich ganz gut möchte aber keinen Kontakt mit ihr haben .....Sie sagte meiner Freundin mal auf dem weg zur Schule das sie gerne möchte das ihr Papa zurück kommt meine Freundin sagte wie soll das gehen dein Papa hat ne Freundin und Mama einen Freund ,meine kleine versteht sich ganz gut mit meinem Partner doch mittlerweile zieht auch er sich zurück wenn er sieht wie meine Tochter mich behandelt und geht aus dem Zimmer , ich weiss nicht mehr weiter , ich habe gestern ein paar Fotos mal gemacht wie ihr Zimmer aus schaut ich versteh ihr verhalten nicht kenne das von meinen beiden anderen Kindern nicht zumal meine kleine auch weiss das es Mama gesundheitlich nicht gut geht , würde mich sehr freuen ein paar Tips zu bekommen würde mich nicht hier her wenden doch auch wenn ich 3 Kinder habe wo zwei erwachsen mittlerweile sind habe ich es bisher immer alleine geschafft doch jetzt weiss ich nicht was ich falsch mache :( :( habe seit tagen immer wieder ihr gesagt bitte räume auf und sie immer ja mama mach ich und was kam nichts die flecken an den wänden sind labello und sie fing seit längerem igendwann ihre tapete ab zu reisen wollte ende mai nun ihr zimmer streichen irgendwie mach ich was falsch:(
    • Hallo spyke,

      herzlich willkommen im Forum, schön dass Sie den Mut gefunden haben, sich hier Rat zu holen. Gerne teile ich Ihnen meine Gedanken zu dem, was Sie über das Zusammenleben mit Ihrer Tochter beschreiben, mit.

      Zunächst einmal glaube ich nicht, dass Sie als Mutter versagt haben. Sie haben zwei erwachsene Kinder großgezogen und so wie ich es verstanden habe, bestehen die Probleme mit Ihrer jüngsten Tochter doch erst seit kurzer Zeit. Das heißt, sie haben eine ganze Menge gut und richtig gemacht :thumbup: .

      Gestolpert bind ich darüber, dass Sie schreiben, Ihre Tochter hätte Ihrer Freundin gesagt, dass sie sich wünscht, dass Sie wieder mit dem Vater des Mädchens zusammenleben. Es scheint so zu sein, dass für Ihre Tochter die Trennung der Eltern noch nicht vollständig verarbeitet wurde. Auch wenn die Trennung ja schon einige Zeit zurückliegt, kann es sein, dass das Thema für Ihre Tochter aus irgendeinem Grund wieder aktuell geworden ist (durch die neuen Partnerschaften? durch eine Trennung von Eltern aus dem Freundeskreis ihrer Tochter? Vielleicht irgendetwas, was der Vater zum Mädchen gesagt hat?...?)

      Kinder fühlen sich oft schuldig, wenn Eltern sich trennen. Sprechen Sie mit Ihrer Tochter über die Gründe der Trennung, darüber dass es nichts mit Ihrer Tochter zu tun hat, dass Sie beide sie lieben, dass Sie und der Vater aber nicht mehr zusammenleben werden. Die neuen Partner sollten dabei eher nicht als Begründung angegeben werden, denn sonst kann das dazu führen, dass Ihre Tochter die neuen Partner ablehnt, weil sie in Ihnen den Grund dafür sieht, dass Mama und Papa nicht mit ihr zusammenleben. Auch wenn Sie denken, Sie haben das schon ganz oft erklärt, kann es sein, dass Ihre Tochter es jetzt aus welchen Gründen auch immer noch einmal hören muss.

      Dass Ihre Tochter sich bei ihrem Vater anders verhält, ist ganz normal und hat nichts damit zu tun, dass er "besser" ist als Sie. Wenn es nur vierzehntägige Besuchskontakte gibt, sind das immer besondere Zeiten und der Alltagsstress fällt in dem Zusammensein weg. Es ist klar, dass es dann dort harmonischer zugeht. Vergleichen Sie also die Beziehung Vater-Tochter nicht mit Ihrer Beziehung zu Ihrer Tochter - da können Sie nur verlieren, denn es lässt sich nicht vergleichen.

      Dass Ihre Tochter Ihr Zimmer verunstaltet kann ein Ausdruck ihres inneren Zustandes sein. Irgendetwas macht Sie unzufrieden und sie lässt es an der Tapete aus. Vielleicht können Sie herausfinden, warum Ihre Tochter unzufrieden/unglücklich ist. Nehmen Sie sich Zeit, um sich mit Ihrer Tochter zu unterhalten über das, was sie stört und über das was Sie sich anders wünschen. Verbringen Sie aber auch einmal bewusst schöne Zeit gemeinsam. Planen Sie einen tollen Tag mit Ihrer Tochter (vielleicht darf sie sich wünschen, was sie einmal zusammen unternehmen).

      Das respektlose Verhalten Ihrer Tochter sollten Sie konsequent unterbinden. Sagen Sie ihr klar und deutlich (ohne dabei laut zu werden), dass Sie es nicht dulden, dass sie so mit Ihnen spricht. Sagen Sie ihr: "Wenn du etwas von mir möchtest, dann sag es freundlich. Dann können wir uns unterhalten, sonst nicht." Wenn Sie respektlos wird, beenden sie sofort das Gespräch.

      Bei Aufgaben, die sie erledigen soll, ist es hilfreich, diese Aufgabe klar zu benennen (was genau soll gemacht werden) und einen konkreten Termin festzulegen, z.B. Morgen Nachmittag räumst Du nach den Hausaufgaben deinen Schreibtisch auf und räumst die Spielsachen in die Kisten. Bevor das nicht erledigt ist, kannst Du nicht ... (Fernsehen, dich nicht verabreden,...).

      Sie haben auch geschrieben, dass es Ihnen gesundheitlich nicht gut geht und dass Sie sich in einem tiefen Loch befinden und viel weinen. Neben all den Gedanken zu Ihrer Tochter, finde ich es auch sehr wichtig, dass Sie sich um sich selbst kümmern und dafür sorgen, dass es Ihnen wieder besser geht. Denn nur, wenn es Ihnen gut geht, können Sie auch die Kraft dafür aufbringen, sich mit Ihrer Tochter auseinanderzusetzen. Unternehmen Sie etwas schönes - vielleicht gemeinsam mit Ihrem Partner, suchen Sie sich Inseln der Ruhe. Vielleicht hilft Ihnen auch Sport, Aktivitäten in der Natur, die Teilnahme an einem Entspannungskurs oder eine Psychotherapie, um wieder aufzutanken.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass sich Ihre Situation bald wieder entspannt.

      Wenn Sie mögen, melden Sie sich gerne wieder und erzählen, wie es bei Ihnen weitergegangen ist.

      Anne
    • Hallo Spyke,

      ich möchte Sie ebenfalls willkommen heißen hier im Forum und Anne gerne beipflichten: Auch ich finde es sehr mutig von Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer schwierigen und momentan auch recht verfahrenen Situation an uns wenden. Dies ist der erste Schritt aus dieser Lage: Sie werden aktiv, Sie handeln. Das ist sehr gut! :)
      Ich denke auch, dass Sie eine gute Mutter sind und sich nicht vorwerfen sollten, dass Sie nun alles falsch machen. Sie haben drei Kinder und zwei davon haben Sie bereits groß gezogen!

      Gerne möchte ich Ihnen meine Gedanken ebenfalls mitteilen und damit Annes Antwort an Sie ergänzen.

      Mir scheint, dass, warum auch immer, die Gründe kenne ich natürlich nicht, Ihre Trennung vom Vater für Ihre Tochter wieder aktuell geworden ist. Mir scheint auch, dass Ihre Tochter große Schwierigkeiten hat, mit dieser Tatsache umzugehen. Ihre Tochter scheint stark überfordert. Und ich denke auch, es ist sehr verständlich, dass man eine Trennung der Eltern als Kind einfach nicht schön findet. Das würde uns vermutlich allen so gehen.... ;)

      Das Verhalten Ihrer Tochter, das Sie beschreiben, wirkt auf mich auf den ersten Blick so, als würde Ihre Tochter Sie "bestrafen" wollen, als würde sie die Schuld an der Situation ein Stück weit Ihnen geben wollen.

      Wir leben leider in einer Gesellschaft, in der allzu schnell die Schuldfrage ins Spiel kommt... entweder man wirft vor oder man nimmt Schuld auf sich. Doch im Grunde lähmen und blockieren wir uns damit nur selbst oder gegenseitig und ändern überhaupt nichts an der Situation an sich. Wir können dann die Vergangenheit nicht loslassen, sondern schleppen diese ständig mit uns herum. Doch was zählt, ist das JETZT und HIER. Verzeihen und vergeben (sich selbst und auch anderen) kommt da oftmals zu kurz. Stattdessen überlegen wir uns, wer die Schuld trägt oder zu tragen hat, anstatt sich zu sagen: Alle Erfahrungen, die ich gemacht habe und mache, sind okay und vermeintliche "Fehler" gehören zum Leben dazu. Durch sie kann ich mich weiter entwickeln. Wie ich mich "damals" verhalten habe, habe ich deshalb getan, weil ich mein Bestes gegeben habe, weil ich zu diesem Zeitpunkt das gegeben habe, was ich konnte, ich hätte mich nicht anders verhalten können. Es ist okay. ^^

      So wie ich Sie verstehe, ist das Zimmeraufräumen ein Dauerthema zwischen Ihnen und Ihrer Tochter.
      Sie schreiben, dass Sie sogar die Zimmerwände beschädigt und verschmutzt. Und vermutlich ist es Ihnen selbst sehr wichtig, dass das Zimmer aufgeräumt wird.
      Ich frage mich, ob Ihre Tochter dies zum Einen macht, weil Sie weiß, dass sie Sie damit ärgern oder sogar wütend machen kann. Zum anderen verstehe ich es aber auch als Hilfeschrei Ihrer Tochter. Sie verunstaltet Ihr Zimmer, den Raum, in dem sie sich doch eigentlich geborgen und gut aufgehoben fühlen soll. Sie will nicht aufräumen, sondern die Unordnung haben. Vielleicht spiegelt sie damit ihr momentanes Gefühlsleben: Chaos, Durcheinander. Offenbar fühlt sie sich nicht geborgen und auch nicht wohl in ihren vier Wänden... und vermutlich auch nicht in ihrer eigenen Haut. Es wirkt so, als würde Ihre Tochter leiden, sich möglicherweise selbst die Schuld an der Trennung geben wollen und als Ventil zerstört sie ihr Zimmer, weil sie es einfach nicht aushält.
      Sie scheint einfach maßlos überfordert zu sein und genau deshalb dieses zerstörerische Verhalten und diese Wut, die Sie auch Ihnen gegenüber mit dem respektlosen Verhalten zeigt. Irgendwo muss dieser "Druck" ja hin ;) .

      Ich finde es wichtig, wie Anne bereits betont hat, dieses respektlose Verhalten nicht zu tolerieren. Es ist wichtig, dass Sie hier klare Grenzen setzen und einen solchen "Ton" nicht akzeptieren. Wir wünschen uns, respektvoll behandelt zu werden und genau das ist eine wichtige Lektion, die Ihre Tochter lernen muss.

      Anne schrieb:

      Sie haben auch geschrieben, dass es Ihnen gesundheitlich nicht gut geht und dass Sie sich in einem tiefen Loch befinden und viel weinen.
      Ich weiß nicht, woher dieses Loch kommt, seit wann Sie sich so fühlen. Sicherlich verstärkt die schwierige Situation mit Ihrer Tochter das "Loch", in dem Sie stecken. Umso lauter wehrt diese sich und schreit nach Aufmerksamkeit, nach Zuwendung und nach Geborgenheit, die Sie, wenn es Ihnen so schlecht geht, nur bedingt geben können, das ist nur allzu verständlich.
      Ich weiß nicht, inwieweit Sie mit Ihrer Tochter darüber reden, also dass Sie selbst sich schlecht fühlen und warum Sie so traurig sind.
      Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Sie zum Einen gut auf sich selbst achten, aber dass Sie auch Ihrer Tochter mitteilen, dass Sie sie lieben, dass Sie für sie da sind und sein wollen, dass Sie sich für Ihre Tochter nur das allerbeste wünschen und auch, dass es gerade eine schwierige Zeit ist, aber dass Sie das gemeinsam alles schaffen werden. Geben Sie Ihrer Tochter nicht das Gefühl, dass diese "Schuld" an Ihrem momentanen Zustand ist. Damit würden Sie die ganze Situation nur verschärfen.
      Machen Sie sich selbst bitte keine Vorwürfe (damit nehmen Sie nur angebliche "Schuld" auf sich).
      Zeigen Sie Ihrer Tochter, dass Sie sie lieben und dass Sie sie halten können und wollen, im Sinne von Geborgenheit und Sicherheit geben.
      Ziehen Sie sich selbst nicht in Ihre Traurigkeit zurück. Das würde Ihre Tochter noch mehr verunsichern und ängstigen.
      Nehmen Sie sie in den Arm und halten Sie sie.
      Sie schaffen das, Sie schaffen das gemeinsam! Lassen Sie die Schuldfrage (Schuld und Vorwürfe) draußen vor der Tür. ;)

      Freuen Sie sich und seien Sie stolz auf Ihre Tochter, dass diese so extrovertiert ist und laut und unübersehbar nach Hilfe schreit. Es wäre doch viel schlimmer für Ihre Tochter und letztlich auch für Ihre Mutter-Tochter-Beziehung, wenn diese alles Belastende still und leise in sich hineinfressen und sich einigeln würde. ;)

      Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!

      Klara
    • Anne schrieb:

      Hallo spyke,

      herzlich willkommen im Forum, schön dass Sie den Mut gefunden haben, sich hier Rat zu holen. Gerne teile ich Ihnen meine Gedanken zu dem, was Sie über das Zusammenleben mit Ihrer Tochter beschreiben, mit.

      Zunächst einmal glaube ich nicht, dass Sie als Mutter versagt haben. Sie haben zwei erwachsene Kinder großgezogen und so wie ich es verstanden habe, bestehen die Probleme mit Ihrer jüngsten Tochter doch erst seit kurzer Zeit. Das heißt, sie haben eine ganze Menge gut und richtig gemacht :thumbup: .

      Gestolpert bind ich darüber, dass Sie schreiben, Ihre Tochter hätte Ihrer Freundin gesagt, dass sie sich wünscht, dass Sie wieder mit dem Vater des Mädchens zusammenleben. Es scheint so zu sein, dass für Ihre Tochter die Trennung der Eltern noch nicht vollständig verarbeitet wurde. Auch wenn die Trennung ja schon einige Zeit zurückliegt, kann es sein, dass das Thema für Ihre Tochter aus irgendeinem Grund wieder aktuell geworden ist (durch die neuen Partnerschaften? durch eine Trennung von Eltern aus dem Freundeskreis ihrer Tochter? Vielleicht irgendetwas, was der Vater zum Mädchen gesagt hat?...?)

      Kinder fühlen sich oft schuldig, wenn Eltern sich trennen. Sprechen Sie mit Ihrer Tochter über die Gründe der Trennung, darüber dass es nichts mit Ihrer Tochter zu tun hat, dass Sie beide sie lieben, dass Sie und der Vater aber nicht mehr zusammenleben werden. Die neuen Partner sollten dabei eher nicht als Begründung angegeben werden, denn sonst kann das dazu führen, dass Ihre Tochter die neuen Partner ablehnt, weil sie in Ihnen den Grund dafür sieht, dass Mama und Papa nicht mit ihr zusammenleben. Auch wenn Sie denken, Sie haben das schon ganz oft erklärt, kann es sein, dass Ihre Tochter es jetzt aus welchen Gründen auch immer noch einmal hören muss.

      Dass Ihre Tochter sich bei ihrem Vater anders verhält, ist ganz normal und hat nichts damit zu tun, dass er "besser" ist als Sie. Wenn es nur vierzehntägige Besuchskontakte gibt, sind das immer besondere Zeiten und der Alltagsstress fällt in dem Zusammensein weg. Es ist klar, dass es dann dort harmonischer zugeht. Vergleichen Sie also die Beziehung Vater-Tochter nicht mit Ihrer Beziehung zu Ihrer Tochter - da können Sie nur verlieren, denn es lässt sich nicht vergleichen.

      Dass Ihre Tochter Ihr Zimmer verunstaltet kann ein Ausdruck ihres inneren Zustandes sein. Irgendetwas macht Sie unzufrieden und sie lässt es an der Tapete aus. Vielleicht können Sie herausfinden, warum Ihre Tochter unzufrieden/unglücklich ist. Nehmen Sie sich Zeit, um sich mit Ihrer Tochter zu unterhalten über das, was sie stört und über das was Sie sich anders wünschen. Verbringen Sie aber auch einmal bewusst schöne Zeit gemeinsam. Planen Sie einen tollen Tag mit Ihrer Tochter (vielleicht darf sie sich wünschen, was sie einmal zusammen unternehmen).

      Das respektlose Verhalten Ihrer Tochter sollten Sie konsequent unterbinden. Sagen Sie ihr klar und deutlich (ohne dabei laut zu werden), dass Sie es nicht dulden, dass sie so mit Ihnen spricht. Sagen Sie ihr: "Wenn du etwas von mir möchtest, dann sag es freundlich. Dann können wir uns unterhalten, sonst nicht." Wenn Sie respektlos wird, beenden sie sofort das Gespräch.

      Bei Aufgaben, die sie erledigen soll, ist es hilfreich, diese Aufgabe klar zu benennen (was genau soll gemacht werden) und einen konkreten Termin festzulegen, z.B. Morgen Nachmittag räumst Du nach den Hausaufgaben deinen Schreibtisch auf und räumst die Spielsachen in die Kisten. Bevor das nicht erledigt ist, kannst Du nicht ... (Fernsehen, dich nicht verabreden,...).

      Sie haben auch geschrieben, dass es Ihnen gesundheitlich nicht gut geht und dass Sie sich in einem tiefen Loch befinden und viel weinen. Neben all den Gedanken zu Ihrer Tochter, finde ich es auch sehr wichtig, dass Sie sich um sich selbst kümmern und dafür sorgen, dass es Ihnen wieder besser geht. Denn nur, wenn es Ihnen gut geht, können Sie auch die Kraft dafür aufbringen, sich mit Ihrer Tochter auseinanderzusetzen. Unternehmen Sie etwas schönes - vielleicht gemeinsam mit Ihrem Partner, suchen Sie sich Inseln der Ruhe. Vielleicht hilft Ihnen auch Sport, Aktivitäten in der Natur, die Teilnahme an einem Entspannungskurs oder eine Psychotherapie, um wieder aufzutanken.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass sich Ihre Situation bald wieder entspannt.

      Wenn Sie mögen, melden Sie sich gerne wieder und erzählen, wie es bei Ihnen weitergegangen ist.

      Anne

      Hallo liebe Anne,

      vielen lieben dank für ihre Nachricht ,es muntert mich ein bisschen auf das ich nicht versagt habe als Mama ,ich versuche mal etwas näher drauf ein zu gehen ,ich hatte ihr die ganze letzte Woche immer wieder gesagt das Sie ihr Zimmer bitte auf räumen möchte was sie mir auch immer wieder versprochen hatte doch nichts passierte
      :( Als sie vorgestern dann ins Papa Wochenede ging bat ich sie wieder noch Ihr Zimmer auf zu räumen leider wieder ohne Erfolgt ich sagte dann nichts mehr bis um 17 uhr am Freitag und dann hat mein Partner 2 Kartons vom Boden gehohlt und ihre Spielsachen alle ein gepackt sie schrie rum das er das lassen sollte und er sagt ihr im ruhigen Ton das ihre Mama die ganze Woche sie gebeten hatte ihr Zimmer auf zu räumen und hat dann die Kartons auf den Boden gebracht , als am Samstag dann ihr Papa kam und fragte wo den ihre Spielsachen aus dem Regal seien sagte meine kleine Tochter das Reinhard so heist mein Partner und ich sie eingepackt hätten und er fragte warum daraufhin meinte sie nur *weiss ich nicht* ich sagte dann nur frag sie aber es kam von ihr ihm gegenüber keine Aussage ich meinte nur das ich seit 1 Woche immer wieder sagte sie möchte ihr Zimmer auf räumen und dann kam nur von Ihm das es besser ist das ich mit ihr zusammen auf räumen solle ich meinte Nein da sie bald 8 Jahre alt ist und ich es nicht ein( sehe so wird sie nicht selbstständig meiner Meinung da die Mama des Papas auch bis er 40 wurde auch immer seine Wohnung 2x die Woche geputzt hatte und ich möchte nicht das meine kleine irgendwann auch mal an so einem Punkt ist )Ich sagte auch zu ihm frag sie doch mal wie sie mich behandelt und mit mir um geht da kam nur von ihm der Spruch wenn ich mit ihr so rede dann müße ich mich nicht wundern wenn sie mit mir aus redet er hat von Kindererziehung null Ahnung sorry er hat sie nur alle 2 Wochen von Samstag um 10 -Sonntag um 18 uhr er überhäuft sie mit Geschenken und was sie haben möchte kauft er ihr bei mir bekommt sie auch süßes und auch ab und an mal kleine Geschenke aber nicht in diesem Umfang hatte mir mal Hilfe vom Jungendamt gehohlt und gesagt bekommen das ich das so laufen lassen sollte mit seinen vielen Luxus geschenken da ihr zu Hause bei mir sei aber ich denke das der Papa nicht wirklich weiss was er damit an richtet das hat er schon gemacht da war sie 2 Jahre alt .Wenn ich klare Ansagen mache und sie mir dann so kommt wie sie zur Zeit drauf ist und mit mir redet als wenn sie schon 15 jahre alt ist und nichtmal mehr auf meine Ansagen die ich mache wenn sie z.b ihr Zimmer nicht auf räumt gebe ich ihr auch mal Hausarest oder DS verbot sie ist dann zwar noch bockiger und agressiver aber irgendwann muss ich klare Endscheidungen treffen bevor sie irgendwann vieleicht mal auf mich los geht :( Ich habe ihr vor kurzem in einem langen Gespräch versucht zu erklären warum Mama gegangen ist da ihr Papa ihr mal gesagt hatte das ich Schluss gemacht hatte aber keine weitere Erklärung ihr gegeben hatte deshalb hab ich es versucht es ihr zu erklären so das sie es verstanden hatte und auch gesagt das wir immer ihre Eltern bleiben werden und sie beide sehr lieb haben und ich denke so wie ich es ihr erklärt habe sie es verstanden hatte ,würde mich über weitere Nachrichten und Kontakt mit Ihnen sehr freuen liebe Anna


      liebe grüße Marion
    • Anne schrieb:

      Hallo spyke,

      herzlich willkommen im Forum, schön dass Sie den Mut gefunden haben, sich hier Rat zu holen. Gerne teile ich Ihnen meine Gedanken zu dem, was Sie über das Zusammenleben mit Ihrer Tochter beschreiben, mit.

      Zunächst einmal glaube ich nicht, dass Sie als Mutter versagt haben. Sie haben zwei erwachsene Kinder großgezogen und so wie ich es verstanden habe, bestehen die Probleme mit Ihrer jüngsten Tochter doch erst seit kurzer Zeit. Das heißt, sie haben eine ganze Menge gut und richtig gemacht :thumbup: .

      Gestolpert bind ich darüber, dass Sie schreiben, Ihre Tochter hätte Ihrer Freundin gesagt, dass sie sich wünscht, dass Sie wieder mit dem Vater des Mädchens zusammenleben. Es scheint so zu sein, dass für Ihre Tochter die Trennung der Eltern noch nicht vollständig verarbeitet wurde. Auch wenn die Trennung ja schon einige Zeit zurückliegt, kann es sein, dass das Thema für Ihre Tochter aus irgendeinem Grund wieder aktuell geworden ist (durch die neuen Partnerschaften? durch eine Trennung von Eltern aus dem Freundeskreis ihrer Tochter? Vielleicht irgendetwas, was der Vater zum Mädchen gesagt hat?...?)

      Kinder fühlen sich oft schuldig, wenn Eltern sich trennen. Sprechen Sie mit Ihrer Tochter über die Gründe der Trennung, darüber dass es nichts mit Ihrer Tochter zu tun hat, dass Sie beide sie lieben, dass Sie und der Vater aber nicht mehr zusammenleben werden. Die neuen Partner sollten dabei eher nicht als Begründung angegeben werden, denn sonst kann das dazu führen, dass Ihre Tochter die neuen Partner ablehnt, weil sie in Ihnen den Grund dafür sieht, dass Mama und Papa nicht mit ihr zusammenleben. Auch wenn Sie denken, Sie haben das schon ganz oft erklärt, kann es sein, dass Ihre Tochter es jetzt aus welchen Gründen auch immer noch einmal hören muss.

      Dass Ihre Tochter sich bei ihrem Vater anders verhält, ist ganz normal und hat nichts damit zu tun, dass er "besser" ist als Sie. Wenn es nur vierzehntägige Besuchskontakte gibt, sind das immer besondere Zeiten und der Alltagsstress fällt in dem Zusammensein weg. Es ist klar, dass es dann dort harmonischer zugeht. Vergleichen Sie also die Beziehung Vater-Tochter nicht mit Ihrer Beziehung zu Ihrer Tochter - da können Sie nur verlieren, denn es lässt sich nicht vergleichen.

      Dass Ihre Tochter Ihr Zimmer verunstaltet kann ein Ausdruck ihres inneren Zustandes sein. Irgendetwas macht Sie unzufrieden und sie lässt es an der Tapete aus. Vielleicht können Sie herausfinden, warum Ihre Tochter unzufrieden/unglücklich ist. Nehmen Sie sich Zeit, um sich mit Ihrer Tochter zu unterhalten über das, was sie stört und über das was Sie sich anders wünschen. Verbringen Sie aber auch einmal bewusst schöne Zeit gemeinsam. Planen Sie einen tollen Tag mit Ihrer Tochter (vielleicht darf sie sich wünschen, was sie einmal zusammen unternehmen).

      Das respektlose Verhalten Ihrer Tochter sollten Sie konsequent unterbinden. Sagen Sie ihr klar und deutlich (ohne dabei laut zu werden), dass Sie es nicht dulden, dass sie so mit Ihnen spricht. Sagen Sie ihr: "Wenn du etwas von mir möchtest, dann sag es freundlich. Dann können wir uns unterhalten, sonst nicht." Wenn Sie respektlos wird, beenden sie sofort das Gespräch.

      Bei Aufgaben, die sie erledigen soll, ist es hilfreich, diese Aufgabe klar zu benennen (was genau soll gemacht werden) und einen konkreten Termin festzulegen, z.B. Morgen Nachmittag räumst Du nach den Hausaufgaben deinen Schreibtisch auf und räumst die Spielsachen in die Kisten. Bevor das nicht erledigt ist, kannst Du nicht ... (Fernsehen, dich nicht verabreden,...).

      Sie haben auch geschrieben, dass es Ihnen gesundheitlich nicht gut geht und dass Sie sich in einem tiefen Loch befinden und viel weinen. Neben all den Gedanken zu Ihrer Tochter, finde ich es auch sehr wichtig, dass Sie sich um sich selbst kümmern und dafür sorgen, dass es Ihnen wieder besser geht. Denn nur, wenn es Ihnen gut geht, können Sie auch die Kraft dafür aufbringen, sich mit Ihrer Tochter auseinanderzusetzen. Unternehmen Sie etwas schönes - vielleicht gemeinsam mit Ihrem Partner, suchen Sie sich Inseln der Ruhe. Vielleicht hilft Ihnen auch Sport, Aktivitäten in der Natur, die Teilnahme an einem Entspannungskurs oder eine Psychotherapie, um wieder aufzutanken.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass sich Ihre Situation bald wieder entspannt.

      Wenn Sie mögen, melden Sie sich gerne wieder und erzählen, wie es bei Ihnen weitergegangen ist.

      Anne

      hatte noch was vergessen Anne

      habe seit ende Juli 2012 Burn out durch mein großes Helferherz bekomme viel Hilfe von meiner Freundin wo meine Tochter mit ihren beiden Mädels oft spielt und auch mit der einen zur Schule geht ,habe seit 2007 Astama ,2ter Bandscheibenvorfall und wenn es mir mal nicht so gut geht hilft sie mir oft und darüber bin ihr ihr sehr dankbar sie kennt die Situation von meiner kleinen mir gegenüber und sie sagte Marion sie nimmt dich nicht für ernst egal welche Ansagen du ihr machst deshalb weine ich sehr oft weil mein Kind mich so behandelt wie der letzte Abschaum sorry :( :( :( und es mich ziemlich seelisch runter zieht weil ich keine andworten finde was ich noch besser machen kann und nicht schon alles versucht habe sie geht jetzt Montags nachmittags schon zum turnen weil ich dachte ich mach ihr eine Freude sie hat auch viel Spass dort aber ihr verhalten ändert sich nicht ich sagte mal unter Tränen Mama versucht alles dir toll zu machen mit deinem Zimmer und die ein schönes zu hause zu geben doch es ändert sich nichts von ihrer Seite das sie vieleicht mal sich sagt Mama hat Recht oder so :( Ihre Freunde sagen ihr auch immer du hast so ein tolles zimmer und deine Mama macht soviel für dich und was machst du ? du redest mit ihr so sowas würden wir nie machen aber es kommt bei ihr nicht an was es bedeutet das ihr verhalten mir gegenüber falsch ist
    • Klara schrieb:

      Hallo Spyke,

      ich möchte Sie ebenfalls willkommen heißen hier im Forum und Anne gerne beipflichten: Auch ich finde es sehr mutig von Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer schwierigen und momentan auch recht verfahrenen Situation an uns wenden. Dies ist der erste Schritt aus dieser Lage: Sie werden aktiv, Sie handeln. Das ist sehr gut! :)
      Ich denke auch, dass Sie eine gute Mutter sind und sich nicht vorwerfen sollten, dass Sie nun alles falsch machen. Sie haben drei Kinder und zwei davon haben Sie bereits groß gezogen!

      Gerne möchte ich Ihnen meine Gedanken ebenfalls mitteilen und damit Annes Antwort an Sie ergänzen.

      Mir scheint, dass, warum auch immer, die Gründe kenne ich natürlich nicht, Ihre Trennung vom Vater für Ihre Tochter wieder aktuell geworden ist. Mir scheint auch, dass Ihre Tochter große Schwierigkeiten hat, mit dieser Tatsache umzugehen. Ihre Tochter scheint stark überfordert. Und ich denke auch, es ist sehr verständlich, dass man eine Trennung der Eltern als Kind einfach nicht schön findet. Das würde uns vermutlich allen so gehen.... ;)

      Das Verhalten Ihrer Tochter, das Sie beschreiben, wirkt auf mich auf den ersten Blick so, als würde Ihre Tochter Sie "bestrafen" wollen, als würde sie die Schuld an der Situation ein Stück weit Ihnen geben wollen.

      Wir leben leider in einer Gesellschaft, in der allzu schnell die Schuldfrage ins Spiel kommt... entweder man wirft vor oder man nimmt Schuld auf sich. Doch im Grunde lähmen und blockieren wir uns damit nur selbst oder gegenseitig und ändern überhaupt nichts an der Situation an sich. Wir können dann die Vergangenheit nicht loslassen, sondern schleppen diese ständig mit uns herum. Doch was zählt, ist das JETZT und HIER. Verzeihen und vergeben (sich selbst und auch anderen) kommt da oftmals zu kurz. Stattdessen überlegen wir uns, wer die Schuld trägt oder zu tragen hat, anstatt sich zu sagen: Alle Erfahrungen, die ich gemacht habe und mache, sind okay und vermeintliche "Fehler" gehören zum Leben dazu. Durch sie kann ich mich weiter entwickeln. Wie ich mich "damals" verhalten habe, habe ich deshalb getan, weil ich mein Bestes gegeben habe, weil ich zu diesem Zeitpunkt das gegeben habe, was ich konnte, ich hätte mich nicht anders verhalten können. Es ist okay. ^^

      So wie ich Sie verstehe, ist das Zimmeraufräumen ein Dauerthema zwischen Ihnen und Ihrer Tochter.
      Sie schreiben, dass Sie sogar die Zimmerwände beschädigt und verschmutzt. Und vermutlich ist es Ihnen selbst sehr wichtig, dass das Zimmer aufgeräumt wird.
      Ich frage mich, ob Ihre Tochter dies zum Einen macht, weil Sie weiß, dass sie Sie damit ärgern oder sogar wütend machen kann. Zum anderen verstehe ich es aber auch als Hilfeschrei Ihrer Tochter. Sie verunstaltet Ihr Zimmer, den Raum, in dem sie sich doch eigentlich geborgen und gut aufgehoben fühlen soll. Sie will nicht aufräumen, sondern die Unordnung haben. Vielleicht spiegelt sie damit ihr momentanes Gefühlsleben: Chaos, Durcheinander. Offenbar fühlt sie sich nicht geborgen und auch nicht wohl in ihren vier Wänden... und vermutlich auch nicht in ihrer eigenen Haut. Es wirkt so, als würde Ihre Tochter leiden, sich möglicherweise selbst die Schuld an der Trennung geben wollen und als Ventil zerstört sie ihr Zimmer, weil sie es einfach nicht aushält.
      Sie scheint einfach maßlos überfordert zu sein und genau deshalb dieses zerstörerische Verhalten und diese Wut, die Sie auch Ihnen gegenüber mit dem respektlosen Verhalten zeigt. Irgendwo muss dieser "Druck" ja hin ;) .

      Ich finde es wichtig, wie Anne bereits betont hat, dieses respektlose Verhalten nicht zu tolerieren. Es ist wichtig, dass Sie hier klare Grenzen setzen und einen solchen "Ton" nicht akzeptieren. Wir wünschen uns, respektvoll behandelt zu werden und genau das ist eine wichtige Lektion, die Ihre Tochter lernen muss.

      Anne schrieb:

      Sie haben auch geschrieben, dass es Ihnen gesundheitlich nicht gut geht und dass Sie sich in einem tiefen Loch befinden und viel weinen.
      Ich weiß nicht, woher dieses Loch kommt, seit wann Sie sich so fühlen. Sicherlich verstärkt die schwierige Situation mit Ihrer Tochter das "Loch", in dem Sie stecken. Umso lauter wehrt diese sich und schreit nach Aufmerksamkeit, nach Zuwendung und nach Geborgenheit, die Sie, wenn es Ihnen so schlecht geht, nur bedingt geben können, das ist nur allzu verständlich.
      Ich weiß nicht, inwieweit Sie mit Ihrer Tochter darüber reden, also dass Sie selbst sich schlecht fühlen und warum Sie so traurig sind.
      Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Sie zum Einen gut auf sich selbst achten, aber dass Sie auch Ihrer Tochter mitteilen, dass Sie sie lieben, dass Sie für sie da sind und sein wollen, dass Sie sich für Ihre Tochter nur das allerbeste wünschen und auch, dass es gerade eine schwierige Zeit ist, aber dass Sie das gemeinsam alles schaffen werden. Geben Sie Ihrer Tochter nicht das Gefühl, dass diese "Schuld" an Ihrem momentanen Zustand ist. Damit würden Sie die ganze Situation nur verschärfen.
      Machen Sie sich selbst bitte keine Vorwürfe (damit nehmen Sie nur angebliche "Schuld" auf sich).
      Zeigen Sie Ihrer Tochter, dass Sie sie lieben und dass Sie sie halten können und wollen, im Sinne von Geborgenheit und Sicherheit geben.
      Ziehen Sie sich selbst nicht in Ihre Traurigkeit zurück. Das würde Ihre Tochter noch mehr verunsichern und ängstigen.
      Nehmen Sie sie in den Arm und halten Sie sie.
      Sie schaffen das, Sie schaffen das gemeinsam! Lassen Sie die Schuldfrage (Schuld und Vorwürfe) draußen vor der Tür. ;)

      Freuen Sie sich und seien Sie stolz auf Ihre Tochter, dass diese so extrovertiert ist und laut und unübersehbar nach Hilfe schreit. Es wäre doch viel schlimmer für Ihre Tochter und letztlich auch für Ihre Mutter-Tochter-Beziehung, wenn diese alles Belastende still und leise in sich hineinfressen und sich einigeln würde. ;)

      Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!

      Klara

      Hallo liebe Klara,
      auch bei Ihnen bedanke mich für die liebe Nachricht ,

      ich habe mit meiner kleinen vor über 1 Woche mit ihr ein Gespräch gehabt als wie beim essen waren und sie mir sagte das Papa sagte das du Schluss gemacht hattest ich versuchte ihr es zu erklären warum ich mit ihr und meinem Sohn ( er war zu dem Zeitpunkt noch in der Ausbildung und 18 ) ich versuchte es ihr so zu erklären das sie es verstanden hatte also mit den Augen eines Kindes bwz.Worten und ich denke das ich es ganz gut erklärt hatte weil ihr Papa es ja nur mit der Aussage ihr gesagt hat Mama hat Schluss gemacht ohne weiter es ihr zu erklären :( Ich versuche sie nicht so oft zu belasten wenns mir gesundheitlich nicht gut geht aber wenn sie mich fragt als ich so oft geweint habe warum ich weine und ich habe ihr auch erklärt das Ihr verhalten mir gegenüber mich sehr traurig macht und das es so nicht geht und sie sich ändern muss ,ich helfe meinem Kind immer bei den Hausaufgaben sie hat auch viel Spielraum um mit ihren Freundinen zu spielen oder raus zu gehen ,mein Partner zieht sich immer mehr zurück weil er es nicht mehr mit an sehen kann wie sie null Respekt mehr vor mir hat und ich alles versuche und mache damit sie ein tolles Zimmer und zu Hause hat er leidet sehr unter dieser Situation und geht dann immer ins Wohnzimmer am Wochenende .Es gab mal die Situation wo ich meiner Tochter mal sagte das ich das Gefühl habe das sie mich dafür bestraffen will das Mama von Papa gegangen ist aber das war ich nicht ich muste damals diese Endscheidung treffen ,aber so wie es seit einiger Zeit ist geht es nicht mehr weiter auch meine große erwachsene Tochter schrieb mir vor ein paar Tagen eine Sms *Mama denk mal zurück wie wenig wir damals an Spielzeug hatten und wieviel sie hat *Ich habe mit meiner kleinen auch vieles aus sortiert weil sie nicht mal mehr wuste mit was spiele ich zuerst ich sagte ihr auch schau mal es gibt Kinder die nicht mal Spielzeug haben und dann hat sie alleine gesagt was ich sie behalten möchte und was nicht aber ihr Papa kauft immer wieder weiter und weiss nicht was er damit an richtet ,ich gebe ihr jeden Abend immer einen guten Nacht kuss und sie mir auch sie sagt mir auch mal zwischen durch das sie mich lieb hat und ich sage ihr das auch doch ihr Verhalten ändert sich leider nicht was ihr Zimmer betrifft ich sage ich auf oft das ich selbst kein Chaos mag und ich auch möchte das sie so früh wie es geht lernt ihr Zimmer ordentlich zu halten was sie auch versteht nur es bleibt auch nur noch beim ja mach ich und nichts passiert .

      liebe grüße Marion
    • Hallo spyke,

      ich freue mich darüber, dass Ihnen meine und auch Annes Antworten und Gedanken gut getan haben. Ja, das freut mich wirklich sehr.
      Man spürt Ihre Belastung und Ihre Erschöpfung und Verzweiflung deutlich in und auch zwischen den Zeilen.

      Es tut weh, zu lesen, wie sehr Sie sich bemühen und mit wie viel Liebe und Hingabe Sie sich um Ihre Tochter kümmern, aber wie wenig Wertschätzung sie Ihnen zeigt. Das ist wirklich eine sehr unglückliche Situation.

      Ich denke nach wie vor, dass Ihre kleine Tochter sehr unter Ihrer Trennung leidet. Und so, wie Sie das Verhalten des Vaters beschreiben, macht dieser die Situation alles andere als leichter und besser.
      Sie geben Regeln vor, Sie verlangen ein gewisses Verhalten und fordern Verantwortung und Selbstständigkeit von Ihrer Tochter. Er scheint da ein ganz anderes Muster und Vorgehen zu haben. Er ist der Papa, der einen mit Materiellem, mit Geschenken, die man ganz einfach kaufen kann, überhäuft. Bei ihm scheint das Schlaraffenland zu sein, der absolute Überfluss, zumindest materiell und vermutlich gibt es beim Papa auch keine oder kaum Regeln, an die man sich halten muss. Er "arbeitet" in gewisser Weise - möglicherweise dabei ganz unbewusst - gegen Sie als Mutter, die Ihre Tochter zu Eigenverantwortlichkeit erziehen will (und da gehört das Regeln aufstellen und das Grenzen setzen einfach auch mit dazu).

      Ich vermute, Sie haben sicherlich schon einige Gespräche mit dem Vater der Kleinen geführt, wie Sie sich eine "gute Erziehung" vorstellen und was Sie auch von ihm erwarten.
      Da Sie selbst momentan gesundheitlich stark angeschlagen sind, weiß ich nicht, ob zum jetzigen Zeitpunkt eine weitere "Konfrontation" mit dem Vater sinnvoll wäre, denn dies würde Kraft kosten und starke Nerven benötigen.
      Was Sie jedoch tun können ist, dass Sie ins Gespräch mit Ihrer Tochter gehen und ihr in Ruhe erneut erklären, warum es Ihnen so wichtig ist, dass Sie lernt, "Ordnung" in ihrem Kinderzimmer ("ihr Reich") zu halten. Und auch, warum es zwei so verschiedene Welten sind bei Mama und Papa. Dass der Besuch beim Papa wie ein kleiner Urlaub ist. Sie selbst leben mit ihr den Alltag und den zu meistern, das ist viel anspruchsvoller als ein Kind übers Wochenende bei sich zu haben, wenn man selbst frei hat und viel Zeit. :D
      Das Dauerthema Zimmer aufräumen sollten Sie, so mein Gefühl, dringend entschärfen. Sie beschreiben ja, dass dies ein echtes Dauerproblem ist und da scheinen die "Fronten" inzwischen sehr verhärtet.

      Die Spielsachen in Kisten zu packen und auf den Boden zu stellen, ist eine harte Konsequenz, aber vielleicht war das auch genau richtig. Schön finde ich, das Ihr neuer Partner Ihnen hierbei den Rücken gestärkt hat und mit Ihnen an einem Strang gezogen hat. Die Frage ist: Haben Sie die Spielsachen inzwischen zurück ins Kinderzimmer gebracht oder stehen diese nach wie vor oben? Wenn die Sachen nach wie vor weg sind, dann könnten Sie einfach abwarten, was Ihre Tochter macht. Spricht sie es selbst an, dass sie ihre Sachen wiederhaben will? Oder sie fragen dann auch mal nach, ob sie die Sachen denn nicht vermisst.
      Ich würde die Spielsachen nur mit einer klaren Bedingung zurückgeben, nämlich, dass sie ab sofort aufräumt. Und beim ersten Mal könnten Sie das ja auch wirklich gemeinsam mit ihr machen. So kommen Sie Ihr entgegen, gehen auf Ihre Tochter zu, gehen quasi mit gutem Beispiel voran, in dem Sie ihr helfen und zeigen, dass Sie nach wie vor an sie glauben, sie lieben und sie machen damit eine Art "Friedensangebot".
      ^^
      Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre Tochter loben, wenn sie etwas gut gemacht hat, ihr dabei auch sagen, was genau Sie toll fanden - und dass es andererseits eine direkte Konsequenz gibt, wenn Sie sich nicht an Absprachen gehalten hat, egal, ob es ums Aufräumen oder um die Kommunikation mit Ihnen geht. Seien Sie ganz klar und konsequent.
      Anne hat ja bereits geschrieben, dass Sie jegliche Kommunikation sofort beenden sollten, wenn der "Ton" seitens Ihrer Tochter (wieder) respektlos ist. Ein einfaches "So unterhalte ich mich nicht mit Dir." genügt. Ein "Ich wünsche und erwarte, dass wir alle hier respektvoll und nett miteinander umgehen".

      Sie schaffen das!
      Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!

      Klara
    • Hallo Marion,

      danke für Ihre Rückmeldung und Ihre Ergänzungen zu Ihrer Situation. Gerne teile ich Ihnen weiterhin in diesem Forum meine Gedanken und Ideen mit.

      Als ich Ihre Antworten las, muss ich sagen, dass mir das Verhalten Ihres Partners gut gefallen hat (Spielzeug in Kisten räumen und dabei ganz ruhig bleiben und wenig Worte machen). Ich finde, das ist eine Konsequenz, aus der Ihre Tochter lernen kann. Ich finde allerdings auch wichtig, einen solchen Schritt vorher anzukündigen, z.B. "Wenn Du bis morgen Mittag dein Spielzeug nicht aufgeräumt hast, dann räume ich es auf den Boden". Damit hat das Kind die Wahl. Allerdings sollte dann auch klar sein, was passieren muss, damit das Spielzeug zurückkommt.

      Beim Grenzen setzen und Konsequenzen ziehen (bei Nichteinhaltung von Grenzen), ist es immer ganz wichtig, sehr klar und konkret zu sein. Ich glaube, dass Ihre Tochter gut gelernt hat, Schlupflöcher zu suchen und diese zu nutzen, in dem sie zunächst verspricht, etwas zu tun und es dann aber doch einfach lässt - nach dem Motto: erst mal sehen, was dann passiert.

      Mein Eindruck ist, sie wünschen sich, dass Ihre Tochter Verständnis und Einsicht hat und sich altersentsprechend vernünftig verhält. Dieser Wunsch ist absolut nachvollziehbar und nur verständlich. Allerdings ist es nicht unüblich, dass gerade Nesthäkchen eher rebellisch sind und nicht so vernünftig wie z.B. das älteste Kind. Und die damit verbundenen Fähigkeiten, z.B. einen starken Willen zu haben, sind ja grundsätzlich etwas positives - nur das sie im Moment in falschen Bahnen laufen, nämlich in der Auflehnung Ihnen gegenüber.

      Mein Eindruck ist weiterhin, dass Sie - ebenfalls nachvollziehbar - sehr in dem Denkschema gefangen sind, mit meiner Tochter läuft es nicht gut. Um aus diesem Schema herauszukommen, kann es hilfreich sein, sich einmal ganz bewusst auf die positiven Dinge zu konzentrieren:

      Was läuft gut mit Ihrer Tochter? Wann haben sie schöne Momente? Welche Eigenschaften schätzen Sie sehr an Ihrer Tochter? Welche Aufgaben erledigt sie vielleicht ohne Murren?

      Aus einem bestimmten Denkmuster auszubrechen, kann helfen, wieder neu aufeinander zuzugehen.

      Zu der Zimmersituation stellte sich mir die Frage: Wie sieht eigentlich Ihre Tochter ihr Zimmer? Fühlt sie sich unwohl, in dem von ihr selbst inszenierten Chaos? Wenn sie sich selbst ein schönes Zimmer wünscht, können Sie dies vielleicht nutzen, in dem Sie ihr sagen: "Das Zimmer wird erst renoviert, wenn Du gezeigt hast, dass du dein Zimmer in Zukunft in Ordnung hältst."

      Beim Lesen ist mir auch aufgefallen, dass Sie geschrieben haben, dass Sie wegen Ihres großen "Helferherzes" an Burnout erkrankt sind. Das ist jetzt nur eine Fantasie, weil ich nicht weiß, wem sie viel geholfen haben, aber kann es sein, dass Ihre Tochter vielleicht neidisch ist auf diese Menschen?

      Abschließend möchte ich Ihnen noch sagen, dass ich es richtig und sehr positiv finde, dass Sie gegen alle Widerstände (Ihrer Tochter und des Vaters des Kindes) Wert auf eine Erziehung legen, die nicht beinhaltet, den leichtesten Weg zu gehen.

      Auch wenn Ihre Tochter es Ihnen im Moment nicht zeigt - ich bin mir sicher, sie liebt sie genauso wie Ihren Vater. Kinder erkennen, wer sich Gedanken um sie macht, auch wenn dies nicht bedeutet, dass man immer in Harmonie zusammen lebt.

      Ich wünsche Ihnen Kraft und Zuversicht!

      Anne