Heilpädagogik

Pädagogik - die Lehre der Erziehung

Unter Pädagogik verstehen man die Lehre der vollumfänglichen Erziehung, d.h. Kinder werden in der Motorik, Sprachentwicklung, sowie in den emotionalen und sozialen Bereichen gefördert. Die Kinder werden durch räumliche Gestaltung, Hilfestellungen und dem Verhalten des Erziehers zu Tätigkeiten angeregt und motiviert. Die Motivation besteht aus Aktivem Zuhören, Erfolg, Lob oder Bestrafung. Soziales Verhalten und Konfliktlösungen spielen eine zentrale Rolle in der Pädagogik.

 

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Heilpädagogik - Wenn die normale Erziehung versagt

Wann wird heilpädagogischen Handeln nötig?

Heilpädagogisches Handeln wird nötig, wenn die natürliche Erziehung zu versagen droht oder bereits versagt hat. Die Heilpädagogik greift ein, wenn die Fähigkeiten des Kindes nicht altersgerecht entwickelt sind, dabei sprechen wir von den motorischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Bereichen. Es kann auch sein, dass ein Kind Hilfe braucht die vorhandenen Fähigkeiten selbstständig einzusetzen. Eine nicht altersgerechte Entwicklung der sozialen Integration kann heilpädagogisches Handeln notwendig machen.

Ursachen

Eine eingeschränkte Entwicklung kann verschiedene Ursachen haben, z.B. körperliche Defizite, etwa eine Sprach- oder Körperbehinderung. Es kann aber auch eine geistige Behinderung vorliegen. Im familiären Umfeld kann man die Ursachen bei fehlender emotionaler Nähe, zu geringen Lernreizen und Motivation suchen.

Heilpädagogische Methoden

In der Heilpädagogik werden je nach Behinderung oder Auffälligkeit verschiedene Methoden eingesetzt. Diese sind eklektisch entstanden, d.h., dass sie Ansätze aus der Pädagogik und Therapie entnommen haben und zu einem neuen Ansatz weiterentwickelt. Die heilpädagogischen Methoden werden in drei Kategorien unterteilt: Spieltherapie, Übungsbehandlung (Entwicklungsförderung) und Rhythmik.

  • Die heilpädagogische Spieltherapie beschäftigt sich mit verhaltensauffälligen Kindern. Die Kinder können dadurch ihr Verhalten besser verarbeiten und neue Wege des Verhaltens finden. Das Kind kann den Umgang mit seinen Emotionen besser einordnen.
  • Die heilpädagogische Entwicklungsförderung wendet sich an geistig behinderte Menschen mit einer Entwicklungsverzögerung. Sie fördert neue Fähigkeiten, Kenntnisse und weckt / festigt sinnvolle Verhaltensweisen.

Die heilpädagogische Rhythmik richtet sich sowohl an geistig behinderte sowie verhaltensgestörte Menschen. Das Kind kann durch Rhythmik Empfindungen und Gefühle entdecken und lernt sich auszudrücken.